Also mir bzw. uns war das egal. Wir definieren unsere Beziehung und die Nähe in unserer Beziehung ganz sicher nicht über einen Nachnamen.
Wir haben auch beide unseren Namen behalten. Ich hatte unter meinem Namen bereits beruflich Texte veröffentlicht und er wollte auch lieber seinen Namen behalten.
Wenn es grundsätzlich egal ist, welchen Namen man hat, warum sollte das nach einer Hochzeit auf einmal anders sein?
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13.01.2009, 14:44Inaktiver User
AW: namensänderung nach hochzeit?!
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13.01.2009, 16:04
AW: namensänderung nach hochzeit?!
Es ist (für mich persönlich) egal, welchen Namen ich habe, aber nicht egal ist mir, ob ich mit meiner Frau und meinen Kindern einen gemeinsamen Namen habe. Die symbolische Gemeinsamkeit, die mein romantisches Herz zu fühlen glaubt, ist mir wichtiger als der Name, den meine zufällige Geburt in die Familie XY mir gegeben hat.
Für mich ist es (wieder ganz persönlich) auch eine Abnabelung von der Elternfamilie hin zur "Gründung" einer "eigenen" Familie. Auch das hat für mich einen gewissen Symbolgehalt (der natürlich für den, der seinen Namen aufgibt, noch stärker ist).
Hans----------------------------------------------------------------
"Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.
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13.01.2009, 16:11
AW: namensänderung nach hochzeit?!
Mein mann und ich haben jeder unseren Namen behalten. Ich identifiziere mich schon irrgendwie mit meinem Namen, mein mann wohl auch mit seinem, ein gemeinsamer Name ist uns nicht wichtig.
Ein Grund warum ich seinen Namen auf keinen Fall annehmen wollte, ist dass ich ein sehr problematisches Verhältnis zu meinem Schwiegervater habe und auf keinen Fall denselben Nachnamen wie er haben möchte.
Hat wahrscheinlich auch einen gewissen Symbolgehalt.Ich bin Tipplegasthenikerin.
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13.01.2009, 17:07
AW: namensänderung nach hochzeit?!
Ich habe im September geheiratet und ich wollte meinen Namen nie hergeben. Habe ich dann auch nicht gemacht. Ich fände es genauso absurd, meinen Vornamen zu ändern.
Die Sache mit der Familienzugehörigkeit stört mich überhaupt nicht. Unsere Kinder werden wie der Vater heißen, da es in meiner Familie schon ein Kind gibt. Es war für mich also klar, dass mein Mann da Vorrang hat.
Nun wird unser Kind also nicht meinen Namen tragen. Stört mich nicht die Bohne. Und ich glaube auch nicht, dass das für Kinder heutzutage Probleme machen wird.
Mein Name ist ein Teil von mir (eben, wie mein Vorname) und irgendwie finde ich die Verbindung zu meiner Ursprungsfamilie sehr wichtig - obwohl wir beleibe nicht die glücklichen Waltons sind und es auch niemals waren.
SinokätheIt will be all right in the end. If it's not all right, it's not the end.
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13.01.2009, 18:26
AW: namensänderung nach hochzeit?!
Hallo Sinokäthe,
mir ging's auch so: Ich war 38, als ich geheiratet habe und hing auch sehr an meinem Nachnamen (im übrigen ein ganz normaler Allerweltsname). Mit diesem Namen habe ich so viele Jahre gelebt, so viel erlebt - und plötzlich soll ich anders heißen? Nein, das wollte ich nicht; und so habe ich mich auch entschieden: Ich behielt meinen Namen und hab das auch noch nie bereut!
Klar, werd ich auch mal beim Bäcker als Frau "sein Nachname" angesprochen; aber das stört mich nicht, ich verbessere es auch nicht, ist mir wurscht.
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13.01.2009, 21:44
AW: namensänderung nach hochzeit?!
Ich habe nach 2einhalb Jahren nach der Hochzeit seinen Namen angenommen, weil es genervt hat, ständig zu erklären, dass man verheiratet ist, aber getrennte Namen hat. Es sind tausend Kleinigkeiten, die mir irgendwann zu blöd waren. Einer Bekannten ging es genauso.
