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  1. Avatar von Avocado_Diaboli
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    Der Instrumente-Strang

    Wie ich sehe, gibt es wohl noch keinen Strang zum Thema Instrumente spielen oder lernen.
    Das wäre doch mal interessant!

    Von vielen Instrumenten hat man ja eine ungefähre Vorstellung, wie sie gespielt werden und ob einem selbst das auch Spaß machen könnte. Tatsächlich bringen die verschiedenen Instrumente aber unterschiedliche Voraussetzungen mit sich, die man nie geahnt hätte. Insofern wäre es doch mal spannend, was erfahrene Musiker über ihre Instrumente zu berichten haben.

    Ich schlage dabei folgende Beschreibung vor:

    1. Instrument
    2. Ab wieviel Jahre kann man das Intrument spielen?
    3. Wie lange braucht man, bis ein "Ton" rauskommt bzw. man das Instrument einigermaßen beherrscht?
    4. Was geht beim Spielen leichter, was schwerer?
    5. Gibt es körperliche Voraussetzungen, mit denen es leichter ist, das Instrument zu spielen?
    6. Ist das Spielen (am Anfang) schmerzhaft?
    7. Ergeben sich durch das Spielen körperliche Veränderungen?
    8. Lohnt sich die Anschaffung eines eigenen Instruments oder reicht ein Leih-Instrument?
    9. Wie teuer ist das Instrument in der Anschaffung?
    10. Wo lernt man das Instrument?
    11. Was kostet der Unterricht?
    12. Ich beherrsche das Instrument - was nun?

    Ich fange mal an:

    1. Instrument
    Gitarre
    2. Ab wieviel Jahre kann man das Intrument spielen?
    Da es Gitarren auch als 3/4 oder 1/2 Größe gibt, kann man mit entsprechender Handgröße sicher schon mit 5 anfangen
    3. Wie lange braucht man, bis ein "Ton" rauskommt bzw. man das Instrument einigermaßen beherrscht?
    Das geht sofort - pling!
    4. Was geht beim Spielen leichter, was schwerer?
    Es gibt unterschiedliche Techniken: Zupfen, Strummen, Perkussiv-Schläge (also mit geämpften Saiten), Barreé-Griffe... Zupfen ist einigermaßen einfach, kann aber auch sehr anspruchsvoll gestaltet werden. Strummen etc. geht nur, wenn die Griffe sicher sitzen.
    5. Gibt es körperliche Voraussetzungen, mit denen es leichter ist, das Instrument zu spielen?
    Lange Finger, kurze Nägel, flacher Bauch (ich hab nur die kurzen Nägel)
    6. Ist das Spielen (am Anfang) schmerzhaft?
    Ja! Die Saiten mit den Fingern runterzudrücken tut weh. Und hat man das erstmal geschafft, kommen die Barreé-Griffe, also dass man mehrere/alle Saiten mit einem Finger runterdrückt. Da bin ich gerade: Krampf, schmerz, au!
    7. Ergeben sich durch das Spielen körperliche Veränderungen?
    Man bekommt Hornhaut an den Fingerspitzen
    8. Lohnt sich die Anschaffung eines eigenen Instruments oder reicht ein Leih-Instrument?
    Ein Leih-Instrument ist ausreichend, wobei ich selbst eine eigene Gitarre habe, aus Faulheit bei meinem Gitarrenlehrer aber eines seiner Instrumente benutze
    9. Wie teuer ist das Instrument in der Anschaffung + Equipment?
    Das kommt - wie immer - auf die Qualität an. Ich habe mich in eine bestimmte Konzert-Gitarre verliebt und habe incl. Tasche und Gurt 400,- € bezahlt. Das gibt es aber deutlich günstiger, vor allem werden viele gebrauchte Gitarren von Leuten angeboten, die keine Lust mehr haben. Es gibt übrigens grundsätzlich drei verschiedene Sorten von Gitarren: Konzert-Gitarren (mit Nylon-Saiten, die einfacher zu spielen sind), Western-Gitarren mit Stahlsaiten (wesentlich schmerzhafteres Spielen) und E-Gitarren mit sehr dünne Saiten (wieder einfacher zu spielen, da auch sehr schmales Griffbrett). Für E-Gitarren braucht man einen Verstärker und ggf. Kopfhörer.
    10. Wo lernt man das Instrument?
    An der Musikschule oder bei einem privaten Lehrer, einzeln oder in der Gruppe.
    11. Was kostet der Unterricht?
    Ich bezahle 25,- € für 45 min. bzw. 19,- € für 30 min. Einzelunterricht
    12. Ich beherrsche das Instrument - was nun?
    Das weiß ich noch nicht weiter. In einer Band werde ich in meinem Alter vermutlich nicht mehr spielen, insofern müsste man privat schauen, ob jemand Lust auf Hausmusik o.ä. hat.
    13: Sonst noch was? (Pflegeaufwand etc.)
    Alle paar Monate müssen bei allen Gitarrentypen die Saiten gewechselt werden, das kann ggf. eine ganz schöne Fummelei sein . Dafür gibt es Equipment wie Kurbel, Saitenschneider etc., das einem hilft. Tragen kann man eine Gitarre in der Bahn o.ä. ganz gut, kein Vergleich zu Kontrabaß... Und die Lautstärke beim Üben kann man variieren, so dass die Nachbarn nicht aus dem Bett plumpsen.

