Hallo,
Ich habe Aphasie, also eine Wortfindungsstörung, die normalerweise kaum auffällig ist. Welche Grunderkrankung nun dafür verantwortlich ist, wissen wir nicht. Da gibt es mehrere Möglichkeiten. Körperlich ( Verletzung des Sprachareals durch zwei Auslöser, Migräne) und psychisch (Ptbs, Dissoziativ). Im Moment ist mein Stress und meine Überlastung sehr hoch, so dass die Aphasie schlimmer wird.
Gestern habe ich mich deswegen mal wieder total blamiert. Und leider wohl jemanden anderen gleich mit. Ich wollte jemanden etwas bringen. Schon beim reingehen hat mein Gehirn leicht zugemacht und mir ist erstmal, dass Wort Hallo nicht eingefallen. Also habe ich nur mal kurz genickt. Dann habe ich was zum mitgebrachten sagen wollen. Mir ist das korrekte Wort (sowas wie Lebkuchen) nicht eingefallen, nach drei Anläufen hatte ich dann doch einen Teil davon und habe Dings drangehängt. Inzwischen waren die anwesenden schon sehr amüsiert. Und mein Gehirn hat beschlossen komplett auszufallen. Als ich dann noch den Grund mit "weil weiß auch nicht die kommen sonst immer um" erklärt habe, war die Erheiterung deutlich spürbar. Ich habe mich dann hastig mit einem gemurmelten Tschüß schnell aus dem Staub gemacht. Gefolgt vom allgemeinen Gelächter. Die Person um die es eigentlich ging, war hingegen nett die ganze Zeit. Wobei sie glaube ich gar nicht weiß, dass ich Aphasie habe. Trotzdem auch doof für sie. "Was wollte den die verrückte von dir", oder "Die ist ja schräg, wer ist das denn", sind da meiner Erfahrung mindestens drin.
Und so geht es mir im Moment dauernd. Vor 6 Wochen wollte ich in der Bücherei Bescheid sagen, dass mit deren Automat, was nicht richtig gelaufen ist. Die fragt mich daraufhin nach dem Titel des Buches. Und ich habe wirren Sprechdurchfall und werde immer wirrer, weil ich versuche auf den Titel zu kommen und dabei annähernden Unsinn sehr schnell daher plappere. Und es nicht stoppen kann. Irgendwann, inzwischen bin ich bereits knallrot und wünsche mir nur noch der Boden würde sich endlich auftun, kommt "Ich weiß es nicht mehr. " Die Frau ist sichtlich erheitert und sehr irritiert.
Vor kurzem, ich werde an der Fleischtheke gefragt ob ich nicht lieber Rind nehmen möchte. Ich starre die Frau an und schweige, versuche herauszufinden, was jetzt wieder Rind ist. Merke das dauert zu lange und ich muss jetzt was sagen. Also hole ich tief Luft und sage: "Also Rind ist ja sowas wie Wild und schmeckt daher ja anders als die Pute, die ja kein Wild ist." Soweit so unlogisch, mein Kopf liefert endlich ein Bild zum Rind und ich sage: "Naja aber beides wohnt ja in einem Stall. " Die Frau hat bis dahin nichts mehr gesagt und war wirklich sehr nett. Also kein anstarren, kein Lachen, nur freundlich warten. Das heißt ich bin da rausgekommen und das Gespräch ging ganz normal weiter.
Aber es gibt da auch noch die blöden Reaktionen, von Menschen. Ich stehe vor meiner Haustür, kommt einer vorbei und will etwas von mir wissen. Ich reagiere gar nicht, weil mir erst die Bedeutung seiner Worte nicht einfallen. Und dann mein Kopf keine Worte als Antwort formulieren möchte. Also Denkstörung habe ich keine, die Antwort war mir klar. Nur die passenden Worte dazu wollten nicht kommen.Er machte daraufhin eine Geste mit der Hand, also dieses abfällige abwehrende "winken". Und sagt das ist die verrückte die hier wohnt, die ist ja sogar zu blöd zu antworten.
