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  1. Inaktiver User

    AW: Sollte Frau in der heutigen Zeit überhaupt noch heiraten?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    das sind nicht die wirklichen Sahneschnittchen ...
    Mich würden an dieser Stelle die Sahneschnittchen-Kriterien interessieren Ich glaube aber, dass wir die wirklichen Sahneschnittchen ganz sicher nicht, anhand ihres Glückes in Beziehungen identifizieren können.


    die sind und bleiben glücklich verheiratet.
    Mir fällt gerade wieder ein, wieso ich Schokokuchen mag...


    (in meinem Umkreis - in dem die meisten studiert haben - ist Silberhochzeit mit 50 nichts Besonderes)
    Wollen wir Rückschlüsse ziehen, welche Studienbereiche weniger heiratswillig sind? Bei meinen Bekannten wäre eine Silberhochzeit mit 50 unmöglich und es liegt definitiv nicht am Bildungsgrad, wie gesagt, wir können gerne über die diversen Studienbereiche sprechen und Versuchen ein paar nette Hypothesen rauszuhauen *rofl*

    Andererseits sind wir hier auch ein echt häßliches Völkchen Das wird der Grund sein, weshalb uns keiner will- was wir verdrängt haben, weil es uns besser geht wenn wir das glauben

  2. Inaktiver User

    AW: Sollte Frau in der heutigen Zeit überhaupt noch heiraten?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    dann sollten nur die Uninteressanten heiraten
    Ich dachte wir hätten geregelt, dass jeder selbst entscheidet, ob geheiratet wird oder nicht


    man muss auch mit 20 noch nicht genau wissen, was man will - aber mit Mitte 20 erwachsen genug zu sein, um sich für einen Reisegefährten zu entscheiden - das finde ich nichts Schlechtes. im Gegenteil. Davon muss ja noch nicht festgelegt sein, wohin die Reise genau geht
    .

    Wenn aber nicht genau festgelegt ist wohin die Reise genau geht oder aber sich unvorhergesehen etwas Gravierendes ändert und die Wege sich trennen, dann ist Sahneschnittchen nur noch ein Kaffeestückchen vom Vortag?

  3. Inaktiver User

    AW: Sollte Frau in der heutigen Zeit überhaupt noch heiraten?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber dass - rein statistisch gesehen - der Anteil derjenigen, die langzeittauglich und bindungswillig und Singles sind, mit dem Alter abnimmt, ist doch völlig logisch, oder?
    Wie ich gerade gelesen habe sind in Ostdeutschland im Alter von 25 Jahren bereits 80% verheiratet, während im Westen tendentiell das Alter bei der Erstehe ansteigt. Evtl. erklärt das unsere unterschiedlichen Erfahrungen.


    Oder anders ausgedrückt - dass die Konzentration derjenigen, die bindungsunwillig sind oder bei denen es doch nicht ganz zufällig ist, dass sie niemanden finden, zunimmt - das ist einfach so.
    Es gibt aber einen Unterschied zwischen "niemanden finden" und "nicht verheiratet/ nicht gebunden sein".


    Und Sockenvieh hatte ja auch ziemlich provoziert mit ihrem Statement (was ok ist) - immerhin halten über 70% der Erst-Ehen.
    Stimmt, hab ich Aber sag, wie kommst du zu diesen Zahlen? Wo immer ich auch lese steht, 50% aller Ehen werden geschieden. Und selbst wenn diese unglaublichen 70% wirklich den Tatsachen entsprechen, dann sagt das noch nichts darüber aus, wie glücklich eine Ehe ist, ob Treue ein Bestandteil ist oder oder oder...


