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  1. Registriert seit
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    Frage Schilddrüsen-Überfunktion: Wer hat Erfahrungen mit einer Radiojodtherapie ?

    Hallo zusammen,

    leider hat sich bei mir eine Schilddrüsenüberfunktion gebildet, meine Werte sind inzwischen mit einer Medikation die inzwischen auch schon wieder in der Menge reduziert werden konnte eingependelt. Dennoch meint mein Hausarzt, dass es angeblich wichtig sei, dass ich mir die betroffene Schilddrüse entweder operativ entfernen lasse oder ich unterziehe mich einer Radiojodtherapie.
    Für letzteres sei eine Tablette mit radiokativen Werten im stationären Rahmen einzunehmen.
    Im ersten Moment dachte ich, dass ich lieber eine Tablette nehme, nun habe ich Angst, ob die nicht auch krebserregend sei wegen Radioaktivität und weil ja in der Schilddrüse damit irgendwas zerstört werden soll.

    Grundsätzlich frage ich mich, ob es nicht auch sinnvoll ist, herauszufinden, woher die Schilddrüsen-Probleme kommen, ob die nicht auch vom Stress kommen können. Erhöhtes Cortisol (in der Leber?) kann ja auch vom Stress kommen ..

    Wie geht es euch denn mit eurer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyereose)?

    Grüße, Sonne_am_Horizont
    Geld, Glück, Gesundheit, Geld für dieses Jahr! Alles, alles Gute!


  2. Registriert seit
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    AW: Schiddrüsen-Überfunktion: Wer hat Erfahrungen mit einer Radiojodtherapie ?

    Ich hatte einen Arbeitskollegen der sich mit Radiojodtherapie behandeln ließ. Für ihn war eine OP ziemlich Angst besetzt und bei ihm ist es nicht gut ausgegangen , Erklärung durch Recherchen .....er sei wohl zu alt für diese Therapie gewesen (67) Jahre.
    Es ist ok dass Du nach gründlicher Untersuchung und Aufklärung über die Methoden, durch Fragen, in Deiner Entscheidung
    Hilfe bekommst.

    Ich wünsche Dir alles Gute ,will keine Angst verbreiten, sah mich aber jetzt gezwungen auf Deine Fragen zu antworten.

    L.G. heimat


  3. Registriert seit
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    AW: Schiddrüsen-Überfunktion: Wer hat Erfahrungen mit einer Radiojodtherapie ?

    Bei mir wurde 2013 eine SD-Überfunktion/Morbus Basedow diagnostiziert. Ich habe daraufhin etwa 2 Jahre lang Carbimazol eingenommen.

    Seit Absetzung des Medikaments schwanken meine SD-Werte immer mal ein wenig zwischen Normal- und Überfunktion. Ich gehe regelmäßig zur Kontrolle zu meiner Hausärztin und zu einem Nuklearmediziner. Die Abstände der Kontrollen liegen dabei zwischen 6 Monaten und einem Jahr (immer davon abhängig, wie die letzte Kontrolle ausgefallen ist).

    Kurz nach der Diagnose hat mir ein Internist im Krankenhaus dringendst empfohlen, die SD umgehend chirurgisch entfernen zu lassen. Das habe ich ganz entschieden abgelehnt, woraufhin er beleidigt war. Der Nuklearmediziner, bei dem ich in Behandlung bin, hat mir gesagt, dass in meinem Fall eine Radiojodtherapie das Mittel der Wahl wäre, dass aber zunächst mal medikamentös behandelt und abgewartet wird, wie sich die SD-Tätigkeit im Laufe der Zeit entwickelt.

    Wie gesagt, ich habe meine SD bis heute, sie zickt manchmal ein wenig rum, ich kann damit bisher aber sehr gut leben. Allerdings habe ich seither nie wieder solche starken Symptome gehabt wie 2013. Mit solchen Symptomen könnte ich auf Dauer sicher nicht gut leben. Und dauerhaft Carbimazol/Thiamazol einzunehmen, ist auch nicht wirklich ratsam, da diese Medikamente die Leber und die Bauchspeicheldrüse stark schädigen können.

    Ich hoffe sehr, dass meine SD weiterhin soweit stabil bleibt und es bei leichten Zickereien belässt, damit ich um eine massive Therapie dauerhaft herumkomme.

