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  1. Avatar von powerwoman123
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    Probleme mit Handwerker

    Hallo zusammen,

    ich habe derzeit das Gefühl, von einem Handwerker gehörig über den Tisch gezogen worden zu sein.

    Folgendes: Bei mir (Eigenheim) ist vor kurzem eine Innentür (sowohl Zarge als auch Tür selber) kaputt gegangen. Ich habe daraufhin den Tischler angerufen, der seinerzeit sämtliche meiner Innentüren eingebaut hat und um ein Angebot für eine neue Tür gebeten.

    Bis das Angebot kam, hat schon mal ewig gedauert. War dann aber ok, habe ich angenommen. Dann hat es wieder ewig gedauert, bis die Tür endlich von ihm bestellt war (bei einem externen Großhändler oder Hersteller, den ich nicht kenne) und wir einen Termin für den Einbau vereinbart hatten. An diesem Tag kam er dann und erklärte, die Tür wäre falsch geliefert worden und müsste noch mal neu bestellt werden.

    Das hat dann wieder drei Wochen gedauert, wobei auch ich immer hinter dem Tischler selber her telefonieren musste, alles war schon sehr unzuverlässig.

    Heute war es dann endlich so weit und die neue Tür wurde eingebaut. Und ich sah natürlich, dass die sogenannte "Bekleidungsbreite" schmaler war, als bei meinen übrigen Türen. Was zum einen als Gesamtbild nicht schön aussieht und zum anderen auch dazu führt, dass am Fußboden jetzt ein 2 cm breiter Spalt zwischen Tür und Sockelleiste ist.

    Daraufhin erklärte er mir, dass meine Türen halt schon recht alt wären (15 Jahre) und sein Hersteller diese Breite heutzutage nicht mehr liefern würde. Ich bin wirklich absoluter Laie und hab das erstmal so geglaubt.

    Ich hab dann anschließend aber mal gegoogelt und festgestellt, dass es Innentüren bei so ziemlich jedem Anbieter sehr wohl in dieser Breite gibt.

    Ich ärgere mich total und weiß gar nicht, was ich jetzt machen soll. Kann ja durchaus sein, dass es halt bei "seinem" Anbieter tatsächlich so ist. Vielleicht ist die Tür aber einfach nur zum zweiten Mal falsch geliefert oder schon von ihm falsch bestellt worden und er hat die einfach eingebaut und darauf gehofft, dass ich das einfach so akzeptiere.

    An die Schwarmintelligenz im Forum: Wer ist vom Fach oder kennt sich verbraucherberatungstechnisch aus und kann mir raten, was ich jetzt machen kann? Danke!

    Edit: War mir nicht sicher, ob dieses Thema besser hier oder doch besser unter "Rund ums Eigenheim" gehört. Liebe Moderatoren: Sonst bitte verschieben.
    LG
    Powerwoman

    "Irgendein Ziel muß man haben und ansteuern - der Sinn des Lebens kann nicht sein, am Ende die Wohnung aufgeräumt zu hinterlassen"
    Elke Heidenreich
    Geändert von powerwoman123 (08.05.2020 um 20:16 Uhr)

  2. Avatar von Mitternachtsblau
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    AW: Probleme mit Handwerker

    Ich würde dir empfehlen, den Tischler als erstes schriftlich mit Fristsetzung zur Nachbesserung aufzufordern.

    Und als zweites kannst du parallel bei der Innung anrufen und darum bitten, dass man dir einen "Öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen" benennt.

    Diese explizite Bezeichnung ist wichtig - die Berufsbezeichnung "Sachverständiger" ist nicht geschützt und jeder Honk, der meint, er hätte schließlich Sachverstand, darf sich als ein solcher bezeichnen.

    Die Ö.b.u.v. hingegen sind bestellt und geprüft und werden auch vor Gericht zugelassen.

    Den solltest du dann befragen, wie du sinnvollerweise weiter vorgehen musst.
    Wenn du ein Gutachten in Auftrag gibst, musst du es nämlich bezahlen. Und dann ist es damit automatisch ein sog. Parteiengutachten, was im Streitfall vor Gericht nicht verwendet werden kann.

    Das ist aber noch weit entfernt im Ablauf.
    Ganz oft genügt es nämlich, erstmal nur zu erwähnen, dass man mit dem Sachverständigen gesprochen hat.
    Wer halbwegs schlau und schon eine Weile im Gewerbe ist, bessert oft freiwillig nach, weil er genau weiß, zu wessen Lasten am Ende alle Kosten gehen.

    Das setzt jetzt aber alles voraus, dass du mit deinem Anspruch im Recht bist. Es liest sich aber sehr danach.
    Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.

