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    AW: Psychische Aspekte rund um Übergewicht und Abnehmen

    Zitat Zitat von brighid Beitrag anzeigen
    zum mensch sein gehören traumata dazu.

    die frage ist doch: wie gehe ich mit traumata um. das ist doch auch innerhalb eines menschen an jedem tag ein bisschen anders.


    definition von trauma:
    Trau·ma
    /Traúma/
    Aussprache lernen
    Substantiv, Neutrum [das]

    1.
    Medizin•Psychologie
    starke psychische Erschütterung, die [im Unterbewusstsein] noch lange wirksam ist
    "ein Trauma haben, erleiden"
    2.
    Medizin
    durch Gewalteinwirkung entstandene Verletzung des Organismus
    Deine Definition ist zu kurz gefasst.

    Ich glaube, bei der Problematik mit dem Essen spielen eher Entwicklungstraumata eine große Rolle.
    Die gehen u.a. mit der Schwierigkeit einher sich selbst zu regulieren, weil das das Nervensystem des Kindes z.B mangels Fürsorge der Eltern nicht oder nicht ausreichend gut gelernt hat.
    Ich halte inzwischen alles was mit Sucht zu tun hat auch für eine Störung der Selbstregulation (Essen, Nikotin, Alkohol, Drogen ectr.)

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    AW: Psychische Aspekte rund um Übergewicht und Abnehmen

    Zitat Zitat von Tigerente Beitrag anzeigen
    Genau das "T" ist aber ja beim Halten des Gewichts das Problem. Da kannst Du mit einem super realistischen, klar definierten, terminierten Plan 10 oder 20 kg abgenommen haben, aber dann kommt die Phase ohne "T". Dann das Gewicht soll ja unten bleiben.
    Wie wäre es denn, für das Halten das "T" auf einen zeitnahen Termin zu setzen?

    "Jetzt habe ich mein Wunschgewicht von ... kg erreicht und in einer Woche, am... , möchte ich noch genau so viel wiegen."

    Und dann Woche für Woche verlängern.

    Ist nicht meine Idee, sondern die aus einer Sendung über die anonymen Alkoholiker. Da hieß es, dass das Ziel" für immer" keinen Alkohol zu trinken für viele so gewaltig klingt, dass sie sich gleich sagen, das würden sie nicht schaffen.
    Wenn aber das, Ziel ist "heute trinke ich keinen Alkohol" und morgen wird das Ziel auf den neuen Tag verlängert, dann hat das wohl deutlich bessere Erfolgsaussichten.

    Ich kann mir gut vorstellen, dass das mit dem Essen auch gut so funktioniert.
    Was es alles gibt, das ich nicht brauche!
    (Aristoteles)

  3. Moderation

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    AW: Psychische Aspekte rund um Übergewicht und Abnehmen

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Ich denke, viele Leute haben ein natürliches, gesundes Hungergefühl, mit dem sie ihr Gewicht mühelos halten können -- sie wollen nur das Gewicht nicht, das sie damit halten könnnen.
    Sie meinte ja, dass diese Aussage für sie gilt, für mich gilt sie auch. Ich könnte ehrlich gesagt immer essen. Dass das kein Hunger ist, dass die Gewichtskurve tendentiell immer leicht steigt, ist bei mir einfach so. Deshalb muss in meinen Augen auch jeder für sich einen Weg finden, wenn er/sie abnehmen will und anschließend das Gewicht auch halten möchte.
    Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
    Christian Morgenstern
    In einer Stunde ruhigen Sitzens verbrennt man 73 Kilokalorien.
    - Ich habe meinen Sport gefunden.


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    AW: Psychische Aspekte rund um Übergewicht und Abnehmen

    Zitat Zitat von Zuversicht2021 Beitrag anzeigen
    Vielleicht sollte man mal den Aspekt "Psyche" definieren?
    Wo fängt das an, wo hört es auf. Im anderen Strang wurde sogar unterstellt, zumindest habe ich es so aufgefasst, dass quasi jeder Übergewichtige ein Trauma hat.
    genau das finde ich auch mal im prinzip die voraussetzung für die ganze diskussion

    denn die gängige definition von "psychisch" scheint ja zu sein:

    alles das nicht physisch ist.


    und selbst das splittert sich nochmal auf in, alles, auch physisches, für das keine physischen ursachen (nach dem derzeitigen kenntnisstand!) gefunden wurden.
    und selbst das kann man dann noch unterteilen nach kenntnisstand des beteiligten arztes.

    und solange "psychisch" wie eine einzige ausschlussdiagnose gehandhabt wird ist, zumindest finde ich das so, doch völlig klar, dass niemand wirklich was damit anfangen kann.