Oder eine Frau wollte mich schlagen, weil ich sie beleidigt habe. Was wirklich stimmt. Ich wollte eigentlich zum Ausdruck bringen, dass ich zum Glück noch körperlich in der Lage bin etwas zu tun. Aber mir ist es einfach nicht eingefallen. Stattdessen habe ich gesagt, "zum Glück bin ich noch nicht so furchtbar alt, sonst könnte ich das gerade nicht tun." Für ein paar Sekunden, war ich erleichtert und wirklich stolz darauf, dass mir sowas gutes noch eingefallen ist. Dann fiel mir auf, dass sie fast doppelt so alt wie ich ist und sie hat vor 5 Jahren das selbe getan. Nach kurzer Sprachlosigkeit ihrerseits, hat sie mich angeschrien und mir Schläge angedroht, wenn ich sie noch mal so beleidige.
Das sind nur ein paar Dinge der letzten Wochen. Mein Stress reduziert sich schon, schritt für schritt und meine Überforderung/Überlastung auch. Also wenn alles gut geht bin ich so im März wieder besser dran. Das ist auch nicht der Grund warum ich hier schreibe.
Ich würde gerne wissen, wie sowas bei euch ankommt. Also wenn ihr nicht wisst, das der Gegenüber eine Sprachstörung hat und solche Situationen entstehen. Was denkt ihr dann, was empfindet ihr. Gäbe es etwas was die Situation entschärfen könnte?
Und falls jemand auch Aphasie hat. Wie kommt ihr da rechtzeitig wieder raus? Habt ihr einen Trick, bevor ihr euch so richtig schön blamiert habt?
LG
EinevonVielen
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Thema: Aphasie
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20.12.2019, 12:35Inaktiver User
Aphasie
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20.12.2019, 12:40Inaktiver User
AW: Aphasie
Warst du schon mal bei einem Neurologen? Ich finde, das hört sich schon sehr ernst an. Du brauchst mindestens mal ein MRT vom Gehirn und ein EEG. Auf den Stress kann man es dann immer noch schieben. Und auch bei Migräne könnte man was dagegen machen.
BTW
Wenn meine Migräne kommt, rutschen mir auch manchmal die Wörter durcheinander. Längst nicht so schlimm wie bei dir. Ich lache mein Gegenüber dann an und sag sowas wie: „Ach meine Migräne macht wieder Wortsalat.“
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20.12.2019, 12:43
AW: Aphasie
Was hälst du davon, Hilfe bei einem Logopäden zu suchen?
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20.12.2019, 18:37
AW: Aphasie
Ich habe seit Beginn der Pubertät Migräne mit Aura. Also mit "neurologischen Aussetzern".
Wenn ich einen schlimmen Anfall habe, habe ich neben den immer entstehenden Flimmer Skotomen auch massive Sprachstörungen.
Das kann z. B. sein, dass ich Alltagswörter meiner Muttersprache nicht "sagen kann" - bei vollem Bewusstsein dessen, was besonders nice ist, wie ein junger Kollege zu sagen pflegt
Oder ich sage z. B. Verben falsch - "trinken" statt "gehen" - auch schön. Machen kann ich dagegen gar nichts.
Ich kann dann nur da sitzen und blöd schauen, lieb lächeln und mir denken "Sch......"
Migräne lehrt Demut.
Ich kenne beruflich und privat viele Personen, denen immer wieder ähnliches blüht - ALLE haben sich im Laufe der Jahre entschlossen bei einem Anfall zu sagen "ich habe Migräne, ich kann gerade nicht sprechen". Was anderes hilft eh nicht.
Geh damit (ob das jetzt Migräne induziert ist oder nicht) offen um. Je offener, desto weniger Wind in den Segeln deiner Mitmenschen.
Auch ich rate dazu, einen Neurologen aufzusuchen. Lass dich mal durchchecken.
Sollte es eine Migräne sein dann meine persönlich erprobten "High 5"
- regelmäßig essen. Wenns sein muss nach der Uhr: langsame KH und gute Fette. NICHT fasten
- regelmäßig schlafen. Genau, auch "Uhr"
- unbedingt mal testen, ob eine bewusst histaminarme Ernährung mehr Stabilität brächte
- Jeden Tag! dafür moderat, d. h. ohne aus der Puste zu geraten Ausdauersport (walken z. B. für 30min)
- mehr Sex
- ja echt. An orgasm per day keeps migraine away 
Gute Besserung!
