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  1. Moderation Avatar von Sternenfliegerin
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    AW: Liebevoller, mütterlicher Herzensmensch gesucht

    Liebe Pustekuchenxc,

    mach Dir keine Gedanken, die Art von Menschen, die Du suchst, wird sich sehr wahrscheinlich auch von dem, was Du schreibst, angesprochen fühlen und Andere würdest Du weder wollen noch brauchen.

    Ich habe zwar auch eine große Sehnsucht in Deinem Post gelesen, würde das aber- nachdem, was und wie Du schreibst- keineswegs so pathologisieren, wie es einige hier taten.

    Und ich wäre z.B. gar nicht auf den Gedanken gekommen, daß Du nicht auch ganz viel zu geben hast, gerade durch die Art Deines Schreibens, auch das ist einfach eine Frage von Wahrnehmungen und Erfahrungen und hat auch viel mit den Antwortenden zu tun.

    Gestern hatte ich keine Zeit zu antworten, denn das sollte nach Deinem ausführlichen Post dann auch nicht zwischen Tür und Angel geschehen, aber ich könnte mir durchaus vorstellen, daß Du so einen Menschen mit ganz viel Glück - und Geduld- finden kannst.

    Aktiv Suchen finde ich schwierig, weil ja dafür sehr viel Sympathie und Vertrauen vorhanden sein bzw. wachsen muß, aber aus netten Begegnungen könnte sowas mit der Zeit und bei gegenseitigem Interesse natürlich entstehen.

    Ich würde das "Suchen" wie gesagt schwierig finden, eher wäre es ein Finden nebenbei-
    beispielsweise, wenn sich zwei entsprechende Menschen in einem sozial-gemeinnützigen Umfeld immer besser kennenlernen, als Beispiele fielen mir ein:
    Die Tafeln, Tierheime oder ähnliche Umfelder, wo - häufiger als im Durchschnitt- warmherzige und offenherzige Menschen einander begegnen und ein Herzens-Projekt unterstützen.


    Alles Gute für Dein "Finden"- und bei Interesse google mal die Begriffe mütterliche Freundin und Brigitte, dann gelangst Du zu einigen ähnlichen Strängen, die auch hier eröffet wurden.

    Die Rückmeldungen und die Art hat teilweise einfach auch mit den gerade besonders aktiven Nutzern zu tun-
    in anderen Fällen wurde ganz anders reagiert, laß Dich also bitte nicht vollkommen entmutigen.


    Alles Liebe.
    Sternenfliegerin
    I don´t know where I´m going- but I´m on my way... Carl Sagan

    Vielleicht geht es auf dem Weg gar nicht darum, irgendwas zu werden.
    Vielleicht geht es darum, alles abzuwerfen, was wir nicht sind,
    so daß wir das sein können, wofür wir bestimmt sind.
    Paulo Coelho



    Moderatorin in den Foren: Beziehung im Alltag und Der "gebrauchte" Mann- ansonsten normale Nutzerin


  2. Registriert seit
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    AW: Liebevoller, mütterlicher Herzensmensch gesucht

    Zitat Zitat von Pustekuchenxc Beitrag anzeigen
    Inwiefern überfrachte ich hier jemanden?
    Nun, mit dem, was du dir da so alles unter einer Freundin vorstellst:

    Zitat Zitat von Pustekuchenxc Beitrag anzeigen
    [...]
    Ich bin 18 und mein inneres Kind ist tief einsam.
    [...]
    mir fehlt was. Irgendwie wäre ich gern einmal wieder ein kleines bisschen Kind.
    [...]
    Ich wünsche mir jemanden, der sich ein bisschen um mich kümmert, mir zuhört, mal Trost spendet, mich im Arm hält. Einen mütterlichen Rat, wenn ich Sorgen habe. Vielleicht auch einfach nur mal schöne, tiefsinnige Gespräche oder ein bisschen rumalbern.

    Besonders wichtige Punkte sind für mich Nähe und Wärme. Das ist, was mir am meisten fehlt. Ich spreche es hier auch nur so explizit an, weil nicht jeder damit umgehen kann..
    Es ist mir wichtig, mich auch mal anlehnen zu können. Zu kuscheln. Gestreichelt zu werden. Die Wärme zu genießen und neue Kraft zu tanken.
    Das liest sich in meinen Augen für eine Frauenfreundschaft mehr als seltsam.

