ich halte es nicht für zielführend, nur solche Methoden zu testen, wo man quasi eine Garantie, dass es funktioniert, mitgeliefert bekommt. Speziell wenn es nach herrschender Lehre keine (!) solche Methode gibt.
Dann eher ein experimenteller Ansatz, solang Geld, Mühe und Risiko vertretbar sind - kann man ja auch mal Ohrenkerzen probieren. Oder was auch immer. Man merkt dann ja schon, obs was tut oder nicht. und man kann's dann ja auch wieder lassen, wenn es nicht funktionieren sollte. Und sich freuen, auch ohne wissenschaftliche Belege, wenn etwas hilft, was auch immer es ist.
gruss, barbara
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Ergebnis 11 bis 20 von 73
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10.01.2020, 08:50
AW: Tinnitus aufgrund HWS-Syndrom mit Muskelverspannung
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10.01.2020, 09:54Inaktiver User
AW: Tinnitus aufgrund HWS-Syndrom mit Muskelverspannung
Niemand wird mit Sicherheit sagen können, woran es in einem konkreten Fall liegt.
Also bleibt nur, auszuprobieren.
Physiotherapie wäre meine erste Anlaufstelle und zwar jemand, der/die weiß, was er/sie tut, denn wie fast in allen Berufen, gibt es da auch Qualitätsunterschiede.
Ansonsten fällt mir eine Kollegin ein, die vor vielen Jahren mir mal sagte: "Mich interessiert mein Tinnitus nicht. Er ist einfach Teil meines natürlichen Lebens geworden und er stört mich gar nicht."
Ist nicht für jeden Menschen möglich, aber zu wissen, dass es manchmal auch das gehen kann, ist vielleicht hilfreich, um nicht gleich gestresst zu reagieren, wenn die "Sirene" ertönt.
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10.01.2020, 10:04Inaktiver User
AW: Tinnitus aufgrund HWS-Syndrom mit Muskelverspannung
Das ist schon mal super. Mir hat mein Tinnitus zunächst eine tiefe Depression mit Panikattacken beschert. Geholfen haben mir
- Entspannungsmusik, z.b einfach Naturgeräusche (Wasserrauschen etc)
- ein leise plätschernder Zimmerbrunnen
- cranio sacrale Therapie (ein Traum)
- sog. noiser (eine Art kleines Hörgerät, dass individuell eingestellt wird und den Ton irgendwie überdeckt)
Hat einge Wochen gedauert, aber dann war der Tinnitus kompensiert. Ich höre ihn gar nicht mehr.
Was mir nicht geholfen hat:
Infusionen
Der Austausch in einem Tinnitus-Forum. Hat nur dazu geführt, dass ich mich völlig auf den Tinnitus fixiert habe.
Med, du schaffst das!
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10.01.2020, 10:15
AW: Tinnitus aufgrund HWS-Syndrom mit Muskelverspannung
Mir hat Cantienica geholfen. Aber es dauert und geht nicht von heute auf morgen weg.
Ich bin eine Raupe und du ein Reh. Doch ich werd ein Schmetterling und du wirst Filet.
Die Sache mit dem streiten ist die, wenn man etwas zurückhält, arbeitet es auf lange Sicht gegen euch (Dalai Lama)
Wenn du jemand anderem vergibst, dann tust du dies deinetwegen, nicht weil der andere das verdient. (Doris Wolf, Psychotherapeutin)
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10.01.2020, 10:26
AW: Tinnitus aufgrund HWS-Syndrom mit Muskelverspannung
Danke, rosemary und putulu! Ich denke auch, dass ich das schaffe. Ich muss lernen, den Tinnitus in mein Leben zu integrieren, ohne ihn als Angriff auf mein Wohlbefinden zu sehen. Das braucht sicherlich Zeit.
Und ein wenig Hoffnung hat mir meine Kollegin gemacht, bei der die Geräusche wirklich verschwunden sind, dass ich ihn doch vielleicht loswerden kann.
Infusionen kommen für mich auch nicht infrage. Über die könnte man diskutieren, wenn die Ursache wirklich im Ohr läge, was sie aber nach Aussage des HNO-Arztes nicht tut, meine Ohren sind in Ordnung.
