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    AW: Bewegungspensum, unbedenklich oder übertrieben?

    Vielleicht könntest Du die Achtsamkeit durch Fotografieren beginnen.
    Als Ziel pro km 5 Frühlingsmotive. Z.B. Je ein Tier, eine Blume, eine Wolke, ein Makro- und eine Teleaufnahme.

    Damit bringst Du Deinen Fokus etwas vom schnell gehen weg und hast hinterher noch Deine Motive an denen Du Dich erfreuen kannst. Momentan, wo dauern das Wetter wechselt, findest Du bestimmt auch Licht-und Schattenspiele, Spiegelungen im Wasser, immer neue Blüten, Farbenpracht, Genuss für die Augen.
    Am Ende meines Lebens will ich nicht sagen: Allen hat mein Leben gefallen, nur mir nicht!

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    AW: Bewegungspensum, unbedenklich oder übertrieben?

    Noch ein kleiner Nachtrag zum Strukturieren:

    Es ist ein Unterschied, ob man sich bestimmte Dinge "einfach so", im Kopf, vornimmt oder ob man sich die einzelnen Punkte wirklich aufschreibt - am besten ganz "oldschool" auf ein Blatt Papier, wo man es später noch sehen und anfassen kann.

    Dadurch, dass man per Hand schreibt, über die Bewegungen, die man macht, und über das Taktile daran wirkt das Ganze nachher eher wie eine Art "Vertrag", wie etwas Verbindliches. Eher, als wenn man sich so etwas z.B. mal eben schnell übers Tippen im Handy speichert oder auf einem Rechner tippt.

    Müsste man aber ausprobieren.

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    AW: Bewegungspensum, unbedenklich oder übertrieben?

    Zitat Zitat von agathe13 Beitrag anzeigen
    Mit dieser Logik wäre jeder Gang zu einem Psychotherapeuten sinnlos. Der könnte ja sagen: "Depressionen, Dauergrübeln? - Einfach damit aufhören" oder "Alkoholismus - einfach mit Bier- und Weintrinken aufhören".

    Nein, ich finde, das könnte der TE nicht schaden, wenn sie das mal überlegen würde.

    TE: könntest du mit dem Verhalten aufhören? Was würde dann passieren? Hast du es schon mal probiert?
    Eben nicht.

    Anhand der tollen Tipps hier sieht man ja, dass es eben nicht immer angebracht ist einen Therapeuten aufzusuchen.
    Praktischer Menschenverstand und Austausch mit anderen Menschen war schon von jeher ein Mittel zur praktischen Lebensbewältigung.
    Wenn man von der Sonne spricht,
    so scheint sie auch.

    aus Norwegen

  4. Moderation

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    AW: Bewegungspensum, unbedenklich oder übertrieben?

    Phoebe, ich finde das erst mal so an sich völlig unproblematisch. Der Mensch ist von der Konstruktion her ein begabter Dauerläufer und -latscher, und schnelles Gehtempo ist für jemanden, der fit ist, keine außergewöhnliche Belastung.

    Allerdings habe ich den Eindruck, daß du vielleicht vor etwas wegläufst. Das ist nicht als solches schlimm, aber ist es etwas, vor dem du weglaufen *kannst*? Gibt es andere Strategien für Was-auch-immer, als davor wegzulaufen?

    Und: Ich weiß nicht, wie viel du Abends ißt, aber kann es sein, daß du deinen Körper für die Leistung, die du ihm abverlangst, nicht angemessen versorgst? Das kann ziemlich ungesund werden.

    Spätestens, wenn dir die Knochen wehtun und du täglich durch den Schmerz "durchläufst", oder wenn du Schmerzmittel nimmst, um nicht mal einen Tag Ruhepause machen zu müssen, sind das klare Zeichen dafür, daß das Laufen, wie du es gerade machst, nicht gut für dich ist.

    Fühlst du dich unsicher, ob das, was du machst, gut ist, weil du überlegst, was andere Leute sagen, oder hast du den Eindruck, daß du ein Verhalten entwickelt hast, daß für dich nicht nachhaltig ist?

    Ist das Laufen für dich therapeutisch, oder nur betäubend?