    Hast du einen liebevollen Freund?

  3. Moderation Avatar von maryquitecontrary
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    AW: Liebevoller, mütterlicher Herzensmensch gesucht

    Ich bin nicht sicher, ob mit den "pathologisierenden" Antworten auch mein Beitrag mit gemeint sein soll.

    Ich habe jedenfalls Pustekuchens Anliegen nicht in eine pathologische oder auch per se therapiebedürftige Ecke geschoben, meine ich, und auch in keiner Weise intendiert.


    Ich habe mich mit meiner Antwort auf Folgendes bezogen:

    Zitat Zitat von Pustekuchenxc Beitrag anzeigen
    Ich bin 18 und mein inneres Kind ist tief einsam.

    ... Ich hatte immer irgendwie eine Familie, wenn auch nur einen kleinen Teil davon.
    Wärme, Nähe und Geborgenheit gab es allerdings nicht. Berührungen und Gefühle waren irgendwie Tabu. Geweint wurde nicht und getröstet erst recht nicht.
    Das Verhältnis ist bis heute nicht sonderlich innig. Mittlerweile wohne ich viele hundert Kilometer weit weg und merke, dass etwas in mir anfängt zu brodeln.

    Ich hab mein Leben gut unter Kontrolle....


    ...An sich bin ich gar nicht der Typ Mensch, der sich bemuttern lässt. Damit könnte ich wohl nichts anfangen.

    Aber mir fehlt was. Irgendwie wäre ich gern einmal wieder ein kleines bisschen Kind. Vielleicht zum ersten Mal in meinem Leben.. ich musste früh schon erwachsen sein...

    Besonders wichtige Punkte sind für mich Nähe und Wärme. Das ist, was mir am meisten fehlt. Ich spreche es hier auch nur so explizit an, weil nicht jeder damit umgehen kann..
    Es ist mir wichtig, mich auch mal anlehnen zu können. Zu kuscheln. Gestreichelt zu werden. Die Wärme zu genießen und neue Kraft zu tanken...

    mit dem Pustekuchen klar den Zusammenhang zwischen ihrem einsamen inneren Kind, ihren Beziehungserfahrungen aus ihrer Familie sowie ihren heutigen Gefühlen und der Sehnsucht nach Anlehnen, Wärme und (vermute ich) Angenommensein herstellt.

    Und darauf hingewiesen, dass es wichtig ist, solche Erfahrungen bewusst zu erleben, quasi nicht nur aus der Position des inneren Kindes und dessen Bedürfnissen, sondern auch aus der schon erwachseneren Position der Achtzehnjährigen, die Verantwortung für ihre ungestillten Bedürfnisse übernimmt. Damit eine Entwicklung stattfinden und das innere Kind sich geborgen und angenommen fühlen kann, und nicht von der äußeren "Zufuhr" abhängig bleibt.


    Für mich sind solche Prozesse der Entwicklung nichts Abweichendes, auch nicht unbedingt etwas, das der Psychotherapie bedarf. Aber seine kindlichen Bedürfnisse als Erwachsener an andere Erwachsene heranzutragen, braucht eben Bewusstsein und Verantwortungsübernahme.
    that was the river - this is the sea


    Moderation im Forum "Persönlichkeit"

  4. Moderation Avatar von Sternenfliegerin
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    AW: Liebevoller, mütterlicher Herzensmensch gesucht

    Zitat Zitat von maryquitecontrary Beitrag anzeigen
    Ich bin nicht sicher, ob mit den "pathologisierenden" Antworten auch mein Beitrag mit gemeint sein soll.
    Nein, überhaupt nicht.
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    Vielleicht geht es auf dem Weg gar nicht darum, irgendwas zu werden.
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  5. Moderation Avatar von Sternenfliegerin
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    AW: Liebevoller, mütterlicher Herzensmensch gesucht

    Mary, das ist wieder keine Reaktion auf Deinen neuen Post,
    den finde ich wieder sehr wertvoll und konstruktiv.