    -der hut ist so groß und schwammig, dass er mühelos auf jeden kopf passt-


    wenn man mal, ganz sachlich, die punkte subsumieren würde, die viele hier anführen, geht das deutlich mehr in den bereich, den ich einfach mit mental bis rational bezeichnen würde.

    das hat dann nicht die spur was mit psychischen problemen bis hin zu traumata zu tun.


    genauso gut kann jemand traumata haben ohne übergewicht oder sonstige, nicht organisch bedingte, essprobleme.

    wenn so jemand irgendwann dann, aus ganz anderen gründen, gewichtsprobleme bekommt, wieso sollte das mit den psychischen grundproblemen zu tun haben?
    mir fehlt da wirklich komplett die logik.


    und die tendenz zu solchen pauschalisierenden vermengungen, die niemandem irgendetwas bringen, unterm strich, zeigt sich leider in den threads zu dieser thematik mehr als deutlich. wenn dann noch die mär vom "therapeutischen widerstand" dazu kommt (=man sagt ja nur zu irgendwas nein, weil der andere recht hat,) ist jeglicher austausch auf augenhöhe komplett unterhöhlt.


    ich finde an diesem thread jetzt schon toll, dass eines ganz klar wird:
    es gibt kaum größere gemeinsame nenner. aber immer wieder einzelne gemeinsamkeiten.
    dementsprechend kann auch nur jeder einzelne sich möglichst "unbeeindruckt" sich sein eigenes konzept basteln............
    würde er/sie denn nur mal gelassen.

    so dass man sich eben nur die schuhe anzieht, die einem auch wirklich passen.
    Die Gedanken sind frei....

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    AW: Psychische Aspekte rund um Übergewicht und Abnehmen

    Zitat Zitat von Grissom Beitrag anzeigen
    genau das finde ich auch mal im prinzip die voraussetzung für die ganze diskussion

    denn die gängige definition von "psychisch" scheint ja zu sein:

    alles das nicht physisch ist.


    und selbst das splittert sich nochmal auf in, alles, auch physisches, für das keine physischen ursachen (nach dem derzeitigen kenntnisstand!) gefunden wurden.
    und selbst das kann man dann noch unterteilen nach kenntnisstand des beteiligten arztes.

    und solange "psychisch" wie eine einzige ausschlussdiagnose gehandhabt wird ist, zumindest finde ich das so, doch völlig klar, dass niemand wirklich was damit anfangen kann.


    -der hut ist so groß und schwammig, dass er mühelos auf jeden kopf passt-


    wenn man mal, ganz sachlich, die punkte subsumieren würde, die viele hier anführen, geht das deutlich mehr in den bereich, den ich einfach mit mental bis rational bezeichnen würde.

    das hat dann nicht die spur was mit psychischen problemen bis hin zu traumata zu tun.


    genauso gut kann jemand traumata haben ohne übergewicht oder sonstige, nicht organisch bedingte, essprobleme.

    wenn so jemand irgendwann dann, aus ganz anderen gründen, gewichtsprobleme bekommt, wieso sollte das mit den psychischen grundproblemen zu tun haben?
    mir fehlt da wirklich komplett die logik.


    und die tendenz zu solchen pauschalisierenden vermengungen, die niemandem irgendetwas bringen, unterm strich, zeigt sich leider in den threads zu dieser thematik mehr als deutlich. wenn dann noch die mär vom "therapeutischen widerstand" dazu kommt (=man sagt ja nur zu irgendwas nein, weil der andere recht hat,) ist jeglicher austausch auf augenhöhe komplett unterhöhlt.


    ich finde an diesem thread jetzt schon toll, dass eines ganz klar wird:
    es gibt kaum größere gemeinsame nenner. aber immer wieder einzelne gemeinsamkeiten.
    dementsprechend kann auch nur jeder einzelne sich möglichst "unbeeindruckt" sich sein eigenes konzept basteln............
    würde er/sie denn nur mal gelassen.