    Und ihr? Was spielt ihr so für schöne Instrumente?

    Gruß,
    AD
    Bevor du bei dir selbst Depressionen oder ein geringes Selbstwertgefühl diagnostizierst, stelle erstmal sicher, dass du nicht komplett von Arschlöchern umgeben bist.
    - Sigmund Freud


  2. Registriert seit
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    AW: Der Instrumente-Strang

    Ich fürchte das wird ein kurzer Strang:)
    Aber ich schließe mich an :
    Klavier.
    -Kann man mit etwa 5/6 Jahren beginnen
    -Anschaffungskosten sind hoch. Leihinstrument am Anfang sinnvoll
    -Sofortiges Erfolgserlebnis
    -Als Soloinstrument oder Begleitinstrument
    -Leider etwas schwer zu transportieren :)

    Querflöte
    -Beginn ab ca. 10 Jahren
    -Oft dauert es etwas bis zum ersten Ton. Insgesamt muss man Geduld haben
    -Sehr beliebt und daher schwierig einen Platz in einem Orchester zu finden
    - Geeignet fürs Zusammenspiel zB in reinen Flötenquartetten
    -Anfängerinstrumente gibt es schon für unter 100 Euro, es empfiehlt sich aber relativ schnell die Anschaffung eines besseren Instrumentes

    Trompete
    -Beginn ab ca. 10/ früher evtl. möglich
    relativ schnelles Erfolgserlebnis
    -Posaunenchöre, Blasorchester, Orchester
    -Anfängerinstrumente ca. 150 Euro.

    Blockflöte
    -Als Kindernstrument verschrieen
    -leicht zu erlernen, sofortiger Erfolg
    --es gibt viele verschiedene ( Sopran, Alt, Tenor etc.)
    -Blockflötenensembles
    --preiswert in der Anschaffung, zu wenig sollte man aber nicht ausgeben

  3. Moderation Avatar von Margali62
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    AW: Der Instrumente-Strang

    Hier auch Konzertgitarre. In meiner Teen-Zeit.
    Gestartet mit einer recht günstigen Gitarre. Einzelunterricht in der örtlichen Musikschule- bestimmt (?) 4 Jahre, zusätzlich gespielt im Zupforchester, einmal die Woche Übung, zusätzlich Konzertauftritte.
    Die Musikschule hatte einige engagierte Lehrer, es wurden mehrwöchige Freizeiten angeboten, kombiniert mit Skiurlauben beispielsweise.
    War ne schöne Zeit. Irgendwann hatte ich auch eine bessere Gitarre.
    Jetzt spiele ich nicht mehr. Mein Vater hat im Rentenalter mit dem Spiel begonnen und darf die Gitarre nutzen.
    Moderatorin im Forum

    Trennung und Scheidung,
    Kredite, Schulden und Privatinsolvenz,
    Über das Kennenlernen
    Reine Familiensache


