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    AW: Trinkgeld Handwerker

    Zitat Zitat von Fourthhandaccount Beitrag anzeigen
    Da gibt es doch oft schon eine gewisse Bewirtung. Die geht auch ins Geld. Wer wie ich ein ganzes Haus sanieren muss und im handwerkermäßig sehr teurem Hamburger Umfeld lebt, hört irgendwann auf, generös Trinkgeld zu geben. Für wirklich gute (längere) Arbeit gebe ich 10 Euro, für eine kürzere Tagesarbeit 5 Euro, Kaffee, Gebäck und ggf. Brötchen u. ä. gibt es ständig. Eigentlich kann man erwarten, dass der Handwerker ebenso wie andere für seine Tagesverpflegung sorgt. Das läppert sich schon alles zusammen und in erster Linie ist mir wichtig, in einer angemessenen Zeit die Rechnung zahlen zu können. Da ich viel mit Einzelunternehmern oder kleineren Unternehmen arbeite, bin ich auch sicher, dass das den Handwerkern auch nützt und in ihrem Sinne ist.
    Es gibt ein, zwei Chefs, bei denen wüsste ich, dass das Trinkgeld auch in die richtigen Hände käme. Im Allgemeinen gebe ich es aber dem, dem ich es zukommen lassen will.

    An den teilweise überraschten Reaktionen sehe ich, dass viele gar kein Trinkgeld mehr geben. Ich denke, das hat hier wirklich mit den meiner Meinung nach oft zu hohen Preisen zu tun. Sorry, dann ist für eine nette Geste nicht mehr so viel übrig.
    Das ist eben eine Frage was es dem Kunden wert ist.

    Sympathische Art, professionelle Arbeit, wieso das nicht anerkennen?

    Das höchste Trinkgeld was der Mann einer Freundin mal bekommen hat (allerdings kein Handwerker, sondern Touristen/Expertenbranche) waren knapp 400 Euro. Für eine "Arbeit" die etwa 2 Stunden dauerte und sowieso schon einen Stundensatz von ca. 100 Euro beinhaltete.

    Im Urlaub sitzt das Geld eben locker.

    War allerdings von einem Ami.

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    AW: Trinkgeld Handwerker

    Zitat Zitat von marla1 Beitrag anzeigen
    Das ist eben eine Frage was es dem Kunden wert ist.

    Sympathische Art, professionelle Arbeit, wieso das nicht anerkennen?
    400 Euro Trinkgeld finde ich komplett überzogen und unsympathisch. Nein, es ist auch eine Frage, was der Kunde für einen Etat hat. Ich erkenne gute Leistung auch an, wenn ich weniger (angemessenes?) Trinkgeld gebe, die Rechnung pünktlich bezahle und vor allen Dingen die Handwerker empfehle und wieder beauftrage.


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    AW: Trinkgeld Handwerker

    Zitat Zitat von Fourthhandaccount Beitrag anzeigen
    400 Euro Trinkgeld finde ich komplett überzogen und unsympathisch. Nein, es ist auch eine Frage, was der Kunde für einen Etat hat. Ich erkenne gute Leistung auch an, wenn ich weniger (angemessenes?) Trinkgeld gebe, die Rechnung pünktlich bezahle und vor allen Dingen die Handwerker empfehle und wieder beauftrage.
    Warum unangemessen? Dem Kunden hat es gefallen, etwas was er eben nur einmal im Leben macht. Find ich richtig das Trinkgeld anzunehmen, der Kunde ist ja sicherlich nicht wedelnd mit den Dollarscheinen umhergelaufen um allen zuzeigen was für ein toller Protz er ist.

    50 Euro Trinkgeld sind in dieser Branche übrigens relativ normal. Wenn jetzt jemand 400 gibt dann ist es eben so wie wenn ein Restaurantgast statt einem Euro mal 8 Euro Trinkgeld gibt.

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    AW: Trinkgeld Handwerker

    Zitat Zitat von marla1 Beitrag anzeigen
    Warum unangemessen? Dem Kunden hat es gefallen, etwas was er eben nur einmal im Leben macht.
    Jemand, der 400 (!) Euro Trinkgeld gibt, macht das nicht nur ein einziges Mal im Leben. Um solche Exoten geht es hier aber auch nicht. Hier fragt vermutlich die "ganz normale" Mittelschicht, was angemessen ist. 400 Euro, round about 800 DM sind es nicht. Nicht für diese Leute und die von ihnen beauftragten Dienstleistungen.


  5. Inaktiver User

    AW: Trinkgeld Handwerker

    Zitat Zitat von ereS Beitrag anzeigen
    niemals nicht dem chef geben
    Wenn unsere Kunden so eine Meinung von uns hätten, wär's uns lieber, sie würden sich jemand anderen suchen.

    Ich weiß nun nicht, wie oft unsere Mitarbeiter direkt vom Kunden Trinkgeld bekommen, aber wenn ein Kunde uns das Trinkgeld gibt, dann kommt es selbstverständlich zu 100% bei den jeweiligen Mitarbeitern an. Ebenso, wie jedes Lob zu 100% weitergeleitet wird.