Mich hat auch erstaunt, welchen Unterschied es für die Umgebung macht 1) verheiratet zu sein. Erst dann scheint eine Beziehung "ernst" zu sein. und 2) den gleichen Namen zu haben. Mir persönlich war es nicht so wichtig und es haben sich auch keine Gefühle verändert oder so. Ich kann diese Einstellung auch nicht nachvollziehen, da sich die Beziehung meiner Meinung nach im Herzen abspielt und da eh keiner reinschauen kann. Nur so als Vorbereitung, wie Dich Deine Umgebung ab Sommer wahrnimmt.
Viel Glück und ein schönes Fest!
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13.01.2009, 21:48Inaktiver User
AW: namensänderung nach hochzeit?!
Bei mir gab es derartige Probleme nicht. Im Gegenteil fanden das die meisten Leute sehr schön seinen eigenen Namen zu behalten.
Was das Erklären angeht. Das ist mir erstmal egal, ich bin seit 8 Jahren verheiratet und musste das vielleicht insgesamt 10 mal erklären und das dann auch eher in den ersten Jahren.
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14.01.2009, 12:16
AW: namensänderung nach hochzeit?!
Also hier meine Erfahrung:
ich habe einen sehr schönen, wohlklingenden und in Deutschland seltenen Mädchennamen, der sich mit JEDEM Vornamen gut macht. Mein erster Mann hat einen scheusslichen Nachnamen, also hat er meinen angenommen - zum großen Ärger der Schwiegereltern, und das Verhältnis war dadurch von Anfang an bis Ende der Ehe nachhaltig gestört. Es gab zu mir keinen Kontakt...
In zweiter Ehe wollte ich alles anders machen und habe den Namen meines Mannes angenommen, weil es ihm wichtig war, er aber auch einen ganz normalen Nachnamen hat (männlicher Vorname).
Leider hat auch diese Ehe nicht gehalten - sobald ich rechtskräftig geschieden bin, werde ich wieder meinen Mädchennamen annehmen.
Sofern ich nochmal heiraten sollte, würde ich meinen Mädchennamen vermutlich behalten, ziehe sogar einen Doppelnamen in Betracht, weil das mit dem Namen meines jetzigen Partners gut harmoniert.
Allerdings würde ich davon abraten, diesem Akt eine allzu große Symbolik und Bedeutung beizumessen, denn letztendlich bleibt man immer dieselbe Person, weil die Persönlichkeit von ganz anderen Dingen abhängt. Auch die Assoziation mit der Herkunftsfamilie des Partners finde ich unangebracht, denn ich heirate meinen Mann ja auch dann, wenn ich die Herkunftsfamilie nicht mögen sollte.
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14.01.2009, 14:44Inaktiver User
AW: namensänderung nach hochzeit?!
Tja, wie schon erwähnt: Es gibt eben für jede Entscheidung und auch für jedes einzelne Argument jede Menge Contra-Meinungen ... Letztendlich bleibt einem also wirklich nur, auf sich selbst zu hören. 
Liebe rofl, Erfahrungen zur Entscheidung kann ich dir persönlich nicht erzählen, weil für mich auch schon im Teenageralter feststand, dass ich meinen Namen behalten wollte. Und das hat nichts mit der Herkunftsfamilie zu tun (bei mir macht das keinen Unterschied, zu wem ich mich, seit ich verheiratet bin, mehr zugehörig fühle; am wichtigsten ist da meine eigene gegründete Familie, nicht die Herkunfsfamilien von mir oder meinem Mann). Mir gefällt mein Name einfach sehr gut, er klingt wunderbar harmonisch und ich identifiziere mich mit ihm. Deshalb würde ich ihn nicht ändern wollen.
@HansDampf, ich kann da, was den Symbolgehalt angeht, nicht so ganz zustimmen. Klar, man gründet etwas Neues, aber dieses Argument wäre für mich nur stichhaltig, wenn sich das auch in einem NEUEN Namen (bzw. dem Doppelnamen für beide Ehepartner) äußern würde. So ist es ja, beispielsweise für den Mann, ja auch so, dass einer der beiden weiterhin den Namen seiner Herkunftsfamilie trägt. Wenn man das logisch weiterspinnt, würde es bedeuten, dass früher, als es nur diese Alternative gab, alle Männer automatisch nie erwachsen wurden, weil sie immer den Namen der Eltern weitergetragen (und womöglich auch nicht den Ort verlassen) und somit also auch nie etwas Eigenständiges geschaffen haben.
