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    AW: Psychische Aspekte rund um Übergewicht und Abnehmen

    was mich immermehr anmacht: hülsenfrüchte (humus bis............................................) und quark.
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern

  2. Moderation

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    AW: Psychische Aspekte rund um Übergewicht und Abnehmen

    Zitat Zitat von brighid Beitrag anzeigen
    noch einen satz zum thema: schwangerschaftsdiabetes.

    nennt es ruhig medizinischen klugscheiss:

    wenn ein schwangerschaftsdiabetes auftritt, egal wie leicht oder massiv, gehen die diabetologen davon aus: 10-15 jahre- und der mist ist manifestiert! zu wenige frauenärzte sagen dass ihren patientinnen.
    Hm. Eine Freundin von mir hatte große Probleme mit Schwangerschaftsdiabetes, sie hat im Grunde gar nichts mehr gegessen, weil schon der Gedanke ans Essen den Blutzuckerspiegel hochjagte. Kind hat bald fertigstudiert, bis jetzt nichts nachgekommen... Naja, Ausnahmen bestägigen die Regel.

    --

    Zurück zum Thema -- was mich ein bißchen irritiert ist daß "Psyche" immer gleich mit "Schaden (an selbiger)" gleichgesetzt zu werden scheint, und jede Unangepaßtheit oder Normabweichung, wenn nicht gerade der Arm ab ist, ist natürlich psychisch.

    Natürlich macht es was mit der Psyche, wenn man als nicht-elfenhaftes Kind von klein an davor gewarnt und damit bedroht wird, Devianz zu entwickeln und nicht mehr akzeptabel zu sein. Dick zu werden, das wußte ich als Vorschulkind schon, ist genau so schlimm wie vom Auto überfahren werden und im Rollstuhl zu landen. Also, links und rechts gucken, wenn man die Straße überquert, und nicht zunehmen.

    Logischerweise habe ich dann, als ich in die Pubertät kam und zunahm, mit Diäten angefangen und in fünf Jahren 30 Kilo zugelegt. (Diäten sind, unabhängig vom Ausgangsgewicht, der sicherste Prädikator für's Dickwerden.) Damit war total klar, seit ich 12 oder 13 war, daß mein Leben für immer verpfuscht war und ich nie würde haben können, was normale Leute hatten. Also habe ich mich recht schnell entschlossen, es mir im Abweichlertum wohnlich einzurichten und meinen eigenen Kram zu machen. Hätte ich konventionell akzeptabel ausgesehen, hätte ich mich wahrscheinlich viel angepaßter gemacht.

    Alles die Psyche.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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    AW: Psychische Aspekte rund um Übergewicht und Abnehmen

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Zurück zum Thema -- was mich ein bißchen irritiert ist daß "Psyche" immer gleich mit "Schaden (an selbiger)" gleichgesetzt zu werden scheint, und jede Unangepaßtheit oder Normabweichung, wenn nicht gerade der Arm ab ist, ist natürlich psychisch.
    Genau das meine ich nicht. Es geht mir gerade um die ganze Bandbreite. Es gibt doch auch Eigenschaften, Charakterzüge, die einem in hundert Situationen helfen - und dennoch vielleicht im Weg stehen beim Projekt abnehmen. Also ganz normale Varianten psychischer Funktionen.

    Was du schreibst, dass du dich eingerichtet hast im Dick- und damit eh schon Verloren-Sein, kann ich gut nachvollziehen.

    Du meinst das „Alles die Psyche“ ironisch, oder?
    Warum nicht die Psyche? In deiner Geschichte ist es doch eine völlig vernünftige, psychische Reaktion auf dein Umfeld, das Dicksein so überdramatisiert hat.

  4. Moderation

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    AW: Psychische Aspekte rund um Übergewicht und Abnehmen

    Zitat Zitat von Haze Beitrag anzeigen
    Genau das meine ich nicht.
    Ich hatte auch im Eingangposting nicht dein Eindruck, daß du das meinst... aber so ein Thema gleitet, gerade wegen der Omnipräsenz von Psyche oft in ein "was ist *falsch* mit den Leuten" und Ferndiagnosen ab, und das ist, naja, das Gegenteil von konstruktiv, und es geht mir (deswegen mein Kommentar) auf den Wecker.