  4. Registriert seit
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    AW: Der Instrumente-Strang

    Jessas,soviele Fragen...also
    Tenorsaxofon,
    Gestartet vor viereinhalb Jahren in einer Gruppe.
    Zuerst einmal pro Woche eine Stunde Gruppenunterricht,dazu kam nach einem halben Jahr eine halbe Stunde Einzelunterricht.
    Nach einem Jahr eine Stunde Einzelunterricht,eine Stunde Gruppenunterricht und eine halbe Stunde Orchester.
    Abgeschlossen mit dem "Bronzenen Leistungsabzeichen" ,das ist eine anerkannte Prüfung in der Musikschule,gültig für
    das ganze österreichische Bundesgebiet und erlaubt es,in jeder Musikkapelle in seinem Register mitzuspielen.
    Es gibt ein Notensystem von "Ausgezeichnet" bis " bestanden" (Nichtbestehen kann man leider auch).
    Das Tenorsaxofon habe ich zuerst ausgeliehen,ein Jahr später ein eigenes Instrument gekauft (2500 Euro)
    Der Unterricht kostet im Halbjahr 450 Euro und wird durch Stadt und Land finanziell unterstützt da es ein Projekt ist
    (nennt sich 18+,da kann jeder mitmachen,der über 18 ist)
    Erlernt habe ich es,weil ich durch die Bestrahlung meines Brustkrebses Lungenprobleme bekam und dagegen anarbeitete.
    Was mir auch gelang und mir zudem einen wahren Begeisterungsschub für dieses Instrument gab.
    Ich habs mit "Ausgezeichnet" geschafft und erlerne ab Herbst Sopransaxofon im neuen Projekt.

    Es ist am Anfang sehr mühsam,aber es macht grossen Spass wenn man mal die Technik kapiert hat.
    Ich spiele regelmässig in einer Kapelle und in einem Orchester,übe aber intensiv.Durchschnittlich eine Stunde pro Tag.

  5. Moderation
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    AW: Der Instrumente-Strang

    1. Instrument
    Gitarre

    2. Ab wieviel Jahre kann man das Intrument spielen?
    Wenn die Arme lang genug sind und die Hände genug Kraft haben. Zehn bis elf, würde ich sagen.
    Kleinere Gitarren lohnen sich, wenn man klassiche Gitarre spielen will, aber nicht für's Klampfespielen. (Diverse Gründe).

    3. Wie lange braucht man, bis ein "Ton" rauskommt bzw. man das Instrument einigermaßen beherrscht?
    Bis ein Ton rauskommt, zwei Sekunden auf Nylonsaiten.
    Bis man eine akzeptabele Lagerfeuerklampfe spielt, ein Jahr.
    Bis man eine akzeptabel Konzertgitarre spielt, zwei Jahre.
    Natürlich beides nur, wenn man die jeweilige Variante täglich übt.

    4. Was geht beim Spielen leichter, was schwerer?
    Das ist individuell total unterschiedlich. Mir fielen die Folk-Pickings in der rechten Hand am schwersten.

    5. Gibt es körperliche Voraussetzungen, mit denen es leichter ist, das Instrument zu spielen?
    Schmale Finger und flexibles Handgelenk. Letztere bekommt man aber vom Spielen.

    6. Ist das Spielen (am Anfang) schmerzhaft?
    "Hornhaut auf der Fingerkuppe ist dem Gitarristen schnuppe,
    Wenn sie aber platzt und blutet, hat er sich zu viel zugemutet."
    Zuviel ist immer schmerzhaft. Man soll aufhören, wenn es mehr als eine leichte Belastung wird.

    7. Ergeben sich durch das Spielen körperliche Veränderungen?
    Nicht der Rede wert.

    8. Lohnt sich die Anschaffung eines eigenen Instruments oder reicht ein Leih-Instrument?
    Für klassische Gitarre lohnt sich vielleicht ein Leihinstrument.
    Für eine Klampfe nicht, weil die bei zweckgemäßer Verwendung viel mitmacht.

    9. Wie teuer ist das Instrument in der Anschaffung?
    Ich denke, heute so ab 150 Eu für einen "Allrounder" (Klampfe und etwas Melodiespiel) mit Nylonsaiten.
    Ich würde mich mit einer für 300 Eu wohler fühlen.