    so dass man sich eben nur die schuhe anzieht, die einem auch wirklich passen.
    Danke

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    AW: Psychische Aspekte rund um Übergewicht und Abnehmen

    Zitat Zitat von Grissom Beitrag anzeigen
    [...]
    wenn man mal, ganz sachlich, die punkte subsumieren würde, die viele hier anführen, geht das deutlich mehr in den bereich, den ich einfach mit mental bis rational bezeichnen würde.

    das hat dann nicht die spur was mit psychischen problemen bis hin zu traumata zu tun. [...]
    Da stimme ich Dir voll zu.
    Vielleicht gibt es manchmal ganz "banale" Gründe (jedoch mit großer langfristiger Wirkung! ) - z. B. jemand hat von Kindheit an immer große Portionen bekommen und musste aufessen - hatte damit niemals richtig die Chance zu spüren, wann es genug wäre. Ansonsten liebes Elternhaus. Und nun? Da sehe ich eine ungünstige Gewohnheit, aber keine psychischen Störungen.
    Was es alles gibt, das ich nicht brauche!
    (Aristoteles)

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    AW: Psychische Aspekte rund um Übergewicht und Abnehmen

    Zitat Zitat von Prilblume Beitrag anzeigen

    ........

    Andererseits passt mir der Lösungsansatz, der darin mitschwingt, nicht: Löse dieses und jenes psychische "Problem", guck mal auf deine Kindheit, auf deinen Selbstwert, auf dein ... xyz ... dann kannst du auch dein Gewichtsproblem lösen. Das funktioniert meiner Meinung nach nicht. Und zwar nicht nur im Sinne von "nur eingeschränkt", sondern im Sinne von "überhaupt nicht".


    .....
    genau das ist ein sehr schönes beispiel für das was ich meinte:

    selbst wenn du (ich überspitze und meine sowieso nichts persönlich auf dich bezogen, aber du hast es so schön auf den punkt gebracht)
    also selbst wenn du nach jahrelanger tiefenpsychologisch fundierter analyse auf konkrete auslöser/auslösende umstände kommen und diese be- und verarbeiten würdest, würde sich dadurch doch nicht automatisch (wenn denn überhaupt) etwas in deiner, seit jahrzehnten eingeschliffenen biochemie ändern.
    wie denn und wieso denn?

    es würde lediglich versucht, einen neuen oder anderen zugang zu finden, wie du dich in zukunft selbst besser motivieren kannst, dein essverhalten umzugestalten, möglichst dauerhaft durchhaltbar (inkl bewegung etc pp.)
    Die Gedanken sind frei....

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    AW: Psychische Aspekte rund um Übergewicht und Abnehmen

    Zitat Zitat von Grissom Beitrag anzeigen
    genau das finde ich auch mal im prinzip die voraussetzung für die ganze diskussion

    denn die gängige definition von "psychisch" scheint ja zu sein:

    alles das nicht physisch ist.


    und selbst das splittert sich nochmal auf in, alles, auch physisches, für das keine physischen ursachen (nach dem derzeitigen kenntnisstand!) gefunden wurden.
    und selbst das kann man dann noch unterteilen nach kenntnisstand des beteiligten arztes.

    und solange "psychisch" wie eine einzige ausschlussdiagnose gehandhabt wird ist, zumindest finde ich das so, doch völlig klar, dass niemand wirklich was damit anfangen kann.
    Die Trennung psychisch/physisch finde ich schwierig, erst recht wenn noch "rational" mit hinzu kommt.
    M.E. sind wir Körper, und zu den Körpern gehören auch Hirn, Darm, Hormone, Botenstoffe, Herz, Regelkreisläufe ...
    Gefühle, Gedanken, Stimmungen, Entscheidungen ... sind letztlich auch Körperfunktionen, das ist nicht nicht-physisch für mich.

    In Bezug aufs Ab- oder Zunehmen wird die Trennung für mich höchstens dann interessant, wenn es darum geht, wo kann ich eingreifen/ansetzen um etwas in meinem Sinne zu verändern, gegenzusteuern.
    Das kann dann im Sinne der Selbstregulation sein (wie eben von Die Andere erwähnt), durch Willenskraft und Belohnungsaufschub. Oder durch Medikamente, durch Meditation, durch Autosuggestion, durch Selbst-Umerziehung, was weiß ich.