    Manchmal gibt's von den Kunden auch Sachgeschenke an die ganze Firma (also nicht nur an die Mitarbeiter, die dort waren). Die werden dann entweder unter den Kollegen aufgeteilt oder so hingestellt, dass sich jeder bedienen kann. (Neulich haben wir z. B. einen riesigen Präsentkorb bekommen, der von den Mitarbeitern nach und nach geleert wurde.)

    Ebenso werden all die Lieferanten-Geschenke an die Mitarbeiter verteilt (sofern sie damit was anfangen können - es gibt auch Geschenke, die keiner haben will). Die Sauferei (Wein, Schnaps usw.), die jetzt vor Weihnachten ankommt, wird gesammelt und bei der Weihnachtsfeier getrunken. Den Rest nehmen die Mitarbeiter sich dann auch mit nachhause.

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    AW: Trinkgeld Handwerker

    Jedem einen Zwanni geben und gut iss.
    Moderatorin im Forum

    Trennung und Scheidung,
    Kredite, Schulden und Privatinsolvenz,
    Über das Kennenlernen
    Reine Familiensache

  7. Inaktiver User

    AW: Trinkgeld Handwerker

    Wenn ich hier so lese, dass 20 Euro für großzügig gehalten werden, habe ich aber neulich vermutlich reichlich übertrieben, als ich für einen halben Tag zwei Handwerkern je 10 Euro gegeben habe...

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    AW: Trinkgeld Handwerker

    Ich finde, es kommt auch darauf an, wie viele Mitarbeiter bei euch gearbeitet haben: 20 Euro klingt vielleicht nicht viel für einen mehrwöchigen Einsatz, wenn ich die aber an zig Leute zu verteilen habe...

    Und es soll ja auch "nur" ein Dankeschön sein, eine Geste - keine Bezahlung.

  9. gesperrt

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    AW: Trinkgeld Handwerker

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenn unsere Kunden so eine Meinung von uns hätten, wär's uns lieber, sie würden sich jemand anderen suchen.

    Ich weiß nun nicht, wie oft unsere Mitarbeiter direkt vom Kunden Trinkgeld bekommen, aber wenn ein Kunde uns das Trinkgeld gibt, dann kommt es selbstverständlich zu 100% bei den jeweiligen Mitarbeitern an. Ebenso, wie jedes Lob zu 100% weitergeleitet wird.

    Manchmal gibt's von den Kunden auch Sachgeschenke an die ganze Firma (also nicht nur an die Mitarbeiter, die dort waren). Die werden dann entweder unter den Kollegen aufgeteilt oder so hingestellt, dass sich jeder bedienen kann. (Neulich haben wir z. B. einen riesigen Präsentkorb bekommen, der von den Mitarbeitern nach und nach geleert wurde.)

    Ebenso werden all die Lieferanten-Geschenke an die Mitarbeiter verteilt (sofern sie damit was anfangen können - es gibt auch Geschenke, die keiner haben will). Die Sauferei (Wein, Schnaps usw.), die jetzt vor Weihnachten ankommt, wird gesammelt und bei der Weihnachtsfeier getrunken. Den Rest nehmen die Mitarbeiter sich dann auch mit nachhause.
    nichts gegen dich persoenlich, aber ich habe in so vielen firmen schon mitbekommen, das mitarbeiter oft nicht das bekommen was ihnen zusteht, das ich mich zu dieser methode entschlossen habe

    ebenso gebe ich bei kartenzahlung im restaurant das trinkgeld IMMER in bar an den servicemitarbeiter direkt

  10. Inaktiver User

    AW: Trinkgeld Handwerker

    Zitat Zitat von ereS Beitrag anzeigen
    nichts gegen dich persoenlich, aber ich habe in so vielen firmen schon mitbekommen, das mitarbeiter oft nicht das bekommen was ihnen zusteht, das ich mich zu dieser methode entschlossen habe
    Das verstehe ich. Ich wollte mich nur gegen die allgemeine Unterstellung wehren. Einer Firma, dessen Chef ich schon beim Trinkgeld nicht traue, würde ich allerdings meine Wohnung/mein Haus (zur Reparatur) auch nicht anvertrauen.

    Aber ich bin da möglicherweise übersensibel, weil uns - neben den fachlichen Qualitäten - gerade die menschliche Beziehung und das gegenseitige Vertrauen sehr wichtig ist. Und zwar in alle Richtungen. Letzten Endes ist es natürlich einerseits unser Handwerk, aber andererseits sind es die Menschen, mit denen wir zu tun haben, die dafür sorgen, dass wir jeden Morgen gerne auf Arbeit gehen und Spaß im Job haben (und zwar jeder Einzelne - egal, ob Mitarbeiter oder Chefs).

    OK, genug rumgelabert. Zurück zum Thema.

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