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    Autoimmunerkrankung und Ernährungsumstellung

    Da ich in diversen anderen Strängen bezüglich Gewicht und Ernährung mit schreibe, habe ich mich entschlossen hier mal einen eigenen Strang zu eröffnen. Ist vielleicht ja an der ein oder anderen Stelle hilfreich für andere. Und ich würde mich über andere Meinungen, Erfahrungen und Austausch freuen.

    Ich habe eine angeborene Autoimmunerkrankung (diagnostiziert erstmals mit 12 Jahren). Leider macht sich diese Erkrankung nicht nur optisch sichtbar, sondern erzeugt im Laufe der Zeit (des Alterns) auch Erkrankungen an Gefäßen … und somit auch Herz … und auch Gelenken.

    Ich habe (bis auf die letzten 1,5 Corona Jahre) nie Übergewicht gehabt. Und auch jetzt war es max. BMI 27,5 – bitte keine Diskussionen um die Sinnhaftigkeit des BMI. Das Gewicht ist also nicht unbedingt ein Thema. Ich habe mich (so dachte ich zumindest) immer weitestgehend „gesund“ ernährt. Eher vegetarisch, als fleischlich.

    Aber: ich habe im Laufe der Jahre eine Arthrose (bzw. rheumatische Arthritis) entwickelt und hatte vor 5 Jahren mit knapp 53 einen Schlaganfall (seit meinem 14. Lebensjahr Arrhythmie). Mein Kardiologe hat mir gesagt: wenn Sie nicht etwas an Ihrem Leben ändern, dann wird der nächste Schlaganfall Ihr letzter sein.

    Worauf ich hinaus will (auch im Bezug auf den Strang Gewicht und psychische Einflussfaktoren):

    Meine (auf meine Erkrankung bezogene) Ernährungsumstellung hat im Grunde die Nahrungsmittel eliminiert, die auch (Überraschung!) zu Übergewicht führen. Obwohl das nicht mein Anliegen war.

    Weitgehender Verzicht auf rotes Fleisch, Reduzierung von viel tierischem Fett, wenig tierisches Eiweiß (bis auf fetten Meeresfisch und alles was sonst so schwimmt). Gelegentlich magerer Käse, völliger Verzicht auf industriell verarbeitete Lebensmittel (Wurst, Fertigkram). Kein Industriezucker. Deutliche Reduzierung von Weißmehlprodukten (leider auch Pasta).

    Bis auf industriell verarbeitete Lebensmittel bin ich nicht zu 100% konsequent. Ich esse auch mal ein Stück Torte (so alle 2-3 Monate) oder ein Eis (auch so alle 2-3 Monate). Auch mal ein Croissant oder Fladenbrot oder Baguette. Oder eben Pasta. Aber eben sehr selten. Und wenn ich auswärts essen gehe, habe ich das eh nicht unter Kontrolle.

    Die Wechselwirkung jedoch zwischen meiner Erkrankung (Haut, Herz, Gelenke), meiner regelmäßig überprüften Blutwerte, meiner medikamentösen Einstellung und vor allen Dingen meiner psychischen Befindlichkeit ist seit dieser Ernährungsumstellung enorm. Ich habe nicht nur abgenommen (das ist nett – aber nicht mein Fokus). Ich bin praktisch (was meine Vorerkrankungen angeht) mehr oder weniger gesund (besser gesagt beschwerdefrei). Die Ernährungsumstellung fiel mir nicht soooo schwer. Aber sie muss natürlich dauerhaft sein. Das ist dann wieder doch nicht so einfach.

    Wenn jemand Lust auf einen Austausch hat. Ich würde mich freuen.
    Apprenti

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    AW: Autoimmunerkrankung und Ernährungsumstellung

    Ich bin interessiert, aber etwas schlapp gerade...Auf einen guten Austausch
    Los lassen ist einer der besten Geschenke die man sich geben kann.

    Mckenzie

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    AW: Autoimmunerkrankung und Ernährungsumstellung

    Guten Morgen

    Nach langer Abwesenheit bin ich zufällig über den Thread gestolpert, da mich das Thema "Ernährungsumstellung" zur Zeit auch sehr umtreibt.

    Bei mir wurde vor einem guten Jahr Diabetes Typ 1 festgestellt, also auch eine Autoimmunerkrankung.
    Eigentlich darf und kann ich alles zu mir nehmen wie vor der Diagnose auch - allerdings habe ich in den letzten Monaten 11kg zugelegt. So richtig los ging es damit erst, als ich Anfang des Jahres auf ein neues Langzeitinsulin umgestellt wurde.

    Mittlerweile kommen seit kurzem multiple Gelenkschmerzen dazu. Ob es am Gewicht liegt (knapp 70 kg bei einer Größe von 1,62m) - keine Ahnung.
    Mein Diabetologe geht auf meine Beschwerden und Wünsche (Ernährungsberatung) nicht wirklich ein.

    Also liegt es jetzt an mir.

    Ich habe sehr unregelmäßige Essenszeiten, bedingt durch meine ebenfalls sehr unregelmäßigen Arbeitszeiten. Dazu kommt, dass ich einfach gerne nasche. Und wenn sich die Unterzuckerung meldet, erst recht.