    Zitat Zitat von Grissom Beitrag anzeigen
    es gibt kaum größere gemeinsame nenner. aber immer wieder einzelne gemeinsamkeiten.
    dementsprechend kann auch nur jeder einzelne sich möglichst "unbeeindruckt" sich sein eigenes konzept basteln............
    würde er/sie denn nur mal gelassen.

    so dass man sich eben nur die schuhe anzieht, die einem auch wirklich passen.
    Eben.

    An der Theorie, dass dem Übergewicht ein wie auch immer beschaffenes Trauma zugrunde liegen müsse, stört mich schon die Implikation, dass es einen idealen Naturzustand gebe, in dem sich der Mensch, der menschliche Körper, eigentlich befinden müsse, und in dem er sich auch eigentlich befände, wäre er nicht durch ein Trauma aus dem Gleichgewicht gebracht.
    Und dass dieser verloren gegangene ideale Naturzustand zufälligerweise auch noch dem aktuellen Idealgewicht und Schönheitsideal entspricht.

    Daran glaube ich nicht.
    >>Der Zahn der Zeit steht auf der Seite der Vernunft.<< (Jan Böhmermann)
    >>Since the universe has no center, you can't be it.<< (Neil deGrasse Tyson)
    >>Das Kuscheltier validiert mich in meiner Gewordenheit.<< ( Prof. Dr. Insa Fooken)

    🐧🐧🐧

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    AW: Psychische Aspekte rund um Übergewicht und Abnehmen

    Zitat Zitat von Prilblume Beitrag anzeigen
    Die Trennung psychisch/physisch finde ich schwierig, erst recht wenn noch "rational" mit hinzu kommt.
    M.E. sind wir Körper, und zu den Körpern gehören auch Hirn, Darm, Hormone, Botenstoffe, Herz, Regelkreisläufe ...
    Gefühle, Gedanken, Stimmungen, Entscheidungen ... sind letztlich auch Körperfunktionen, das ist nicht nicht-physisch für mich.

    I(...).


    Alle Emotionen entstehen IM Körper, durch den Körper. Alles, was "Psyche" ist, ist niemals vom Körper zu trennen. Das ist ja keine Cloud.....

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    AW: Psychische Aspekte rund um Übergewicht und Abnehmen

    Zitat Zitat von Puls Beitrag anzeigen
    Da stimme ich Dir voll zu.
    Vielleicht gibt es manchmal ganz "banale" Gründe (jedoch mit großer langfristiger Wirkung! ) - z. B. jemand hat von Kindheit an immer große Portionen bekommen und musste aufessen - hatte damit niemals richtig die Chance zu spüren, wann es genug wäre. Ansonsten liebes Elternhaus. Und nun? Da sehe ich eine ungünstige Gewohnheit, aber keine psychischen Störungen.
    bingo

    wenn man jetzt mal hergeht und sich überlegt, dass vermutlich weit über 90% der kinder von kriegs- oder nachkriegskindern essen mussten bis der teller leer war weil.......(entbehrungen der vorherigen generation) ergibt das eine recht wilde mischung aus menschen die

    -trotzdem nie gewichtsprobleme hatten
    - nie gewichtsprobleme hatten aber massig traumata aus schlechter kindheit
    -schon immer gewichtsprobleme hatten und ne gute kindheit
    -schon immer gewichtsprobleme und massig traumata

    und das alles noch in x abstufungen

    ich sag nur "rubensfigur"- generell schönheitsideale- aber mit ner sogenannten rubensfigur wird bei selber größe/alter/kilos völlig anders gewertet, weil dick eben (bei frauen) ganz anders definiert wird.
    und dann?
    das ist ja nunmal wirklich (genetische) veranlagungssache- da hilft keinerlei therapie, und schon gar keine psychologische.

    ich finde, an der ganzen gewichtsgeschichte vermischen sich auch ursache und wirkung ins untrennbare.
    jemand ist minimal mollig, wird gemobbt wie blöd, fängt dann aus kummer zu futtern an.........oder zu hungern........
    würde vielleicht einen superstabilen kind am arsch vorbei gehen.
    wo ist jetzt dann die psychische ursache?

    und so kann man das ins unendliche spinnen.
    das finde ich so unergiebig- unterm strich.
    Die Gedanken sind frei....

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