Ja. Es muß nicht jeder alles wissen. Und die meisten Leute haben ein ganz gutes Gefühl dafür, was sie etwas angeht und was nicht, und wenn sie mal falsch liegen, sind sie gut darin, eine ausweichende oder ablenkende Antwort als "darüber reden wir jetzt nicht" zu interpretieren, deswegen ist die Situation, wo man tatsächlich mit überzeugter Miene etwas sagen muß, was zumindest irreführend ist, gar nicht so häufig.
Aber das führt ein bißchen vom Thema weg.
Die Freundinnen von Katzenechse wissen ja bereits, was Sache ist.
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06.12.2020, 21:20
AW: Eigene Erkrankung und ungebetene Rat"schläge" aus dem eigenen Umfeld
** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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06.12.2020, 21:32
AW: Eigene Erkrankung und ungebetene Rat"schläge" aus dem eigenen Umfeld
Was musst Du ihr sagen?
Doch eigentlich nur, dass es Dir leid, es aber heute nicht klappt und ihr das nachholt, vielleicht am...
Gibt es nicht viele erfreulichere und viele spannendere Themen als den aktuellen Gesundheitszustand?
Mich nerven diese Frauen immer, die sich ständig darüber auslassen, so dass man gar nicht mehr fragen mag "Wie geht es Dir?"
Und ja, Du lädst ein.
Du kennst dieses Verhalten von ihr, schreibst ihr aber dennoch etwas über Deine Krankheit?
Warum?
Du kennst es auch von einer anderen Freundin und anderen Menschen.
Du löst das aus. Mach diese Tür doch nicht immer wieder auf.
Simple Lösung: behalte Deine Krankheitsgeschichte für Dich.
Dennoch Nachfrage? Ein kurzes "Danke, das wird schon.", "Danke, ich gehe das auf meine Weise an, komme aber bei Interesse auf Dich zu." und sofortiger Themenwechsel.
Sollte das tatsächlich jemand hartnäckig nicht kapieren (wollen), eine klarere Aussage: "Darüber möchte ich nicht sprechen." und Themenwechsel.
Dein Umfeld würde sich daran gewöhnen.
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06.12.2020, 21:32
AW: Eigene Erkrankung und ungebetene Rat"schläge" aus dem eigenen Umfeld
Yoga! Musst Du unbedingt probieren! Hat bei Frau Meierhubers Nachbarin auch geholfen! Wie? Hilft alles nichts? Dann willst Du nur nicht genug gesund werden.
/Ironie off
Bei manchen Freunden beschränkt sich die Kommunikation über meine Gesundheit tatsächlich auf ein "Wie geht's?" "Wie immer". Würde ich das Thema ausweiten, wäre meine Gesundheit bzw meine Krankheit das einzige Thema. Dahinter steht sicher kein böser Wille und ganz oft gut gemeinte Anteilnahme, aber an den Tagen, an denen es mir gut genug geht mich mit anderen zu treffen, will ich auch gerne über andere Dinge reden. Die Krankheit nimmt einen großen Raum in meinem Leben ein, aber ich bin nicht nur diese Krankheit.
Freunde verstehen das. Alle anderen werden je nach Grad der Bekanntschaft informiert oder mit gesellschaftlich akzeptieren Ausreden nahe der Wahrheit bedient.
Und ja: die Spreu trennt sich vom Weizen. Leider
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06.12.2020, 22:14
AW: Eigene Erkrankung und ungebetene Rat"schläge" aus dem eigenen Umfeld
Ein spätes Hallo nochmal!
Was Krankheit als Gesprächsthema angeht: Äh, nein, um Himmels Willen, ich rede nicht besonders häufig und auch nicht gerne über Krankheiten. Weder über meine eigenen, noch über die anderer Leute. Ich habe viele schönere Themen mit meinen Freunden, und daran hat sich auch in der letzten Zeit nichts geändert. Ich erzähle von meiner Gesundheit eingentlich nur dann, wenn es einen konkreten Grund dafür gibt wie z. B. die Absage einer Verabredung. Und selbst dann halte ich die Info knapp. Gerade deshalb nervt es mich ja so, wenn das Gegenüber dann ein ewig langes Thema daraus macht und mir sofort sämtliche angelesene Halbwahrheiten angedeihen lassen will.
Einfach ohne Begründung abzusagen, das mache ich bei Bekannten, aber nicht bei Freunden. Die würden dann wahrscheinlich nachfragen, warum (was ich innerhalb einer Freundschaft auch ok fände), und dann stellte sich wieder die Frage, Wahrheit sagen oder nicht.
Ich finde den Vorschlag von Horus gut, bei Freunden kurz und knapp den wahren Grund zu nennen und dann - wenn nötig - zu sagen, dass man damit genug zu tun hat und keine weiteren Diskussionen darüber führen will. Und dass man sich lieber über andere Themen austauschen möchte. Danke, so werde ich es mal ausprobieren!
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06.12.2020, 22:30
AW: Eigene Erkrankung und ungebetene Rat"schläge" aus dem eigenen Umfeld
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07.12.2020, 11:14
AW: Eigene Erkrankung und ungebetene Rat"schläge" aus dem eigenen Umfeld
Ich finde es bei Freunden, oder bei Bekannten, denen man oft absagen muß, schon hilfreich, wenn eine einzelne Gesamtbegründung dahintersteht.
