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    AW: Psychische Aspekte rund um Übergewicht und Abnehmen

    Ich bin immer schon dick gewesen - etwas was auch ganz stark immer in meinem Bewusstsein war und ist. Ich kann mich erinnern, dass mir als ganz kleines Mädchen schon klar war: Du bist zu dick und so nicht richtig.

    Das ist ganz tief in mir eingegraben.

    Warum ist Essen für mich ein problematisches Thema? Weil ich mir einen Schutzpanzer anlegen wollte - ich war als Kind sehr schüchtern. Weil ich fehlende Nähe/Liebe durch Essen kompensiert habe. Für mich persönlich kommt noch ein Aspekt dazu: Ich wollte nicht begehrenswert sein - mir hat das als Kind/Jugendliche unheimlich Angst gemacht und ich habe auch unschöne Erlebnisse gehabt (sex. Belästigungen).

    Ich habe im letzten halben Jahr fast 15 kg abgenommen und bin nun knapp unter 30 beim BMI. Fühle mich sehr wohl so. Aber es war interessant zu sehen, dass es einige Zeit gebraucht hat, bis meine Seele wahrgenommen hat, dass ich nun so viel schlanker bin.

    Das Halten ist immer (auch beim Rauchen aufhören) ein riesiger Knackpunkt. Ich denke und so mache ich das nun auch für mich, dass ein Aufbau von Muskulatur und Kondition unerlässlich ist. Dann fällt auch das Halten leichter.

    Glücklicherweise macht mir Trainieren Spaß und tut meiner Seele so gut.

    Ein bisschen muss ich aufpassen nicht zur Erbsenklauberin zu werden was das Essen jetzt betrifft. Eine Sucht durch eine andere zu ersetzen ist ja nicht das Ziel.
    Geändert von bazeba (09.06.2021 um 12:20 Uhr)
    Never be afraid, never.

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    AW: Psychische Aspekte rund um Übergewicht und Abnehmen

    Zitat Zitat von Tigerente Beitrag anzeigen
    Ewiger_Bub, ich glaube, ein ganz entscheidender Grund ist tatsächlich, dass es nicht "allgemeine gesundheitliche Gründe" sind, sondern ganz konkrete. Bei mir damals: mein Blutzucker muss in dem-und-dem Bereich bleiben, sonst gefährde ich mein ungeborenes Kind und mich auch.
    Das heißt daß nur unmittelbare Todesangst genug Motivation zum Abnehmen bringt ?
    Tatsächlich habe ich seit einigen Jahren auch konkrete medizinische Gründe im Normalgewicht zu bleiben, seit kurzem sogar noch einen neuen. Offenbar noch nicht bedrohlich genug.
    Dabei gilt das doch für jeden, in jedem Alter, dauert bloß einige Zeit bis es soweit ist.

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    AW: Psychische Aspekte rund um Übergewicht und Abnehmen

    wie bedrohlich man/frau es empfindet- natürlich ist das sehr subjektiv.

    ich für meinen teil möchte die mir genetisch bedingte wahrscheinlichkeit eines typ2-diabetes so lange wie möglich rausschieben. ich weiss dass ich da viel tun kann.



    was die menschen motiviert- ist die eigene entscheidung.



    was bei mir eine grosse hilfe war: im fernsehprogramm über die ernährungs-docs gestolpert. das war der erste punkt und die gelebte aussage meines mannes: du bist ok so wie du bist. du musst garnichts. aber ich mache mit. kein torpedieren meiner bemühungen durch den partner (hatte ich in meiner 1. ehe) sondern wirkliche unterstützung durch die aussage: mache! ich finde das gut.
    Geändert von brighid (09.06.2021 um 12:17 Uhr) Grund: ergänzung
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern

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    AW: Psychische Aspekte rund um Übergewicht und Abnehmen

    Das Thema finde ich mega-interessant, und es betrifft mich auch persönlich. Erstens ganz aktuell, da ich derzeit dabei bin abzunehmen, und zweitens generell bzw. immer, da ich zu den Personen gehöre, die, wenn sie "normal" essen ("normal" bedeutet hier "bedürfnisorientiert, dann, wenn ich Hunger habe, das, worauf ich Appetit habe, ungesteuert, spontan") unweigerlich zunehmen.

