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    Leben ohne Schilddrüse

    Hallo liebes Forum,

    wenn jemand von Euch ohne Schilddrüse lebt, würde ich gerne von ihm wissen, wie es ihm dabei geht; mir selbst steht eine operative Komplettentfernung bevor. Seit mehr als 15 Jahren leide ich an Basedow; die Schilddrüse hat eine Größe erreicht, bei der die Radiojodtherapie nicht mehr infrage kommt. Ich fürchte nicht nur die Schmerzen und die Risiken der Operation, sondern vor allem die möglichen Komplikationen der Substitutionstherapie. Im gesunden Körper wird die Ausschüttung der Schilddrüsenhormone durch den Körper reguliert, diese Steuerung entfällt bei einer komplett medikamentösen Hormonzufuhr. Der Arzt sagt, dass der Hormonersatz in der Regel keine Probleme bereitet. In den Medien wird oft vor unnötigen Schilddrüsenentfernungen gewarnt, -demnach leiden manche Menschen körperlich und seelisch nach solchen Eingriffen. Kann jemand aus eigener Erfahrung berichten?

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    AW: Leben ohne Schilddrüse

    Hallo Ariannne,

    ich kann leider keine ganz eigene Erfahrung beisteuern.

    Allerdings bin ich auch akut an der Schilddrüse erkrankt und weiß damit, wie langwierig und anstrengend das ist.

    Eine meiner Arbeitskolleginnen musste sich vor 1 1/2 Jahren die Schilddrüse vollständig entfernen lassen.
    Sie kommt damit ziemlich gut zurecht, ihr geht es seither wieder deutlich besser als vor dem Eingriff.

    Die dauerhafte Substitution empfindet sie als nicht besonders aufwendig oder schlimm.


    Ich bin aktuell in der Situation, dass ich eine rasante Überfunktion kompensieren muss bis zur Radio-Jod-Therapie im Oktober.
    Insgesamt macht es mir keine Schwierigkeiten, dass die Hormonausschüttung des Organ künstlich geblockt wird.
    Anschließend werde ich dann vermutlich auch mittel- bis langfristig eingestellt werden müssen.


    Wie kommt es, dass Du so viel über die Kompensation der Hormone durch Tabletten nachdenkst. Ist es nicht so, dass Du aufgrund der Erkrankung des Organs ohnehin Tabletten nehmen musst?

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    AW: Leben ohne Schilddrüse

    Moin,

    aufgrund kalter Knoten ist meine Schilddrüse seit 6 Jahren komplett draußen, dabei wurde dann noch ein Tumor gefunden , es folgten RJD und RJT sicherheitshalber, obwohl alles eingekapselt war.

    Ich hatte und habe keine Probleme, nehme täglich morgens eine Tablette um den TSH-Wert bei um die 0,2 zu halten; vergesse ich die Tabletten mal, weil ich einfach etwas schludrig veranlagt bin, schießt der Wert gerne mal noch - aber selbst als er zur RJD bewusst auf über 40 gepusht wurde, merkte ich davon genau gar nichts.

    Ich bin, was das angeht, offenbar mit großer Nicht-Sensibilität beglückt, was dann auch der Grund war, warum ich mich aus Schilddrüsenforen flott wieder verabschiedete.

    OP-Schmerzen oder Probleme hatte ich keine, die Zimmernachbarin bekam allerdings schlecht Luft hinterher, da wurde wohl etwas an den Nebennieren (?) verletzt. Der Bereich um die kaum sichtbare Narbe (wer es nicht weiß, sieht es nicht) ist etwas taub, das fühlt sich seltsam an.

    Hashimoto habe ich wohl auch noch, den ignoriere ich aber auch gepflegt. Ich verwende kein jodiertes Salz und esse nicht allzuviel Meeresgetier, sonst schränke ich mich nirgends ein.

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    AW: Leben ohne Schilddrüse