Ich kenn das auch von der anderen Seite. Man erkennt ja nach so etwa drei Absagen ein Muster, und dann denkt man sich, "Hm?" und versucht, es für den anderen einfacher zu machen (da eine Absage ja auch jedesmal etwa Orga-Aufwand ist), oder fragt sich, "hat der denn überhaupt noch Interesse, soll ich den nicht mehr fragen?". "Der übliche Grund" erklärt, was erklärt werden muß.
Nur: Da müssen Leute dann auch mit umgehen können.
Normalerweise bevorzuge ich (da kommt wieder mein "das Leben ist für alle leichter, wenn man weiß, was man voneinander erwarten kann" ins Spiel), genug über das Leben des anderen zu wissen, daß ich einschätzen kann, was er tun wird und was er will, und eben auch, was ihn behindert und wie ich ihm da entgegenkommen kann -- bzw aus der anderen Richtung, daß Leute, mit denen ich viel zu tun habe, das über mich wissen.
Denn: Leute, die mit einem durchlaufenden Grund nicht umgehen könnnen, die können auch mit einer Reihe von Einzelfällen nicht umgehen! Dann fühlen sie sich entweder gekränkt (kann ich sogar verstehen) oder spekulieren sich einen Grund zusammen (kann ich auch noch verstehen) und klopfen (mit mehr Rechtfertigung als wenn man klare Verhältnisse geschaffen hätte) auf den Busch, um ihre Hypothese zu testen, oder wissen alles besser (wenn sie immer alles besser wissen), weil sie ja eine Theorie haben.
Also nehme ich das beste an, bis das Gegenteil bewiesen ist, lehne ich mich erst mal aus dem Fenster mit Infos, und erwarte, daß Leute damit umgehen können. Erst wenn sich zeigt, sie reagieren komisch und lästig, spreche ich das "komisch und lästig" an. Warum soll ich denen, die gut damit umgehen können, Info, die es ihnen und mir leichter macht, vorenthalten, nur weil der eine oder andere es nicht hinkriegt.
Wobei: Bei Leuten, mit denen man eher sporadisch zu tun hat, ist ein "nee, gerade nicht" auch schon mal ausreichend.** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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07.12.2020, 11:22
AW: Eigene Erkrankung und ungebetene Rat"schläge" aus dem eigenen Umfeld
Nein - ich bin nicht der Meinung, dass die zwei "Freundinnen" sich Sorgen machen. Das sind Fundamentalistinnen, die sich selber ungeheuer wichtig nehmen. Im Grunde wollen sie dir TE auf einer bestimmten Ebene beibringen, dass die Erde doch eine Scheibe ist und bemühen sich sehr dich von deinen falschen Gedanken- Gefühlen- Verhaltenweisen ( Essen falsch- keine Bestellung beim Universum - schulmedizinische Behandlung) abzubringen. Und massiv übergriffig waren sie auch schon seit langem. Da hat sich natürlich etwas eingespielt ......
Du darfst durchaus kurzfristig einen Termin absagen mit der Begründung: Ich habe leider einen Termin beim Steuerberater-Heizungsmonteur-Dachdecker. Lässt sich nicht verschieben, wie wärs mit einem Treffen am / oder einem Telefonieren am .....?
Und auf Nachfrage: Was den nun ? Antworten: Ich habe einen wichtigen unaufschiebbaren Termin. Und was das ist erzähle ich nur meinem Beichtvater - niemand anderem.
Un d auf weiteres Insistieren: Aber ich bin doch deine Freundin Antworten : Wenn du meine Freundin wärst wurdest du hier nicht herumquaken - also wie sieht es mit dem Treffen am ..... aus ?
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07.12.2020, 11:30Inaktiver User
AW: Eigene Erkrankung und ungebetene Rat"schläge" aus dem eigenen Umfeld
Du gibst nur wenig Info zu deiner Freundin und wunderst dich, das sie ewig spekuliert /halbwahrheiten?
Eine echte Freundin würde mir von ihrer Krankheit erzählen. Denn wenn ich alle Info habe, brauch ich nicht mehr spekulieren.
Ich bin wirklich verwirrt. Echte Freunde..... Da erzählt man sich alles.... Da werden Grenzen respektiert.....
Bist du sicher das sie ihr beide Freunde seid?
Oder nur gute Bekannte?
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07.12.2020, 11:35Inaktiver User
AW: Eigene Erkrankung und ungebetene Rat"schläge" aus dem eigenen Umfeld
Das kann man aber erst machen, wenn man einigermassen gesicherte Diagnose hat, was gerade bei selteneren Autoimmunerkrankungen lange dauern kann und manchmal nur im Trial-and-Error-Verfahren zu ermitteln ist (nämlich: "wenn Behandlung X nach einigen Wochen Wirkung zeigt, stehen die Chancen über 50%, dass die Krankheit Y oder Z ist")
So lange man das aber nicht weiss und der sehr anstrengende, psychisch belastende Prozess noch läuft, kann man in der Regel nicht viel Fundiertes sagen. Erstens, weil man eben noch nicht Viel weiss und zweitens, weil es in diesem Moment auch zu belastend ist.
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07.12.2020, 12:08Inaktiver User
AW: Eigene Erkrankung und ungebetene Rat"schläge" aus dem eigenen Umfeld
Verstehe ich....
Bin selbst betroffen und kenne das.
Deswegen auch das offene ansprechen bei freunden:
Die wissen nicht was ich genau habe und sie werden weiter suchen bzw durch Ausschluß ermitteln.
Das ganze kostet mich Kraft und auch wenn ich deine Sorgen verstehe sind Ratschläge kontraproduktiv für mich. Sie belasten mich mehr...
Bei Bekannten
Überhaupt keine Krankheit erwähnen




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