    Mit 18 Jahren ist Pustekuchen letztlich genau auf der Schwelle Kindheit/Jugend/Erwachsen -
    und ich empfinde es im Gegenteil sogar als ausgesprochen reif, sich diese Art von tiefgründigen Gedanken zu machen und diese Art von Gefühlen zu analysieren und nach Wegen zu suchen.

    Ob ihr Wunsch ein Weg sein kann, jetzt mal ganz außen vor- aber allein das Reflektieren darüber zeugt von einer Selbstverantwortung, die ich bei vielen weit älteren und erwachseneren Menschen so nicht gesehen habe.

    Ich sage es mal ein bißchen provokativ, ich kenne einige Menschen, die auch verschiedenste Arten von Mangel empfinden (bzw. eben nicht bewußt empfanden), die sich dann aber erst mit 40, 50 Jahren Bahn brechen und vorher zu einigen Schwierigkeiten geführt haben.

    Manche Menschen werden durch ihre Herkunft, Lebenserfahrungen und Prägungen schon sehr früh reif, mache drängen ganz viel eigentlich notwendige Entwicklung weg, weil Hinsehen und Hinfühlen sehr schmerzhaft wäre.

    Manche "Voll-Erwachsene" übernehmen sogar nie wirklich die Verantwortung für ihre Gefühle und die damit einhergehenden Handlungen und das entsprechende Verhalten.

    Hier ist nun eine sehr sehr junge TE, die einen Mangel empfindet, ihn entsprechend sogar analysiert hat und sich Gedanken über nun mögliche Wege macht.

    Da finde ich, sofort mit dem Rat "Psychotherapie" zu kommen tatsächlich wie mit einer Kanone auf Spatzen zu schießen.

    Ja, vielleicht wäre das- nach einigen Gesprächen und weiteren Erkenntnissen mit einem Therapeuten- dann tatsächlich angesagt oder eben auch in keinster Weise nötig, weil der TE sich andere Optionen und Wege auftun.
    Das kann niemand von uns aufgrund dieser wenigen Beiträge beurteilen, aber so empfand ich es teilweise tatsächlich als unnötig pathologisierend.

    Gerade auch vor dem Hintergrund, daß hier so eine junge Frau wahrscheinlich ganz viel Mut zusammengenommen hat, um sich hier zu melden - wie sie ja auch andeutete- und sich und ihre Gefühle derart verletzlich zu zeigen.
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    Geändert von Sternenfliegerin (10.02.2019 um 19:38 Uhr) Grund: Ich schenke mir ein n.

  6. Moderation Avatar von Sternenfliegerin
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    AW: Liebevoller, mütterlicher Herzensmensch gesucht

    Zitat Zitat von maryquitecontrary Beitrag anzeigen
    Ich bin nicht sicher, ob mit den "pathologisierenden" Antworten auch mein Beitrag mit gemeint sein soll.

    Ich habe jedenfalls Pustekuchens Anliegen nicht in eine pathologische oder auch per se therapiebedürftige Ecke geschoben, meine ich, und auch in keiner Weise intendiert.
    Siehe mein Post darunter, Deine Beiträge fand ich sehr konstruktiv und wertvoll.

    Und darauf hingewiesen, dass es wichtig ist, solche Erfahrungen bewusst zu erleben, quasi nicht nur aus der Position des inneren Kindes und dessen Bedürfnissen, sondern auch aus der schon erwachseneren Position der Achtzehnjährigen, die Verantwortung für ihre ungestillten Bedürfnisse übernimmt. Damit eine Entwicklung stattfinden und das innere Kind sich geborgen und angenommen fühlen kann, und nicht von der äußeren "Zufuhr" abhängig bleibt.
    Ich weiß nicht, ob es hier zu sehr OT geht, aber ich fände es eine sehr wichtige und spannende Diskussion, gerade von lebenserfahrenen Frauen, ab wann sie sich - in der Retrospektive- als wirklich erwachsen empfanden.

    Klar ist man das offiziell mit 18, aber hier klingt in vielen Strängen an, daß Viele sich emotional - im Rückblick - erst mit 25,30 oder gar 40 als wirklich erwachsen klassifizieren würden. Ganz sicher spielen da die individuellen Lebensentwürfe, Familien und auch Schicksalsschläge eine große Rolle, aber ein junger Mensch mit 18 kann alles zwischen "fast noch Kind, Jugendlicher" bis erstaunlich reif sein.