    Zitat Zitat von Ariannne Beitrag anzeigen
    Hallo liebes Forum,

    Im gesunden Körper wird die Ausschüttung der Schilddrüsenhormone durch den Körper reguliert, diese Steuerung entfällt bei einer komplett medikamentösen Hormonzufuhr. Der Arzt sagt, dass der Hormonersatz in der Regel keine Probleme bereitet. In den Medien wird oft vor unnötigen Schilddrüsenentfernungen gewarnt, -demnach leiden manche Menschen körperlich und seelisch nach solchen Eingriffen. Kann jemand aus eigener Erfahrung berichten?
    Ja, im gesunden Körper wird es normal geregelt. Aber du hast keinen gesunden Körper. Du hast Basedow. Und damit würde es dir ohne moderne Medizin auf Dauer ziemlich schlecht gehen. Egal ob ohne oder mit Schilddrüse, ohne Medikamente wird es nicht gehen.
    Also das verstehe ich schon mal nicht.
    Ich hatte RJT, habe Null- Schilddrüse mehr. Das ist jetzt 2 Jahre her. Langsam regelt es sich ein. Mir geht es gut. Körperlich und seelisch.
    Natürlich ist der Stoffwechsel auf einmal vollkommen geändert. Wird runtergefahren, lief ja vorher auf Hochtouren.
    Es gibt aber wohl kaum eine Alternative.
    Geändert von overknee (28.06.2020 um 12:58 Uhr) Grund: Ergänzung

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    AW: Leben ohne Schilddrüse

    Zitat Zitat von Poison. Beitrag anzeigen

    OP-Schmerzen oder Probleme hatte ich keine, die Zimmernachbarin bekam allerdings schlecht Luft hinterher, da wurde wohl etwas an den Nebennieren (?) verletzt. Der Bereich um die kaum sichtbare Narbe (wer es nicht weiß, sieht es nicht) ist etwas taub, das fühlt sich seltsam an.
    bist du dir da sicher mit den nebennieren ?

    die schilddruese befindet sich vorne im hals, die nebennieren direkt ueber den nieren
    das auge der moderatoren ist ueberall...

    ueber rechtschreibfehler in meinen beitraege bitte ich hinwegzusehen, ich sehe sie aktuell auch nicht richtig...

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    AW: Leben ohne Schilddrüse

    Das ? könnte schon einen Hinweis gegeben haben, dass ich wohl nicht sicher bin. Irgendwas mit "Neben" in der Nähe der Schilddrüse.

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    AW: Leben ohne Schilddrüse

    Es gibt auch die Nebenschilddrüse, Parathyreoid, welche den Kalziumstoffwechsel steuert. Die kann bei einer Schilddrüsenoperation versehentlich verletzt werden.

  8. Moderation

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    AW: Leben ohne Schilddrüse

    Es werden wohl die Nebenschilddrüsen gewesen sein.
    Die sollten immer stehen bleiben, sind wichtig für Calcium.
    Moderatorin in
    *Gesundheit* und *Frauengesundheit*
    *Fasten* und *Welchen Nutzen haben Diäten?*
    *Haushalt - Tipps und Tricks*

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    AW: Leben ohne Schilddrüse

    Als ich vor Jahren die Diagnose Basedow bekam, hatte ich eine drastische Überfunktion. Basedow ist eine Autoimmunerkrankung; der Körper bekämpft sein eigenes Gewebe. Die Antikörper passen auf die TSH-Rezeptoren und geben der Schilddrüse das Signal zur Produktion. Damals wurde mir eine Radiojodtherapie empfohlen. Zunächst bekam ich Thyreostatika; die Laborwerte kamen nach wenigen Monaten in den Normalbereich; allmählich wurde die Dosis reduziert, nach einem Jahr habe ich das Medikament abgesetzt. Nachher hatte ich jahrelang -ohne Medikamente- gesunde Laborwerte, keine Antikörper, trotzdem ist die Schilddrüse weitergewachsen.

    Vor zwei Jahren, in einer stressreichen Zeit nach einem turbulenten Umzug, trat der Basedow erneut auf; ich habe keine Medikamente genommen, die Überfunktion ging von allein zurück; - ein halbes Jahr später war das Problem da. Zur Zeit liegen die Hormonwerte im oberen Grenzbereich, ich nehme keine Medikamete, aber mein Hals ist dick. Kein Arzt kann mir sagen, warum die Schilddrüse wächst, während die Laborwerte in Ordnung sind.

    In Schilddrüsenforen gibt es viele Schauergeschichten über das Leben ohne Schilddrüse. Alle diejenigen, die ohne Probleme nach dem Eingriff leben, haben keinen Anlass dort zu schreiben, also findet man in Fachforen wenig Gutes dazu.
    @ Poison: Ein positiver Bericht von Dir wäre gerade in solchen Foren sehr viel wert.

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    AW: Leben ohne Schilddrüse

    Zitat Zitat von Poison. Beitrag anzeigen
    Moin,

    Hashimoto habe ich wohl auch noch, den ignoriere ich aber auch gepflegt. Ich verwende kein jodiertes Salz und esse nicht allzuviel Meeresgetier, sonst schränke ich mich nirgends ein.
    Was würde Jodsalz anrichten, wenn keine Schilddrüse mehr vorhanden ist? Wie macht sich Hashimoto ohne Schilddrüse bemerkbar?

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