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  1. Avatar von overknee
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    Hat jemand Erfahrungen mit einer Erdwärmepumpe?

    Aufgerüttelt durch die Berichterstattungen zur Erderwärmung möchten wir nichts Falsches tun. Unsere 15 Jahre alte Holzheizung muss ausgetauscht werden. Zuerst dachten wir an eine Gasheizung (mit unterirdischem Gasbehälter, da kein Gasanschluss anliegt).
    Aber dann dachten wir, dass es auch noch umweltfreundlicher gehen muss.
    Also Erdwärme.
    Ich habe im Internet nach Erfahrungsberichten gesucht, das ist aber sehr mager.

    Mein Mann hat nun mit dem Installateur gesprochen, der uns das Angebot für Gas gemacht hatte (der kann keine Wärmepumpen).
    Der hat ihm natürlich von Wärmepumpen abgeraten. Gaaaaaanz schlecht.

    Hat hier irgendjemand Erdwärmepumpen oder kennt jemanden?

    Ich bin ein bisschen ratlos.

  2. Moderation Avatar von michaelX
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    AW: Hat jemand Erfahrungen mit einer Erdwärmepumpe?

    Die funktionieren.
    Bitte diese Signatur nicht lesen!

  3. Avatar von Wiedennwodennwasdenn
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    AW: Hat jemand Erfahrungen mit einer Erdwärmepumpe?

    Zitat Zitat von overknee Beitrag anzeigen
    Hat hier irgendjemand Erdwärmepumpen oder kennt jemanden?
    Ich habe keine eigenen Erfahrungen mit Wärmepumpen, habe mich aber für mein letztes Bauvorhaben (2006) schlau gemacht.

    Die zentrale Frage ist, ob Ihr Fußbodenheizung habt. Meines Wissens ist die erreichbare Vorlauftemperatur einer Wärmepumpe für Heizkörper nicht ausreichend.
    Ein weiterer Punkt für mich war damals der Stromverbrauch der Wärmepumpe. Da habe ich keine verläßlichen Verbrauchszahlen finden können.
    Der Schock kam damals, als ich mich nach den Kosten für die Tiefenbohrung erkundigte. Alleine die Bohrung sollte dreimal so viel kosten, wie die gesamte Heizungsinstallation, für die wir uns damals entschieden hatten.

    Wenn es Dir um die Umwelt geht, könntest Du überlegen, eine Gas-Brennwert-Heizung zu installieren und das Heizungswasser über eine Brauchwassererwärmung vorzuwärmen (spart Gas). Preislich sollte das deutlich günstiger sein, als eine Wärmepumpe mit Tiefenbohrung. Alternativ ginge auch eine Luft-Luft-Wärmepumpe. Aber die setzt, wie gesagt, Fußbodenheizung voraus.
    Das Universum und die menschliche Dummheit sind unbegrenzt. Beim Universum bin ich mir nicht sicher (Albert Einstein).


  4. Registriert seit
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    AW: Hat jemand Erfahrungen mit einer Erdwärmepumpe?

    Ich habe eine Erdwärmepumpe für den Rinderstall.

    Ich würde an deiner Stelle die Hersteller dieser Systeme kontaktieren, sie können dich an entsprechende Betriebe verweisen, die dann ein Angebot erstellen können.


  5. Registriert seit
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    AW: Hat jemand Erfahrungen mit einer Erdwärmepumpe?

    Was genau willst du denn wissen? Um herauszufinden, ob eine Wärmepumpe Sinn macht solltest du dich wirklich von einem Installateur beraten lassen, der alles (WP, Gasbrennwertgeräte, Ölkessel, Solaranlagen, FBK...) anbietet.

    Die Bafa fördert den Einbau von Wärmepumpen - in dem Fall mit 6.750 Euro.

    Du solltest allerdings davon ausgehen, dass sowohl die Bohr- als auch die Installationsfirmen mehr als ausgelastet sind und etwas mehr Zeit einplanen.


  6. Registriert seit
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    AW: Hat jemand Erfahrungen mit einer Erdwärmepumpe?