Mach gleich noch einen Neuro-Termin
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20.12.2019, 20:48Inaktiver User
AW: Aphasie
Gesprochene Sprache war für mich schon immer ein Thema. Auch schon als kleines Kind. Und das es auf Stress auffällig wird, weiß ich schon länger. So eine extreme und vorallem lange Auffälligkeit hatte ich allerdings das letzte mal mit 6 Jahren. Da habe ich irgendwann von alleine herausgefunden. Und in der Pubertät bin ich dahinter gekommen, wie man Menschen nicht mehr beleidigt, sondern nur etwas nervt. Mit langen Schachtelsätzen und vielen Worten. Ab da wurde es viel leichter für mich.
Eeg hatte ich zwei, vor 15 Jahren und noch früher. Beide unauffällig, also da ist alles okay.
Vor 5 Jahren habe ich mich durchgesetzt und habe die Kopfschmerzen (habe ich auch schon von Kindesbeinen an) in der Röhre abklären lassen. Davor hieß es immer psychosomatisch und man braucht da kein Mrt machen. Beim Mrt kam dann ua. die schwere Migräne mit Aura heraus und Vernarbungen. Und die Aphasie kann seitdem eben drei Ursachen haben.
Behandelt worden ist die Wortfindungsstörung auch schon, vor 15 Jahren beim Psychologen. Also ihm ist aufgefallen, dass ich manchmal annähernd richtige Worte benutze (statt zwei, drei), manche Wörter auch dreimal sage und es nicht zu merken scheine. Und ich habe ihm erzählt das ich manchmal Probleme mit der Wortfindung manchmal habe. Er hat dann einen Test auf Psychose gemacht, die dabei aber gänzlich ausgeschlossen wurde. Er hat mir dann erklärt wieso mein Gehirn bei Stress überlastet ist und wieso es da zur Aphasie kommt. Und auch wieso es Wörter dann ganz gerne mal sinnlos dreimal wiederholt. Da die Ptbs unheilbar ist, hat es dort geheißen man kann nichts gegen mein Wörterproblem tun. Man könnte dem einen anderen Namen noch geben (Ganser Syndrom). Das bleibt mir einfach und ich muss an meiner Scham arbeiten. Und dazu gehört halt auch der Realitätsabgleich, den ich mit meiner Frage wie sowas bei anderen ankommt, versuche.
Beim Logopäden war ich noch nie. Auf die Idee bin ich gar nicht gekommen. Aber ich habe gerade gegoogelt. Macht tatsächlich Sinn, den mal draufschauen zu lassen. Vielleicht hat der noch mehr Tricks für mich. Ich mache nach Weihnachten nochmal einen Termin beim Neurologen aus. Wollte ich sowieso, weil mein Migräne Medikament gerade nicht sehr gut wirkt und ich ein anderes ausprobieren möchte. Und dann schauen wir mal, was der dazu sagt.
Und ja ihr habt ja Recht, ich werde mal mit den Leuten reden, die mich öfters sehen und mit offenen Karten spielen.
Zur Migräne, das mit dem Sex ist mir neu. Aber Sport und gezielte Ernährung mache ich schon. Hilft normalerweise ganz gut. Im Moment aber leider nicht. Schlaf ist wegen der Ptbs immer etwas schwierig. Im Moment aber zwischen 5-10 Stunden täglich. Und da bin ich schon ziemlich stolz drauf.
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20.12.2019, 22:51
AW: Aphasie
Ich rate auch zu Offenheit, denn wenn dein Gegenüber weiß, womit es zusammenhängt, dann ist es leichter damit umzugehen und es macht sich auch niemand lustig oder hält dich für merkwürdig oder für betrunken oder was auch immer.
