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    AW: Psychische Aspekte rund um Übergewicht und Abnehmen

    Erstmal freue ich mich total, dass ich heimkomme, und hier so viele Beiträge entstanden sind
    Zitat Zitat von Ewiger_Bub_V3 Beitrag anzeigen
    Das interessiert mich jetzt aber genauer. Wie hast du diesen Schalter umgelegt?.
    Um konkreter zu werden: Ich habe Diabetes. Vieles von dem, was Tigerente geschrieben hat, erinnert mich sehr stark an mich.
    Mit Schwangerschaftsdiabetes fing es an, und das war damals eine extreme Motivation, sich streng an Ernährungsregeln zu halten. Dem ungeborenen Baby nicht zu schaden.

    Also habe ich in den Schwangerschaften brutto kaum zu und netto deutlich abgenommen - aber nach der Stillzeit ging es bergauf. Mit dem Gewicht.

    Letztes Jahr wurde nun eben auch Diabetes ohne Schwangerschaft diagnostiziert

    Und dann habe nicht ich den Hebel umgelegt, sondern er hat sich umgelegt. Aus „eigentlich wäre es vernünftig...“ wurde wieder „ich esse X, Y und Z nicht, sondern A und B.“

    Jetzt habe ich ganz viele Gedanken und Antworten/ Kommentare zum Thema Psyche, muss mal schauen, an welchen Beitrag ich das anhänge.

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    AW: Psychische Aspekte rund um Übergewicht und Abnehmen

    Zitat Zitat von Die-Andere Beitrag anzeigen
    .......

    Ich glaube, bei der Problematik mit dem Essen spielen eher Entwicklungstraumata eine große Rolle.
    Die gehen u.a. mit der Schwierigkeit einher sich selbst zu regulieren, weil das das Nervensystem des Kindes z.B mangels Fürsorge der Eltern nicht oder nicht ausreichend gut gelernt hat.
    Ich halte inzwischen alles was mit Sucht zu tun hat auch für eine Störung der Selbstregulation (Essen, Nikotin, Alkohol, Drogen ectr.)
    und dann?

    das frage ich mich wirklich.

    was nützt diese erkenntnis außer dass man das seinen kindern nicht antun sollte?
    und gibt es denn (gesicherte!) erkenntnisse, was wie gemacht werden sollte, damit die selbst-regulation nicht gestört wird`?

    bei einem biologischen spätentwickler wie den menschen, der sooo lange ganz direkt abhängig ist, gerade was essen/trinken angeht?
    Die Gedanken sind frei....

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    AW: Psychische Aspekte rund um Übergewicht und Abnehmen

    Zitat Zitat von Tigerente Beitrag anzeigen

    Haze, Du schreibst ja, Du hast es mit einer Ernährungsumstellung geschafft. Denkst Du denn, dass Du diese Ernährung auf Dauer beibehalten kannst/wirst, wenn Du das Zielgewicht erreicht hast?
    Durch die Diagnose Diabetes gibt es ja zwei Aspekte zum Abnehmen: Ich soll abnehmen, weil Übergewicht den Diabetes bzw. die Insulinresistenz befördert oder vielleicht sogar verursacht, wenn man Ärzten glaubt, die an einfache Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge glauben.
    Insofern ist Abnehmen das Ziel, aber im Prinzip habe ich das sehr moderat formulierte Abnehmziel schon erreicht.

    Gleichzeitig ist Abnehmen einfach die Folge der Ernährungsumstellung beim Versuch, den Blutzuckerspiegel nicht zu stark ansteigen zu lassen. Das läuft bei mir gerade auf eine recht kohlenhydratarme Ernährung raus.

    Fazit: Ja, glaube ich. Ich hoffe stark, dass sich mein Gewicht noch ein paar Kilo weiter unten wieder einpendelt.

    Wildwusel hat was sehr richtiges geschrieben: Es pendelt sich ja irgendwo ein. Ich habe nie hundert Kilo gewogen, z.B. Es pendelt wich nur mit meinem intuitiven Essverhalten zu weit oben ein.

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    AW: Psychische Aspekte rund um Übergewicht und Abnehmen

    Wie man hier schon an den wenigen und doch ausgiebigen Beiträgen gut lesen kann- steckt durchaus einige mehr hinter "dem Essen".

    Essen ist soviel mehr als reine Nahrungsaufnahme und das wird doch sicher auch keiner abstreiten.

    Die Hintergründe dazu sind- und das kann man an den bisherigen 4 Seiten schon gut sehen- wirklich immens breit gefächert und daher ist eine Lösung zu dem Thema auch nicht nur eindimensional.
    Das Schöne- man kann auf mehreren Ebenen anpacken- das Schwierige- meist reicht nicht nur eine Ebene, um wirklich langfristig etwas zu verändern.