    Für mich sind solche Prozesse der Entwicklung nichts Abweichendes, auch nicht unbedingt etwas, das der Psychotherapie bedarf. Aber seine kindlichen Bedürfnisse als Erwachsener an andere Erwachsene heranzutragen, braucht eben Bewusstsein und Verantwortungsübernahme.
    Vielleicht sollten wir das Thema Erwachsener wirklich mal näher analysieren, ich finde das sehr spannend.

    Nicht umsonst sind "Heranwachsende" z.B. im Strafgesetz noch bis 21. Jahre neben den Erwachsenen geführt.
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    Vielleicht geht es auf dem Weg gar nicht darum, irgendwas zu werden.
    Vielleicht geht es darum, alles abzuwerfen, was wir nicht sind,
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    Paulo Coelho



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  7. Registriert seit
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    AW: Liebevoller, mütterlicher Herzensmensch gesucht

    @sternenfliegerin
    Wo spricht denn jemand der TE die hohe Selbstreflexion ab? Wo wurde das kleingeredet?
    Ich verstehe grad dein Engagement nicht.

    Psychotherapie wäre ein Weg, mit ihren Wünschen umzugehen. Pathologisiert hat sie niemand, ich zumindest nicht. Im Gegenteil. Und es ist ein Zeichen von Erwachsen-Sein, wenn man Kritik am eingeschlagenen Weg annehmen kann und Alternativvorschläge abwägt.

  8. Avatar von Galah
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    AW: Liebevoller, mütterlicher Herzensmensch gesucht

    @Sternenfliegerin, Deinen Posts möchte ich mich zu 100% anschließen.


    Zitat Zitat von Lialey Beitrag anzeigen
    Geht mir genauso. Eine Freundschaft besteht aus Geben und Nehmen. Bei dir, Pusteblume, liest man nur von dem, was du nehmen willst.
    Vielleicht bekommst du das, was du haben willst, am ehesten, wenn du es gibst.
    So einfach ist es nicht.
    Eine Freundschaft definiert sich nicht darüber, dass Geben und Nehmen 1:1 ausgeglichen sind.
    Denn:
    Es gibt Lebensphasen, da kann einer mehr geben und der andere ist bedürftiger.
    Was einer geben kann, ist nicht immer das, was der andere braucht.
    Es gibt Beziehungen zwischen zwei Menschen, bei denen situativ bedingt der eine lebenslang dem anderen mehr gibt.
    Usw.

    Stattdessen ist es so:
    Ein erfülltes Beziehungsleben setzt voraus, dass man so gibt und nimmt, wie und wann man kann.
    Ein erfülltes Beziehungsleben setzt ein Gleichgewicht zwischen Geben und Nehmen voraus, aber eben nicht, wie hier einige fordern, 1:1 zwischen zwei Menschen, sondern auf die Lebenszeit als Ganzes bezogen.

    Natürlich sind wir manchmal bedürftiger und können z.B. zu einem Teil durch entgegengebrachte Liebe gesunden. (Das meinte auch Mary, glaube ich.) Und später kommen dann wieder Lebensphasen, da gibt man selbst sehr viel zurück - meist dann anderen Menschen, nämlich denen, die dann brauchen, was man nun geben kann. Usw. usw.

    Zitat Zitat von Sternenfliegerin Beitrag anzeigen
    Ich weiß nicht, ob es hier zu sehr OT geht, aber ich fände es eine sehr wichtige und spannende Diskussion, gerade von lebenserfahrenen Frauen, ab wann sie sich - in der Retrospektive- als wirklich erwachsen empfanden. [...] Klar ist man das offiziell mit 18, aber hier klingt in vielen Strängen an, daß Viele sich emotional - im Rückblick - erst mit 25,30 oder gar 40 als wirklich erwachsen klassifizieren würden. [...]
    Vielleicht sollten wir das Thema Erwachsener wirklich mal näher analysieren, ich finde das sehr spannend.
    Für mich gesprochen:
    Erwachsen im Sinne von finanziell alleine auf mich gestellt - mit 18, teils sogar früher
    Erwachsen im Sinne von "fähig zur Selbstfürsorge" und "voll reflektiert" erst mit Ü30.
    "When nothing is sure, everything is possible." (Margaret Atwood)