    Wie kann man da schreiben, dass es typisch ist, dass diejenigen, die in den 20ern heiraten, 10 Jahre später ausgetobt wieder zu haben sind ???
    Vorsicht, ich habe niemals etwas von typisch gesagt, ich habe nur vom Werdegang des Sahneschnittchens gesprochen wie sie sich, oberflächlich betrachtet, einem Außenstehenden darbietet. Frau, Hochzeit, Trennung, Austoben- noch während oder nach der Beziehung, dann neue Beziehung, evtl. Hochzeit. Da wir noch immer nicht definiert haben, was wir nun mit Sahneschnittchen meinen darf man das als überspitzte Darstellung abtun.

  4. Inaktiver User

    AW: Sollte Frau in der heutigen Zeit überhaupt noch heiraten?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    nicht, weil er sich trennen will.

    aber bei vielen ist es doch ein "hoffentlich klappt es - und wenn es nicht mehr geht, dann trennen wir uns eben" und nicht ein wirkliches "Wollen und Versprechen".
    Das wird doch hier in der BriCom z.B. ganz offen geschrieben.
    Ich habe da wirklich ein Verständnisproblem. Es wurde doch immer wieder angemerkt, dass nur der heiratswillige Mann auch seine Verantwortung wahrnimmt und das Heiraten ein hochoffizielles Zugeständnis ist. Wieso negiert der von dir zitierte Satz dann wieder das "Wollen und Versprechen" der Hochzeit?

    Die Tatsache, das nach einer Eheschließung eine Scheidung als Notlösung in Betracht gezogen wird, wenn eine Ehe scheitern sollte negiert doch kein Wollen und Versprechen.


    Aber klar - es müssen beide wollen - und vorher genau hingeschaut haben.
    Mit genauem Hinschauen kannst du Evtl. auf ein Minimum reduzieren, aber ausschließen kannst du nicht, dass es dennoch nicht klappt. Man stelle sich vor der Partner will nach 20 Jahren nimmer. wie sagtest du doch so schön:


    Wenn nur einer will - das genügt nicht.

  5. Inaktiver User

    AW: Sollte Frau in der heutigen Zeit überhaupt noch heiraten?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Oder anders ausgedrückt - dass die Konzentration derjenigen, die bindungsunwillig sind oder bei denen es doch nicht ganz zufällig ist, dass sie niemanden finden, zunimmt - das ist einfach so.
    Ich finde es immer wieder ziemlich unangenehm, die Tatsache, dass jemand nicht gebunden ist damit zu verknüpfen, dass mit ihm irgendwas nicht in Ordnung wär - sonst wär er ja nicht allein.

    Sowohl der liebe Herr Fritzl als auch die Frau, die ihre 9 Neugeborenen nacheinander getötet hat waren verheiratet, nur mal so als Anmerkung. Ich kann nicht sehen, dass Ehepartner per se psychisch gesünder oder charakterlich stabiler wären als Singles und halte das für eine sowohl perfide als auch überhebliche Selbstbestätigungsbehauptung.

  6. User Info Menu

    AW: Sollte Frau in der heutigen Zeit überhaupt noch heiraten?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    aber bei vielen ist es doch ein "hoffentlich klappt es - und wenn es nicht mehr geht, dann trennen wir uns eben" und nicht ein wirkliches "Wollen und Versprechen".
    Ja gut - aber was soll man denn mehr versprechen, als die feste Hoffnung und den absoluten Willen, es zu versuchen und sich nur dann zu trennen, wenn es wirklich nicht mehr geht? Was ist denn die Alternative - bis an sein Lebensende in einer kaputten, zerrütteten Ehe zu bleiben, die definitiv nicht mehr zu retten ist?

    War jetzt etwas übertrieben formuliert - ich denke, dass du es nicht so gemeint hast, und du hast ja auch einmal (wenn ich mich recht erinnere) auf die Frage, ob du für die Unauflöslichkeit der Ehe bist, gesagt, dass niemand in einer kaputten Ehe bleiben muss.

