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  1. Moderation

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    AW: Wie kriegt man einen Hausarzt?

    Zitat Zitat von kangastus Beitrag anzeigen
    Ich finde es wichtiger, einen HA zu haben, dem man wirklich vertraut. Wenn man richtig mies drauf ist, sollte man eh ins KH in die Notaufnahme und nicht zum HA fahren..
    Da sitzt man dann stundenlang in Gesellschaft von Betrunkenen, Verzweifelten und Ansteckenden, oder auf unbeheiztem Gang (falls nach 10 Uhr abends). Notaufnahme ist besser, wenn man mit dem Sanka kommt. Wenn man aber erst zum HA geht, kriegt man auch nur eine Überweisung und sitzt dann ein paar Stunden beim Facharzt. Immerhin sind dort weniger Betrunkene.

    Ich hatte es auch schon mehrfach, daß ich zu krank war, um die Wohnung zu verlassen. Zum Glück muß ich erst am 3. Tag eine Krankmeldung einreichen. Wenn alles versagt, muß es eben auf Gleitzeit gehen (war bis jetzt erste zwei Mal, auch wegen schlechtem Timing....)

    Ich finde es immer wieder erstaunlich und faszinierend (und auch ermutigend) was die moderne Medizin alles kann -- und erschütternd, was sie alles *nicht* kann.

    Das wichtigeste an einem Hausarzt ist mMn, daß er oder sie sich für die Patienten engagiert. Das ist natürlich schwer zu fassen, aber z.B. der Grund, wieso ich in der Gemeinschaftpraxis, zu der ich gehe, genau zu einem von beiden Ärzten will und nicht zum anderen.

    Zitat Zitat von Farangis Beitrag anzeigen
    Zu der Frage, von mehreren erwähnt, dass Ärzte keine Patienten annehmen: Dürfen die das?
    Ja. Das ist auch nicht neu. Ich hatte als Kind/Teenie das Problem, daß der Zahnarzt mich vergessen hatte (nach zwei Jahren) und "keine neuen Patienten annahm" -- dann bin ich eben nicht mehr zum Zahnarzt gegangen. Oder der Augenarzt, auf den ich weniger verzichten konnte -- also in die nächste Großstadt gefahren. Ach ja... ich war privatversichert.

    Ich nehme an, von der rechtlichen Seite muß ein Arzt dich (außer im akuten Notfall) genausowenig behandeln wie ein Barkeeper dir einen Drink geben muß, wenn er nicht kann oder will. Von allem anderen abgesehen, ein Arzt ist ein Mensch und der hat seine Grenzen und der Tag nur 24 Stunden, was nicht geht, geht eben nicht. Aber das ist reine Spekulation meinerseits, kann sein, ich liege da völlig falsch.

    (Ich bin gerade wieder vom Medizinbetrieb genervt.)

    ---

    Farangis, ein Hausarztmodell kann deine Krankenkasse dir anbieten. Da ist so der Weg zurück zum Krankenschein, von dem man ja auch nur einen hatte, und deswegen nur zu einem Arzt gehen konnte, der einen dann weiterüberwies. Es heißt, das wäre billiger, ich habe da Theorien....
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  2. Moderation

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    AW: Wie kriegt man einen Hausarzt?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Da sitzt man dann stundenlang in Gesellschaft von Betrunkenen, Verzweifelten und Ansteckenden, oder auf unbeheiztem Gang (falls nach 10 Uhr abends). Notaufnahme ist besser, wenn man mit dem Sanka kommt. Wenn man aber erst zum HA geht, kriegt man auch nur eine Überweisung und sitzt dann ein paar Stunden beim Facharzt. Immerhin sind dort weniger Betrunkene.
    In die Notaufnahme sollte man nur bei echten Notfällen fahren. Für alles andere (z. B. heftige Erkältung, Hexenschuss, Magen-Darm-Gedöns ...) gibt es zu den Zeiten, in denen die Hausarztpraxen nicht geöffnet sind, den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst (bundesweit erreichbar über die 116 117).

