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  1. Inaktiver User

    Hausarzt verweigert Kassenleistung

    Hallo, liebes Forum.

    Habt Ihr schon mal erlebt, dass der Arzt Euch eine medizinisch notwendige Leistung verweigert?

    Ich selbst habe seit einigen Monaten eine akute Schilddrüsenüberfunktion und nehme Medikamente die den Hormonspiegel senken . Bisher war ich in der Nachbarstadt beim Facharzt in Behandlung; meine Blutwerte wurden alle zwei bis drei Wochen kontrolliert, um die Dosis anzupassen. Seit drei Wochen liegen meine Werte im Normalbereich, trotzdem sollten die Werte zeitnah überprüft werden, um rechtzeitig einer Entgleisung entgegenzuwirken.

    Vor drei Wochen habe ich die anstehende Blutuntersuchung bei der Hausärztin vor Ort durchführen lassen. (Wegen der Pandemiesituation würde ich gern dabei bleiben.) Die Hausärztin sagt, ich solle in drei Monaten zur nächsten Kontrolle erscheinen. Ich denke aber, dass ich bis dahin mit der aktuellen Dosis im Bereich der Unterfunktion angelangt sein werde; eine Verringerung der Dosis auf gut Glück, also ohne Laborbefund, kann zur Überfunktion führen. Die Hausärztin will davon nichts wissen, sie beharrt darauf, dass Schilddrüsenwerte sich so schnell nicht ändern.

    Eben habe ich mit dem Teledoktor meiner Krankenkasse telefoniert. Er meinte auch, dass drei Monate ein zu großer Abstand sind. Es gibt jedoch keine Leitlinien; der Arzt bestimmt selbst, wann die nächste Untersuchung medizinisch notwendig ist. Er meinte aber, ich könne dem Arzt anbieten, die Untersuchung selbst zu bezahlen.

    Was geht hier vor? Stehen Hausarztpraxen durch Budget-Deckelung dermaßen unter wirtschaftlichem Druck, dass sie finanziell nicht mehr im Stande sind, an einem Patienten mehrere Untersuchungen pro Quartal zu durchzuführen? Vielleicht kann jemand aus dem Praxisalltag berichten, das würde mich sehr interessieren.
    Geändert von Inaktiver User (19.01.2021 um 16:44 Uhr)

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    AW: Hausarzt verweigert Kassenleistung

    Fachärzte haben ein anderes Budget als Hausärzte, die ein ganz anderes Patientenaufkommen haben.
    Liebe ist nicht weil ... sondern trotz und obwohl.
    (Gabriele Krone-Schmalz)

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    AW: Hausarzt verweigert Kassenleistung

    Zitat Zitat von Sariana Beitrag anzeigen
    Fachärzte haben ein anderes Budget als Hausärzte, die ein ganz anderes Patientenaufkommen haben.
    genau so ist es. Ich muss oft meine Blutuntersuchungen der Schilddrüse selbst zahlen.
    Den TSH bekomme ich immer so wie ich es möchte, wenn ich zusätzlich T3 und T4 haben will, zahle ich meist.
    Beim Endo zahle ich da natürlich nichts.

    Frauenarzt verschreibt mir Östrogenzäpfchen, da stellt mein Hausarzt eben nur ein Privatrezept aus.

    Kann ich nachvollziehen und mache das halt entsprechend - ist ja auch für mich ein Zeitfaktor
    Für den 1. Gedanken kann ich nichts,
    ab dem 2. Gedanken bin ich dafür verantwortlich.

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    AW: Hausarzt verweigert Kassenleistung

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Vielleicht kann jemand aus dem Praxisalltag berichten, das würde mich sehr interessieren.
    Was hilft es dir zu erfahren, wie es bei anderen Foristen ist?

  5. Inaktiver User

    AW: Hausarzt verweigert Kassenleistung

    Zitat Zitat von Eva2 Beitrag anzeigen
    genau so ist es. Ich muss oft meine Blutuntersuchungen der Schilddrüse selbst zahlen.
    Den TSH bekomme ich immer so wie ich es möchte, wenn ich zusätzlich T3 und T4 haben will, zahle ich meist.
    Beim Endo zahle ich da natürlich nichts.
    Auch in akuten Krankheitsphasen?

    Ich selbst habe Basedow. Wenn alles in Ordnung ist, gehe ich alle sechs Monate zur Routineuntersuchung. Wenn ich die Werte zwischendurch haben möchte, müsste ich die Untersuchung selbst bezahlen. Das ist akzeptabel und vernünftig. Aber ein akuter Schub ist eine ganz andere Situation.

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    AW: Hausarzt verweigert Kassenleistung

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Auch in akuten Krankheitsphasen?

    Ich selbst habe Basedow. Wenn alles in Ordnung ist, gehe ich alle sechs Monate zur Routineuntersuchung. Wenn ich die Werte zwischendurch haben möchte, müsste ich die Untersuchung selbst bezahlen. Das ist akzeptabel und vernünftig. Aber ein akuter Schub ist eine ganz andere Situation.
    Dann musst du zum Endokrinologen, der ist dafür der Facharzt und kann die zusätzliche Blutuntersuchung gegenüber der Krankenkasse begründen und bekommt sie bezahlt.
    Liebe ist nicht weil ... sondern trotz und obwohl.
    (Gabriele Krone-Schmalz)

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    AW: Hausarzt verweigert Kassenleistung

    @Arianne, bei akutem Schub bzw. Verdacht auf Schub, zahle ich auch nichts -

    mir hat sogar die medizinische Angestellte mal gesagt, am Anfang vom Quartal sind die Chancen auf kostenfrei größer.
    Danach richte ich mich aber nicht wirklich.
    Die VitaminD Tabletten, die rezeptpflichtig sind (20.000E) muss ich trotz Rezept vom Endo selbst zahlen.
    Kosten ca. 10 Euro und reicht für ein Jahr, vertretbar
    Für den 1. Gedanken kann ich nichts,
    ab dem 2. Gedanken bin ich dafür verantwortlich.

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    AW: Hausarzt verweigert Kassenleistung

    Die Macht, auch wenn das wenige glauben, liegt beim Patienten.

    Wenn es dir bei diesem Arzt nicht passt, kannst du dir einen anderen suchen. Die Budgetierung ist zwar im einzelnen gleich, jedoch bei jedem Arzt/Praxen unterschiedlich angelegt. Es kommt eben darauf an, welche Patienten er hat.
    Der Humor ist die Maske der Weisheit. Maskenlos ist die Weisheit unerbittlich. - Dürrenmatt -

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    AW: Hausarzt verweigert Kassenleistung

    Eva, das ist die Rezeptgebühr, 50 Stück kosten regulär um die 37 €.
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    (Gabriele Krone-Schmalz)

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    AW: Hausarzt verweigert Kassenleistung

    Zitat Zitat von Wildeblume Beitrag anzeigen
    Was hilft es dir zu erfahren, wie es bei anderen Foristen ist?
    Wenn die TE erfährt, dass alle diese Untersuchungen bezaht bekommen, wird der "Fehler" bei ihrem Hausarzt liegen. So funktioniert ein Forum eben. Erfahrungs- und Meinungsaustausch
    "...es gibt höchstens hoffnungslose Menschen, aber nie hoffnungslose Situationen..."
    Sprichwort auf Oxtorne


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