    Wie man essen nicht mit unserem seelischen Zustand (Hintergrund) verbinden kann, ist mir ein Rätsel.

    Das als seelischen "Knacks" zu verstehen, ist keine stimmige Definition - denn kaum ein Mensch wird sein Leben lang "ungestört" essen. Alleine in Zeiten von Leid oder Stress, reagiert der Körper und wir alle können das an unserem Appetit oder Essverhalten erkennen.

    Übergewicht hat ganz sicher einige Hintergründe, die aufzudecken bestimmt spannend sein können. Aber auch schmerzhaft oder schwierig und ein guter Grund, lieber nicht hinzusehen (was doch auch gut zu verstehen ist).
    Gleichzeitig gibt es auch Krankheiten oder Medikamente, die zu Übergewicht führen und wo man die seelische Komponente erst einmal entspannt ausklammern kann.

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    AW: Psychische Aspekte rund um Übergewicht und Abnehmen

    Zitat Zitat von Prilblume Beitrag anzeigen
    Wie es mir mit der Threadüberschrift geht, weiß ich noch nicht. Einerseits stecken da auch die psychischen Auswirkungen und Begleitumstände von Übergewicht mit drin, die ich interessant finde....

    Andererseits passt mir der Lösungsansatz, der darin mitschwingt, nicht: Löse dieses und jenes psychische "Problem", guck mal auf deine Kindheit, auf deinen Selbstwert, auf dein ... xyz ... dann kannst du auch dein Gewichtsproblem lösen.
    Prilblume, mir ging es nur um ersteres.
    Mir ist auch „Trauma“ zu hoch aufgehängt, und ich schwanke sogar, ob ich Psyche wirklich definieren will für dieses Thema, oder nicht einfach das meine, was man umgangssprachlich so darunter versteht (normalerweise liebe ich Begriffsklärungen).

    Ich finde nicht, dass man einen Riesenknacks haben muss, denn sonst hätte man ja wohl kein Übergewicht.

    Aber es gibt doch... Effekte. Man will eigentlich abnehmen, aber hält sich nicht daran.
    Wieso nicht?

    Ein Aspekt bei mir, den ich irgendwann erkannt habe und der durch die SMART-Zielformulierung sofort geweckt wurde: Ich entwickle eine Art Trotz, wenn „Abnehmen müssen“, „Schlanksein“ als gesellschaftliche Zielvorgabe im Raum steht, und mit Mitteln aus dem Berufsleben (eben zum Beispiel diesem SMART-Zeugs) angegangen werden soll.

    Das ist wie „Joggen“. Der erfolgreiche Mensch joggt und überlegt sich, ob er einen Halb- oder lieber Ganzmarathon läuft.

    Und schon denke ich: Mag ich net.

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    AW: Psychische Aspekte rund um Übergewicht und Abnehmen

    Was ich noch bei Bekannten und Freunden beobachte, zur Frage „Wer bleibt ohne Anstrengung schlank“

    Diejenigen, die unter Stress, Druck, Ärger, Sorgen... nicht oder deutlich weniger essen. Die sagen „Das hat mir so auf den Magen geschlagen, ich konnte zwei Tage lang kaum essen.“

    Wäre ja auch irgendwo übel - wenn sehr viele Menschen häufig unter Druck sind, und dann zum einen oder anderen Ess-Extrem neigen, und deshalb schlank oder dick oder dünn sind... manchmal habe ich genau den Eindruck.

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    AW: Psychische Aspekte rund um Übergewicht und Abnehmen

    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    (...)

    Wie man essen nicht mit unserem seelischen Zustand (Hintergrund) verbinden kann, ist mir ein Rätsel.

    Das als seelischen "Knacks" zu verstehen, ist keine stimmige Definition - denn kaum ein Mensch wird sein Leben lang "ungestört" essen. Alleine in Zeiten von Leid oder Stress, reagiert der Körper und wir alle können das an unserem Appetit oder Essverhalten erkennen.

    (...).


    Bei mir wirkt es so, dass ich bei Kummer, Sorgen, psychischen Problemen wenig(er) esse.
    Ich hab dann keinen Hunger. Appetit auch nicht.

    Wenn ich krank bin, esse ich auch eher wenig bis nichts.

    Und - siehe z. B. den 'Nebenstrang' über das Soulfood und die Essenserinnerungen im "Allgemeines Forum" - ALLE verbinden zumindest mit bestimmten Mahlzeiten und Lebensmitteln was Seelisches.