    Ich habe Erdwärme. Seit 1997.

    1. Sie verbraucht viel Strom weil die Pumpe zur Umwälzung der Sole, die Kompression und der Heizungsbetrieb alles Strom benötigt. Und bei den ständig steigenden Strompreisen stehe ich machtlos da und kann nicht sparen.

    2. Die Wartung der Heizung ist deshalb problematisch weil es wenige Firmen gibt die sich mit den Systemen auskennen. Zumal anscheinend jede Firma ein eigenes System hat. Fällt diese Firma aus oder weg dann ist es schwer einen Ersatz zu finden.

  7. Avatar von flintstones
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    AW: Hat jemand Erfahrungen mit einer Erdwärmepumpe?

    Mein Bruder hat eine Luft-Luft-Wärmepumpe und ist damit schon sehr zufrieden und hat auch immer gesagt, dass er die Entscheidung nie bereut hat sondern sehr froh darüber ist.

    Man kann das Thema aus zwei Perspektiven angehen:

    Zuerst die wirtschaftliche Perspektive:

    Wärmepumpen sind als Investition am Anfang sicherlich teurer als ein Gasgerät, aber wenn das System gut abgestimmt ist (eine hohe Jahresarbeitszahl...am besten über 4), dann wirst du auch sehr viel Wärme pro kWh Strom aus der Umgebung entziehen können und das ganze System wird sich mit den Jahren rechnen.

    Dann die umwelttechnische Perspektive: Du wirst wohl kein anderes System finden, dass umweltschonender ist als eine Wärmepumpe. Und dieses Thema ist leider oft viel unwichtiger als das erste, obwohl es meiner Meinung nach wichtiger sein sollte.

    Man sollte sich auch nicht von dem "Unkönnen" eines Installateurs leiten lassen. Wer der das nicht kann und es einem abrät, dann macht er das nur, damit er sein System anbringen kann.

    Zu den Vorlauftemperaturen: Die sind bei den Wärmepumpen normalerweiser niedriger und eine Fußbodenheizung wäre da ideal. Es gibt auch die speziellen Heizkörper die auch effizient mit niedrigen Vorlauftemperaturen arbeiten, aber soweit ich weiß sind die um einiges teurer. Wegen dem Thema sollte man sich doch bei den Profis genauer informieren lassen, was sich da alles realisieren lassen kann.


  8. Registriert seit
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    AW: Hat jemand Erfahrungen mit einer Erdwärmepumpe?

    Bei uns im Freundeskreis bauen gerade einige Leute und soweit ich das mitbekommen habe, setzen eigentlich praktisch alle auf Wärmepumpen. Das Haus von meiner besten Freundin steht jetzt schon seit ein paar Jahren und sie sind mit ihrer Wärmepumpe von Vaillant voll und ganz zufrieden. Was ich eigentlich mit am besten an den modernen Wärmepumpen finde ist, dass sie nicht nur energieeffizient heizen, sondern dass es auch Modelle gibt, mit denen man im Sommer die Temperatur ein klein wenig herunterkühlen kann.

    Wenn es euch ums Energie sparen geht, informiert euch auch mal über die Möglichkeit eine Wärmepumpe mit einer Photopholtaik-Anlage zu kombinieren. Komplett autark bekommt man die Energieversorgung in der Regel nicht hin, aber ich finde es super, wenn man selbst auf Strom aus erneuerbaren Energien zurückgreifen kann und damit dann vielleicht auch noch die Wärmepumpe betreiben kann.

  9. Avatar von flintstones
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    AW: Hat jemand Erfahrungen mit einer Erdwärmepumpe?

    Zitat Zitat von drachenprinzessin Beitrag anzeigen
    Bei uns im Freundeskreis bauen gerade einige Leute und soweit ich das mitbekommen habe, setzen eigentlich praktisch alle auf Wärmepumpen. Das Haus von meiner besten Freundin steht jetzt schon seit ein paar Jahren und sie sind mit ihrer Wärmepumpe von Vaillant voll und ganz zufrieden. Was ich eigentlich mit am besten an den modernen Wärmepumpen finde ist, dass sie nicht nur energieeffizient heizen, sondern dass es auch Modelle gibt, mit denen man im Sommer die Temperatur ein klein wenig herunterkühlen kann.