    Zitat Zitat von Haze Beitrag anzeigen
    Was du schreibst, dass du dich eingerichtet hast im Dick- und damit eh schon Verloren-Sein, kann ich gut nachvollziehen.
    "Ist der Ruf erst ruiniert..."
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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    AW: Psychische Aspekte rund um Übergewicht und Abnehmen

    Volle Zustimmung!

    Sorry, habe meinen letzten Beitrag noch ergänzt, da haben wir uns wahrscheinlich überschnitten.

    Genau da ist für mich auch die Grenze, wenn es in Ferndiagnosen abgleitet und der unbedingte Wille zum Ausruck kommt, Dicken einen Knacks nachweisen zu wollen.

  6. Inaktiver User

    AW: Psychische Aspekte rund um Übergewicht und Abnehmen

    Mich stört an dem "Psyche" in erster Linie, dass einem da das eigene Urteilsvermögen direkt abgesprochen wird, ich sage nur:

    "Ich bin sicher, Mrs Bingley empfindet das falsch....", so geschehen in meinem Thread.

    Weil, bin ja dick -> irgendwas Psychisches -> getrübtes Urteilsvermögen.

    So geht doch die Kette.

    Und eben, wenn Dünne (auch wenn es Profis sind) einem erzählen wollen, wie abnehmen geht - also Dünne, die immer dünn waren.

    Der Vergleich mit dem Arzt, der nicht selbst krank sein muss, hinkt: Auch im Suchtbereich (Alkohol, illegale Drogen) sind gute Berater oft die, die selbst mal süchtig waren, und nicht Leute, die Sucht nur aus dem Lehrbuch kennen.

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    AW: Psychische Aspekte rund um Übergewicht und Abnehmen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mich stört an dem "Psyche" in erster Linie, dass einem da das eigene Urteilsvermögen direkt abgesprochen wird, ich sage nur:

    "Ich bin sicher, Mrs Bingley empfindet das falsch....", so geschehen in meinem Thread.

    Weil, bin ja dick -> irgendwas Psychisches -> getrübtes Urteilsvermögen.
    Die Kette gibt es. Du hast ja auch schonmal geschrieben, dass der berühmte Schutzpanzer, den sich Dicke angegessen haben, eben ein Klischee ist. Das ist ein Bild, das überhaupt nichts mit der Realität zu tun haben muss, und wenn dann ein „Wenn du das leugnest, wird es wohl treffen. Horch mal in dich hinein...“ dazukommt... dann wird es Psychoquatsch.

    Gerade in deinem Strang fand ich aber das zeitweise Beharren darauf, dass Du sachliche Dinge falsch machst und das so nichts werden kann, nachdem Du von Erfolgen berichtet hast, viel schlimmer.

    Psyche ist vielleicht zu eng gefasst, und ich sehe auch gar keine richtige Trennung zwischen Psyche, Gehirnchemie, Körper, ...
    Eigenschaften, Fähigkeiten, Begabungen, Schwächen, Stärken, ... alles, was einen individuell ausmacht... beeinflusst halt, ob und wie man dick wurde, und ob und und wie man abnehmen kann, und vor allem: Ob es hält.

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    AW: Psychische Aspekte rund um Übergewicht und Abnehmen

    Wenn wir den Bereich psychischer Krankheiten oder wirklich Trauma-Erfahrungen ausblenden:

    Für sich selbst (!) hat man doch einen Eindruck oder eine Ahnung, was einem jenseits von „Ich kann nicht bis drei (Kilokalorien) zählen“ im Weg steht. Oder wie geht Euch das (also die mit Übergewicht schon jemals gekämpft haben oder kämpfen)?