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    AW: Psychische Aspekte rund um Übergewicht und Abnehmen

    Erst mal zum Thema "Schalter umlegen wegen der Gesundheit" - das geht, wie Haze ja schon schreibt, bei Diabetes Typ 2 relativ einfach. Weil man im Gegensatz zum langfristigen Abnehmeprojekt ja ständig sofortige Rückmeldung bekommt.

    Das Ziel ist, den Blutzucker niedrig zu halten. Die Ernährung, die dazu nötig ist, und auch die Kontrolle (da das teilweise individueller ist, als man denkt, was ihn hochtreibt, führt man erstmal lange Ernährungstagebuch parallel zum Blutzucker messen) haben teilweise schon ihren Effekt - man nascht nicht ungehemmt "mal so eben nebenbei", das wird dann schon als "Zwischenmahlzeit" eingepreist und aufgeschrieben, auch die Ernährung als solche (viel Gemüse, Ballaststoffe, Proteine) führt dazu, dass man länger satt ist, der Blutzucker fährt nicht mehr Achterbahn, so dass der Jieper auf Süßes tatsächlich etwas nachlässt.

    Außerdem: Bewegung verbrennt Zucker, wenn man sündigen will, bewegt man sich halt - und sei es, dass man irgendwo mit dem Rad hinfährt, weil man dort zu Kaffee und Kuchen eingeladen ist, oder eben prinzipiell mehr Bewegung in den Alltag einbaut.

    Bei ordentlichem Übergewicht führt das (selbst wenn Gewichtsreduktion gar nicht das primäre Ziel ist, sondern Kontrolle des Blutzuckers) dann auch zu Erfolgen, die motivieren. Und wie gesagt, am Anfang ist viel Kontrolle und direkte Rückmeldung dabei. Man sieht, was dem eigenen Körper gut tut (und das kann sehr unterschiedlich sein). Nur als Beispiel: es heißt "iss lieber Vollkornprodukte". Bei mir was es so, dass Reis (den ich nie besonders mochte) den Blutzucker Achterbahn fahren ließ, egal ob's die Vollkorn- oder die polierte Version war. Bei Nudeln hingegen war der Anstieg bei akzeptabler Portionsgröße nicht so wild - und bei Vollkornnudeln nicht niedriger als bei der Weißmehlsorte. Und noch andere Dinge bestätigten sich - dass nämlich meine Lieblingssüßigkeiten (Eis und dunkle Schokolade) in Maßen von mir auch problemlos gegessen werden konnten und gar nix hochschießen ließen. Aber es war nur eine leichte Schwangerschaftsdiabetes.

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    AW: Psychische Aspekte rund um Übergewicht und Abnehmen

    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    ...



    Wie man essen nicht mit unserem seelischen Zustand (Hintergrund) verbinden kann, ist mir ein Rätsel.

    ........


    Gleichzeitig gibt es auch Krankheiten oder Medikamente, die zu Übergewicht führen und wo man die seelische Komponente erst einmal entspannt ausklammern kann.
    ........
    widerspricht sich das nicht komplett?

    also ich frage ernsthaft, das ist nicht provokativ gemeint.
    Die Gedanken sind frei....

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    AW: Psychische Aspekte rund um Übergewicht und Abnehmen

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen


    Bei mir wirkt es so, dass ich bei Kummer, Sorgen, psychischen Problemen wenig(er) esse.
    Ich hab dann keinen Hunger. Appetit auch nicht.

    Wenn ich krank bin, esse ich auch eher wenig bis nichts.
    .
    R_Rokeby, du bist ja sehr schlank, oder? Das deckt sich genau mit dem Verhalten, das ich bei Freunden beobachte, die „einfach so“ schlank sind. In Krisen aller Art essen sie kaum und nehmen ab.

    Du hattest im anderen Strang die Symmetrie aufgemacht zwischen Untergewicht bis hin zur Magersucht und Übergewicht —> Esssucht.

    Ich fand die Frage interessant, warum man da einen Unterschied sehen kann, und habe dann doch für mich einen gefunden - letztendlich in der Evolution, der wir wohl doch eher verdanken, im Zweifelsfall zu viel zu essen.

    Also klar gibt es genügend Fälle, wo starkes oder schnell aufgebautes Übergewicht die Folge eine psychischen Störung ist.
    Aber ich sehe zu dem häufigen Szenario „langsam angefuttertes Übergewicht“ einfach kein Gegenstück auf der „Dünn“-Seite.
    Und das wird häufig eben nicht die eine, dramatische psychische Ursache haben.

    Dazu hätte mich deine Meinung interessiert!

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