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12.01.2009, 08:28
AW: namensänderung nach hochzeit?!
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12.01.2009, 08:57
AW: namensänderung nach hochzeit?!
Hallo rofl,
da es schon 15 Jahre her ist, kann es sein, daß ich mich an Diskussionen über dieses Thema einfach nicht mehr erinnere.
Wahrscheinlich aber haben wir wirklich nicht darüber gesprochen. Meine damalige zukünftige Frau hat meinen Namen angenomen, da sie einen der häufigsten deutschen Nachnahmen trug, meiner dagegen sehr selten ist. Und er ihr gut gefallen hat. Und nach einer halben Stunde üben hatte sie auch eine ihr gefallende Unterschrift gefunden, damit war, wie sie sagt, die Umgewöhnung abgeschlossen.
Sie hat allerdings nur 25 Jahre ihre Mädchennamen getragen, vielleicht spielt das eine Rolle. Und das wir und unsere Kinder einen gemeinsamen Namen haben, war uns wichtig.
Gruß
Hans----------------------------------------------------------------
"Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.
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12.01.2009, 10:11Inaktiver User
AW: namensänderung nach hochzeit?!
In einem anderen Thread habe ich in etwa folgendes geschrieben:
Für mich ist mein Name nicht so wichtig. Ich verbinde damit nur die Zugehörigkeit zu einer Familie (Verwandschaft meines Vaters) zu der ich keinen Kontakt habe und auch nicht stolz bin diesen Namen zu tragen und ich finde ihn auch vom Klang her nicht schön und schwierig zu schreiben ist er auch noch.
Ich würde mit Freuden den Namen meines Partners annehmen wenn wir heiraten um etwas neues zu begründen. Eine tiefe Verwurzelung mit meinem Nachnahmen wie ihn manche andere hier schildern spüre ich nicht. Vielleicht zum einen aus o.g. Gründen und zum Anderen, da ich auch erst 24 Jahre lang mit diesen Namen lebe.
Ich glaube daher nicht, dass ich unglücklich darüber wäre.
Der Nachname meines Partners ist sehr außergewöhnlich und trotzdem leicht verständlich. Ich mag ihn auch wenn er sich im ersten Moment vielleicht komisch anhört.
Mir ist es wichtig, EINEN GEMEINSAMEN Namen zu tragen, den später auch unsere Kinder bekommen. Das drückt für mich eine große Zusammengehörigkeit aus.
Grundsätzlich wäre es aber egal wer welchen Namen annimmt, hauptsache es ist der gleiche.
Für mich persönliche wäre ein Doppelnamen nichts. Aber in manchen Fällen kann sich diese Möglichkeit durchaus anbieten.
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12.01.2009, 10:19
AW: namensänderung nach hochzeit?!
Also, wie war das bei uns...
Meine Frau hatte einen Namen, der oft falsch geschrieben wird, und sie hatte - wie sie sagte - eigentlich immer gehofft, ihn mal loszuwerden. Es war aber ein ganz schöner Name, und vglw. selten. Sie hat noch Schwestern, und eigentlich hatte sich die Familie schon abgefunden, dass damit der Name "ausstirbt".
Ich hatte einen Namen, den ich nie besonders schön fand. Er würde zusammen mit den Vornamen meiner Frau auch komisch klingen, wohingegen mein VN mit ihrem NN ganz gut klingt.
Ich habe noch Brüder, und insofern ging meine Familie immer davon aus, dass unser, ebenfalls recht seltener, NN "überlebt".
Wir waren beide mit unseren Namen beruflich etabliert, insofern gab es da keinen "Vorteil" auf irgendeiner Seite.
Wir waren uns einig, dass wir einen einheitlichen Namen schön finden.
Das war die Ausgangssituation.
Wir sind dann rein nach dem Klang gegangen. Und insofern "gewann" ihr Nachname.
Wie lebt es sich damit... Prima.
Nachdem meine Brüder erklärt haben, keine Kinder zu wollen, musste sich meine Familie damit abfinden, dass der Name ausstirbt. Aber das war kein Problem (das wäre ja auch noch schöner gewesen!).
Ihr Vater war zeitweise etwas verwirrt, weil er jetzt nicht mehr alleine "Herr Sowieso" ist, sondern nun Namenskonkurrenz hat.
Das war auch das einzige, vorübergehende Problem meiner Frau - für sie war "Herr Sowieso" eben ihr Vater.
Ich bin froh, ihren Namen angenommen zu haben.
Mit ihr den gemeinsamen Namen zu tragen, ist mir wichtiger, als die Identifikation mit meinem Geburtsnamen.
Damit ist dokumentiert, dass ich jetzt eben (m)eine eigene Familie habe.
