Achja, die Sofortbild-Kameras: Nette Idee, nicht ganz günstig, die Bilder sind selten wirklich gut und trotzdem verhindert man damit nicht, dass Leute noch zusätzlich mit ihrer Digitalkamera fotografieren.
Die Speicherkarten einzusammeln geht meiner Meinung nach wirklich zu weit. Bei uns sind oft noch ganz andere Bilder auf der Karte, ich würde die nicht hergeben. Außerdem ist das ein ganz schöner Aufwand und Du kannst doch nicht einfach dann die Bilder von der Karte löschen. Du kannst sie maximal kopieren, dann hast Du sie, aber der Knipser hat sie auch. Den Leuten wirklich gleich die Speicher leerzuräumen - also echt, das geht nicht.
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Thema: Braut mit "Fotophobie"
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11.08.2009, 16:34
AW: Braut mit "Fotophobie"
„Es ist schwer, das Glück in uns zu finden, und es ist ganz unmöglich, es anderswo zu finden.“
Nicolas Chamfort
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12.08.2009, 13:02Inaktiver User
AW: Braut mit "Fotophobie"
Profi-Fotographen haben einfach auch Tipps bzw. ein Auge dafür, wie man sich hinstellen kann, damit man locker und entspannt aussieht.
Möchte ich nicht missen.
Wir haben für unseren - im Standesamt und für schöne Fotos von uns danach im Garten ca. 300 € bezahlt, nicht tausende (
).
Und ich guck mir die Fotos gerne an.
Die beiden schönsten hängen auch im Wohnzimmer.
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13.08.2009, 10:21Inaktiver User
AW: Braut mit "Fotophobie"
guten Morgen
Vom Profifotografen habt ihr mich mittlerweile überzeugt. Ich habe sogar schon einen gefunden, den ich anfragen werde, ob er nach der Kirche ein paar Fotos machen kann, damit wir wenigsten ein paar wirklich gelungene Bilder haben. Eine ganze Hochzeitsreportage werden wir nicht machen, da diese wirklich sehr teuer sind bei uns. (Anfrage = ca. 2000.00 bis 3000.00 Euro)
Untereinander werde ich die Gäste knipsen lassen, was sie möchten. Aber meint ihr, es ist ok, wenn ich sage, dass ich z.B. während des Essens und während ich mich mit anderen Gästen unterhalte, nicht hinterrücks geknipst werden möchte? Und ich hoffe, dass sich die Gäste dran halten, in der Kirche nicht zu knipsen.
Grüsse
Artemis
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13.08.2009, 10:33
AW: Braut mit "Fotophobie"
So haben wir es auch gemacht. Den Pfarrern ist das sowieso meist recht, es gibt auch Gemeinden, die das Fotografieren und Filmen von sich aus verbieten. Auch in dieser Gemeinde schon bei Taufen und Konfirmationen erlebt, insofern waren wir uns einig, er hat es in die Begrüßung eingebaut und gut war.
Ansonsten gab es das, was angeblich nicht sein darf: kein Profi-Fotograf und schöne Bilder, wir vermissen nichts.
Wir haben allerdings einen Freund mit gutem Auge und guter Kamera speziell darum gebeten, sich an dem Tag um die Fotos zu kümmern. Der Foto-Beauftragte hat auch ein paar Bilder in der Kirche gemacht, aber eben nicht während des Gottesdienstes selbst. Sondern vorher (nette Details wie z.B. die Ringe, die auf dem Altar liegen), den Einzug und direkt hinterher, ab Auszug.
Es gab auch noch andere, die schöne Fotos gemacht haben, so kam viel zusammen und sogar ich, die ich auch nicht fotogen bin, bin sehr zufrieden und schaue sie mir gerne an.
Wegen der Rumknipserei: einfach ignorieren? Der Tag ist zu wichtig um sich zu überlegen, wie man jetzt auf welchem Knipse-Foto aussieht, finde ich. Und wenn man fröhlich und entspannt rumsteht, entstehen auch die besseren Bilder.Die Ente bleibt draußen.
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13.08.2009, 13:37
AW: Braut mit "Fotophobie"
Ich denke, es kommt drauf an, wie Du Dein Anliegen formulierst.
Ich würde halt drauf achten, dass es als Bitte aufgenommen wird und nicht als Restriktion. Zu viele Regeln können einfach die Stimmung etwas hemmen.
Edelherb, sowas kann bestimmt gut gehen. Aber man weiß es halt erst hinterher und dann ist es zu spät.
Die Freundin von mir fotografiert wirklich viel, macht sogar Fotokalender die sie verkauft und hat eine wirklich tolle Kamera, war vorher bei uns um sich die Lokation anzuschauen. Gott sei Dank hat mein Mann trotzdem auf die Profi-Fotografin bestanden.
Die Bilder von der Freundin waren zum Teil schon gut, aber meistens war irgendein Detail doch nicht in Ordnung. Fast auf jedem Bild hatte einer von uns die Augen zusammengekniffen (es war halt sehr sonnig
), hat weggeschaut, das Licht war irgendwie komisch, der Hintergrund nicht so toll,...