Ich habe eine gute Freundin, die Aphasie infolge eines (geheilten) Hirntumors hat, und ja ich empfinde es als anstrengend. Sie redet im Prinzip ganz normal, aber stockt im Reden immer wieder und sucht erkennbar nach dem Wort, sie redet dadurch langsam und stockend und sie klingt als wäre sie geistig behindert. Ich mag sie sehr und nehme mich immer sehr zurück, wenn wir zusammen sind, ich versuche ihre Sätze nicht selbst zu Ende zu bringen (was für jemanden, der wie ich schnell und viel redet eine Herausforderung ist).
Ich bin gerne mit ihr zusammen und unterhalte mich auch gerne mit ihr, aber es ist leichter, wenn wir zu zweit sind, denn in größeren Gruppen ist es auch für sie noch anstrengender sich zu konzentrieren.
Wenn ich mit ihr unterwegs bin, habe ich immer das Bedurfnis den Kellnern, Verkäufern und wem auch immer zu sagen - sie ist hochintelligent, war Jahrgangsbeste, aber hatte einen Hirntumor, deswegen spricht sie so - sie ist nicht doof. Aber ich respektiere, dass sie das nicht überall anbringen will - und bewundere sie sehr dafür, dass sie auch immer das Gespräch sucht und ihre Bestellung, ihre Anliegen selbst vorbringen will und niemand anderen schickt, um für sie zu bestellen oder sonst zu reden.
Also ich würde allen Menschen, mit denen ich zu tun habe, sagen was mit mir los ist und warum ich manchmal merkwürdige und unstimmige Sachen sage, dass macht das Miteinander sicher einfacher.
Ich selbst habe das in ganz geringem Umfang, mir fallen manchmal Namen oder Begriffe nicht ein - ich sage dann immer etwas lustig "da ist sie wieder meine Wortfindungsstörung"- und es ist dann zB der Vorname meiner Mutter, der mir nicht über die Lippen kommt, den habe ich nicht wirklich vergessen, sondern das Wort ist in dem Moment in meinem Hirn nicht erreichbar, oder ein ganz banales Wort wie Lebkuchen oder Weihnachtsbaum - ich weiß es genau, aber plötzlich ist es weg. Aber ich habe das nur sehr gelegentlich und kann daher vermutlich leichter mit einem kurzen Scherz darüber hinweggehen.Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.
.... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/
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21.12.2019, 00:06
AW: Aphasie
Einervonvielen, das ist ja eine schwierige Situation für dich 🙁
Nun ist eine Aphasie nichts, was man bei sich selbst einfach so diagnostiziert. Hast du eine neurologische Abklärung? Wie du es schilderst, handelt es sich offenbar um eine motorische Aphasie.
Logopädische Behandlung halte ich für unbedingt notwendig. Aphasien sind sehr komplex, und soweit ich mich erinnere - ich habe mich im Linguistikstudium mit Aphasien befasst - sind sie nur mit intensiver Behandlung rückgängig zu machen (das war jetzt die Kurzform).
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21.12.2019, 01:03
AW: Aphasie
Vielleicht kann dir ein Logopäde weiterhelfen. Ich kenne jemanden mit einer heftigen Logorrhoe also diesen sog. Sprechdurchfall. Es ist dermassen anstrengend weil man absolut nicht zu Wort kommt. Jetzt ist das eine Person, welche auch nichts fragen oder wissen will, sondern nur erzählt und spricht ohne Luft holen , Komma setzen und pausieren beim Sprechen. Das heisst ich bin verdonnert zum Zuhören und kaum eine Chance einzugreifen. Wenn dann muss ich sie festhalten und emphatisch auch empathisch sagen, sie möge mir jetzt mal zuhören. Meist weiss sie schon was ich sagen will und es geht wieder los. Kein Gesprächspartner hält das aus; irgendwann ist sie dann doch mal erschöpft und ich habe eine Chance zu sprechen.
Die reine Aphasie ist eine Wortfindungsstörung die bei Betroffenen schon sehr viel mit Konfabulieren zu tun hat. Konfabulierst du auch, das heisst du sagst dann etwas was dir gerade einfällt im Gespräch, unabhängig ob das zusammenpasst oder nicht. Aus deinem Text kann ich ähnliches entnehmen. Nicht mit dem was du schreibst, (du schreibst verständlich) sondern in den Geschichten die du beschreibst und die Konversation mit den entsprechenden.
