Oh paulinenbaer. Du bist auf dem besten Weg, dich in zukünftige Streitereien und ungute Familienverhältnisse hineinzuarbeiten, aktiv. Das Obige ist so eine typische Interpretation von Familien, die nur ja nicht zugeben wollen, dass auch das eigene Familienmitglied mal abweichende Meinungen haben könnte. Nee, dann ist eben die Schwiegertochter schuld, fertig. Sehr bequem. Aber extrem gefährlich. Immerhin hat dein Bruder ja da auch ein Wörtchen mitzureden und er wollte dir ja keine anderen Argumente nennen. Es kann ja so sein, dass in der Familie der Braut nicht alle Gäste willkommen sind. Aber auch in eurer Familie gab es schon Sticheleien, warum du und dein Freund noch nicht geheiratet haben.
Wenn du jetzt anfängst, die Braut allein verantwortlich zu machen für DEINE Gekränktheit, wird das mit Sicherheit zu Verstimmungen und unterdrücktem Ärger führen. Hör doch bitte auf, mit deinen Eltern darüber zu reden, das hat doch JETZT keinen Sinn mehr. (Ich konnte es verstehen, dass du dir erstmal Meinungen einholen wolltest, als dein Bruder nicht erreichbar war.) Aber jetzt sind er und seine Braut die Ansprechpartner, mit denen du das klären musst, niemand sonst!
Mach bitte nicht den Fehler, da den bequemen Weg zu gehen und die Schuld für deine schlechten Gefühle einfach dem bisherigen Nochnicht-Familienmitglied in die Schuhe zu schieben. Du wirst damit nicht zufriedener, davon bin ich überzeugt. Wenn es eine Möglichkeit gibt, die Situation zu klären (was nicht immer geht, aber oft), dann wird es der etwas anstrengendere Weg über persönliche Auseinandersetzung (was nicht Streit sein muss, aber kann) sein. Dich jetzt mit immer noch brodelndem Ärger zurückzulehnen und der Braut die Schuld daran zuzuschieben, ist der beste Weg in jahrzehntelange Familienstreitigkeiten. Das wünsche ich dir echt nicht.
Ich würde dir raten, dir nochmal minstrels Beiträge bzgl. deiner Gefühle durchzulesen; die halte ich nämlich für wichtig.
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Thema: Zwickmühle
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02.10.2009, 10:01Inaktiver User
AW: Zwickmühle
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02.10.2009, 10:50
AW: Zwickmühle
ja genau, es kann doch gut sein, dass die Braut ihren Schwager nicht dabei haben möchte, und dein Freund deswegen nicht eingeladen wird.
Da in eurer Familie dein Freund schon zur Familie gehört und das Verhältnis zwischen euch so gut ist, muss der Grund doch auf der anderen Seite liegen.
Dich mit Freund einladen und den Schwager der Braut nicht, das wäre ja auf gar keinen Fall vertretbar. Da ist die Variante, nur die Geschwister ohne Partner einzuladen die einfachere.
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02.10.2009, 11:27Inaktiver User
AW: Zwickmühle
@AnjaEileen:
Meinst du nicht, dass du da etwas überinterpretierst?? Ich lese da nicht heraus, dass die TE jetzt die Schuld bei der Braut sieht! Ich denke, sie wollte damit nur deutlich machen, dass es die verschiedensten Gründe für diese Gästeliste geben könnte. Sie hat doch auch deutlich geschrieben, dass sich das Brautpaar GEMEINSAM dafür entschieden hat - warum auch immer - und dass sie das respektiert. (Was ich übrigens absolut richtig finde! So wenig nachvollziehbar das im Moment sein mag, es ist die Hochzeit des Brautpaares und damit ihre Entscheidung - an so einem Tag würde ich mir da auch nicht reinreden lassen, Hauptsache, das Paar ist sich einig!)
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02.10.2009, 11:57Inaktiver User
AW: Zwickmühle
Ich wollte nur davor warnen, diese Richtung einzuschlagen. Es klingt für mich schon so, als ob paulinenbaer dahin tendiert. Ich hab das schon bei anderen Familien beobachten können und wünsche das eben keinem. (Vielleicht kann man ja manchmal Verwicklungen erst gar nicht so weit kommen lassen, wenn man gewarnt wird - wär jedenfalls mein Grund, warum ich überhaupt schreibe).
Fakt ist, dass man sich beim Hinzukommen einer neuen Familie erstmal kennenlernen, Revierstreitigkeiten ausfechten muss und irgendwie versuchen sollte, unterschiedliche Verhaltensweisen in Bereichen, wo es notwendig ist (wie gemeinsamen Feiern), irgendwie zu erträglichen Kompromissen (oder wie auch immer man das nennen will) zu vereinen.
Ein gern benutzter Weg, wenn es schwierig ist, ist eben, der fremden, neuen Familie die Ursache für plötzliche Uneinigkeiten zuzuschreiben. Was natürlich stimmen kann. Aber oft ist auch die eigene Familie nicht so perfekt, wie man es gern hätte - sie ist einem mit ihrem Verhalten nur eher vertraut.
Und es wäre ja eigenartig, wenn eine fremde Familie alles genauso sehen und machen und beurteilen würde wie die eigene; eher nicht zu erwarten, oder? Also muss man sich darüber irgendwie auseinandersetzen. Bzw. es tatsächlich akzeptieren, wo kein Aufeinanderzugehen mehr möglich ist. Wenn man dann mit den eigenen Gefühlen im reinen ist, ist das auch gut.
Nur sehe ich da noch eine Menge brodeln bei paulinenbaer. Und deshalb glaube ich nicht, dass sie schon mit sich im reinen ist und warne davor, jetzt immer noch viel mit den Eltern darüber zu reden (damit könnte man bei wirklichem Akzeptieren nämlich aufhören und es wäre okay) statt mit denjenigen beiden, die das unzufriedene Gefühl wirklich betrifft.
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26.10.2009, 13:51
AW: Zwickmühle
hallo ihr lieben! nun ist eine weile vergangen und ich wollte ein kurzes update geben:
die hochzeit ist übemorgen! meine züge sind schon gebucht und ich hoffe für die beiden, dass sie auch so schönes wetter haben, wie es heute bei uns ist!
ich werde sehr früh am morgen in den zug steigen und hoffentlich noch ein wenig schlafen können
denn der tag wird sicher anstrengend!
mittags dann standesamt, danach sektempfang. und abends essen in einem restaurant.
ich werde dann tatsächlich abends noch den letzten zug gen heimat nehmen! ich habe für den donnerstag keinen urlaub bekommen und muss wohl oder übel direkt zurückfahren. aber der job ist nun mal auch wichtig.
zur art der einladung gab es wohl noch ein paar diskussionen - sowohl in familie, als auch mit den trauzeugen. hab mich da aber komplett rausgehalten, da ich darüber mit meinem bruder schon geredet habe und er meine meinung kennt - aber auch weiss, dass ich die entscheidung respektiere.
die schwester der braut wird nicht kommen. offiziell kann sie nicht, aber man munkelt, dass sie diese einladungsform nicht gut findet. (mehr weiss ich aber auch nicht. denn ich kenne sie nicht, genausowenig wie die eltern.).
auch ein trauzeuge hat sich beschwert und wollte seine partnerin mitbringen. es wurde dann gesagt, sie kann ja gerne im lokal sein, aber am tisch sitzt sie nicht mit!
naja - wie gesagt: ich fahre hin und feier diesen besonderen tag mit meinem bruder und seiner zukünftigen! und ich hoffe, dass sie sich bei den einladungen zur kirchlichen trauung etwas mehr gedanken machen
liebe grüße - paulinenbär
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26.10.2009, 13:57
AW: Zwickmühle
danke für den hinweis!