    Formuliert habe ich weiter oben für mich diesen Unwillen, mich einem Konventionsdruck zu beugen. Es darf nicht zu sehr mit stromlinienförmiger Leistungserbringung zu tun haben.
    Wenn ich mich da in meinen eher bockig-trotzigen Reaktionen beobachte, muss ich grinsen.

    Es gibt auch noch andere Aspekte, die ich aber nicht greifen kann. Viele Vorhaben, weniger XYZ zu essen, haben zu „Jetzt erst recht“ geführt.

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    AW: Psychische Aspekte rund um Übergewicht und Abnehmen

    da bin ich voll und ganz bei euch.

    in jungen jahren (vor der vierzig) war die hauptmotivation nicht abzunehmen: ich beuge mich nicht dem diktat der gesellschaft. frau, dick gleich dumm!. und den "ansprüchen" meiner mutter erst recht nicht. wer mich dick ablehnt- den brauche ich mit kleidergrösse 38 auch nicht.

    die erkenntnis: ich tue es für mich- die kam erst sehr viel später. problem dann war mittlerweile dass sich so manches verfestigt hat und ich für mich ganz alleine (mit anstoss und unterstützung) mich auf den weg machen musste neu essen zu lernen.

    und da muss ich sagen: was hat geholfen?

    - eine glückliche beziehung
    - sehr viel mentaler abstand zu vielen menschen
    - wissen um meine ganz persönlichen problem-zonen (schilddrüse, arbeitsverhalten, lebensführung (ganz explixit: zu wenig schlaf)

    heute, mit 60, führe ich das leben das mir guttut. und siehe da: mein "panzer" wird nicht mehr gebraucht. ist heute nicht mehr als ein kettenhemd geworden.
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern

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    AW: Psychische Aspekte rund um Übergewicht und Abnehmen

    Zitat Zitat von Haze Beitrag anzeigen
    Was ich noch bei Bekannten und Freunden beobachte, zur Frage „Wer bleibt ohne Anstrengung schlank“

    Diejenigen, die unter Stress, Druck, Ärger, Sorgen... nicht oder deutlich weniger essen. Die sagen „Das hat mir so auf den Magen geschlagen, ich konnte zwei Tage lang kaum essen.“
    Da wäre ich ein Gegenbeispiel. Schlimmer Liebeskummer war für mich, neben Rauchen, bislang wirklich die beste und sicherste Möglichkeit, vergleichsweise rasch viele Kilos abzunehmen. Unter Stress verliere ich den Appetit.

    Trotzdem kämpfe ich mit meinem Gewicht.

    Frauen meines Alters, die ohne Mühe oder "regime" schlank bleiben und Nichtraucherinnen sind, kenne ich eigentlich kaum. Nur meine Mutter, aber die hat nie Sport getrieben und immer gut gegessen und wahrscheinlich einfach mit den Genen tierisch Glück gehabt. (Ich komme leider nach meinem Vater bzw. nach seiner Schwester, die auch immer kämpfen musste und noch muss.)
    Auch zwischen extrovertiertem Lebensstil oder überdurchschnittlicher beruflicher oder ehrenamtlicher Aktivität und einer schlanken Figur kann ich so ad hoc keine Korrelationen feststellen. Was mir aber aufgefallen ist: Auch die schlanken Frauen in meinem Umfeld haben offensichtliche, wenn auch kleinere, Gewichtsschwankungen, also Phasen, in denen sie zu- und dann auch wieder abnehmen. Ob die sich dann immer wieder rasch "zügeln", oder ob sie schlicht weniger oder seltener Hunger haben - keine Ahnung.

    Der Zusammenhang zwischen schlank und sportlich aktiv geht vielleicht auch in beide Richtungen, so dass es sich gegenseitig verstärkt: Wer leichter ist, bewegt sich auch lieber, da müheloser.

    Den SMART-Zielen begegne ich auch immer mit Argwohn. Da gehe ich innerlich direkt in die Reaktanz, ohne Umwege.
    >>Das Leben ist ohne Probleme auch nicht leichter.<< (August Geiger)
    🐧

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