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  1. Registriert seit
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    AW: Zweite Meinung... aber ich komm mir albern vor

    Das mit den 30 Jahren schon mal - würde ich nicht sagen ()
    das ist das Stichwort, wo viele auf Durchzug schalten - ankommt: hat das SEIT....

    3 Monate wäre was anderes, aber so lange her ist irgendwie nicht so relevant - also für heute...

    Sag auch nicht gleich "Gelenkkapsel" oder Sehne - sag "da tut es weh" - Setz ihm keinen Floh ins Ohr

    Sag "ich habe Angst, dass ich nicht mehr .... kann" (bissl Drama - sonst geht es in die Richtung "irgendwas tut einem immer weh")

    Zettel ist gut. Schreib ruhig auch auf, was gesagt wird.
    Hast eigentlich eine Überweisung? Frage wegen Arztbrief... vielleicht nicht schlecht

    Wurden eigentlich Bilder schonmal gemacht?


  2. Registriert seit
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    AW: Zweite Meinung... aber ich komm mir albern vor

    ??????
    and? how was it?


  3. Moderation
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    AW: Zweite Meinung... aber ich komm mir albern vor

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    and? how was it?
    Interessant.

    Erst mal fand ich es toll, daß man nicht durch 15 Untersuchungezimmer und Wartebänke geschoeben wurde, dann 10 Minuten im Behandlungszimmer sitzt und dann der Arzt hektisch reineilt. Es war, Behandlungszimmer, und kaum hatte ich meinen Tolino in der Hand kam schon der Arzt. (Hey, Lesen bis der Arzt kommt... )

    Wirkte so, als hätte er Zeit, machte keine dummen Bemerkungen, ließ mich kurz aufzählen, "wie lange, wo ich schon war, was ich schon gemacht habe/gemacht worden ist, und warum ich nicht sicher sein kann, daß es kein Trauma ist." Die Probleme mit dem Gitarrespielen und die Sorge, daß Sehne oder Gelenkapsel angeschlagen sein könnten. Und dann, weil er immer noch Zeit zu haben schien, daß durch die geänderten Bewegungen jetzt auch noch das, und das, und das Gelenk wehtut. Den Kleinkram (daß das Gelenk sich kalt anfühlt, daß Hitze hilft aber das Wetter nicht, daß ich erst einmal was hatte, was sich so anfühlte und nie rausgekriegt habe, was es war, habe ich weggelassen. )

    Er hat auch mehr mit den Fingern geguckt und ich war überrascht, wie wenige tatsächlich so insgesamt wehtut, meinte, Sehne ist im Prinzip OK, Ringbänder sind OK, auch im Daumengrundgelenk wo es knurpselt ist nicht dramatisches. Es kann aber sein, daß die Sehnen nicht rund laufen, weil etwas angeschwollen ist und/oder Spalte wo sie durchgehen zu eng geworden (das ist jetzt eine recht unfachfrauliche Wiedergabe von mir).

    Er äußerte sich auch verwundert, daß ich mit 50 schon Arthrose habe, was mich wiederum wundert, daß das so ungewöhnlich sein soll. Nicht meine Erfahrung. Natürlich gehen die Leute dann nicht groß zum Arzt, weil man ja ohnehin nichts machen kann. Trotzdem irgendwie komisch.

    Jetzt habe ich ein Antirheumatikum (Etoricoxib) verschrieben bekommen,das ich 20 Tage nehmen soll, damit sich alles angeschwollene und gereizte mal abregt. Ich beäuge das im Moment noch mißtrauisch. (Hat jemand Erfahrung damit? Warum wird auf dem Beipackzettel so stark auf Herzprobleme hingewiesen?) Außerdem soll ich vermeiden, was die Finger stark belastet oder wehtut, aber sonst nichts.

