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    AW: Wie kriegt man einen Hausarzt?

    Bei meinem Hausarzt Dr. M. bin ich mehr als einmal in kritischen Situationen aufgeschlagen und habe sowohl medizinisch kompetente Hilfe als auch persönliche Anteilnahme erfahren.

    Die letzten beiden Beispiele: Beim Versuch (30.10.2019), die süße Schwarz-Weiße aus der Messie-Wohnung der Vorbesitzerin zu holen (ist jetzt 2 Jahre her) - zwei deftige Katzenbisse in die rechte (ungeschützte) Hand - Hausarzt: "Liebe Lady Emelia, ich schreibe Ihnen eine Überweisung in die Notaufnahme, bitte gehen Sie noch heute Vormittag hin."

    Juli 2021, Hitze, ich hatte die Einnahme meiner Blutdrucktabletten vernachlässigt, Schmerzen im linken Knie, die auf das ganze Bein ausstrahlen... Dr. Google sagt: Verdacht auf tiefe Beinvenenthrombose. Dr. M. schickt mich mit Überweisung direkt in die Notaufnahme.

    Nach ca. 5 Stunden bin ich mit neuen Blutdruckmedikamenten eingestellt und erhalte die Diagnose "Baker-Zyste."

    Ich fühle mich bei Dr. M. super gut aufgehoben. (z.B. war da ein anderer Arzt, der mich nach Schilderung meiner Symptome, die eindeutig auf eine Depression hindeuteten, fragte, welche Drogen ich nähme. ---- Damals --- keine. :-(
    Katzen lieben Menschen viel mehr, als sie zugeben wollen,
    aber sie besitzen genug Weisheit, es für sich zu behalten.


    Mary Eleanor Wilkins Freeman (1852 - 1930), US-amerikanische Schriftstellerin

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    AW: Wie kriegt man einen Hausarzt?

    Als wir an unseren neuen Wohnort zogen, hatte ich ein paar Monate später einen sehr hartnäckigen trockenen Husten.
    Auf Empfehlung ging ich (nach Anruf dort und den Worten: "Kommen Sie gleich 'rein") zu einer Hausarztpraxis um die Ecke.
    Ich habe den Arzt nie kennengelernt, aber ich vermute, dass er so eine Art Heiliger ist, denn die Praxis ist immer noch voll (gesehen bei diversen Spaziergängen, bei Corona auch Leute draußen wartend).
    Mich sieht dieser Laden allerdings nie mehr, nachdem das "Gleich 'reinkommen" dann (ungelogen!) fast geschlagene Vier (!) Stunden im Wartezimmer bedeutete. Alle anderen Kranken husteten, stöhnten, siechten und warteten geduldig, und es gab fast keine Bewegung, und keine Erklärung seitens der Damen an der Rezeption.
    Nach den besagten vier Stunden ging ich dann, holte mir die (damals noch fälligen) 10 Euro Gebühr zurück und erntete nur einen schnippischen Blick von denen, und ein kollektives Aufmerken aus dem Wartekabuff, als ich mit den Worten "Es gibt ja auch noch andere Praxen" hinausging.
    Die andere Praxis im Ort war etwas weiter weg, aber super organisiert, und die älteren Ärzte (kurz vorm Ruhestand) nett und kompetent. Die beiden jungen Nachfolger sind kompetent, nett, nehmen sich Zeit, und halten mich und meine Familie sicherlich aus
    Was ich damit sagen will: das Drumherum ist auch wichtig - ich gehe so weit zu sagen, fast genauso wichtig wie der Arzt/die Ärztin. Eine schlampig geführte Praxis mit stundenlangen Wartezeiten und/oder unfreundlichem Personal kann ganz schön nerven, wenn man eh angeschlagen ist.