Wenn man sich die Namensfrage mal ganz nüchtern betrachtet, entstanden (hier bei uns in Mitteleuropa) irgendwann mal Rufnamen, um Menschen unterscheiden zu können und als dann im Mittelalter die Bevölkerung stark wuchs, so dass der Rufname allein nicht mehr ausreichte, brauchte man einen Begleitnamen, um all die Gleichnamigen identifizieren zu können. Dass sich über die Jahrhunderte eingebürgert hat, den Namen des Mannes weiterzugeben, hatte weniger mit dem Geschlecht zu tun, sondern mit den Besitzverhältnissen. Da üblicherweise ein männlicher Nachfolger den Besitz erbte, blieb die Familie tatsächlich am gleichen Ort und führte den Namen, bei dem es sich um einen "Hausnamen" handelte, weiter. Eine Unterscheidung war für alle Nicht-Hoferben nötig und so hat es sich dann entwickelt, dass der Name des Mannes üblicherweise (nicht ausschließlich) für die nächste Generation gewählt wurde. In anderen Kulturen gab es ander Namensweitergabetraditionen.
Ich persönlich finde das historisch interessant und kann es auch nachvollziehen. Denn es geht nun mal nicht, dass wir alle unsere Namen unseren Kindern geben und diese irgendwann einen Rattenschwanz an Nachnamen mit sich tragen!
Allerdings ist es auch keineswegs sooo ursprünglich in der Menschheit begründet, wie man es manchmal dargestellt bekommt ... als wäre es schon in der Steinzeit so gewesen, dass der Mann ... und so weiter ... und dann die gemeinsame Familie, man will ja auch zusammengehören ...
Ich hab da mal einen schönen Text von Ustinov gelesen, in dem er seine Vorfahren und wie wichtig doch ein ganz bestimmter, nämlich der Ustinov
, für ihn gewesen sei, aufgezählt hat, um dann irgendwann festzustellen, dass, wenn man weit genug zurückgeht, man eine unglaublich große Zahl an Vorfahren mit den unterschiedlichsten Namen und Einflüssen findet ... Krieg's nicht mehr ganz hin, weil ich das Buch gerade nicht da habe, aber ich fand es amüsant und sehr erhellend. Alle diese Einflüsse waren wichtig, auch wenn sie sich nicht in der Vererbung eines Nachnamens niedergeschlagen haben!
Der jetzige Nachname ist also mehr oder weniger EIN zufällig ausgewählter von vielen, vielen möglichen Vorfahren-Nachnamen. Deshalb ist mMn letztendlich nicht ein ganz bestimmter Name ausschlaggebend, sondern der, mit dem man sich jetzt, heute, identifiziert. Und wenn man bei einer Hochzeit die Möglichkeit hat, da zu wählen, dann denke ich, sollte man sich die Zeit gönnen, um zu erforschen, was man wirklich will.
@rofl: Als ganz praktischen Ratschlag noch: Vielleicht hilft dir ja schon, wenn du all die unterschiedlichsten Einstellungen liest und mit anderen (auch und vor allem deinem Mann, denn um ihn geht es in dem Zusammenhang nun mal am meisten, nicht um die Meinung von Freunden und Kollegen) darüber diskutierst. Ansonsten könntest du es auch mit einer simplen Pro- und Contra-Liste versuchen, auf der du das, was für DICH wichtig ist, gewichtest.
Ach ja, und was die Umsetzung nach der Hochzeit angeht: Arbeit ist das immer, ob man nun alle Papiere ändern muss oder den Leuten klarmachen, dass eben nicht. Ich habe damals auch anfangs öfter erklärt, wie das jetzt ist und bei Leuten, die ich öfter gesehen habe, korrigiert. Dadurch wurde es schnell zur Gewohnheit und ich habe auch fast nur positive Reaktionen darauf bekommen. Heute bin ich sehr zufrieden damit, mein Mann auch und wenn ich mal falsch angesprochen werde, macht mir das natürlich auch nichts aus, ich finde es auch ganz nett und korrigiere nur, wenn es wichtig wäre (also z.B. ein Versicherungsvertreter unsere richtigen Namen kennen muss).Geändert von Inaktiver User (14.01.2009 um 14:50 Uhr)
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15.01.2009, 15:26
AW: namensänderung nach hochzeit?!
Wo mußtest Du das denn erklären? Ich kann mich spontan an bisher keine einzige Situation erinnern, wo das eine Rolle gespielt hätte.
Genau genommen interessiert sich so gut wie niemand dafür, dass wir verheiratet sind. Aber solange es uns selbst interessiert, ist das ja auch ausreichend.



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