    "There is a crack in everything, that's how the light gets in." (Leonard Cohen)

    "He just rather liked being at Shangri-La. Its atmosphere soothed while its mystery stimulated, and the total sensation was agreeable." (James Hilton, "Lost Horizon")

  9. Moderation Avatar von maryquitecontrary
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    AW: Liebevoller, mütterlicher Herzensmensch gesucht

    @Sternenfliegerin: ich würde ein Alter von achtzehn Jahren als ein Übergangsalter bezeichnen.

    Dass die Entwicklung und Reifung individuell unterschiedlich ist und auch noch mal zwischen Mädchen und Jungen bzw jungen Frauen und Männern verschieden, sei noch mal vorangestellt.

    Aber die größere Instabilität, Impulsivität und der Egozentrismus der pubertären Jahre nehmen mit siebzehn, achtzehn wieder ab, die Fähigkeit zur Reflexion wird stärker und umfassender, auch die Fähigkeit, für sich selbst zu sorgen.

    Gleichzeitig ist man mit achtzehn auch noch sehr jung, braucht am besten noch Zugang zu Rat, Hilfe, Schutz ... eine Pendelbewegung zwischen in die Welt hinaus und noch mal zurück ins Nest, wie sie seit der Geburt verläuft, aber halt mit immer größerem Ausschlag hinaus, und immer größerer Möglichkeit, sich auch selbst Rat, Hilfe, Schutz zu geben oder bei anderen zu finden.

    Am leichtesten, glaube ich, verlaufen diese immer weiteren Pendelschwünge, wenn das Nest noch zugänglich ist, warm und unterstützend, nicht einengend oder gar dysfunktional.

    Schwerer wird es, so ist jedenfalls meine eigene Erfahrung, wenn man das Nest früh gezwungenermaßen verlassen muß. Selbst wenn man eigentlich für sich selbst sorgen kann, fehlt die Wärme und der Schwung nach draußen wird leicht gedämpft.

    Ich bin mit achtzehn ausgezogen, weil es zuhause nicht mehr ging. Auch vorher schon hatte ich kein Vertrauen mehr darin, dass meine Eltern mir bei den wesentlichen Dingen helfen könnten, und sie wiederum, zumindest meine Mutter, haben mir meine Haltung von "ich kann das schon alles alleine " viel zu früh abgekauft. Ich bin einigermaßen klar gekommen, aber emotional auch heftig auf die Nase gefallen. Es war kein leichter Weg.

    Ich habe mich dann auch ein bisschen nachbeeltern lassen, nicht emotional, aber indem ich - nachdem ich wieder aufgestanden war - eine Zeitlang ein bisschen Tochterersatz in einer funktionierenden Familie (der meines damaligen Freundes) war. Da habe ich auch auf eine Weise ein Modell von "Familie kann gut laufen" gelernt.

    Richtig erwachsen *gefühlt* habe ich mich, als ich selbst Mutter wurde. Jedenfalls war es mir da sehr bewusst.

    Aber retrospektiv habe ich auch schon in der Zeit während und nach der genannten Beziehung ziemlich erwachsen gehandelt, und wirklich erwachsen war ich jedenfalls, als ich meine große Liebe getroffen und da zum Teil recht mutig und reif gehandelt habe (though I say it myself).

  10. Avatar von Marta-Agata
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    AW: Liebevoller, mütterlicher Herzensmensch gesucht

    Ich kann mir schon vorstellen, dass eine junge Frau eine mütterliche Freundin finden kann (oder dass es sich ergibt, dass ich eine solche Freundin wäre), und auch ein wenig "(nach)beeltern lassen" in der "amtierenden Schwiegerfamilie" kann ich mir vorstellen.

    Was mich aber bei Pustekuchenxc stutzig macht, ist der Wunsch nach kuscheln und gestreichelt werden. Das würde meine Grenzen als mütterliche Freundin deutlich überschreiten, und ich denke, das würde vielen so gehen.
    Und ich denke, dass die Reaktionen hier im Thread sich auch dadurch erklären lassen.

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