Ich stelle es mir anstrengend vor nicht die passenden Worte im Gespräch zu finden. Wie schaffst du es in die Logorrhoe zu verfallen, denn da sprudeln die Worte ja ohne Ende heraus und der Zusammenhang bei Logorrhoe wie bei meiner Bekannten machen schon Sinn aber es ist eben viel zu schnell und der Wechsel in andere Themen genauso schnell.
- Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
von Bruce Lee
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21.12.2019, 05:46Inaktiver User
AW: Aphasie
Zwei EEGs, eins vor 15 Jahren und eins noch früher? Das heißt nur, dass dein Gehirn zweimal in deinem Leben für 10-20 Minuten richtig gearbeitet hat. Also lass bitte noch mindestens ein aktuelles schreiben.
Vernarbungen im MRT? Manche Vernarbungen sitzen vielleicht im Sprachzentrum und machen den Aphasie-Ärger. Dann kann man Medikamente geben, die das unterbinden.
Und überhaupt - woher kommen die Vernarbungen? Wie alt bist du, dass du schon Vernarbungen im Gehirn hast? Sind das Entzündungen? Durchblutungsstörungen? Hattest du mal ein Schädel-Hirn-Trauma? Migräne macht üblicherweise keine Vernarbungen. Vielleicht braucht du eine Untersuchung vom Nervenwasser, um das rauszubekommen.
Frag all das bitte den Neurologen, wenn du da einen Termin hast.
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21.12.2019, 15:47Inaktiver User
AW: Aphasie
Bitte nicht an Worten aufhängen, also Aphasie nennt man es ja nicht, wenn es die Ptbs, oder die Migräne ist. Also trifft das Wort vielleicht auch nicht zu. Von Aphasie hat damals meine Psychiaterin, nach dem der Brief vom Neurologen kam gesprochen, aber eben auch gemeint dass die Migräne und die Ptbs am wahrscheinlichsten sind. Und da nennt man es ja auch anders.
Und danke für die Erfahrungsberichte. Ja manchmal klinge ich auch geistig behindert, bin es aber nicht. Ich kann mir gut vorstellen, dass es wirklich anstrengend ist.
Schreiben ist einfach auch leichter. Ich kann es zur Not 20 mal umformulieren und mir viel Zeit lassen, wenn es mal wieder schwer geht.
Und ja wenn ich merke das dauert zu lange, sage ich manchmal einfach was mir in den Kopf kommt. Auch wenn ich irgendwie reagieren muss, weil jemand über meine Grenzen trampelt, wird es Unsinnig. Aber Schweigen geht in dem Moment halt auch nicht. Und meist ist das eben so ein Unsinn, wie an der Fleischtheke. Was anderes ist ja im Moment nicht im Kopf.
Und so komme ich auch zum Sprechdurchfall. Beim Bücherei Beispiel, hatte ich drei richtige Worte und habe schon mal losgelegt. Beim zweiten Wort ist mir aufgefallen, dass es mir fehlt und los ging das unmögliche Geplappere. Also das wieder richtige dritte Wort ist mit vielen unsinnigen Worten darum herum rausgekommen, während mein Gehirn noch nach dem Rest gesucht hat. Es ergab wirklich keinen Sinn für mein Gegenüber.
Ja so hat er es genannt. Also man sah "Blitze und Flecken". Die Blitze sind die Migräne und die Flecken sind Vernarbungen. Ich kann mich erinnern, dass wir nicht weiter darüber geredet haben, lag an mir. Ich wollte nicht darüber sprechen, weil ich ihm dann zuviel von mir erzählen hätte müssen. Also er hat schon mehr dazu fragen wollen und als ich gemerkt habe wohin es geht, habe ich zugemacht.
Aber es gibt Ursachen die dazu geführt haben könnten. Ua. Eben Verletzungen und eine Entzündung.
Ich spreche ihn nochmal darauf an.


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