aber ich weiss, dass diese einladungsform gemeinsame entscheidung des brautpaares war! ich werde sicherlich nicht alles auf meine zukünftige schwägerin schieben
übrigens treten eher meine eltern auf uns zu und machen sich gedanken .... für uns ist die sache soweit geklärt und wir (mein freund und ich) haben es akzeptiert! ob wir die art und weise gutheißen bleibt doch immernoch uns überlassen.
ich hätte es halt auch schön gefunden, wenn man die standesamtliche trauung und die anschliessende feier dazu hätte nutzen können, die familien miteinander bekannt zu machen! das wird nun scheinbar erst bei der kirchlichen hochzeit tatsächlich so sein. schade eigentlich!
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26.10.2009, 15:09
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26.10.2009, 15:52
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27.10.2009, 16:30Inaktiver User
AW: Zwickmühle
Hallo paulinenbär!
Du klingst entspannter; ich hoffe, es wird eine schöne Feier für dich werden.
Interessant fände ich ja noch, wie du zu all den Informationen gelangt bist, was noch so gelaufen sein soll ... ich vermute da ja ganz stark deine Eltern?!

Ich kann nur davor warnen, alles zu glauben, was man so über den Buschfunk zu hören bekommt ... Wenn es was zu klären gibt oder Unzufriedenheit mit dem Verhalten einer Person auftritt, kann ich nur dringendst empfehlen, das mit der Person selbst zu klären. Eltern mischen sich da gern mal engagiert ein, meist ohne böse Absichten, und erzählen dann gern und viel, aber wenn das länger anhält, können leider auch Streitigkeiten und Missverständnisse etc. entstehen ... Deshalb lieber nicht alles ernstnehmen.
Inzwischen glaube ich ja, dass Hochzeitsgrummeleien durchzustehen ein typischer Entwicklungsschritt ist im Paarleben. Wie bei Ikea einkaufen u.ä. Da muss man wohl durch.
Ich wünsche dir viel Spaß auf der Feier und überhaupt Gelassenheit.
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27.10.2009, 17:28
AW: Zwickmühle
dankeschön!!!

meine sachen sind schon gepackt (was man halt so für einen tag braucht ...) und die zugtickets liegen bereit! heute gehts früh ins bett, denn der zug wartet ja nicht auf mich!
zu den infos:
naja, nicht nur unsere eltern ... auch mein bruder
schliesslich sollte man ja als geschwister mal miteinander und mit den trauzeugen in kontakt treten, um eventuelle vorbereitungen abzusprechen....



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