    (Die diversen Nervereien sind zum Beispiel die genannten ewigen Wartezeiten (am besten gepaart mit miesem Lesestoff* im Wartebereich (Uralt-Regenbogenlektüre mit Tratsch von Vorgestern, Frauenzeitschriften mit den "schönsten Rezepten fürs Fest" (mittlerweile ist Hochsommer), diverse Gratis-Blättchen oder die ausgelesenen Golf- oder Segelmagazine, die auf das schließen lassen, was die Doktores so in ihrer Freizeit treiben); auch tobt sich so mancher (fast immer weibliche) Zerberus gerne an der Terminvergabe aus, und lässt die Leidenden gerne sich als Bittsteller fühlen ("Dann kommen Sie morgen um 7.15 Uhr, aber bringen Sie viiiel Zeit mit!). Und dann gibt es noch die Praxen, wo man einen Vormittag am Telefon einkalkulieren kann, weil es ein Zeitfenster zu erwischen gilt, wo man durchkommt. (Ganz arg fand ich die Geschichte von der Kinderarztpraxis, wo Kinder aus einer Einrichtung behandelt wurden. Dort hatte man beobachtet, dass es nicht immer leicht war, telefonisch durchzukommen, aber es sollte da wohl zwei Telefone an der Rezeption geben - eines für "Premiumkunden", das immer prompt beantwortet wurde).
    *vor Corona
    Geändert von Dunkelblonde (27.10.2021 um 22:53 Uhr)

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    AW: Wie kriegt man einen Hausarzt?

    Zitat Zitat von Dunkelblonde Beitrag anzeigen
    Was ich damit sagen will: das Drumherum ist auch wichtig - ich gehe so weit zu sagen, fast genauso wichtig wie der Arzt/die Ärztin. Eine schlampig geführte Praxis mit stundenlangen Wartezeiten und/oder unfreundlichem Personal kann ganz schön nerven, wenn man eh angeschlagen ist.
    Ja. Man leidet ja auch.

    Ich hab meine lange Liste von Wartezimmerhorror.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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    AW: Wie kriegt man einen Hausarzt?

    Hallo, ich schließe mich der @FrauStaatsanwältn an. Ich wollte den Hausarzt wechseln, was daran scheiterte, dass Niemand in der näheren und auch weiteren Umgebung mehr Patienten annimmt. Da die Praxis, wo wir Patienten sind, fußläufig erreichbar ist, bleiben wir nun.
    Leonie
    Auch mächtige Wasser können die Liebe nicht löschen;
    auch Ströme schwemmen sie nicht weg.
    Böte einer für die Liebe allen Reichtum seines Hauses,
    nur verachten würde man ihn.
    Das Hohelied


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    AW: Wie kriegt man einen Hausarzt?

    Zitat Zitat von kangastus Beitrag anzeigen
    Ich finde es wichtiger, einen HA zu haben, dem man wirklich vertraut. Wenn man richtig mies drauf ist, sollte man eh ins KH in die Notaufnahme und nicht zum HA fahren.
    Aber das Problem ist zurzeit natürlich tatsächlich, dass viele Praxen keine neuen Patienten aufnehmen.
    Versteht sich das nicht von selbst? Natürlich vertraue ich meinen HA auch.
    Der Herbst ist da DerHerbst ist da

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    AW: Wie kriegt man einen Hausarzt?

    Nein, wenn Du an jemanden geraten bist, der nicht das wahre ist, aber nicht wechseln kannst, weil niemand neue Patienten aufnimmt …

    Meine Mutter ist schwer krank, nicht mehr mobil und braucht regelmäßig Medikamente. Ihre Hausärztin stellt die Rezepte aus, auch neue, starke Schmerzmittel ohne meine Mutter vorher gesehen zu haben, sie kommt zu Impfungen ins Haus, aber wenn ich anrufe, dass sie mal vorbeikommt, weil es meiner Mutter nicht gut geht, verweist sie auf die 112. Da sie wohl mit der Krankheit meiner Mutter überfordert ist, wahrscheinlich sogar die bessere Lösung, auch wenn im KH nichts gemacht wird, was man nicht auch zu Hause machen könnte… Ich hab mir schon die Finger wund telefoniert, ich finde niemanden als Alternative …

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