Sowas hat ein Profi halt schon anders im Blick. Und gerade auf den Bildern in der Kirche hat man halt gesehen, wo der Unterschied zwischen einer tollen Kamera und einer supertollen Kamera liegt.„Es ist schwer, das Glück in uns zu finden, und es ist ganz unmöglich, es anderswo zu finden.“
Nicolas Chamfort
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13.08.2009, 13:54
AW: Braut mit "Fotophobie"
Es kommt vielleicht auch drauf an, was für Fotos man möchte. Wir haben z.B. so gut wie keine gestellten, außer ein paar kleinen Gruppenfotos mit Eltern und Geschwistern auf der Kirchentreppe. Der Rest war "in Aktion". Und gerade da sind sehr schöne entstanden.
Und ich habe schon sehr viele Fotografen-Hochzeitsfotos gesehen, die ich entweder nur langweilig oder gar scheußlich fand. Da nützt dann auch die beste Ausstattung nichts.Die Ente bleibt draußen.
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14.08.2009, 01:55Inaktiver User
AW: Braut mit "Fotophobie"
Hmmm, Artemis. Ich hatte letzten Monat so ein Familienfest, und da ich leidenschaftlich knipse, war ich sozusagen inoffizielle Fotografin. Allerdings esse ich auch gern und hab meine Ruhe und würde IM TRAUM nicht darauf kommen, jemanden abzulichten, die essen oder es einfach nicht wollen.
Und - nach Sichtung der Fotos, die übrigens ALLE toll finden (Komplimente werden in unserer Family nicht mit der Gießkanne ausgeteilt), muss ich sagen - die NICHT gestellten Fotos sind die schönsten.
Wenn man nämlich mit einer Kamera ankommt, dann wird erst diskutiert, warum man denn bitte ein Foto macht, man sein ja sooo nicht fotogen, quasselt dann während der Aufnahmen ins Bild, und verzogener Mund kommt halt ganz schlecht. Wenn ich dann doch ein gutes finde, sind die meisten doch begeistert und wollen unbedingt die Foto-CD haben.
Übrigens ist das Gleich-Runterladen nicht doof, weil man dann eben alle zusammen hat. Löschen ist frech, keine Frage.
Warum nicht den Tag genießen? Glückliche Menschen strahlen soooo schön, ich kann mir nicht vorstellen, dass es nicht-schöne Bräute gibt. Und selbst wenn du aussähest wie Frankensteins Braut auf irgendwelchen dämlichen Schnappschüssen von Spaßheinis - so what, es ist DEIN Tag!
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14.08.2009, 01:58Inaktiver User
AW: Braut mit "Fotophobie"
PE ESS. Hier muss ich übrigens mal eine Lanze für die Professionelle Fotografie brechen.
Unglaublich, die Amateur-Fotos einer Kollegin mit furchtbarem Hintergrund, die sie noch als Dankeskarte verschickte ... angeblich war keine Kohle für einen Profi da?! Aber da kann man sich doch wenigstens vor einen schönen Hintergrund stellen, und keine Hinterhofbaracke?! (Und nee, war leider keine Absicht oder Statement oder so).
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14.08.2009, 14:13
AW: Braut mit "Fotophobie"
Was bin ich froh das wir keine Photomanie in unserer Familie haben, ich hasse es und verbitte es mir ausdrücklich von anderen fotographiert zu werden.
Wir hatte eine Professionelle Photografin und dem Rest war schon aufden Einladungskarten klar gemacht wurden das wir dies nicht wünschen, auf asaitische Gäste würde ich zu meiner Hochzeit keinerlei Rücksicht nehmen.
16 Füße reichen, wir sind vollzählig 
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14.08.2009, 14:37
AW: Braut mit "Fotophobie"
Ich halte mich auch nicht für sonderlich fotogen, aber auf den Hochzeitsfotos, da war ich ja hergerichtet und strahle aus allen Poren ... das bin irgendwie gar nicht "ich".
Bei unserer Hochzeit hatten wir einen Profifotografen für die üblichen Aufnahmen, außerdem hat meine (begabte) Schwester mit einer guten (analogen) Kamera wirklich tolle Bilder gemacht.
Die gucke ich mir auch hundertmal lieber an als die Digitalbilder, die irgendwelche Gäste aus dem Handgelenk geknipst haben, die sind irgendwie so "hart".
Wir waren in diesem Sommer bei 2 Hochzeiten und von der ersten Hochzeit haben wir mittlerweile eine Dankeskarte samt Foto-CD gekriegt. Das finde ich ganz gut (auch wenn ich die Bildchen noch gar nicht angeguckt habe). Ich glaube, mit einer klaren Ansage, dass man hinterher so eine Foto-CD erhalten wird, kann man das Knipsen auf jeden Fall auch eindämmen! Sonst knipst jeder alles, aus Angst, etwas zu verpassen.
Was ich von meiner eigenen Hochzeit noch in Erinnerung habe und beim nächsten Mal besser machen würde:
- Unbedingt die Gäste während der Profi-Fotografensession irgendwie beschäftigen! Unsere sind uns nämlich hinterhergestiefelt und haben uns beobachtet.
- Unbedingt beim Gruppenbild kontrollieren, dass nicht gerade jemand auf der Toilette ist. Ich habe erst auf den entwickelten Bildern gesehen, dass meine Lieblingstante fehlt *schnüff*
- Unbedingt Gruppenbild machen bzw. einmal alle Gäste fotografieren.
- Das Essen fotografieren. Von unserer Mittagstafel gibt es nur ein Vorher- und ein Nachher-Bild.
- Auch am Abend noch fotografieren (lassen). Bei uns nahm die Zahl der Fotos im Laufe des Tages rapide ab, von den Abendstunden haben wir kaum welche.


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