    Ich finde keinen Anfang. Motivation ist irgendwo vorhanden, aber der Schalter, einfach mal weniger Kohlenhydrate zu futtern und mehr Bewegung in den Alltag einzubauen, noch nicht gefunden.

    Vielleicht finde ich ja hier in irgendeiner Art und Weise Anregungen, das ganze mal aktiver anzugehen.

    LG,
    fledervieh
    "Kacktusse."
    - "Das heißt 'Kakteen'."
    "Ne, ne. Ich mein schon dich."

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    AW: Autoimmunerkrankung und Ernährungsumstellung

    Zitat Zitat von fledervieh Beitrag anzeigen
    Nach langer Abwesenheit bin ich zufällig über den Thread gestolpert, da mich das Thema "Ernährungsumstellung" zur Zeit auch sehr umtreibt
    Guten Morgen @fledervieh

    In meinem Fall wirkt die Autoimmunerkrankung ja in vielerlei Richtung, was andere Erkrankungen betrifft. Damit will ich sagen: das eine bedingt das andere. Und umgekehrt. Ob es zur Arrhythmie eine direkte (oder eher indirekte) Verbindung gibt, ist nicht ganz geklärt. Dass jedoch eine Gefäßschädigung eintreten kann, ist unbestritten. Die letzte Gefäßmessung (im Bereich der Halsschlagadern) hatte ich Ende 2016. Da war allerdings alles ok. Ich war damals in der Uniklinik intensiv (stroke unit).

    Ich bin jetzt 59 Jahre alt, 171 cm groß. Wiege knapp 66,5 kg. Soweit so gut.

    Die Ernährungsumstellung habe ich vor ca. 5 Jahren begonnen. Allerdings nicht wirklich konsequent. Ein Vorteil war sicherlich, dass ich schon vorher weitestgehend (ca. 70-80%) vegetarisch gelebt habe. Aber die wirklich entscheidende Veränderung kam ab Anfang März. Ich habe ca. 13 kg abgenommen. Was natürlich auch meinen Gelenken extrem gut getan hat (Hüfte und Knie). Aber auch die Gelenkbeschwerden in den "kleinen" Knochen (vor allen Dingen Fingergelenke) ... also Schmerzen und auch Schwellungen sind verschwunden.

    Ich würde sagen: ich bin zu 80% (im Gegensatz zu vorher) beschwerdefrei.
    Apprenti

  5. Moderation

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    AW: Autoimmunerkrankung und Ernährungsumstellung

    Bin gespannt, wohin hier die Reise geht.

    Ernährungsumstellung ist gerade auch mein Ding, deshalb klinke ich mich mal ein. Autoimmunerkrankung (Hashimoto-Thyreoiditis) habe ich auch, passt also.
    Zitat Zitat von Apprenti Beitrag anzeigen
    Die Ernährungsumstellung fiel mir nicht soooo schwer. Aber sie muss natürlich dauerhaft sein. Das ist dann wieder doch nicht so einfach.

    Wenn jemand Lust auf einen Austausch hat. Ich würde mich freuen.
    Ja, das dauerhafte, daran haperte es bei mir bisher immer. Ich möchte die Umstellung angehen wegen Adipositas und mache gerade eine Ernährungsberatung.

    Zitat Zitat von fledervieh Beitrag anzeigen
    Mein Diabetologe geht auf meine Beschwerden und Wünsche (Ernährungsberatung) nicht wirklich ein.

    Also liegt es jetzt an mir.
    Ich kenne mich mit Diabetes Tp 1 nicht aus, las aber, dass eine kohlenhydratreduzierte Ernährung aber auch hilfreich sein kann. Deshalb wundert es mich, dass Dir gesagt wurde, Du kannst weiter essen wie bisher.

    Frage doch bei Deiner Krankenkasse wegen der Ernährungsberatung nach oder bei Deinem Hausarzt. Wobei ich beim Hausarzt keine große Hoffnung habe, dass der da Bescheid weiß.

    Worauf ich hinaus will: wir haben unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf Bezuschussung der Krankenkasse zur Ernährungsberatung. Ich spreche jetzt von der GKV.
    Es werden 5 Stunden bezuschusst (oder vollständig getragen, kommt auf die KK und die Höhe der Rechnung an). Dazu muss man aber eine "Ärztliche Notwendigkeitsbescheinigung zur ernährungstherapeutischen Beratung nach § 43 Abs.1 SHB V" beibringen. War in meinem Fall kein Problem, es reicht nämlich nicht einfach Adipositas, da muss noch mehr sein.

    Wie das bei Diabetes oder anderen Krankheiten ist, weiß ich nicht, aber versuchen würde ich es.

    Ich habe die zweite Stunde gerade hinter mir. Die Beraterin stellt immer wieder klar: eine Umstellung hat nur dann Erfolg, wenn man sich diese dauerhaft vorstellen kann. Ich bin noch in der Versuchsphase, komme mit Intervallfasten gut klar. Das habe ich früher auch schon praktiziert, aber habe es nie durchgehalten. Bei mir auf jeden Fall eine psychische Komponente, die ich auch noch angehen werde.