    Auf jeden Fall hatte ich den Eindruck, daß er mir zugehört hat. Ich weiß nicht, ob seine Einschätzung *besser* ist als die des anderen Arztes oder mir nur besser gefällt. (Probleme mit Sehnenlauf hatte ich schon in der Schulter und das ist jetzt wieder OK.)

    Weil der Arzt gelassen und ich gut vorbereitet war, hatte ich auch die Gelegenheit, mir selber etwas zuzugucken und ein paar Muster zu identifizieren, die ich mir mal abgewöhnen könnte, zum Beispiel eine Paraphrasierung für andere Fragen als "Habe ich das richtig verstanden" zu verwenden. Und ich habe den Verdacht, je besser es mir geht *und* je weniger ich denke, "ich sollte gar nicht hier sein", desto besser kann ich vielleicht mit einem Tonfall, den ich als abwehrend empfinde, umgehen, ohne ihn persönlich zu nehmen.

    Also, kein Grund für den Grusel, aber noch mal danke an euch alle, weil ich weniger das Gefühl hatte, ich sollte gar nicht beim Arzt sein und verschwende hier Ressourcen.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  4. Inaktiver User

    AW: Zweite Meinung... aber ich komm mir albern vor

    Etoricoxib kann theoretisch, wie alle Antirheumatika (auch Ibuprofen oder Voltaren), das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Bei Gefässpatienten (also Menschen, die schon mal mit KHK, Schlaganfall oder Herzinfarkt zu tun hatten) gilt das vor allem. Sind aber sehr sehr gute und potente Entzündungshemmer und Schmerzmittel. (Und weil Big Pharma nicht verklagt werden will, schreiben die das in die Waschzettel hinein... was dann dazu führt, dass der normale Mensch so eine Angst bekommt, dass er es lieber nicht einnimmt. Dabei ist das reine Statistik.)

    Etoricoxib hat mir super geholfen, als ich vorwärts übern Lenker abgestiegen bin und meine Schulter lädiert war. Und ich hab keine Nebenwirkungen gehabt. Meine Patienten bisher auch nicht.

    Also nur Mut!
    Find ich ne gute Idee von dem Kollegen. So soll ein Arztbesuch normalerweise sein


  5. Registriert seit
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    AW: Zweite Meinung... aber ich komm mir albern vor

    Ich habe von einem Arzt damals arcoxia verschrieben bekommen, es enthält genau diesen Wirkstoff Etoricoxib.
    Der Arzt meinte noch, es wird bei schweren rheumatischen und arthritischen Erkrankungen genommen und ich war erschrocken, weil ich mich SO schlimm nicht gesehen habe!
    Da es meiner Hand aber wirklich schlecht ging, habe ich das genommen und nach 3 Tagen konnte ich endlich eine erste leichte Verbesserung erkennen (bei mir war das Gelenk sehr stark angeschwollen).

    Bei mir hat das Mittel wirklich sehr gut geholfen - wäre froh gewesen, wenn ich das ein paar Wochen vorher erhalten hätte!

    Das also eine Erfahrung von mir - zu dem Wirkstoff, auch wenn du nun eine andere Krankheitsgeschichte hast.
    Ansonsten ist es doch schön, dass du nun eine so gute Erfahrung machen konntest!

  6. Avatar von coryanne
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    AW: Zweite Meinung... aber ich komm mir albern vor

    Zitat Zitat von Horus Beitrag anzeigen
    Und: ich bereite jeden Arzttermin vor wie eine berufliche Sitzung: ich notiere mir im Outlook-Element jede Frage, die ich aufbringen will, und jeden Punkt, den ich bei der Frage „wie liefs die letzten 3 Monate?“ erwähnen und erzählen will, stichwortartig, drucke das Ding aus und nehme das Blatt zum Termin mit. Das, was der Doc. mir sagt, schreibe ich selbstverständlich auf (ausser damals mit dem Mittelhandbruch...)
    Ich seh nicht ein, weshalb ich mich auf berufliche Sitzungen, bei denen es um irgendeinen Jobquark geht, der wenig mit meinem ureigenen Selbst zu tun hat, besser vorbereiten sollte als auf eine Sitzung, in der es um meine eigene Gesundheit und mein allervitalstes Eigeninteresse geht.
    Das gefällt mir sehr gut! Habe ich früher auch oft gemacht, allerdings handschriftlich. Z.Z. habe ich auch ges. Probleme, die eine Zweitmeinung nötig machen, von meiner Ärztin (auch schon Fachärztin ausdrücklich unterstützt!) und diesen Termin werde ich auch genauso vorbereiten!