Deinen Tipp, rosemary, mit entspannender Musik- oder Geräuschkulisse setze ich schon um und höre zuhause Ambient-Musik oder Soundfiles mit Vogelzwitschern oder Wasserplätschern. Das tut gut. Das habe ich aber auch vor dem Tinnitus schon gerne gemacht.Wir werden weitermachen!
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10.01.2020, 10:28
AW: Tinnitus aufgrund HWS-Syndrom mit Muskelverspannung
Klecksfisch, das klingt auch interessant. Danke.
Wir werden weitermachen!
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10.01.2020, 11:04Inaktiver User
AW: Tinnitus aufgrund HWS-Syndrom mit Muskelverspannung
Mir hat Osteopathie schon zwei oder dreimal gut geholfen. Nicht bei Tinnitus, damals wusste ich noch nicht, dass es sowas gibt und den Tinnitus bin ich auch so losgeworden, nachdem der Auslöser (Stress und daraus bedingte Erschöpfung) weg war. Den Tipp, einen Osteopathen aufzusuchen, habe ich von meiner Physiotherapeutin. Es ist wie auch bei Ärzten und Physiotherapeuten nicht so einfach, einen guten Osteopathen zu finden, da hilft nur Ausprobieren. Wenn’s einen guten in deiner Nähe gibt, würde ich das Geld investieren. Ich hab zweimal Dinge erfahren bzw. bin darauf aufmerksam gemacht worden, an die ich selbst nicht gedacht hätte, die mir aber sehr weitergeholfen haben.
Leider ist meine sehr gute Osteopathin 60 km entfernt und ich scheue den weiten Weg, sonst würde ich öfter hin.
Die letzte Behandlung hatte ich wegen Schwindel, es war dann ein paar Tage später weg. Man weiß halt nie, ob die Behandlung etwas damit zu tun hat oder ob es auch ohne weg gegangen wäre, aber das ist ja bei verordneter Medizin auch nicht anders.
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10.01.2020, 11:12Inaktiver User
AW: Tinnitus aufgrund HWS-Syndrom mit Muskelverspannung
Wenn dein Tinnitus wirklich von Verspannungen herkommt, hast du gute Chance, ihn loszuwerden. Ich würde auch noch zu einem Kieferorthopäden gehen, ob ihm etwas auffällt.
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10.01.2020, 11:55Inaktiver User
AW: Tinnitus aufgrund HWS-Syndrom mit Muskelverspannung
Wenn du das schaffst, vergisst du ihn hoffentlich - wie ich - immer öfter und musst ihn nicht mehr bewusst ausblenden, weil es zu einem Automatismus wird.
Es gibt eine Theorie, die besagt, dass man den Ton des Tinnitus nur deshalb dauerhaft hört, weil sich der Ton in das Gehirn "eingebrannt" hat - ähnlich dem Schmerz-Gedächtnis. Manchen hilft die Vorstellung eines Phantom-Tons. Mir eher nicht.Und ein wenig Hoffnung hat mir meine Kollegin gemacht, bei der die Geräusche wirklich verschwunden sind, dass ich ihn doch vielleicht loswerden kann.
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10.01.2020, 12:01
AW: Tinnitus aufgrund HWS-Syndrom mit Muskelverspannung
ich bin auch für Osteopathie - das machen ja sehr oft gut ausgebildete Physiotherapeuten und auch ein Ansatz aus "manueller Therapie klassisch" + Osteopathie kann wirklich wirklich sehr viel verbessern oder eh gar lösen.
Ich denke, du solltest auch mal zu einem Zahnarzt/Kieferorthopäden gehen und die Occcusion überprüfen lassen.
Auch Richtung Bruxismus (nächtl. Knirschen) denken!
Eine gute! Aufbissschiene kann echt einen Tinnitus, der aus Verspannung etc. entstand heilen.
Wie schaut es aus mit Atemaussetzern des Nachts? Dein Kompagnon
soll mal bewusst darauf achten, ob du Aussetzer hast - kann auch beitragen...


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