    10. Wo lernt man das Instrument?
    Wanderklampfe: Zu Hause und bei Freunden.
    Konzertgitarre: Unterricht.

    11. Was kostet der Unterricht?
    Keine Ahnung, was er heute kostet.

    12. Ich beherrsche das Instrument - was nun?
    Band suchen/gründen, Stimmung auf Feiern machen. Gesangsstunden nehmen.
    Techniken für Stilrichtungen entwickeln.
    Auf Leadgitarre erweitern.
    Improvisationen lernen.
    Kombi von Rhythmus und Melodie(fragmenten), eigene Gegenstimmen zum Gesang spielen.
    Arrangieren lernen.
    Klassische Gitarre: beherrscht man nie gut genug!

    13. Pflege
    Reinigen, Saitenwechsel.
    Eine Gitarre, die kürzlich Temperaturschwankungen oder Feuchtigkeit ausgesetzt war, klingt dumpf und flach. Vor dem Spielen akklimatiseren. (Mit ihr Kuscheln beschleunigt das.)
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  6. Moderation
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    AW: Der Instrumente-Strang

    1. Instrument
    Klavier

    2. Ab wieviel Jahre kann man das Intrument spielen?
    Sobald man es will, drankommt, und die Hände koordiniert bewegen kann.
    Das wird für die meisten Kinder in der Grundschulzeit sein.


    3. Wie lange braucht man, bis ein "Ton" rauskommt bzw. man das Instrument einigermaßen beherrscht?
    Bis ein Ton rauskommt, eine halbe Sekunde.
    Bis man mal was vorspielen kann, 2 Monate, wenn man 10 ist, 1 Jahr, wenn man 50 ist.
    Bis man souverän ein größeres Repertoire spielt, ein paar Jahre.
    Bis man souverän am Klavier ist und nicht nur an einzelnen Stücken, 10 Jahre.

    4. Was geht beim Spielen leichter, was schwerer?
    Schwerer:
    Die linke und rechte Hand und vielleicht noch ein Bein unabhängig oder gegeneinander gleichzeitig zu bewegen.
    Gleichmäßigkeit. Manche Finger sind länger und stärker als andere, zu trainieren, daß man das nicht hört, ist langwierige Kleinarbeit.
    Leichter:
    Das Instrument produziert immer den Ton, den man angeschlagen hat! (Oder man muß den Klavierstimmer holen.)

    5. Gibt es körperliche Voraussetzungen, mit denen es leichter ist, das Instrument zu spielen?
    Große Handflächen

    6. Ist das Spielen (am Anfang) schmerzhaft?
    Nein. Man kann sich natürlich verspannen, aber man sollte nicht.

    7. Ergeben sich durch das Spielen körperliche Veränderungen?
    Die Finger wirken dicker, wenn die kräftiger werden. Wer eine Buckel kriegt, macht was falsch!

    8. Lohnt sich die Anschaffung eines eigenen Instruments oder reicht ein Leih-Instrument?
    Bei dem, was ein Klavier kostet, ist ein Leihinstrument oder ein Mietkauf meist eine gute Idee.

    9. Wie teuer ist das Instrument in der Anschaffung?
    Wenn wir von einem ernsthaften, ausgewachsenen, mechanischen Klavier reden, ist das Miminum heute vermutlich so 4 bis 5.000 Eu.
    Man kann auch locker wesentlich ins Wohnzimmer stellen, und man merkt den Unterschied.

    10. Wo lernt man das Instrument?
    Unterricht.

    11. Was kostet der Unterricht?
    Ich zahle derzeit 36 Eu die Stunde (60 min) für Privatunterricht.
    Im Vergleich zu dem, was ich früher gezahlt habe, erscheint mir das sehr günstig.

    12. Ich beherrsche das Instrument - was nun?
    Andere Tasteninstrumente lernen, andere Stilrichtungen lernen.
    Gucken, ob eine Bar oder Lounge einen Pianisten braucht.
    Gesangsstudenten und Chöre begleiten.
    Improvisation, Arrangements, Komponieren.