    Ich kann gerade nicht 30T Schritte am Tag laufen, und das nevt mich sehr, weil ich beim Latschen am besten denken und entspannen kann....
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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    AW: Bewegungspensum, unbedenklich oder übertrieben?

    Vielen Dank für Eure Antworten!

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Allerdings habe ich den Eindruck, daß du vielleicht vor etwas wegläufst. Das ist nicht als solches schlimm, aber ist es etwas, vor dem du weglaufen *kannst*? Gibt es andere Strategien für Was-auch-immer, als davor wegzulaufen?
    Ja, es fühlt sich für mich auch manchmal ein bisschen nach Flucht an. Auf der anderen Seite bin ich beim Laufen so sehr bei mir und irgendwie im Gleichgewicht. Es ist schwer zu beschreiben, aber wenn ich laufe, fühlt sich das absolut stimmig an. Ich versuche andere Strategien zu finden, aber es ist schwieriger, als ich dachte.

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Und: Ich weiß nicht, wie viel du Abends ißt, aber kann es sein, daß du deinen Körper für die Leistung, die du ihm abverlangst, nicht angemessen versorgst? Das kann ziemlich ungesund werden.
    Das kann ich irgendwie schwer einschätzen. Ich würde sagen, ich esse abends normale Portionen und zähle auch keine Kalorien oder so etwas. Vor dem schlafen gehen esse ich auch meistens noch eine Kleinigkeit oder trinke einen Kakao. Ich gehe nie hungrig ins Bett, dann kann ich nicht schlafen.

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Spätestens, wenn dir die Knochen wehtun und du täglich durch den Schmerz "durchläufst", oder wenn du Schmerzmittel nimmst, um nicht mal einen Tag Ruhepause machen zu müssen, sind das klare Zeichen dafür, daß das Laufen, wie du es gerade machst, nicht gut für dich ist.
    Ich habe nie starke Schmerzen. Mit dem Knie habe ich Probleme, deswegen gehe ich auch momentan nur noch 2-3 mal die Woche joggen, das habe vor einigen Monaten fast täglich gemacht. Wenn ich lange gehe, kriege ich Nackenschmerzen, da wollte ich den Orthopäden fragen, woran das liegen könnte. Ich merke aber abends schon, dass eine Pause mal gut tun würde. Morgens gehe ich dann aber doch immer wieder los. Wenn ich mich verletzen würde und gezwungen wäre zu pausieren, wäre das für mich ein ziemliches Problem.

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Fühlst du dich unsicher, ob das, was du machst, gut ist, weil du überlegst, was andere Leute sagen, oder hast du den E
    indruck, daß du ein Verhalten entwickelt hast, daß für dich nicht nachhaltig ist?
    Ich bin unsicher, weil ich selber kein so gutes Gefühl habe, weil mir diese zwanghafte Komponente nicht gefällt. Es tut mir aber gleichzeitig gerade so unglaublich gut.

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Ist das Laufen für dich therapeutisch, oder nur betäubend?
    Vermutlich beides, wobei es sich für mich überhaupt nicht nach Betäubung anfühlt, sondern befreiend. Heue morgen war ich einige Stunden spazieren und habe auf Musik/Hörbuch und verzichtet und einfach die Ruhe und die Frühlingsstimmung genossen. Ich musste mich zwingen, irgendwann umzudrehen. Ich hätte noch stundenlang weiterlaufen können. Ich habe zwar ein paar Fotos gemacht und zwischendruch mal angehalten, aber langsamer laufen hat nicht geklappt.

    Als ich zu Hause war, hatte ich wieder absolut kein Hunger und musste ich dann auch zum essen zwingen. Ich wollte dann eigentlich den restlichen Tag zu Hause bleiben, war dann aber doch noch einmal unterwegs. Ich musste mich für meine Dissertation sehr viel mit Plänen strukturieren. Deswegen will ich eigentlich meinen Tagesablauf nicht noch weiter strukturieren. Ich genieße diese fehlende Struktur und auch die Möglichkeit, stundenlang durch die Gegend zu laufen (ohne schlechtes Gewissen). Aber vielleicht versuche ich es trotzdem mal mit schriftlichen Plänen. Ich will nicht, dass das noch mehr wird und mein Tag nur noch aus Laufen besteht.