Dadurch gebe ich die Bande zu meinen Eltern und dem Rest meiner "alten" Familie ja nicht auf. Für mich war das aber auch eine Art "Emanzipation".Frauen sind nicht kompliziert. Sie wollen einfach nur geliebt werden.
Und tolle Überraschungen. Und Schuhe. Und Schmuck.
Und andere Dinge, die man erraten muss.
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12.01.2009, 10:25Inaktiver User
AW: namensänderung nach hochzeit?!
Wie lange man den Namen trägt/trug, ist meiner Meinung nach eher unwichtig. Es kommt darauf an, wie sehr man sich mit ihm identifiziert. Für den einen ist halt nur ein Name, da fällt das Ablegen nicht schwer. Ein anderer identifiziert sich damit und möchte den Namen dann nicht mehr hergeben.
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12.01.2009, 11:24Inaktiver User
AW: namensänderung nach hochzeit?!
Hallo,
ich hätte mir früher eigentlich auch nie träumen lassen, meine Namen mal abzulegen und diese Ansicht manifestierte sich mit zunehmendem Alter. Als es jedoch ans heiraten ging (mit 43!), fand ich, da wir schon keine gemeinsamen Kinder wollen und haben, sollte man wenigstens am Namen erkennen, dass wir zusammengehören. Und da ein Doppelname nicht in Betracht kam (find ich nicht schön), mein Mann nicht ausreichend emanzipiert ist, seinen Namen abzulegen (und ich inzwischen zu abgeklärt, hieraus ne Grundsatzdiskussion zu machen), hab ich, obwohl schon so alt und durchaus auch mit meinem Mädchennamen bekannt, seinen angenommen. Und ich hab mich doch erstaunlich schnell dran gewöhnt und fürs Umfeld wars letztlich auch nicht sonderlich kompliziert.
Allerdings hätt ich seinen Namen gewiss nicht angenommen, wenn ich dann genauso wie die Schwiegermutter gehießen hätte- die hatte zu Glück nen anderen Namen als mein Mann:-)!
Also: ich bereue nichts!
Dekada
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12.01.2009, 13:38
AW: namensänderung nach hochzeit?!
Ich vermute aber, daß der Identifikationsprozess mit dem eigenen Namen zeitlichen Veränderungen unterliegt. Je länger ich ihn trage, je mehr er mit meinen Erfolgen und Mißerfolgen verbunden ist, umso positiver oder negativer ist die Identifikation.
Zusätzlich dazu gibt es natürlich immer die charakterliche Komponente - also die Stärke der Identifikation mit meiner Herkunft (und meinem Namen) an sich.
Hans----------------------------------------------------------------
"Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.
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12.01.2009, 13:59Inaktiver User
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13.01.2009, 14:07
AW: namensänderung nach hochzeit?!
Als Nominalist sind mir Namen mehr oder weniger Schall und Rauch, und die Verbindung zwischen der "platonischen" Idee und dem Namen rein zufällig. Wie ja auch mein Name rein zufällig ist. Und ich als Klaus kein anderer Mensch wäre als der Dieter, der ich bin
Und das ist ja bei meinem Nachnamen nicht anders (nur das da meine Eltern genauso unschuldig sind wie ich).
Anders ist es bei den Vornamen meiner Kinder. Da diese auf eine Entscheidung meiner Frau und mir zurückgehen, sind sie ja keineswegs zufällig für mich. Daher würde, falls eines meiner Kinder seinen Vornamen ändern will, mich das doch treffen.
Mann sollte allerdings neben dem konkreten Namen nicht den Symbolgehalt der Entscheidung vergessen. Wenn es auch egal ist, ob wir Müller oder Meier heißen, so ist es doch nicht egal, ob Mann, Frau und Kinder den gleichen Nachnamen haben oder nicht. Es symbolisiert schon ein prinzipielles Verständnis von Nähe und Distanz, ist meine ganz persönliche Meinung.
Gruß
Hans----------------------------------------------------------------
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13.01.2009, 14:19
AW: namensänderung nach hochzeit?!
Sehe ich anders.Mann sollte allerdings neben dem konkreten Namen nicht den Symbolgehalt der Entscheidung vergessen. Wenn es auch egal ist, ob wir Müller oder Meier heißen, so ist es doch nicht egal, ob Mann, Frau und Kinder den gleichen Nachnamen haben oder nicht. Es symbolisiert schon ein prinzipielles Verständnis von Nähe und Distanz, ist meine ganz persönliche Meinung.
Mir ist mein Name nicht egal, deshalb habe ich ihn behalten.
Er seinen auch.
Kinder sind noch nicht da - die Entscheidung steht also noch aus.
Einer von uns wird dann anders heissen als die Kinder, aber ich denke nicht, dass die Kinder dem einen näher sein werden.



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