    Oscar Wilde

  3. Avatar von ereS
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    AW: Probleme mit Handwerker

    was steht denn im angebot ?
    das die tuere in der ursprungsbreite nicht lieferbar ist ?
    oder stehen maße drin ?

    du hast einen fehler gemacht, wenn das nicht passt, haette ich gesagt ausbauen mitnehmen nachbessern, so will ich das nicht

    kannst du aber jetzt auch noch, insbesondere wenn im kv in keinster weise etwas von den "neuen maßen" drinsteht
    denn darauf haette er dich hinweisen muessen
    du hast hoffentlich keinen arbeitszettel mit ordnungemaessem einbau unterschrieben, oder ?

    ansonsten schließe ich mich voll und ganz erst einmal dem ersten satz von mitternachtsblau an

    schreib bitte dazu, wenn er die frist nicht einhaelt, das er sich direkt im verzug befindet
    das auge der moderatoren ist ueberall...

    ueber rechtschreibfehler in meinen beitraege bitte ich hinwegzusehen, ich sehe sie aktuell auch nicht richtig...

  4. Avatar von powerwoman123
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    AW: Probleme mit Handwerker

    Im Angebot stehen die "richtigen" Maße, die ich auch so bestellt habe. Hier wird zwar die "Bekleidungsbreite" nicht extra aufgeführt, aber durchaus die Gesamtbreite der bestellten Zarge. Und die ist jetzt halt rundum jeweils 2 cm zu schmal und abweichend vom Angebot. Und das fällt zu den anderen Türen optisch durchaus auf.

    Beim Einbau gab es keine offizielle Abnahme, bei der ich auch zum Glück nichts unterschreiben musste. Es gab halt nur die Aussage vom Tischler: So fertig, und übrigens: In der Breite ist das heutzutage nicht mehr lieferbar. Und ich hab dann nur gesagt: Oh, Ok. Hab jetzt halt nur Angst, dass ich mit einer Reklamation zu spät bin und das direkt hätte sagen müssen. Aber wie gesagt: Ich bin totaler Laie und hab das im ersten Moment sofort geglaubt.
    LG
    Powerwoman

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  5. Avatar von Mitternachtsblau
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    AW: Probleme mit Handwerker

    Hast du diese Seltsamkeit eigentlich bezahlt?
    Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.

    Oscar Wilde

  6. Avatar von powerwoman123
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    AW: Probleme mit Handwerker

    Ich habe bei der Abnahme nichts unterschrieben und auch nichts bezahlt.

    Aber ein schriftliches Angebot angenommen, welches von dem tatsächlichen Einbau abweicht. War es ein Fehler, das nicht direkt zu reklamieren?
    LG
    Powerwoman

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  7. Avatar von Mitternachtsblau
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    AW: Probleme mit Handwerker

    Zitat Zitat von powerwoman123 Beitrag anzeigen
    Aber ein schriftliches Angebot angenommen, welches von dem tatsächlichen Einbau abweicht. War es ein Fehler, das nicht direkt zu reklamieren?
    Es gibt den Terminus "verdeckter Mangel" , wenn ein Mangel besteht, der vielleicht erst nach Jahren im Schadensfall sichtbar wird, den der Kunde gar nicht wahrnehmen konnte. Das hebelt dann auch die Garantiefrist aus.

    Das ist hier nicht der Fall - sowas hätte man sofort reklamieren müssen.
    Gut, dass du noch nichts bezahlt hast (dann dürfte es auch nicht allzu lange her sein), da kannst du problemarm sagen, so bist du mit der Leistung nicht einverstanden.

    Zunächst hat aber jeder Handwerker prinzipiell das Recht auf Nachbesserung. Also, du kannst nicht sagen, das soll jetzt jemand anders anständiger machen, du ziehst den Auftrag zurück.
    Bleib bei Punkt 1: schriftlich fixieren, was du bemängelst und mit angemessener Frist (2 Wochen sind als Ansatz oft üblich, wenn das nicht reicht, sagt der Tischler dir das schon selbst) zur Mangelbeseitigung auffordern.

    Schreib' mal hier bitte weiter, wie das ausgeht!
    Und weisst du zufällig, ob der Tischler Mitglied seiner Innung ist?

  8. Avatar von Mitternachtsblau
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    AW: Probleme mit Handwerker

    P.S.: HEUTE hast du geschrieben! Das hatte ich schon wieder verdrängt... Das ist kein Ding, schreib ihm, dass du die Leistung so nicht abnimmst und gut. Dass du dich im ersten Moment hast überrumpeln lassen, das kommt vor. Ist undramatisch, vor allem, weil du keine Abnahme unterschrieben hast.
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    Oscar Wilde

  9. Avatar von powerwoman123
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    AW: Probleme mit Handwerker

    Danke für eure Antworten!
    (Alle Zitatkürzungen sind von mir)

    Zitat Zitat von Mitternachtsblau Beitrag anzeigen
    Ich würde dir empfehlen, den Tischler als erstes schriftlich mit Fristsetzung zur Nachbesserung aufzufordern.
    Ja, das werde ich machen. Bzw. ihn am Montag erstmal anrufen und das Problem vorab erläutern.
    Zitat Zitat von Mitternachtsblau Beitrag anzeigen
    Und als zweites kannst du parallel bei der Innung anrufen und darum bitten, dass man dir einen "Öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen" benennt.