    Dass sich viele Paare heute überstürzt trennen mag sein - es gibt aber auch Fälle, in denen Trennung die einzige Option ist - nämlich dann, wenn nur einem Partner daran gelegen ist, die Beziehung zu retten. Ich habe das bei meinen Eltern erlebt - meine Mutter hat im Prinzip eine Eheeinstellung, die der deinen gar nicht so unähnlich ist.
    Sie war entschlossen, diese Ehe als Lebenspartnerschaft zu leben und ich bin mir sicher, sie hat genau hingeschaut, auf wen sie sich da eingelassen hat.

    Trotzdem hat sich mein Vater aufgrund einiger vollkommen unvorhersehbarer Schicksalsschläge so dermaßen heftig verändert, dass er, als ich 20 Jahre alt war, nichts, aber auch gar nichts mehr mit dem liebevollen und liebenswerten Menschen zu tun hatte, der er in meiner frühen Kindheit war. Er war zu einem gewalttätigen, verbitterten Alkoholiker geworden, der nichts und niemanden an sich herangelassen hat.
    Sowas gibt es, und nein, man kann es nicht immer voraussehen, das hat nichts mit "nicht genau hinschauen" oder schlechter Menschenkenntnis zu tun.

    Meine Mutter hat 10 (!) Jahre lang alles versucht, ihm zu helfen - es war zwecklos. Sie ist noch nicht mal gegangen, als er drohte, sie umzubringen, erst als er auch drohte, meinen kleinen Bruder zu erschlagen, hat sie ihn verlassen.

    Leonie, wärst du in dieser Ehe geblieben?

    Mit Sicherheit haben auch die schlechten Erfahrungen in meiner eigenen Familie mit meiner persönlichen Eheeinstellung zu tun, aber ich bleibe dabei: Man kann nicht aus jeder Trennung schließen, dass die Ehe kein wirkliches "Wollen und Versprechen" war, wie du es genannt hast, und vor allem hat man es nicht immer selbst in der Hand.
    Grüße, Kayla

  7. User Info Menu

    AW: Sollte Frau in der heutigen Zeit überhaupt noch heiraten?

    Da habt Ihr hier ja ein heikles Thema angeschnitten

    Ich für meinen Teil bekomme mindestens zweimal wöchentlich von wem gesagt, ich solle froh sein, so glücklich verheiratet zu sein. Dabei bin ich's noch keine 2 Jahre. Aber von meiner Umgebung wird meine Ehe als endgültig angesehen, von mir zunächst auch. ABER meine Lebenserfahrung hat mich anderes gelehrt.

    Eine Userin schrieb grad, sie würde nicht an eine mögliche Trennung denken, denn sie hätten so viel zusammen durchgestanden, etc.

    Den Satz kenne ich von meiner Mutter. Dass die Ehe meiner Eltern zerbrechen könnte, war ein Ding der Unmöglichkeit. Nach 30 (!) Ehejahren wurde mein Vater dann aber unglücklich, wollte mal was anderes erleben, er fühlte sich plötzlich unter "all den alten Leuten" nicht mehr wohl, empfand sich selbst als unheimlich jung geblieben. Ein halbes Jahr später war er weg. Solche Situationen bekomme ich gar nicht selten mit, auch bei den Eltern meiner Freundinnen.

    Daher sehe ich den Erhalt der Ehe grundsätzlich nicht als Selbstverständlichkeit. Und ich denke, es kann JEDEM, wirklich jedem passieren.

    Daher kann niemand einen Rückschluss auf die "Sahneschnitten-Tauglichkeit" eines Mannes aufgrund seiner Beziehungsbiografie ziehen.
    Jeder mensch ist anders. Ich war immer viel unterwegs, auf Parties, in Discos, Kneipen, hatte einen grossen Freundeskreis und habe relativ zahlreiche Exfreunde. Mit 27 habe ich dann meinen Mann kennengelernt und mit 30 geheiratet. Es wäre für mich und mir ähnliche Menschen nicht gut gewesen mit 22, 23 zu heiraten. ICh habe diese Zeit gebraucht. Aber ich denke nicht, dass ich deswegen ein schlechterer Mensch oder eine schlechtere Ehefrau bin.

