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  1. Registriert seit
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    Schultergelenk-Arthroskopie

    Hi, in 10 Tagen werde ich endlich operiert. Endlich? Habe ich nicht immer eine OP vehement abgelehnt?
    Ja, natürlich, aber diese Schmerzen bringen mich noch um den Verstand. Ich verliere so langsam jegliche Lebensfreude.
    Nun möchte ich natürlich so viel wie möglich über das, was auf mich zukommt, in Erfahrung bringen. Leider finde ich da im Netz kaum etwas.
    Darum meine Frage an Euch:
    Wer hat diese OP schon hinter sich?
    Bei mir wird der entzündete Schleimbeutel entfernt, Knorpel geglättet, Gelenk-lippe genäht,
    abgerissen Sehnen wieder am Knochen befestigt, Raum unter dem Schulterdach erweitert und Kalk aus der Rotatorenmanschette entfernt.
    Orthese für mindestens 6 Wochen. Das heißt für mich, dass ich in dieser Zeit nur meinen linken Arm benutzen kann und somit ziemlich gehandicapt bin. Ich bin verwitwet und lebe ganz allein. Bei wem klingelt es, wenn er das liest, bzw. wenn sie dies liest?
    Was kann ich anziehen? BH geht gar nicht. Welche Alternative koennt Ihr mir da nennen?
    Es wäre so schön, wenn da jemand die Hand hebt und ruft:
    "Hi Smartine, ich hab das selbst durchgemacht und kann dir folgende Tipps geben".
    LG

  2. Avatar von Nocturna
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    AW: Schultergelenk-Arthroskopie

    Zitat Zitat von Smartine Beitrag anzeigen
    Orthese für mindestens 6 Wochen. Das heißt für mich, dass ich in dieser Zeit nur meinen linken Arm benutzen kann und somit ziemlich gehandicapt bin. Ich bin verwitwet und lebe ganz allein. Bei wem klingelt es, wenn er das liest, bzw. wenn sie dies liest?
    Was kann ich anziehen? BH geht gar nicht. Welche Alternative koennt Ihr mir da nennen?
    Hallo Smartine,
    es wird alles nicht so heiß wie es gekocht wird. Soll heißen, es kann auch viel einfacher sein als du es dir jetzt vorstellst.
    Eine Orthese hatte ich auch, aber ich habe meine 7 Tage nach der OP in die Ecke geworfen und nur punktuell anzogen, wenn der Arm schmerzte und sich überlastet angefühlt hat. Es gibt verschiedene Ausführungen dieser Orthese, manche sind bequem und handlich, meine war so ein dicker Klotz vor der Hüfte. Das hat genervt.

    Die Genesung schreitet relativ schnell voran. Auch wenn du es dir nicht vorstellen kannst am Tag nach der OP, aber schon zwei Wochen später wirst du deutlich beweglicher sein. Den BH habe ich nicht als Problem in Erinnerung. Verschluss vorne am Bauch zumachen, BH drehen, in Träger schlüpfen, hochziehen, danach Orthese anziehen. Ich habe zwar einen Mann zuhause, aber der hat mir noch nie einen BH geschlossen, höchstens geöffnet.

    Friere dir ein paar Gerichte für die erste Woche ein, ansonsten rufst du den Pizzadienst. Einkaufen für eine Person schaffst du auch, alternativ ein paar haltbare Lebensmittel vorher kaufen (darf dann auch mal die H-Milch sein).

    Ich bin an einem Montag operiert worden, wurde Mittwoch (auf eigenes Betreiben) entlassen und habe mir donnerstags die Haare gewaschen (umständlich, aber möglich). Vorausplanung ist gut, Sorgen sind überflüssig. Bezüglich der Schmerzen, die erste Woche zuhause war erträglich mit entsprechend dosierten Schmerzmitteln, danach wurde es wöchentlich besser.