    Wenn es euch ums Energie sparen geht, informiert euch auch mal über die Möglichkeit eine Wärmepumpe mit einer Photopholtaik-Anlage zu kombinieren. Komplett autark bekommt man die Energieversorgung in der Regel nicht hin, aber ich finde es super, wenn man selbst auf Strom aus erneuerbaren Energien zurückgreifen kann und damit dann vielleicht auch noch die Wärmepumpe betreiben kann.
    Als einzig wirklich Konkurrenz zu den Wärmepumpen die auch umweltschonend ist (sein kann), sehe ich da die Fernwärme. Aber da muss man normalerweise in einer städtlichen Umgebung sein, um auch im Versorgungskreis zu liegen...und das ist ja z.B. am Land meist nicht der Fall.

    Stimmt, es gibt ja auch Wärmepumpen, die den Kreislauf einfach umdrehen und man kann das Haus damit dann auch kühlen. Ich sehe im Sommer als ein sehr großes Plus, wenn man in wärmeren Gegenden wohnt. Hat die Wärmepumpe von Vaillant von deiner Freundin auch die Kühlfunktion und nützen sie diese auch?

    Zu der Energieunabhängigkeit: Wenn man ein Wärmepumpensystem hat, mit einer Photovoltaikanlage, dann wird man wohl im Winter nicht ganz den notwendigen Strom produzieren können, im Sommer sollte es kein Problem sein. Aber wenn man noch Pufferbatterien installiert hat, dann kann man auch ganz unabhängig vom Netz sein Haus heizen, kühlen und alles andere machen. Es ist schon eine größere Anschaffung, aber mit der Zeit und einer guten Planung zahlt es sich aus.


  10. Registriert seit
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    AW: Hat jemand Erfahrungen mit einer Erdwärmepumpe?

    Fernwärme kenne ich, ehrlich gesagt, auch nur aus der Stadt. Von den Hausbesitzern unter meinen Freunden heizt keiner damit, aber die Häuser sind definitiv auch alle eher im ländlicheren Raum. Diejenigen, die in der Stadt geblieben sind, schätzen es zentral in Wohnungen zu leben.

    Stimmt, es gibt ja auch Wärmepumpen, die den Kreislauf einfach umdrehen und man kann das Haus damit dann auch kühlen. Ich sehe im Sommer als ein sehr großes Plus, wenn man in wärmeren Gegenden wohnt. Hat die Wärmepumpe von Vaillant von deiner Freundin auch die Kühlfunktion und nützen sie diese auch?
    Ja und es ist wirklich sehr angenehm. Ob man ein Haus mit einer Wärmepumpe auch richtig kalt bekommen kann, weiß ich gar nicht. Ein paar Grad weniger sind aber auf jeden Fall machbar. Hier in der Gegend hat es schon seit Tagen am Stück über 30 Grad und da heizen sich natürlich auch Wohnungen und Häuser schon ordentlich auf. Hätte ich die Möglichkeit ein klein wenig zu kühlen, ich würde es nachts sofort tun.

    Zu der Energieunabhängigkeit: Wenn man ein Wärmepumpensystem hat, mit einer Photovoltaikanlage, dann wird man wohl im Winter nicht ganz den notwendigen Strom produzieren können, im Sommer sollte es kein Problem sein. Aber wenn man noch Pufferbatterien installiert hat, dann kann man auch ganz unabhängig vom Netz sein Haus heizen, kühlen und alles andere machen. Es ist schon eine größere Anschaffung, aber mit der Zeit und einer guten Planung zahlt es sich aus.
    Stimmt schon, im Winter wird man den eigenen Strombedarf wahrscheinlich nicht decken können. Aber im Frühling, Sommer und auch im Herbst sollte da schon was gehen. Und selbst wenn man nicht ganz unabhängig wird, so trägt es doch ein gutes Stück zur Unabhängigkeit bei.

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