    Letztlich ist sicher jeder Fall ein wenig anders, und es muss auch jeder für sich selbst entscheiden, was er für sich möchte oder nicht möchte. Aber du hast ja nach Erfahrungen gefragt, und das sind halt meine.

  4. Avatar von twix25
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    AW: Schiddrüsen-Überfunktion: Wer hat Erfahrungen mit einer Radiojodtherapie ?

    Liebe Sonne,

    ich schließe mich Julis Erfahrungen komplett an!

    Mir ging es bis zur Diagnose vor vielen Jahren sehr schlecht, ab dann durch erst Carbimazol, später ein anderes Medikament (Namen vergessen) nach und nach besser

    Durch Medikament B konnte man an den regelmäßig kontrollierten Werten merken, dass sie immer besser wurden
    Die durfte ich aber nur 1 Jahr nehmen wegen ev Leberschäden

    In dieser Zeit hab ich mich gleichzeitig sehr wohl im Forum " - ht-mb " gefühlt
    Sehr netter informativer Umgang

    Da ständig gelesen, wie schwierig es ist, nach OP oder Radiojod die Werte einzustellen
    Üblicherweise lass ich mich auch "gern" mal operieren, aber nicht wenn es anschließend unberechenbare Konsequenzen hat

    Ich hab auch Bekannte gehabt, die emtsprechende Erfahrungen hatten

    Letztlich hab ich drauf bestanden, die Medis ein 3/4 Jahr länger zu nehmen, den Stress aus meinem Leben gezogen!!!!

    Seitdem sind Jahre vergangen und ich bin froh, diese beiden Schritte nicht gegangen zu sein!!

    Alles Gute für Dich
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    Ich so : "Och bitte" - Mein Leben so : "Nö!"

    Ich wieder: "Och bitte"

    Mein Leben so : "Naaaa guut"

  5. Avatar von Pinguine-haben-Knie
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    AW: Schiddrüsen-Überfunktion: Wer hat Erfahrungen mit einer Radiojodtherapie ?

    Zitat Zitat von Sonne_am_Horizont Beitrag anzeigen
    Dennoch meint mein Hausarzt, dass es angeblich wichtig sei, dass ich mir die betroffene Schilddrüse entweder operativ entfernen lasse oder ich unterziehe mich einer Radiojodtherapie.
    [...]
    Grundsätzlich frage ich mich, ob es nicht auch sinnvoll ist, herauszufinden, woher die Schilddrüsen-Probleme kommen, ob die nicht auch vom Stress kommen können.
    Hat die Aussage "Radiojod oder OP" wirklich bisher nur der Hausarzt getroffen? Ohne weitere Diagnostik? Das... ähm... halte ich im ersten Schritt erstmal für durchaus gewagt. V.a. würde ich mich grundsätzlich erstmal fragen, ob der Hausarzt für eine solche Aussage qualifiziert ist... normalerweise ist eine gründliche Diagnose der erste Schritt und in die wird in der Regel ein Endokrinologe oder Nuklearmediziner einbezogen. Bevor ich mir Gedanken über mögliche Folgen einer Radiojod Therapie machen würde (die das Risiko für Krebs angeblich wohl eher nicht erhöht), würde ich mir erstmal Gedanken machen, ob dein Hausarzt hier der richtige Ansprechpartner ist und ob es nicht sinnvoll wäre, einen Facharzt mit ins Boot zu holen.

    Meine ÜF hatte als Eingangsdiagnose Morbus Basedow... im Endeffekt hab ich kein Basedow sondern Hashimoto Thyreoiditis mit anfänglicher Hashitoxikose. Bei Hashi macht man keine Radiojodtherapie. Meinen vorletzten Hausarzt hatte ich mir übrigens aufgrund seines endokrinologischen Schwerpunkts ausgesucht... der hat erstmal meine HT Diagnose (die zu dem Zeitpunkt schon 10 Jahre bestand) angezweifelt und mir ins Gesicht gesagt, von L-Thyroxin würde ich auch nicht abnehmen. Meine derzeitige Hausärztin sagt so Sätze wie "Bin ich kein Facharzt für, überweise ich sie für weiter" - seine Grenzen zu kennen, ist bei Hausärzten durchaus nicht unwichtig.

