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    AW: Brüderchens Hochzeit...doch knifflig

    Zitat Zitat von frau-doktor Beitrag anzeigen
    Liebe Nastasja!

    Ich möchte Dir noch einmal einige Zeilen schreiben...

    Eine andere Möglichkeit, die mir noch einfällt, ist- jetzt lach nicht- die Seelsorge anzurufen. Es gibt auch online-chats von der Caritas, die bei Problemen helfen.

    Es kann sicher nicht schaden, da einen Austausch mit einem/einer Psychologe/in stattfinden zu lassen.
    Danke, Frau-Doktor und ich lache nicht.
    Mir ist vor eins, zwei Jahren mal nichts Besseres eingefallen, als die Telefonseelsorge anzurufen. Ich weiss nichtmehr, warum. Aber, es muss schlimm gewesen sein. Die TSS war überbelegt. Für mich war kein Gespräch frei. Ich war ehrlich frustriert.

    Vielleicht sollte ich bei Gelegenheit mal googeln. Auf jeden Fall danke für den Tip.

    Das sitzt ja alles schon sehr tief in Dir und auch eine Begegnung mit deiner Mutter wird zwangsläufig wieder Wunden aufreissen und/oder Emotionen hochkochen lassen.

    Vielleicht kannst Du dich so vorher etwas coachen.
    Mein Bruder möchte bis 15. Mai Bescheid, ob ich komme. Natürlich werde ich kommen. Ich schicke heute noch den Brief an ihn ab. Aber das Gespräch mit ihm führe ich nicht im gleichen Atemzug und nicht per Post.
    Mach ich später.
    So weit weg wohnt mein Bruder nicht von mir. Es hat ihn und mich zufällig in dieselbe Ecke verschlagen. Meine Mutter setzt sich ins Auto, tourt zu ihm, wann sie will und fährt auf der Strecke an meiner Haustüre vorbei. Ich habe sie schon einmal weggeschickt, als sie mich besuchen wollte. Das hat sie nicht verdaut. Sogar mir hatte das in dem Moment wehgetan.
    Ja, es sitzt tief. Es hat in meinem 5.Lebensjahr angefangen. Noch viel schlimmer ist, dass behaupteterweise mein ganzes Leben auf einer kompletten Lüge aufbaute. Die Wahrheit ist immer nur so wahr, wie die Anderen das erlauben. Leider gibt es jetzt hierfür kein Smiley. Ich glaube, ich würde jetzt einen malen, der aus der Haut fährt.

    Und wie sieht es mit den übrigen Verwandten/Freunden aus?

    Hast Du niemanden, der Dich begleiten könnte und Dir schützend zur Seite steht?

    Du musst da sicher nicht alleine durch.

    Nochmals liebe Grüße.


    Doch, ich muss wohl alleine durch. Ich könnte meinen Anhang mitschleppen, aber ich habe einen solchen Anhang derzeit nicht. Andere Freunde sind nicht eingeladen und mein Onkel, der wahrscheinlich sogar die Trauung durchführt, ist der wegsehende Bruder meiner wegsehenden Mutter.

    Unsere breit gefächerten Familien, mitsamt Vorfahren, Ahnentafeln, Nachkommen und Halbverwandschaften, sind über ganz Deutschland und sogar ins Ausland verstreut. Ich hatte schon immer den Verdacht, dass wir von Zigeunern abstammen müssen. Nee, aber ich bin angeblich fast ganz deutsch. Die Mutter väterlicherseits ist Polin. Nicht, dass hier jetzt jemand auf die Idee kommt, ich wäre Migrantin. Das würde möglicherweise zu den falschen Spekulationen führen.

    Soviel nur zu Deiner Frage, ob mich jemand begleiten könnte.

    Ich vermute insgeheim sogar, dass eine Versöhnung - natürlich im Sinne meiner Mutter - irgendwie eingeplant sein könnte, sogar dass mein Bruder da mitspielt. Ich will das aber nicht sofort auf die Einladung hin mit ihm klären.

    Im Unterschied zu den anderen Familienmitgliedern will ich dort nicht lange bleiben und auch nicht übernachten. Natürlich werde ich versuchen, Gesprächen mit meiner Mutter aus dem Weg zu gehen. Ich kann mich leichter mit jedem Wildfremden unterhalten.

    Alle meine Brüder haben schon einmal geheiratet. Auch dieser bruder, der jetzt heiratet, war schon verheiratet. Ich wurde aber nie zu einer Hochzeit eingeladen. Und ich glaube, er will das endlich ändern. Das ist seinerseits ein Schritt auf mich zu.



    Gruß
    Nastasja.F
    Geändert von Nastasja.F (12.05.2009 um 11:01 Uhr)
    Wenn du einen Würdigen siehst, dann trachte ihm nachzueifern. Wenn du einen Unwürdigen siehst, dann prüfe dich in deinem Innern!
    Konfuzius

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    AW: Brüderchens Hochzeit...doch knifflig

    Hallo Nastasja,

    gäbe es nicht die Möglichkeit, diese Hochzeitsfeier als Chance zu sehen, um die Art und Weise des Umgangs mit einzelnen Familienmitgliedern zu verändern und wenn möglich gar zu verbessern?

    Aaalso, ich an Deiner Stelle würde hingehen. Würde versuchen, mein leichtes Herzflattern auszuhalten und mir ganz fest vornehmen, einfach nur einen schönen Tag zu verbringen.

    Denn es geht nun erstmal "nur" darum, ein schönes Fest zu feiern, sich zu freuen, sich zu amüsieren. Ein Fest, zu dem Du eingeladen worden bist, weil Du dem Gastgeber wichtig bist.
    Alles andere, alle alten Familienzwistigkeiten haben für diesen einen Tag der Hochzeitsfeier Deines Bruders zurückzustehen. Die haben an diesem Tag PAUSE. Denn da wird gefeiert und sonst nix!

    Oki, ab mit Dir ins Einkaufszentrum! Kauf`Dir ein schönes Kleid, in dem Du Dich pudelwohl und wunderschön fühlst, nimm`noch ein bissi Schmuck dazu und besorge ein Hochzeitsgeschenk für Brüderchen und seine Frau!

    Versuche bitte, die Sorgengedanken auszuschalten und freue Dich darüber, daß Du zur Hochzeit Deines Bruders eingeladen worden bist. Denn: Eine Hochzeitseinladung ist immer auch eine große Ehre .

    Ganz liebe Grüße
    Kyria

  3. Inaktiver User

    AW: Brüderchens Hochzeit...doch knifflig

    du bist auf die hochzeit deines bruders eingeladen?

    was stören dich die anderen gäste. nur weil du zufällig mit der einen oder anderen verwandt bist?

    wegbleiben? die hochzeitsfeier als podium für familiengrabenkriege missbrauchen?


    wääääh. kannst du deinem bruder der heiratet und seiner frau diese feier nicht schlichtweg gönnen?

    wenn nicht--------------- bleib weg. dann ist auch nichts verloren.

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