    Wie es mir mit der Threadüberschrift geht, weiß ich noch nicht. Einerseits stecken da auch die psychischen Auswirkungen und Begleitumstände von Übergewicht mit drin, die ich interessant finde. Auch möchte ich gar nicht abstreiten, dass Übergewicht durch bestimmte psychische Vorgänge oder von mir aus auch Dispositionen mitbedingt sein kann und ganz sicher durch Lebensweise und damit Alltagsentscheidungen bedingt oder beeinflusst ist.
    Andererseits passt mir der Lösungsansatz, der darin mitschwingt, nicht: Löse dieses und jenes psychische "Problem", guck mal auf deine Kindheit, auf deinen Selbstwert, auf dein ... xyz ... dann kannst du auch dein Gewichtsproblem lösen. Das funktioniert meiner Meinung nach nicht. Und zwar nicht nur im Sinne von "nur eingeschränkt", sondern im Sinne von "überhaupt nicht".

    Meine persönliche "Gewichtsgeschichte" ist so, dass ich ein moppeliges Baby war, ein normalgewichtiges Kind, ein normalgewichtiger Teenager. Allerdings nie richtig schlank, sondern immer leicht auf der properen Seite von normalgewichtig. Wohlgefühlt habe ich mich damit nie. Ich fand mich immer zu dick. Sport war nie was für mich, gegessen und genascht habe ich aber immer gerne.
    Schlank wurde ich erst durchs Rauchen, und dieses neue Körpergefühl, sich selbst attraktiv zu finden, habe ich sehr genossen.
    Als ich dann mit 39 mit dem Rauchen aufhörte und sich meine privaten Lebensumstände stabilisierten, ging das Gewicht langsam und stetig nach oben. (Ich bin das Gegenteil von einem Frust- und Stressesser, je besser es mir geht, je zufriedener und ausgeglichener ich bin, desto mehr Hunger habe ich.)
    Zwischendurch gab es drei kurze Phasen des erfolgreichen Abnehmens (immer mit Kalorienzähl-Programmen: WeightWatchers, Brigitte Diät, my-fitness-pal), aber sobald ich "locker ließ", also dachte, jetzt, da ich wieder schlanker sei, könne ich ja wieder normal essen, waren die Kilos ratzfatz wieder drauf.

    Jedenfalls, irgendwann letztens, hatte ich auf meinen Körper so echt keine Lust mehr. Alle Hosen kniffen. Mein BMI kratzte am Übergewicht. Mein Bruder machte ein paar Fotos von mir für eine Singlebörse, und ich mochte mich darauf nicht ansehen.

    Seitdem habe ich meine Kalorienaufnahme reduziert, auf ca 1000 - 1100 kcal täglich, und nehme ab. Im Moment hänge ich auf einem Plateau fest, aber dann muss ich halt weiter reduzieren und Sport machen.
    Für mich gibt es eine wichtige persönliche Erkenntnis rund ums Thema Hunger, Essen und Gewicht:

    Es gibt kein natürliches, gesundes Hungergefühl, jedenfalls für mich nicht, nicht in diesem Leben. Das ist ein Märchen.

    Mein Körper sagt mir nicht, wann er Essen braucht, oder welches Essen er braucht. Ginge es danach, dann bräuchte er pro Tag mindestens 3000+ Kalorien, bevorzugt in Form von Käsekuchen, Waffeln, Steaks, Pommes, Käse, Nüssen, Chips und Schokolade. Ich habe nahezu immer Hunger, könnte immer was essen. Das ändert sich auch nicht, wenn ich auf gesündere Lebensmittel umstelle. Been there, done that. Dann bekomme ich meine 3000+ kcal am Tag auch problemlos mit Vollkornbrot, Olivenöl, Fisch, Käse, Avocados, Hühnchen, Nüssen und Bitterschokolade zusammen.