    13. Pflege
    Für gute Umgebungsbedingungen sorgen, 1-2 mal im Jahr den Klavierstimmer kommen lassen, vorsichtig abstauben (keine Mikrofaser), und immer wieder dem lästigen scheppernden Sound der durch die Resonanz auf einer bestimmten Frequenz irgendwo im Raum entsteht, nachlaufen.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  7. Avatar von WhiteTara
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    AW: Der Instrumente-Strang

    Ich bin selbst nicht so der Musikus und lasse lieber andere musizieren

    1. Instrument
    Ich wollte immer Klavier spielen lernen, durfte nicht -> Instrument zu teuer, Musikschule zu teuer etc.
    Die Alternative war dann Blockflöte, da gab es Unterricht kostenfrei in der Kirchengemeinde und das Instrument gab es von der älteren Schwester

    2. Ab wieviel Jahre kann man das Intrument spielen?
    Sobald die Finger lang genug sind, alle Flötenlöcher zu verschließen

    3. Wie lange braucht man, bis ein "Ton" rauskommt bzw. man das Instrument einigermaßen beherrscht?
    Das Blasen einer Blockflöte ist um vieles einfacher als bei einer Querflöte...mit wenig Übung zum Erspüren, wie doll man pusten muss, kommen schnell die ersten klaren Töne. Die Fingerbeweglichkeit, die Löcher richtig abzudecken und auch die Töne zu wechseln, muss man dann schon etwas trainieren.

    4. Was geht beim Spielen leichter, was schwerer?
    Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass es anfangs tatsächlich unten feucht aus meiner Flöte lief Es war wohl nicht so einfach nur zu pusten und nicht hinein zu spucken ..aber das legte sich irgendwann.

    5. Gibt es körperliche Voraussetzungen, mit denen es leichter ist, das Instrument zu spielen?
    Da braucht es keine besonderen Voraussetzungen denke ich

    6. Ist das Spielen (am Anfang) schmerzhaft?
    Kommt drauf an: Mir taten manchmal schon die Finger weh, weil es ungewohnt war, diese einerseits auf die Löcher zu drücken, damit sie dicht sind, aber manche Finger sich bewegen müssen, damit ein anderer Ton kommt -> ich habe die Finger anfangs einfach total verkrampft, das kann schon schmerzen, fühlt sich aber eher wie Muskelkater an. Und je älter/größer man ist, desto weniger muss man die Finger spreizen - eine Kinderhand leistet da mehr als eine Erwachsenhand.
    Und ich war manchmal dusselig und habe mir den Flötenkopf gegen die Zähne geschlagen, wenn ich zum Blasen ansetzen wollte, das lernt man aber schnell.

    7. Ergeben sich durch das Spielen körperliche Veränderungen?
    Nein, außer dass man lernt gezielter zu atmen und dafür nötige Muskeln verbessern
    Ich wollte irgendwann auch gerne Querflöte lernen, weil ich den Klang als junge Erwachsene viel schöner fand als vom Holz: Ich habe das bald aufgeben, weil mir die unsymmetrische Haltung gar nicht behagte.

    8. Lohnt sich die Anschaffung eines eigenen Instruments oder reicht ein Leih-Instrument?
    Anfängerinstrumente sind nicht teuer, man bekommt Sopranblockflöten auch leicht gebraucht (wenn es einen nicht stört, dass andere dort schon "hineinspuckten"). Als ich im Flötenensemble Altflöte spielte, hatte ich von der Kirchenmusiker erstmal ein kostenfreies Leihinstrument, bis die Eltern überredet waren, dass ich ganz unbedingt eine eigene brauche.

    9. Wie teuer ist das Instrument in der Anschaffung?
    Anfängerinstrumente sind nicht kostspielig, wer sich aber in die Holzblockflöte verliebt, der kann auch sehr viel Geld ausgeben, je nach Holz/Flötenbauer

    10. Wo lernt man das Instrument?
    Ich lernte es kostenfrei in der Kirchengemeinde, wir hatten aber auch in der Grundschule im Musikunterricht einen Crashkurs (keine Ahnung, ob es so etwas heutzutage noch gibt), die Musikschulen bieten es auch an oder jemand in der Familie kann spielen und zeigt es einem