    Krankenkassen unterstützen auch Zweitmeinungen. Ich habe gestern von meiner Tochter, Zahnärztin, gehört, dass es wohl in grossen Städten Zentren, bzw. Praxen gibt, speziell für Zweitmeinungen. Die Ärzte dort stimmen sich im Idealfall auch mit den behandelnden Ärzten ab und tauschen aus... Finde ich sehr gut! In einer guten Gemeinschaftspraxis tauschen sich die Ärzte auch aus. Es ist keine Schande, eine Zweitmeinung einzuholen. Ich würde, wenn nötig, auch noch einen dritten Arzt aufsuchen.

    @katelbach: Ich finde es super, wie du dich hier einbringst. Vor vielen Jahren hast du uns mit einem Arzttipp in Muenchen sehr geholfen als unser Sohn gastro-enterologische Probleme hatte (sagt man das so?). Endlich bekam er eine stichhaltige Diagnose für die Probleme, die seit früher Kindheit bestanden und es geht ihm seitdem gut! Danke nochmal!

  7. Avatar von coryanne
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    AW: Zweite Meinung... aber ich komm mir albern vor

    Wildwusel, das war doch ein erfolgreicher Arztbesuch. Berichte doch mal wie es weitergeht! Gute Besserung!

  8. Moderation
    Registriert seit
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    AW: Zweite Meinung... aber ich komm mir albern vor

    Da das Mittel laut Beipackzettel müde machen kann, werde ich heute abend um 11 die erste Dosis nehmen. Morgens wäre mir lieber (leichter planbar), aber ich will mich ja nicht arbeitsunfähig machen.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **


  9. Registriert seit
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    AW: Zweite Meinung... aber ich komm mir albern vor

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Und dann, weil er immer noch Zeit zu haben schien, daß durch die geänderten Bewegungen jetzt auch noch das, und das, und das Gelenk wehtut.
    Bei solchen Dingen (falsche Bewegungsabläufe, Schonhaltungen) hilft manchmal auch der Besuch bei einem Osteopathen. Hat mir mal seeehr geholfen, obwohl ich eigentlich nur hingegangen bin, weil 2 Jahre lang nichts anderes geholfen hat. Total kritisch eingestellt und so nach dem Motto: wird wahrscheinlich nichts bringen, aber dann kann ich mir wenigstens sagen, ich habe alles versucht. Und dann half das tatsächlich *lach*!

  10. Avatar von Horus
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    AW: Zweite Meinung... aber ich komm mir albern vor

    Etoricoxib
    Wirkt bei mir auch super, macht mir allerdings leider erheblich Durchfall, so dass ich lieber bei Ibu bleibe, die machen mir gar nichts.
    Könnte also sein, dass du häufiger aufs Klo rennst als sonst, Wildwusel. Könnte - nicht: muss.

    Dass die Dinger (oder auch Ibu und co) müde machen, wie auf den Beipackzettel vermerkt, habe ich persönlich nie festgestellt. Aber eben, jeder reagiert anders. Kann auch sein, dass dies anfangs so ist, sich aber nach einigen Tagen gibt, so dass du dann auch morgens nehmen kannst.

    Achtung, Lesen gefährdet die Dummheit!
    _____________________________________

    Mut ist nicht das Gegenteil von Angst. Sondern die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als die eigene Angst.

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