    Ich nehme an, von der rechtlichen Seite muß ein Arzt dich (außer im akuten Notfall) genausowenig behandeln wie ein Barkeeper dir einen Drink geben muß, wenn er nicht kann oder will.
    Genau so ist es.

    Von allem anderen abgesehen, ein Arzt ist ein Mensch und der hat seine Grenzen und der Tag nur 24 Stunden, was nicht geht, geht eben nicht.
    So sieht's aus ... was gerne mal von den Patienten, aber auch und besonders von Krankenkassen und kassenärztlichen Vereinigungen vergessen wird, die immer mehr Verwaltungs- und Dokumentationskram ausbrüten, der die Ärzte dann jede Woche x zusätzliche Stunden kostet.
    May you be surrounded by friends and family,
    and if this is not your lot, may the blessings find you in your solitude.

    Leonard Cohen


    Entweder man lebt, oder man ist konsequent.
    Erich Kästner

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    AW: Wie kriegt man einen Hausarzt?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Da sitzt man dann stundenlang in Gesellschaft von Betrunkenen, Verzweifelten und Ansteckenden, oder auf unbeheiztem Gang (falls nach 10 Uhr abends). Notaufnahme ist besser, wenn man mit dem Sanka kommt. Wenn man aber erst zum HA geht, kriegt man auch nur eine Überweisung und sitzt dann ein paar Stunden beim Facharzt. Immerhin sind dort weniger Betrunkene
    Das stimmt so nicht. Wenn man mit Kopf unter dem Arm zum Hausarzt kommt, schickt der einen auch nicht zum Facharzt, sondern ins KH. Das ist für Notfälle zuständig, nicht der niedergelassene Arzt.
    Deine Schritte müssen nicht groß sein, sie müssen dich nur in die richtige Richtung führen. (Agent Simmons)

  4. Moderation

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    AW: Wie kriegt man einen Hausarzt?

    Zitat Zitat von kangastus Beitrag anzeigen
    Das stimmt so nicht. Wenn man mit Kopf unter dem Arm zum Hausarzt kommt, schickt der einen auch nicht zum Facharzt, sondern ins KH. Das ist für Notfälle zuständig, nicht der niedergelassene Arzt.
    Wie gut zu wissen, daß mein HA das immer falsch gemacht hat.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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    AW: Wie kriegt man einen Hausarzt?

    Ich bin vor nunmehr 14 Jahren in meinen heutigen Wohnort gezogen. Über 5 Jahre hatte ich dort keinen HA am Wohnort, weil auch dort alle Praxen Aufnahmestopp hatten. Stattdessen hatte ich einen HA am Arbeitsort (über 40KM weit weg). Im Winter 2009/2010 hatte ich aber so heftige Schmerzen im Knie, dass ich nicht Auto fahren konnte und somit auch nicht zu meinem Arzt kam. Mein Mann ist Privatpatient und hat mich dann zu seiner HA mitgenommen und seitdem war ich dort Patientin. Die Frau war die Wucht und die erste Ärztin, der ich wirklich vertraut habe. Leider gibt es die Praxis nicht mehr, ohne daß ich darüber informiert wurde, warum das so ist. Diesen Sommer brauchte ich einen Arzt, der mir die Zugehörigkeit in die 3. Impfgruppe bescheinigen sollte. Habe bei über 10 Praxen angerufen und dann meinen jetzigen Arzt gefunden. Die Praxis macht einen sehr guten Eindruck, der Arzt ist sehr nett und die Erstuntersuchung zum Anlegen der Krankenakte war sehr gründlich. Aber generell ist es tatsächlich nicht leicht mit den Ärzten. An meinem Wohnort gibt es z.B. genau 1 Augenarzt und der ist schlecht... war also bestimmt schon 8 Jahre nicht mehr dort.
    Ich bin eine Fee! Eine KatastroFEE!

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    AW: Wie kriegt man einen Hausarzt?