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    AW: Bewegungspensum, unbedenklich oder übertrieben?

    Zitat Zitat von Phoebe_1989 Beitrag anzeigen
    Aber vielleicht versuche ich es trotzdem mal mit schriftlichen Plänen. Ich will nicht, dass das noch mehr wird und mein Tag nur noch aus Laufen besteht.

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    AW: Bewegungspensum, unbedenklich oder übertrieben?

    Nackenschmerzen gegen Ende einer langen "Geheinheit" kommen von Verkrampfungen im Rücken und Schultergürtel. Ein Zeichen von Müdigkeit, dass es eben doch zu viel ist.
    Dagegen hilft:
    - generell Gehstrecken kürzen
    - bei akutem Auftreten: hinsetzen oder auf den Rücken legen, mindestens 30 Minuten Pause, Entspannungsübungen, Rückengymnastikübungen (Rücken bewusst rund machen, wieder strecken, Becken kippen, lockern, Becken kreisen, Kopf kreisen ...)
    - Rückenhaltemuskulatur stärken durch Krafttraining, Rückenschul-Übungen, Halteübungen ... (planks etc.)


    Nachtrag:
    Auch abschwächen lässt sich der Effekt während der Geheinheit, wenn man nicht nur Flachstrecken geht, sondern nennenswerte Höhendifferenzen zurücklegt, also auf und ab - nicht nur ein paar Meter, sondern möglichst viel, möglichst immer abwechselnd und auch steil.
    Geändert von Horus (20.04.2021 um 07:40 Uhr)

    Achtung, Lesen gefährdet die Dummheit!
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    Mut ist nicht das Gegenteil von Angst. Sondern die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als die eigene Angst.

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    AW: Bewegungspensum, unbedenklich oder übertrieben?

    Auf mich wirkt das sehr kompliziert.

    Ich kenne ja auch so das durch die Gegend rasen wie angestochen, nur eben mit Fahrrad.
    Und hab dann bei mir festgestellt: in neuen Gegenden fahre ich ganz anders, nehme die Gegend wahr.

    Bei meiner alten Route rase ich die einfach ab.

    Letzten Endes hilft wohl doch nur ein Disziplinieren des Tagesablaufes, wenn es auch schwer fällt.
    Also entweder morgens sauber machen, Wäsche, kochen und was weiß ich.
    Und dann mal umkehren.

    Ich nehme mir sogar meine Gänge so vor als ob es schöne Termine wäre.
    Früher verweilte ich in der Bibliothek, heute suche ich nur aus und gehe wieder.

    Von allein regelt sich nix.
    Sogar Fernsehen plane ich manchmal, vormittags BBC oder so.

    Ich wüsste auch nicht wie das anders gehen sollte.

    Aber, immerhin, bei mir klappts.
    Wenn man von der Sonne spricht,
    so scheint sie auch.

    aus Norwegen

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    AW: Bewegungspensum, unbedenklich oder übertrieben?

    @Horus

    Danke für deine Tipps. Bergwanderungen kann ich bei mir in der Gegend leider nicht machen. Bergauf gehen ist für mich aber vom Körpergefühl auch viel angenehmer. Ich habe mich zu Hause dann ein bisschen gestreckt und dann wurde es auch besser. Ich werde mir mal ein paar Rückenübungen raussuchen, die ich zu Hause machen kann. Das entlastet dann vielleicht ein bisschen.


    Zitat Zitat von Daliah- Beitrag anzeigen
    Auf mich wirkt das sehr kompliziert.
    Kompliziert, weil du denkst, dass sich das Problem mit einer festen Tagesstruktur und Selbstdisziplin einfach lösen lässt?

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    AW: Bewegungspensum, unbedenklich oder übertrieben?

    Vielleicht helfen dir ganz grundsätzlich Übungen, die das Körpergefühl schulen. Dehnen/stabilisieren, Yoga oder Pilates, Gleichgewichtsübungen, moderates Krafttraining, Ballett, Tanzen, Kampfsport (ich gebe zu, nicht alles so gut machbar momentan).

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