    Die Podcastfolge „der kranke Hunger“ aus dem Podcast „betreutes Fühlen“ (Atze Schroeder & Dr. Leon Winscheid) hat da bei mir einen Schalter umgelegt.

    Mein Körper "sorgt" nicht auf diese Weise für mich, dass er mir über Hunger/Jieper/Appetit mitteilt, was ich benötige.
    Wenn ich mich mit meinem Körpergewicht, mit meiner Figur wohlfühlen möchte, darf ich dem Hungergefühl, den Bedürfnissen, die mein Körper anmeldet, nicht nachgeben. Ich muss mir stattdessen einen Plan machen und diesen Plan gegen meinen Körper, oder von mir aus auch gegen mein Hirn, meine Hirnchemie durchhalten.

    Woran es liegt, dass ich immer Hunger habe, weiß ich nicht, habe aber einige Ideen.
    Insgesamt glaube ich, dass der Mensch allgemein auf Hunger "gepolt" oder programmiert ist, auf mehr Hunger als in unserer zivilisierten Gesellschaft sinnvoll und gesund ist. Früher, als man durch die Steppe steppte, war es wahrscheinlich wichtig, alles essbar Erscheinende im Blickfeld sofort aufzuessen, weil das Angebot so begrenzt war. Aber heute gibt es Supermärkte mit 100 verschiedenen Sorten Frühstücksflocken.
    Außerdem ist wahrscheinlich mein Belohnungszentrum im Hirn mittlerweile auf Nahrungsaufnahme eingestellt. Ähnlich einer stoffgebundenen Sucht. Irgendwelche Hormone funken mir unablässig "iss was", irgendwelche Synapsen warten auf Botenstoffe, was weiß ich. Essen als Befriedigung. In einer Folge "King of Queens" beantwortete Doug in einem inneren Dialog mit sich selbst, die Frage, warum er esse, was Essen für ihn sei, und warum er darauf nicht verzichten könne, mit: "Essen ist immer da. Es ist verlässlich immer da, wenn du es brauchst, oder wenn du etwas brauchst. Es hilft dir immer, dass du dich gut fühlst."
    Das ist genau dieselbe Begründung wie fürs Rauchen. Der Moment, in dem man dem Suchtdruck nachgibt, ist ein glücklicher, guter Moment. Mit dem Essen, dem Rauchen ... kann man sich, wenn man süchtig ist, verlässlich und garantiert mehrmals am Tag gut und glücklich fühlen. So oft, wie man will.

    Mir hat es sehr geholfen, das zu erkennen: 1) Hunger bedeutet nicht, dass der Körper Nahrung braucht. 2) Essen kann Suchtcharakter haben.

    Was mich wirklich noch sehr interessieren würde, ist, wie man es schaffen kann, sein Hirn dahingehend umzuprogrammieren, dass es weniger Hungergefühle meldet. Den Ansatz aus dem Ursprungsstrang mit der "Wohlfühllücke" bei Leuten, die als Kinder einen unsicheren Bindungsstil entwickelt haben, finde ich total interessant. (Habe den Namen der Autorin vergessen. Fleck?) Ich war z.B. ein Schreibaby. Kann man sowas als Erwachsener noch umprogrammieren/heilen? Inwieweit habe ich meine eigene Hirn- und Körperchemie im Griff? Habe ich darauf Einfluss? Das wüsste ich gerne.

    Außerdem finde ich es gerade sehr motivierend, zu sehen, dass das Abnehmen wirklich funktioniert. Das geht! Die Kilos schwinden!
    Mir gefällt es, dass die Hosen schlabbern, dass ich wieder Kleidung tragen kann, die ich schon "aufgegeben" hatte. Ich mag mich lieber im Spiegel anschauen, mein Gang ist leichter, die Silhouette ist schöner ... das werde ich nicht mehr aufgeben, das möchte ich behalten. Knapp 9 Kilos habe ich schon runter, 5 Kilos folgen noch. Dann bin ich bei BMI 21.
    Und werde ein Leben lang darauf achten müssen, das zu halten. So ist es eben.
    >>Der Zahn der Zeit steht auf der Seite der Vernunft.<< (Jan Böhmermann)
    >>Since the universe has no center, you can't be it.<< (Neil deGrasse Tyson)
    >>Das Kuscheltier validiert mich in meiner Gewordenheit.<< ( Prof. Dr. Insa Fooken)

    🐧🐧🐧

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    AW: Psychische Aspekte rund um Übergewicht und Abnehmen

    Kennt ihr "selfish brain" ein Forschungsthema von Prof. Achim Peters?