    Das von twix25 schon benannte Forum, ist übrigens wirklich ein guter Ansatz für alle Schilddrüsensorgen.
    Ich und mein Körper wollen schlafen. Aber mein Kopf will wissen, ob Pinguine Knie haben.

  6. Avatar von overknee
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    AW: Schiddrüsen-Überfunktion: Wer hat Erfahrungen mit einer Radiojodtherapie ?

    Ich hatte jahrelang Überfunktion und habe dafür Medikamente bekommen (zu lange). Nach Absetzen war es erst einmal wieder gut.
    Dann bin ich nach 2 Jahren aus den "Latschen gekippt", massive Überfunktion, total aus dem Gleis geraten.
    Ich habe auch Basedow, in den meisten Fällen steckt doch eine der Autoimmunerkrankungen dahinter.

    Mit blieb dann nur OP oder RJT.
    Ich hatte einige Kollegen, die sich auf Grund kalter Knoten nur operieren lassen konnten. Die hatten Schwierigkeiten mit der Stimme danach, weil wohl fast unvermeidlich Nerven durchgeschnitten werden. das wirkt sich dann unterschiedlich aus.
    Es ist aber immer eine OP mit Vollnarkose.
    Da ich nur heiße Knoten hatte, habe ich mich für die RJT entschieden. Die wird schon seit den vierziger Jahren durchgeführt und ist schon ausgefeilt. Und natürlich wird damit Schilddrüse zerstört, das ist der Sinn der Übung.
    Ein paar Tage stationär, viel gelesen und ausgeruht. Die ersten Wirkungen nach 14 Tagen waren "umwerfend", mein Körper war so auf die zu hohen Hormone eingestellt, wie ein Junkie.
    Das Fehlen der Hormone wärte aber bei OP und RJT gleichermaßen wirksam gewesen.

    Ich weiß, dass einge die RJT entschieden ablehnen. Diese Menschen setzen sich aber oft ohne Bedenken in ein Flugzeug und bekommen da auch eine Ganzkörperdosis radioaktive Bestrahlung.
    Es muss jeder selbst entscheiden. Wäre es aber schädlich und hätte nachteilige Folgen, wäre das doch bestimmt in 60 Jahren aufgefallen?

  7. Avatar von twix25
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    AW: Schiddrüsen-Überfunktion: Wer hat Erfahrungen mit einer Radiojodtherapie ?

    Nicht schädlich, aber je nach Patient danach kaum bis garnicht regulierbar.

    Davor hatte ich Angst.

    Bei dieser Autoimunkrankheit sagt man:

    30% der Betroffenen erfahren eine sogenannte Spontanheilung
    30% bekommen es in den Griff, es bleibt latent vorhanden und mit guter Lebensweise (Kein Stress u Rauchen) kann man einen Wiederausbruch verhindern
    30% haben massivste ! Probleme

    Der Rest liegt dazwischen
    ************************************************** **************************************

    Ich so : "Och bitte" - Mein Leben so : "Nö!"

    Ich wieder: "Och bitte"

    Mein Leben so : "Naaaa guut"

  8. Avatar von overknee
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    AW: Schiddrüsen-Überfunktion: Wer hat Erfahrungen mit einer Radiojodtherapie ?

    Tja, mir blieb keine Alternative. Ich war ja auch 3 Jahre vollkommen ohne Beschwerden. Und dann innerhalb von 6 Wochen von Null auf Hundert. Unvorstellbar. Also, nach Aussage der Ärzte (unisono), wäre ich gestorben ohne Behandlung.

    Ja, das mit der Einstellung danach ist so ein Ding. Aber ich habe bisher von keinem Fall in meinem Umkreis von Kollegen und Familie gehört (das sind viel, weil Basedow familiär bedingt), die nicht ordentlich eingestellt werden konnten.
    Natürlich braucht es eine Zeit (egal, ob OP oder RJT). Und wer mit Überfunktion immer leicht auf der Überholspur gelebt hat, dem erscheint die Welt mit Normalwerten auf einmal sehr langsam. Ich bin viel mehr müde. Aber mein Gott, ich werde 60, da ist es sowieso nicht mehr so toll mit Bäume ausreißen.
    Vielleicht holt mich mein Basedow auch wieder ein und ich muss nochmal ran.
    Aber es gibt so viele Krankheiten, die man heute noch nicht beherrscht, da kann ich wohl fast dankbar sein, dass es nur Basedow ist.