    11. Was kostet der Unterricht?

    12. Ich beherrsche das Instrument - was nun?
    Ich hörte schon Blockflötenspieler, da staunte ich nur, was man dem Instrument alles für Töne entlocken kann --> Ich kann da so vor mich in blasen und schaffe ohne zu üben die üblichen Weihnachtslieder vom Blatt zu spielen; aber vom beherrschen war ich auch zu Flötenensemblezeiten mit regelmäßiger Übung weit enfernt

    Als Teenager wurde Gitarre geübt, das erschien unerlässlich, dass man wenigstens die gängigen Basisakkorde greifen und schrummeln kann, um in der Kinder- und Jugendarbeit " Tralala zum Mitgrölen" hin zu bekommen. Es wurde auch Melodiespiel geübt. Das Instrument bei der älteren Schwester stibitzt. Für diese gewünschten Basics reichte es dann irgendwann auch Unterricht gab es kostenfrei vom Jugend-Diakon der Kirchengemeinde.
    Wie vielfältig die Instrumentengalerie und somit auch die entstehende Musik sein kann, lernte ich erst kennen, als ich den Liebsten traf: Bei ihm gibt es Minimum 2 Gitarren, das wechselt aber ja nach aktuellem Interesse auch mal mit bis zu 6 Gitarren - akustisch, akustisch mit Tonabnehmer, E-Gitarre...er spielt klassische Stücke (gerne von Bach), aber auch Flamenco, Jazz, Blues und manchmal dröhnt die E-Gitarre à la Jimi Hendrix. Entsprechend viele Notenstapel gibt es dazu, Verstärker, Mikrophone, diverse Kabelei und Effektgeräte, natürlich Musikprogramm am PC zum Aufnehmen und bearbeiten; es wird auch mal selbst komponiert. Früher stand er auch mal mit der Band auf Kneipenbühnen....aber Berufsmusiker wollte er dann doch nicht werden. Von seinem Können bin ich mit meiner Schrummelei weit entfernt ---> Mit dem Üben und Dazulernen ist er nie fertig und es gibt immer Musiker, die doch soooo viel besser das Instrument beherrschen als er.
    LG WhiteTara

  8. Avatar von Sugarnova
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    24.482

    AW: Der Instrumente-Strang

    Nur mal so, bei uns werden Klavier sogar mittlerweile gratis abgegben. Nur der Transport halt ... lässt sich aber auch gut organisieren, wenns nicht gerade ien Flügel ist. Bzw. wir habens zu 2 geschafft, mit dem richtigen Equipment.

  9. Inaktiver User

    AW: Der Instrumente-Strang

    Ergänzung zum Klavier:

    Elektronische Klaviere sind zwar toll für den Nachbarschaftsfrieden, aber Gift für den Anschlag. Den kann man damit nicht üben. Daher ist für Anfänger ein "richtiges" Klavier die bessere Wahl.

  10. Moderation
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    Beiträge
    35.364

    AW: Der Instrumente-Strang

    Zitat Zitat von Sugarnova Beitrag anzeigen
    Nur mal so, bei uns werden Klavier sogar mittlerweile gratis abgegben. Nur der Transport halt ... lässt sich aber auch gut organisieren, wenns nicht gerade ien Flügel ist. Bzw. wir habens zu 2 geschafft, mit dem richtigen Equipment.
    Muß man aber schon ein bißchen was davon verstehen, damit man kein Wrack kriegt, das 30 Jahre vernachlässigt wurde, oder nach mehr als 100 Jahren einfach abgenutzt ist. :-/

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Elektronische Klaviere sind zwar toll für den Nachbarschaftsfrieden, aber Gift für den Anschlag. Den kann man damit nicht üben. Daher ist für Anfänger ein "richtiges" Klavier die bessere Wahl.
    Ja. Ich habe jahrelang immer mal wieder das neueste in elektronischen Klavieren probegespielt, und es machte nie Freude.

    Jetzt habe ich ein mechanisches, das die zuschaltbare Möglichkeit hat, den mechanischen Klang zu blockieren und von den mechanischen Tasten stattdessen eine elektronische Klangerzeugung (gesamplete Töne) anzusprechen. Für einen präzisen Anschlag und für die Dynamik übe ich lieber mit mechanischer Klangerzeugung, aber wenn ich am späteren Abend mal spielen will, ist es gut, die Möglichkeit zu haben.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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