    Ob es beim Intervallfasten bleiben wird, steht auch noch nicht fest. Wie gesagt: Versuchsphase.
    Moderatorin in
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    *Fasten* und *Welchen Nutzen haben Diäten?*
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    AW: Autoimmunerkrankung und Ernährungsumstellung

    Hallo an alle und für alle,

    bitte die „Ernährungs-Docs“ auf NDR Mediathek ansehen / googlen. Am besten alle Folgen, rauf und runter.

    Es werden so viele Tipps und Infos zu allen möglichen Krankheiten und Beschwerden vermittelt, auch ungewöhnliche und chronische Fälle.

    Schade, dass die Ernährungs-Docs mit ihrem Wissen immer noch bei vielen unbekannt sind.

    (Ein normaler Arzt hat oft nicht das komprimierte Ernährungswissen und es wird ihm auch nicht bezahlt, ein Rezept und Medikamente verschreiben geht schneller und einfacher. Über die Ernährung lässt sich soooo viel erreichen.)

    Alles Gute + liebe Grüße. Seemond

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    AW: Autoimmunerkrankung und Ernährungsumstellung

    @ seemond





    die sind meine helden.
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern

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    AW: Autoimmunerkrankung und Ernährungsumstellung

    Zitat Zitat von Utetiki Beitrag anzeigen
    Ich habe die zweite Stunde gerade hinter mir. Die Beraterin stellt immer wieder klar: eine Umstellung hat nur dann Erfolg, wenn man sich diese dauerhaft vorstellen kann.
    * Hervorhebung durch mich

    Darüber muss man sich wohl wirklich absolut klar sein. Und das ist eben nicht ganz so einfach.
    Mal 3-6 Monate: kein Ding. Aber es ist ja nun für den Rest des Lebens.

    Auf der anderen Seite habe ich festgestellt, dass sich die Umstellung ja nicht nur auf meinen allgemeinen Gesundheitsstatus auswirkt, sondern eben auch auf das Gewicht. Und da gibt es dann wieder Wechselwirkungen, was die Gelenkproblematik betrifft. Ich bin einfach beweglicher und gehe längere Strecken schmerzfreier zu Fuß (auch mit Hund). Und letztlich dann auch wieder die Optik (ich gefalle mir so einfach besser). Und alles zusammen macht mich dann wieder psychisch fitter. Und so schließt sich für mich ein Kreis.
    Apprenti

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    AW: Autoimmunerkrankung und Ernährungsumstellung

    Zitat Zitat von Seemond Beitrag anzeigen
    bitte die „Ernährungs-Docs“ auf NDR Mediathek ansehen / googlen. Am besten alle Folgen, rauf und runter
    So bin ich auf die Umstellung gekommen, bzw. habe meine Kohlenhydrat-reduzierte Ernährung stärker angepasst. Absolut empfehlenswert!
    Apprenti

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    AW: Autoimmunerkrankung und Ernährungsumstellung

    Zitat Zitat von brighid Beitrag anzeigen
    @ seemond





    die sind meine helden.
    meine auch!

    Ich habe auch eine AI und versuche zumindest mit Ernährung es irgendwie zu lindern bzw zu stabilisieren.

    Ich hab mich auch lange mit dem Autoimmunprotokoll (z.B. Facebook oder die Bücher) beschäftigt.

    ich bin aber seit Ende der 90er fleischlos essend aus ideologischen Gründen.
    Ich fange da auch nicht mehr damit an.

    Aber ich esse bewusst! wilden Seefisch, wie Wildlachs, Makrele, Hering z.B. wegen der Fettsäuren.

    Pflanzenbasiert, frisch (selbst) gekocht, wenig Zucker, dafür viele Nüsse, Samen, Hülsenfrüchte (ich esse inzwischen auch die Nudeln als Linsennudeln)

    Ich kann gut auf die berühmten KH verzichten - aber ich brauche zum "Grün" unbedingt Fett und Eiweiß - sonst wird mir irgendwie komisch und ich nehme schnell und viel ab.

    Also esse ich Käse, Eier, Milchprodukte - alle in Demeter oder vergleichbarer Bioquali.

    Und mir schmeckt das - also kein Frust.

    Ab und zu gibts natürlich Konditoreis, Mohnkuchen Pizza und auch mal ein Glas Alkohol.

    Aber so 80:20

    Ich fühle mich auf jeden Fall viel fitter so.

    Was bei mir merkbar was gebracht hat, war der Fokus auf die "guten Öle"!
    Ich esse jeden Tag mind. 2-3EL Leinöl, Hanföl, Schwarzkümmelöl, Kürbiskernöl

    und Tipp für alle Wechselweiber

    Femisanit Kapseln!

    Hab ich im Selbstversuch mal probiert, und: vollster Erfolg. Ich hätte es ja nicht geglaubt, wenn ich ehrlich bin...
    Aber: Vagina wesentlich geschmeidiger und sogar die Augen sind nicht mehr so trocken.
    Empfehlung!

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