    Alles Gute für dich, das schaffst du und für die Krankenhäuser ist das eine absolute Routine-OP.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)


  3. Registriert seit
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    AW: Schultergelenk-Arthroskopie

    Vielen Dank Nocturna, jetzt sieht meine Welt schon wieder etwas heiler aus.
    Ich bin immer davon ausgegangen, dass ich dieses schwarze Monstrum Tag und Nacht tragen muss und den rechten Arm garnicht bewegen darf. Darum auch die Frage bezüglich BH.
    Dann werde ich auch mit dem An - und Ausziehen keine groesseren Probleme haben?
    Wie sieht es mit dem Schlafen aus? Ich denke, dass ich suche ich nicht auf der rechten Schulter scafen darf, aber das ist genau meine geliebte Schlafseite.
    Letzte Frage: Wie betrachtest Du heute den Erfolg Deiner OP?
    Ich denke, dass hat eventuell auch etwas mit dem Alter zu tun. Ich bin 65 Jahre alt.
    LG

  4. Avatar von Horus
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    AW: Schultergelenk-Arthroskopie

    Ich würde dir raten, deinen behandelnden Arzt zu bitten, dir ganz genau zu erklären, was du mit dem operierten Arm tun darfst und was nicht. Etwa, ob du die Orthese immer tragen sollst oder ob du sie ab und zu entfernen darft und wenn ja, wie lange, zu welchen Tätigkeiten etc. Auch, auf welcher Seite zu schlafen darfst. Dein behandelnder Arzt ist Ansprechpartner für all deine Fragen.
    Und sieh zu, dass du Physiotherapie verschrieben bekommst.

    Achtung, Lesen gefährdet die Dummheit!
    _____________________________________

    Mut ist nicht das Gegenteil von Angst. Sondern die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als die eigene Angst.

  5. Avatar von Hilie
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    AW: Schultergelenk-Arthroskopie

    Mein Mann hatte 2006 eine (linke) Schulter-Op. Er hat keine Orthese getragen, aber ab dem ersten Tag zu Hause (3 Tage nach der OP) physikalische Therapie und zwar 4 Wochen lang, immer in Abwechslung Massagen und Krankengymnastik. Das hat ihn schnell wieder auf die Beine gebracht.
    Man bleibt jung, solange man noch lernen, neue Gewohnheiten annehmen und Widerspruch ertragen kann.
    Marie von Ebner-Eschenbach


  6. Registriert seit
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    AW: Schultergelenk-Arthroskopie

    Danke Hilie und Horus,
    Rezepte für Lymphdrainage und KG habe ich bereits erhalten und die Termine auch schon vereinbart. Ich werde meinen Doc noch einmal explizit auf die offenen Fragen ansprechen. Unterm Strich klingt aber eigentlich alles positiv. Es wird schon werden. Ausserdem sage ich mir, schlimmer wie jetzt geht nicht, also lass ich jetzt mal die ganze Situation auf mich zukommen.
    Vielen Dank für die Zeit, die Ihr Euch für mich genommen habt. Manchmal fuehlt man sich ziemlich einsam, wenn man in so einer Situation alleine ist.
    LG

  7. Avatar von Nocturna
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    AW: Schultergelenk-Arthroskopie

    Der Arzt wird dir raten die Orthese zu tragen, was du davon umsetzt ist deine eigene Entscheidung. Als es mich auf der Treppe mal beinahe zerlegt hätte, weil rechts der Arm eingesperrt war und ich links was getragen habe, habe ich die Orthese nur noch punktuell getragen.

    Die OP war ein Erfolg. Ich habe aber auch alles getan, damit es einer wird. Weil ich eine Frozen Shoulder hatte, musste ich mir meine Beweglichkeit hart erarbeiten. Da hätten die drei Physio-Termine pro Woche niemals gereicht. Ich habe mich täglich fünfmal gezwungen ziemlich schmerzhafte Dehnübungen zu machen. Dafür ist der Arm zu 95 Prozent wieder fit, ausgehend von einem hohen Beweglichkeitslevel.

    Und ja, Schlafen ist die erste Zeit lästig, weil man da diese Orthese trägt und man die kurz nach der OP zur Schonung auch tatsächlich braucht. Aber du merkst selbst, wann der Zeitpunkt kommt, wo man sich auch einfach ein Kissen unterm Arm klemmen kann. Vertraue deinem Körper, du merkst selbst, was dir gut tut oder nicht.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)


  8. Registriert seit
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    AW: Schultergelenk-Arthroskopie

    Danke für die tolle Antwort!
    LG

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