    Zitat Zitat von kangastus Beitrag anzeigen
    Das stimmt so nicht. Wenn man mit Kopf unter dem Arm zum Hausarzt kommt, schickt der einen auch nicht zum Facharzt, sondern ins KH. Das ist für Notfälle zuständig, nicht der niedergelassene Arzt.
    Es kommt auf die Art von "Kopf unterm Arm" an.
    Manchmal hilft der Facharzt, manchmal das Krankenhaus.
    Und manchmal kommt man in die Notaufnahme, obwohl man es überhaupt nicht will.

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    AW: Wie kriegt man einen Hausarzt?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Wie gut zu wissen, daß mein HA das immer falsch gemacht hat.
    Auch wenn dein Hausarzt dir das gebrochene Bein geschient hat oder eine Not-OP vorgenommen hat, ist es nun mal nicht die Regel, dass so vorgegangen wird.
    Deine Schritte müssen nicht groß sein, sie müssen dich nur in die richtige Richtung führen. (Agent Simmons)

  8. Inaktiver User

    AW: Wie kriegt man einen Hausarzt?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Wie gut zu wissen, daß mein HA das immer falsch gemacht hat.
    Es kommt halt immer drauf an, was sich hinter "Kopf unterm Arm" verbirgt. Bei einem Verdacht auf was Akutes, Zeitkritisches wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Blinddarmentzündung usw. wird ein verantwortungsbewusstes Hausarzt natùrlich in eine Klinik ùberweisen, eventuell sogar den Rettungsdienst holen. Wenn "Kopf unterm Arm" aber bedeutet, dass man seit Monaten Kniebeschwerden hat und nun, am Montag, nach einer 25-Kilometer-Wanderung am Wochenende, tut es ganz fürchterlich weh - dann wird der Hausarzt eventuell den Besuch beim Facharzt zur Abklärung empfehlen.

  9. VIP

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    AW: Wie kriegt man einen Hausarzt?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es kommt halt immer drauf an, was sich hinter "Kopf unterm Arm" verbirgt. Bei einem Verdacht auf was Akutes, Zeitkritisches wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Blinddarmentzündung usw. wird ein verantwortungsbewusstes Hausarzt natùrlich in eine Klinik ùberweisen, eventuell sogar den Rettungsdienst holen.
    Und einen schon mal ans EKG hängen bis der Rettungsdienst kommt und für typische Laborwerte (bei Verdacht auf Herzinfarkt oder Lungenembolie) Schnelltests machen.
    So kenne ich das aus vielen Praxen.

    Einschränkend muss ich aber sagen, dass ich in einer Stadt und auch in einem Stadtviertel mit hoher Ärztedichte lebe.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


    Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
    sonst normale Userin

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    AW: Wie kriegt man einen Hausarzt?

    (Disclaimer: Landeshauptstadt in Ösi-Land )

    Bei meinem aktuellen "Hausarzt" bin ich im Gefolge meines Mannes aufgeschlagen. Er konnte von Dr. X. (pensioniert), direkt zu dessen Nachfolger wechseln, ich blieb meinem damaligen Arzt treu, bis er mich anlässlich eines Todesfalls in der Firma komplett verprellt hat. ()

    Unsere Älteste (20 J.) hat - der Kinderarzt war ja nicht mehr zuständig - wochenlang versucht, eine Hausärztin (!) für sich zu finden.

    Fehlanzeige.

    Als ich der Chefin (= Gattin) meines Hausarztes erklärt habe, dass T. nicht süchtig ist und möglicherweise einmal jährlich eine Krankschreibung wegen Halsentzündung benötigt, wurde sie in die Patientenkartei aufgenommen.

    Die Junioren sind jetzt fast 17 und (ganz) 15. Die Hausarztsuche für die Zwei wird sicherlich spannend.
    Katzen lieben Menschen viel mehr, als sie zugeben wollen,
    aber sie besitzen genug Weisheit, es für sich zu behalten.


    Mary Eleanor Wilkins Freeman (1852 - 1930), US-amerikanische Schriftstellerin

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