    Den solltest du dann befragen, wie du sinnvollerweise weiter vorgehen musst.
    Wenn du ein Gutachten in Auftrag gibst, musst du es nämlich bezahlen. Und dann ist es damit automatisch ein sog. Parteiengutachten, was im Streitfall vor Gericht nicht verwendet werden kann.

    Das ist aber noch weit entfernt im Ablauf.
    Ganz oft genügt es nämlich, erstmal nur zu erwähnen, dass man mit dem Sachverständigen gesprochen hat.
    Dass es bis vor Gericht geht, glaub ich jetzt erstmal noch nicht. Machen Sachverständige denn auch Rechtsberatung? Begutachten die nicht nur?

    Zitat Zitat von Mitternachtsblau Beitrag anzeigen
    Zunächst hat aber jeder Handwerker prinzipiell das Recht auf Nachbesserung. Also, du kannst nicht sagen, das soll jetzt jemand anders anständiger machen, du ziehst den Auftrag zurück.
    Bleib bei Punkt 1: schriftlich fixieren, was du bemängelst und mit angemessener Frist (2 Wochen sind als Ansatz oft üblich, wenn das nicht reicht, sagt der Tischler dir das schon selbst) zur Mangelbeseitigung auffordern.
    Nein, ich will nicht jemand anderen beauftragen, meinetwegen kann das jetzt auch wieder länger dauern, aber es soll doch bitte neu gemacht werden. Aber ich sehe es doch richtig, dass mich der Tischler im Vorfeld schon über die "falschen" Maße hätte informieren müssen? Und wie gesagt: Am Montag wird reklamiert.

    Zitat Zitat von Mitternachtsblau Beitrag anzeigen
    Schreib' mal hier bitte weiter, wie das ausgeht!
    Und weisst du zufällig, ob der Tischler Mitglied seiner Innung ist?
    Klar, mach ich! Ob er Innungsmitglied ist, weiß ich nicht, der hat noch nicht mal eine eigene Webseite. Aber das könnte ich rauskriegen, hab beruflich gute Verbindungen zur Handwerkskammer. Ähm, welchen Unterschied würde das dann machen?

    Zitat Zitat von Mitternachtsblau Beitrag anzeigen
    P.S.: HEUTE hast du geschrieben! Das hatte ich schon wieder verdrängt... Das ist kein Ding, schreib ihm, dass du die Leistung so nicht abnimmst und gut. Dass du dich im ersten Moment hast überrumpeln lassen, das kommt vor. Ist undramatisch, vor allem, weil du keine Abnahme unterschrieben hast.
    Ja, das war wirklich erst gestern. Und ich ärger mich so, überrumpeln ist das richtige Wort. Und ich dummes Schaf hab sogar noch gefragt, ob ich noch was unterschreiben muss... was dann nicht der Fall war. Ich bin echt immer zu nett und glaub den Leuten alles.
    LG
    Powerwoman

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    AW: Probleme mit Handwerker

    Zitat Zitat von powerwoman123 Beitrag anzeigen
    Ja, das werde ich machen. Bzw. ihn am Montag erstmal anrufen und das Problem vorab erläutern.
    Du kannst das Problem gern telefonisch vorab erläutern, aber mach parallel dazu SOFORT eine schriftliche Mängelmeldung. Erst vor kurzem gab es einen Bericht über einen Fall bei Amazon, wo der Kunde solange (da ging es übrigens auch um eine Tür mit falschen Maßen) hingehalten und Nachbesserung, Umtausch und ich weiß nicht was alles versprochen wurde, bis die Fristen alle verstrichen waren und er hat jetzt eine sehr teure Tür bezahlt, die nicht passt und die ihn nonstop ärgert, wenn er sie trotzdem einbaut.

    Eine fristgerechte Meldung bei Amazon hätte gereicht, hat er verpasst. Da der Tischler gemerkt hat, dass er dich beim ersten Mal so leicht über den Tisch ziehen konnte (hätte mir genauso passieren können - mir sind schon ganz andere Sachen mit Handwerkern passiert), kann es sein, dass er dich hinhält, du ihm glaubst und dann bist du am Ende doch die Gelackmeierte.

    Toi toi toi!

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