    Ich habe mich damit auseinandergesetzt, weil ich an Migräne leide und der Glucosebedarf des Gehirns da auch ein Thema ist.

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    AW: Psychische Aspekte rund um Übergewicht und Abnehmen

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    Kennt ihr "selfish brain" ein Forschungsthema von Prof. Achim Peters?
    Ja. Nicht das Werk selbst, aber den Begriff/das Konzept.
    Fand und finde ich sehr einleuchtend.

    Ich mag die Konzepte, die mit der Illusion aufräumen (m.E. ist es eine Illusion), Übergewicht/zuviel Kalorienaufnahme seien ohne Beteiligung des Gehirns entstanden, oder gar gegen das Gehirn.
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    AW: Psychische Aspekte rund um Übergewicht und Abnehmen

    Zitat Zitat von Ewiger_Bub_V3 Beitrag anzeigen
    Das heißt daß nur unmittelbare Todesangst genug Motivation zum Abnehmen bringt ?
    Tatsächlich habe ich seit einigen Jahren auch konkrete medizinische Gründe im Normalgewicht zu bleiben, seit kurzem sogar noch einen neuen. Offenbar noch nicht bedrohlich genug.
    Dabei gilt das doch für jeden, in jedem Alter, dauert bloß einige Zeit bis es soweit ist.
    Selbst das reicht nicht aus. Es gibt Menschen, die kurz nach einem Herzinfarkt, kaum dass sie sich wieder auf den Beinen halten können, eine Zigarette anzünden.

    Gesundheitliche Gründe sind dann Motivation, wenn sie DIR wichtig sind. Aber der Begriff "Gesundheit" ist nach meinem Dafürhalten zu abstrakt. Es müsst heißen, meine Knie/Hüfte tun weniger weh, wenn ich x kg weniger wiege. Oder, ich kann wieder y machen, wenn ich x kg weniger wiege.

    Ich habe sehr, sehr viel abgenommen ohne Diät (und auch ohne Magenop). Irgendwann war ich an einem Punkt, an dem es so nicht mehr weiterging - Calmund beschreibt das ja auch sehr eindrücklich. Ich habe für mich einen Weg gefunden, wie ich meine Ernährung tatsächlich dauerhaft gestalten kann. Dabei nehme ich Rücksicht darauf, was mir besonders gut schmeckt, z. B. Schokolade und Eis. Das gibt es nur mehr in kleinen Portionen, ich mache Joghurteis selbst usw.

    Zitat Zitat von Prilblume Beitrag anzeigen
    Es gibt kein natürliches, gesundes Hungergefühl, jedenfalls für mich nicht, nicht in diesem Leben. Das ist ein Märchen.
    Geht mir auch so. Deshalb habe ich Regeln für mich aufgestellt (es ist egal, ob ich nun eine Stunde früher oder später esse). Aber ich habe für mich Zeiten und auch die Anzahl der Mahlzeiten festgelegt. Dazwischen gibt es gar nichts. Damit kann ich leben. Wenn ich an einem Tag "gesündigt" habe, spare ich das am nächsten Tag wieder ein. Ohne ein gewisses Maß an Selbstdisziplin geht es nicht. Aber, mir war wichtig, dass ich nicht "eine Diät" durchgeführt habe. Ich habe meine Ernährung umgestellt, habe getrackt, habe bewusst gegessen und bewusst bestimmte Lebensmittel ausgesondert.
    Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
    Christian Morgenstern
    In einer Stunde ruhigen Sitzens verbrennt man 73 Kilokalorien.
    - Ich habe meinen Sport gefunden.


