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  1. Moderation
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    AW: Zucker frei leben

    Zitat Zitat von Kleiner_Vogel Beitrag anzeigen
    Kann gut sein, das liegt aber dann weniger am Zucker, von dem vielleicht ein Gramm drin sind,.
    Ich schmeiß beim Kochen auch an alles herzfhafte eine Prise Zucker, genau wie an alles süße eine Prise Salz.

    Wenn man nicht extrem strikte Nahrungsvorschriften hat, lohnt es sich für Gramm- oder Bruchteile-von-Gramm-Mengen nicht, den Geschmack unnötig zu verschlechtern.

    Zitat Zitat von ambiva Beitrag anzeigen
    hm, es kann aber doch auch sein, dass man nährstoffmangel kriegt, wenn man zu viel zucker und zu wenig anderes isst?
    Frag mal einen Fruktarier...

    Dem Mädchen, das vor ein paar Jahren durch den Blätterwald spukte, weil sie nur Chicken McNuggets aß (falls das keine Zeitungente/Clickbait war) ist das auf Dauer nicht so gut bekommen, und das hatte vermutlich nicht mit zu viel Zucker zu tun.

    Soweit ergeben Reihenuntersuchungen (sorry, vage Details, ich mach das aus dem Gedächtnis), daß die Leute am gesündesten sind oder am längsten leben, die sich nicht an einem Makronährstoff überfressen oder einen verbannen. (Keine Ahnung ob die Verschiebung durch Extremdiäten bereits angeschlagener Leute rausgerechnet wurde.)

    m.W. ist das Hauptproblem bei Kohlenhydraten als reiner Makronährstoff ist, daß sie nur Energie und sonst nichts bringen. Es gibt Fettsäuren, die der Körper braucht und nicht selber herstellen kann, es gibt Eiweiße, die der Körper braucht und nicht selber herstellen kann -- Kohlenhydrate dagegen haben nur einen Nutzen durch die Energie, die sie liefern.

    Wobei das allerdings in gewissem Maße akademisch ist, denn wenn man von Zucker (Honig, Ahornsirup, Rübenkraut...), Süßgetränken (Fruchtsaft und Softdrinks), Obst, Speisestärke und vielleicht noch Kastanienmehl absieht, treten KH selten alleine auf. Selbst (Süß) Kartoffeln, Kürbis und Steckrüben enthalten ein bißchen Eiweiß, Getreide enthält signifikante Mengen Eiweiß und Fett. Und wenn man zu den Mikronährstoffen kommt, hat auf einmal sogar Honig oder Apfelsaft was zu bieten.

    Ich hab jemanden erlebt, dessen Hauptnahrungsmittel war für Jahre Tee mit Milch und Zucker (gefolgt von Toast mit Marmelade, und Bananen). Außer daß der hyper war und schlechte Zähne hatte, ging's dem nicht schlechter als seiner Mutter, die seit Jahrzehnten eine Leidenschaft für gesunde Ernährung hatte. (Untergewichtig waren sie beide.) Also, anekdotisch: Der Mensch ist leidlich robust verpackt. (Zumindest bis etwa 40...)
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    ** ansonsten niemand besonderes **

  2. Avatar von Kleiner_Vogel
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    AW: Zucker frei leben

    Ja das stimmt natürlich dass man die anderen Nährstoffe genügend essen muss. Da bin ich auch noch vom Optimum entfernt.

    Ich meine es so, wenn jemand einen hohen Kalorienbedarf hat als Ausdauersportler z.B., da können manchmal 600-1000 Kalorien zusätzlich nötig sein. Wenn man dann die anderen Nährstoffe schon abgedeckt hat, wüsste ich nicht, was dagegen spricht, diese auch in Form von Zucker zu sich zu nehmen.

    Der einzige Punkt ist die Entzündungsaktivität, da weiß ich noch zu wenig drüber, wie relevant das für ansonsten gesunde Personen ist.

    Aber klar, das ist eine Minderheit, auf die das zutrifft.

    Will nur sagen: meines Wissens nach ist das Hauptproblem der Kalorienüberschuss mit seinen Folgen, nicht der Zucker per se.

  3. Avatar von Carolly
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    AW: Zucker frei leben

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    m.W. ist das Hauptproblem bei Kohlenhydraten als reiner Makronährstoff ist, daß sie nur Energie und sonst nichts bringen. Es gibt Fettsäuren, die der Körper braucht und nicht selber herstellen kann, es gibt Eiweiße, die der Körper braucht und nicht selber herstellen kann -- Kohlenhydrate dagegen haben nur einen Nutzen durch die Energie, die sie liefern.
    In Obst und Gemuese sind allerdings doch viele Vitamine, ebenso wie Calcium, Magnesium, Eisen und andere Minerale. Klar, in reinem Zucker ist nicht viel brauchbares, aber eine kleine Prise Zucker um den Geschmack von der Hauptmalzeit zu verbessern (je nach Gericht) sehe ich jetzt nicht als so schlimm an wenn man ansonsten Zucker nicht als Hauptbestandteil der Ernaehrung nutzt.

