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    AW: Leben ohne Schilddrüse

    Ich lebe seit 5 Jahren ohne Schilddrüse. Die OP war nicht schlimm, 2 Tage Krankenhaus, alles ohne Komplikationen. Ich habe vor der OP Schilddrüsenhormone genommen und muss sie jetzt natürlich weiter nehmen. Einmal im Jahr wird der Wert überprüft. Ich merkte und merke nichts von irgendwelchen Nachwirkungen - ob meine Gewichtszunahme (5 kg) in den letzten Jahren eine Nachwirkung ist oder einfach meinem Alter (bzw. meinem Appetit) geschuldet ist, kann ich nicht sagen. Die einzige Nachwirkung ist, wenn man so will, dass ich es merke, wenn ich die Einnahme des Hormons mal vergessen habe. Dann werde ich spätestens um 10 Uhr morgens irgendwie zittrig.

    Das Einzige, was mich in den ersten Jahren danach gestört hat, ist die Narbe, die entgegen der etwas flapsigen Prognose des Operateurs bisher nicht in Halsfalten verschwindet. Aber mittlerweile gehört die Narbe zu mir wie z. B. meine Haarfarbe.

    Wenn ich auf Reisen bin, habe ich immer eine Tablettenration im Koffer und eine gleiche Menge in der Handtasche. Beides wird mir wohl nicht abhanden kommen.

    Also: nur Mut, Vertrauen zu den Ärzten und bloß nicht in den Foren stöbern, in denen vor allem Horrorgeschichten erzählt werden.
    Die guten Jahre im Leben zählen zehnfach

    (mit freundlicher Erlaubnis von ras-le-bol)

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    smile AW: Leben ohne Schilddrüse

    Hallo Arianne,

    meine Operationen (zuerst Teilentfernung, dann haben sie Krebs gefunden und der Rest, plus Lymphknoten im Hals kam auch noch weg) sind schon sehr lange her, aber ich erinnere mich, dass ich mich nach der richtigen Einstellung endlich wieder 'als ich' empfunden habe. Die Stimmungsschwankungen vorher waren schlimm.
    Ich wurde 'in dem Schilddrüsenkrankenhaus meiner Stadt' operiert.

    Da bei mir die Kapsel schon geöffnet war, bekam ich eine Hochdosis Radiojiod und war 7 Tage eingesperrt, mit Mauer vor dem größten Teil des Fensters und Isolation. Eine sehr spezielle Erfahrung, die ich kein zweites mal mehr brauche! In den Jahren danach musste ich noch zweimal stationär zum Ganzkörperszintigram. Vor der ersten Radijodtherapie bekam ich ca. 6 Wochen keinerlei Schilddrüsenmedikament und auch das war eine Erfahrung, die ich nicht nochmal machen möchte! Haarausfall, Gewichtszunahme und absolute Schwäche (ich kam nicht mal mehr aus dem Keller hoch) waren nur ein Teil davon.

    Ich bin ein recht zuverlässiger Tabletteneinnehmer und sollte ich die Tablette je doch mal vergessen, dann würde ich das nicht sofort spüren, deshalb auch die 6 Wochen ohne, denn für die Radiojodtherapie muss das draußen sein. Der Körper speichert das Schilddrüsenhormon. Anders sieht es da beim Calcium und Vitamin D aus. Meine Tabletten sind immer im Handgepäck und diesbezügliche Ängste kenne ich nicht.

    Ich möchte mich Kürbiskern anschließen. Hör auf in entsprechenden Foren Schauergeschichten zu lesen und vertrau deinen Ärzten.
    Unsere Aufmerksamkeit für die kleinen Dinge des Lebens
    ist eine unerschöpfliche Quelle des Glücks.

    Claude Monet

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    AW: Leben ohne Schilddrüse

    2009 wurde meine Schilddrüse komplett und ein Teil der Nebenschilddrüse entfernt.

    Meine Ängste waren eher eine Verletzung oder Schädigung der Stimmbänder. Der Operateur hat mich vor dem Eingriff zu einer Untersuchung zum HNO geschickt.

    Die OP ist gut verlaufen, es ging mir zu keinem Zeitpunkt wirklich schlecht. In den ersten Wochen spürte ich nur eine größere Nervosität, warum, weiß ich nicht. Die Narbe ist super gelegt und super geheilt, man sieht sie nur, wenn man genau hinschaut.

    Der Hausarzt hat mich sofort richtig eingestellt, was die Hormone angeht. Anfangs war ich oft zur Blutentnahme in der Praxis, mittlerweile gehe ich (weil ich es zur Sicherheit möchte) etwa alle 4-5 Monate. Einmal jährlich ist Pflicht.

    Die Dosierung der Hormone wurde in den ersten Jahren 2 x umgestellt; seither ist es bei mir konstant.

    Kalzium werde ich wohl lebenslang einnehmen müssen, aber das macht mir nichts.

    Ich halte immer einen Vorrat von Tabletten für ein Vierteljahr vor. Habe ich immer schon gemacht, weil ich Angst habe, wenn mal nichts verfügbar ist.

    Zu Anfang der Coronazeit hatte mein Apotheker tatsächlich die Medikamente in der Dosis 200 Mikrogramm nicht vorrätig. Nun, dann nehme ich eben für ein Quartal 1 x 125 und 1 x 75 Mikrogramm, geht doch.

    Ich würde den Eingriff jederzeit wieder machen lassen, wenn es erforderlich ist.

    Spezielle Inet-Foren meide ich.

    P.S. : Mein Arzt meint, die Schilddrüsenhormone sollten auf jeden Fall mindestens 30 Minuten vor der ersten Mahlzeit des Tages eingenommen werden.

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    AW: Leben ohne Schilddrüse

    Lieber Kürbeskern, liebes Monkele und liebe Laylani,

    für Eure Antworten möchte ich mich noch bedanken. Eure Beiträge sind wertvoll und bedeutend für mich, weil ich außerhalb von diesem Thread keinen einzigen positven Bericht im Internet gefunden habe.

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    smile AW: Leben ohne Schilddrüse

    Sehr gern! Alles Gute!
    Unsere Aufmerksamkeit für die kleinen Dinge des Lebens
    ist eine unerschöpfliche Quelle des Glücks.

    Claude Monet

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