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    AW: Psychische Aspekte rund um Übergewicht und Abnehmen

    Zitat Zitat von skirbifax Beitrag anzeigen


    Gesundheitliche Gründe sind dann Motivation, wenn sie DIR wichtig sind. Aber der Begriff "Gesundheit" ist nach meinem Dafürhalten zu abstrakt. Es müsst heißen, meine Knie/Hüfte tun weniger weh, wenn ich x kg weniger wiege. Oder, ich kann wieder y machen, wenn ich x kg weniger wiege.
    -------------------

    . Ich habe für mich einen Weg gefunden, wie ich meine Ernährung tatsächlich dauerhaft gestalten kann. ------



    Geht mir auch so. Deshalb habe ich Regeln für mich aufgestellt (es ist egal, ob ich nun eine Stunde früher oder später esse). Aber ich habe für mich Zeiten und auch die Anzahl der Mahlzeiten festgelegt. ---------------------- Ich habe meine Ernährung umgestellt, habe getrackt, habe bewusst gegessen und bewusst bestimmte Lebensmittel ausgesondert.



    das gleiche hier.

    und mir sind durch die beschäftigung mit meinen malläisen bewusst geworden wo ich eben völlig daneben lag.

    ein gutes beispiel dafür: eiweiss macht mich satt. kohlehydrate machen nur mehr hungergefühl.

    und: schlaf, genügend schlaf! eine andere ernährung bzw. nahrungsergänzung beim nachtdienst.
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    AW: Psychische Aspekte rund um Übergewicht und Abnehmen

    Zitat Zitat von brighid Beitrag anzeigen
    ein gutes beispiel dafür: eiweiss macht mich satt. kohlehydrate machen nur mehr hungergefühl.
    Lies mal den Ernährungskompass von Bas Kast. Da gibt es über diesen Effekt ein interessantes Kapitel. Fazit: Wir essen (grob, sofern unser Ess-Hunger-Regelkreis nicht aus dem Ruder gelaufen ist) immer so lange, bis unser Eiweißbedarf, unser Eiweißhunger gestillt ist. Darum eignen sich eiweißreiche Diäten so gut zum Abnehmen (auch wenn sie auf längere Sicht eher ungesund sind). Wenn wir den Eiweißgehalt einer Mahlzeit mit anderen Kalorien (z.B. durch Kohlehydrate) "verdünnen", müssen wir davon mehr zu uns nehmen. Solange, bis der erwünschte Eiweißpegel wieder erreicht ist.
    >>Der Zahn der Zeit steht auf der Seite der Vernunft.<< (Jan Böhmermann)
    >>Since the universe has no center, you can't be it.<< (Neil deGrasse Tyson)
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  10. Moderation

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    AW: Psychische Aspekte rund um Übergewicht und Abnehmen

    Zitat Zitat von Prilblume Beitrag anzeigen
    Es gibt kein natürliches, gesundes Hungergefühl, jedenfalls für mich nicht, nicht in diesem Leben. Das ist ein Märchen..
    Ich denke, viele Leute haben ein natürliches, gesundes Hungergefühl, mit dem sie ihr Gewicht mühelos halten können -- sie wollen nur das Gewicht nicht, das sie damit halten könnnen. Meines war gut 90 Kilo, da konnte ich dann auch entspannt 2700 bis 3000 kcal am Tag futtern und über 20 Jahre das Gewicht halten. Heute ist 2400 bis 2700 die Kalorienmenge, die ich brauche, um essensmäßig unangestrengt sorglos zufrieden zu sein, und nicht zu frieren, ich bewege aber auch deutlich weniger Masse.

    Aber ich will das Gewicht auch nicht, daß ich mühelos halten kann, also mühe ich mich und komme mit 1800 bus 2100 klar. Nur habe ich jetzt den Dreh raus, die Mühe so zu dosieren, daß ich sie dauerhaft aufbringe. (Und bin über ein paar fundamentale Irrtümer, die für ein geregeltes Eßverhalten nicht gut sind, weg.)
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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