    Ich habe gerade mal geschaut. Scheinbar esse ich an einem typischen Tag um 38-46gr Zucker, wovon 17-20gr schon fuers Fruehstueck draufgehen: Rosinen, Skyr natur und frisches Obst. Brotbelag ist meistens Kaese und Huhn/Pute, manchmal Mortadella oder aehnliches; in meinem Brot ebenfalls nicht viel Zucker. Joar, 2 Schokoriegel hauen rein, aber man muss sich auch mal was goennen. Das geht eigentlich. Ohne meinen schnellen Zucker am Morgen komme ich jedenfalls nicht auf Gang


  4. Registriert seit
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    AW: Zucker frei leben

    Zitat Zitat von Kleiner_Vogel Beitrag anzeigen

    Der einzige Punkt ist die Entzündungsaktivität, da weiß ich noch zu wenig drüber, wie relevant das für ansonsten gesunde Personen ist.
    Das weiß glaube ich keiner, oder?
    Das ist ja das Problem/die Frage....

    Irgendwas legt z. B. bei Autoimmunerkrankungen den Schalter um. Ob das Zucker, EBV, Gene, Schwermetalle oder alles zusammen ist... wer das schnallt, fährt nach Stockholm. Das ist klar.

    Freilich, kannst Zucker essen, wenn dir nix fehlt und du nicht übergewichtig bist.
    Ich finde die Extreme bedenklich. Zwischen 5 x täglich 100g und nie nichts gibts ja was.

    Isst du beim harten Sport dann echt "Zucker"? Also Glukose-Beutel oder Traubenzucker ?
    Also nicht "gebunden" in (keine Ahnung) Banane, Honigbrot, Käsesemmel?

    Mir wäre der Rohstoff pur immer zu fad, egal ob es sich um KH oder Fett oder Eiweiß handelte

    ( Marmeladensemmel ist das Mittel der Wahl bei Marathonis, oder? Geht schnell rein und der Magen machts auch mit)

  5. Avatar von Horus
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    AW: Zucker frei leben

    Ich finde die Extreme bedenklich. Zwischen 5 x täglich 100g und nie nichts gibts ja was.
    Jep!

    Isst du beim harten Sport dann echt "Zucker"? Also Glukose-Beutel oder Traubenzucker ?
    Also nicht "gebunden" in (keine Ahnung) Banane, Honigbrot, Käsesemmel?
    Das kommt bei mir tatsächlich in seltenen Fällen vor, nach stundenlanger Hochintensitätsbewegung, wenn ich weiss, es dauert auch noch ein paar Stunden an und Pause liegt nicht wirklich drin. Bei anstrengenden Kletterhochtouren gibt es solche Situationen, vor allem, wenn dazu noch Kälte kommt.
    Dann kann es vorkommen, dass bei mir zwei Stück Traubenzucker zum Zug kommen. Obwohl auch ich den puren Rohstoff eigentlich viel zu fade finde und nicht mag. Allerdings wird dann meistens noch Schokolade und/oder 1-2 Getreideriegel nachgeschoben.
    Der Traubenzucker für den sofortigen Energiekick und das Übrige für den etwas länger anhaltenden Effekt.

    Autoimmunerkrankung, Entzündungen und Zucker …. ich hab ja verschiedene Ernährungsformen getestet und festgestellt (Achtung: mur mich festgestellt, bei anderen mag das anders sein): Extreme bekommen mir nicht, und zwar egal welche Extreme. Weder wirkt sich bei mir eine weit gehend KH-freie, fettreiche Kost positiv auf die Entzündungsaktivität aus noch eine vegetarische.
    Es gibt ein paar Einzellebensmittel, die hab ich als negativ bezüglich Entzündungen identifiziert: Alkohol, Schweinefleisch, Wurst.

    Am besten bezüglich Entzündungsaktivität fahre ich tatsächlich mit einer Ernährung, die alle Extreme vermeidet und die tendenziell KH-reich (jedoch nicht zuckerreich!) ist.

    Achtung, Lesen gefährdet die Dummheit!
    _____________________________________

    Mut ist nicht das Gegenteil von Angst. Sondern die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als die eigene Angst.

  6. Avatar von Carolly
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    13.700

    AW: Zucker frei leben

    Zum Thema Entzuendung habe ich vor einer Weile einen Bericht gelesen. Es ging um den Zusammenhang von Autoimmun- und anderen Krankheiten wie Diabetes und Herzproblemen. Der Onus des Artikels war dass diese Krankheiten eventuell durch Entzuendungsprozesse ausgeloesst werden koennen und es ein paar Nahrungsbestandteile gibt die vor allem in Fleisch und Fisch vorkommen welche diese Entzuendungen hemmen. Bestimmte Bestandteile von Omega3 war da glaube ich bei... ich muss mal suchen ob ich den noch finde. Es war auf jeden Fall sehr interessant.

    edit: Inflammation might be the root of preventable disease | Harvard Magazine
    Hoffentlich wird dieser Bericht nicht zum Anlass genommen dass 'Schlacken' bestehen und man ganz dringend einen Detox braucht
    Geändert von Carolly (07.08.2019 um 18:59 Uhr)

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