  9. Registriert seit
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    AW: Schiddrüsen-Überfunktion: Wer hat Erfahrungen mit einer Radiojodtherapie ?

    Guten Morgen in die Runde :)

    vielen, lieben Dank für eure Antworten und die Schilderungen der genannten Erfahrungen.
    Mein erster Impuls war, mich für eine RJT zu entscheiden, weil eine OP die auch hier u.a. benannten Risiken beinhalten kann. Äh, Luftröhre ???
    Tatsächlich weiß ich gar nicht, ob ich einen heißen oder kalten Knoten habe.
    Während einer Blutuntersuchung (durch Zufall) wurden erhöhte SD - Werte festgestellt. Mein Hausarzt verschrieb mir Medis, welches hier auch genannt wird, und es kam zur Überweisung zu einem Nuklearmediziner. Der erwog eine Erhöhung der Medi-Dosis (Carbi) die dann im Laufe der Zeit mit Blutwert-Überprüfung zu meiner Freude wieder reduziert werden konnte. Mein Ziel ist eigentlich, ganz von den Medis wegzukommen.

    Ein anderer Arzt (Orthopäde) meinte mal im Zuge eines zufälligen Gespräches, dass ich doch man mal heruasfinden müsste, woher die Überfunktion käme, mein Hausarzt meinte dann, dass sowas nicht nötig sei. Ich würde die Ursache doch gern wissen .. siehe Stress! Was ich tun kann an Entlastung tue ich, aber im feinen Detail zu der doch auch schon Reizüberflutung zählen kann bspw. wenn man im Verkauf arbeitet mit viel Betriebsamkeit ist bei mir sicherlich noch Luft nach oben.

    Ja, mir geht es ausdrücklich um Erfahrungswerte und danke für die Forums-Nennung, da werde ich mal reinsehen :)

    Mein Hausarzt macht es auch dringend wegen operativer oder RJT - Behandlung. Obwohl er einmal sagte, vielleicht könne man Carbi eine Zeit lang auch mal ganz weglassen und im Netz habe ich gelesen, dass das bei Carbi-SDs gut möglich sein kann.
    Und er redet auch auch davon, dass es zu einer SD-Krise kommen könnte, die dann gefährlich werden könnte. Tatsächlich würde ich aber heute noch keine Medis nehmen, hätte es diese Zufalls-Blutuntersuchung nicht gegeben.


    Da der Hausarzt seine Diagnostik für gesichert hält, wird er mir wohl keinen Ü-schein für den Endokrinologen ausstellen. Vielleicht brauche ich dafür aber auch keinen?
    Der Nuklearmediziner vor Ort besteht allerdings auf einen solchen.
    Man muss ja fast ein schlechtes Gewissen haben, wenn man sich um sowas bemüht, da man ja leicht eine Praxis mit sowas füllen kann, was inzwischen ja schon medial diskutiert wird, bspw. in Bezug auf lange Wartezeiten.

    Ich denke aber, man sollte alles versuchen, um um OP oder RJT herumzukommen und Medis weglassen zu können. Das ist mein Ziel und nicht um mehr oder unnötige Gesundheitsleistungen in Anspruch zu nehmen, so meine Überlegungen. zu diesem Thema.



    Grüße, Sonne
    Geld, Glück, Gesundheit, Geld für dieses Jahr! Alles, alles Gute!
    Geändert von Sonne_am_Horizont (10.08.2019 um 10:14 Uhr)

  10. Avatar von twix25
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    AW: Schiddrüsen-Überfunktion: Wer hat Erfahrungen mit einer Radiojodtherapie ?

    Beim Endokrinologen gehts weniger um die Diagnosebestätigung, sondern um den weiteren Umgang damit

    Allerdings, auch das hängt vom Einzelfall ab

    Ich hatte damals mehrere Ärzte, jeder war für einen Zeitraum gut

    Geblieben bin ich bei einem Internisten, der Blut und Schildrüdsenthemen als Schwerpunkt hat

    MB ist/kann ganz schwer in den Griff zu kriegen sein

    Stress muß auf jeden Fall abgebaut werden

    Gut ist jedenfalls, dass die Medikamten die Werte verbessert haben
    ************************************************** **************************************

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    Ich wieder: "Och bitte"

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