    Ich bin froh, dass ich mein Leben so gelebt habe.

  8. Inaktiver User

    AW: Sollte Frau in der heutigen Zeit überhaupt noch heiraten?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nur weil das Menschen sind, die sich stärker verändern oder nicht schon mit 20 genau wissen was sie wollen oder neugieriger oder lebenshungriger sind oder wieso auch immer ein Scheitern erlebt haben??? Nein, für mich sind das die Interessanteren!!
    jep

  9. Inaktiver User

    AW: Sollte Frau in der heutigen Zeit überhaupt noch heiraten?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Also ich kann nur für mich sagen: ich hab das nicht. Ich hab enorm darunter gelitten, dass ich mich durch das Verhalten meines Exmannes dazu gezwungen gesehen hab zu gehen. Und hab das erst getan, als es gar nicht mehr ging, eigentlich viel zu spät. Weil ich nicht glauben konnte, was da passiert und immer noch dachte, wir haben geheiratet, dann kämpft man auch. Bis ich feststellen musste, dass man eine Ehe nicht allein führen kann.

    Glaub mir, das ist eine bittere Erkenntnis.
    das glaub ich dir aufs wort, kenne ich auch so ist ein ungemein schlechtes gefühl, den traum von der familie ausgeträumt zu haben.
    mich hat es zynisch gemacht und unsachlich wenn jemand von ewiger liebe und "für immer" redet

    lara

  10. Inaktiver User

    AW: Sollte Frau in der heutigen Zeit überhaupt noch heiraten?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich finde es immer wieder ziemlich unangenehm, die Tatsache, dass jemand nicht gebunden ist damit zu verknüpfen, dass mit ihm irgendwas nicht in Ordnung wär - sonst wär er ja nicht allein.
    diesen Umkehrschluss macht hier keiner - ich ziehe ihn jedenfalls nicht.



    Zitat Zitat von kayla Beitrag anzeigen
    Ja gut - aber was soll man denn mehr versprechen, als die feste Hoffnung und den absoluten Willen, es zu versuchen und sich nur dann zu trennen, wenn es wirklich nicht mehr geht? Was ist denn die Alternative - bis an sein Lebensende in einer kaputten, zerrütteten Ehe zu bleiben, die definitiv nicht mehr zu retten ist?

    War jetzt etwas übertrieben formuliert - ich denke, dass du es nicht so gemeint hast, und du hast ja auch einmal (wenn ich mich recht erinnere) auf die Frage, ob du für die Unauflöslichkeit der Ehe bist, gesagt, dass niemand in einer kaputten Ehe bleiben muss.
    kein Widerspruch zu Deinem Posting. Aber viele sehen es ja eben nicht so, dass sie den festen Willen haben sich nur zu trennen, wenn die Ehe zerrüttet ist und es wirklich nicht mehr geht.
    Wenn hier in der BriCom jemand schreibt, seine Ehe sei "ganz gut" und er sei fremdverliebt und er wolle sich trennen - dann kommen viele und unterstützen ihn darin - er habe ja schließlich nur dieses eine Leben
    Auch wenn von zerrütteter Ehe keine Rede ist.


    Trotzdem hat sich mein Vater aufgrund einiger vollkommen unvorhersehbarer Schicksalsschläge so dermaßen heftig verändert, dass er, als ich 20 Jahre alt war, nichts, aber auch gar nichts mehr mit dem liebevollen und liebenswerten Menschen zu tun hatte, der er in meiner frühen Kindheit war. Er war zu einem gewalttätigen, verbitterten Alkoholiker geworden, der nichts und niemanden an sich herangelassen hat.
    in einer solchen Situation finde ich aber auch richtig, dass Deine Mutter es lange versucht hat - wir wollten ja auch, dass dann der Partner lange zu uns steht. Wie lange genau - das kann von außen niemand sagen, klar.
    So 180-Grad-Drehungen sind aber doch selten.

    Gruß, Leonie

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