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  1. Avatar von overknee
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    AW: Wie wird man gesundheitlich wieder stabiler?

    Hallo Lea,
    kenn ich genauso wie du. Bin jetzt 59. Auch so ein "Steh-auf_Männchen" gewesen, immer voll Power.
    Mir wurde die Schilddrüse durch RJT entfernt, danach konnte ich nie wieder meine Leistungsfähigkeit wie vorher bekommen.
    (Ach ja, Schilddrüse hast Du auch untersuchen lassen?)
    Ich habe mich vollkommen durchchecken lassen, alle Blutwerte untersucht, alles vollkommen im Normbereich.
    Auf dem Papier bin ich kerngesund und trotzdem fühle ich mich sehr schnell erschöpft und oft ohne Antrieb.
    Ich bin ein Sportler, jogge und fahre Fahrrad. Mache Yoga und Frühsport.
    Das ist es also nicht.
    Habe mich auch belesen. Und immer wieder wird von langen Spaziergängen gesprochen. Ohne Ablenkung. Einfach gehen, gehen, gehen. Keine Gespräche, kein Handy. Das versuche ich jetzt verstärkt.

    Und kein Fernsehen mehr.

    Und ansonsten: vielleicht merken wir (sonst immer Vollpower) jetzt doch, dass wir älter werden? Was ist denn älter werden? Doch auch eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit? Die Organe nicht mehr ganz so in Schwung?

    Das ist wie mit den Falten. Wenn man jung ist und keine hat, denkt man, dass es einen selbst nie trifft. Man denkt gar nicht dran, dass man selbst faltig wird und ist dann überrascht, wenn es doch kommt.
    Vielleicht ist es mit der Leistungsfähigkeit genauso? Vielleicht sollte man doch ein paar Abstriche zulassen?
    Nicht aufgeben, nein. Aber mit sich selbst liebevoll und toleranter umgehen.

  2. Avatar von Sprachlos
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    AW: Wie wird man gesundheitlich wieder stabiler?

    Zitat Zitat von overknee Beitrag anzeigen
    Vielleicht ist es mit der Leistungsfähigkeit genauso? Vielleicht sollte man doch ein paar Abstriche zulassen?
    Vielleicht? Nicht VIELLEICHT, sondern ganz sicher!
    Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)

    Nimm dich selbst wahr, und wo du dich findest, da lass dich.(Meister Eckhart)

  3. Avatar von overknee
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    AW: Wie wird man gesundheitlich wieder stabiler?

    Fällt aber soooooo schwer

  4. Avatar von Sprachlos
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    AW: Wie wird man gesundheitlich wieder stabiler?

    Zitat Zitat von overknee Beitrag anzeigen
    Fällt aber soooooo schwer
    Ja, ich weiß.
    Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)

    Nimm dich selbst wahr, und wo du dich findest, da lass dich.(Meister Eckhart)

  5. Moderation
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    AW: Wie wird man gesundheitlich wieder stabiler?

    Lea, mir ist noch was eingefallen.

    Streß hin oder her, das sind ja, schreibst du, Infekte.
    Infekte fängt man sich irgendwo.
    Kannst du den üblichsten Übertragungswegen aus dem Weg gehen?
    Wären stinknormale Abhärtungen (Wechselduschen, Kneipp) vielleicht brauchbar?
    ** Moderatorin in Sparforum, Freundschaftsforum, und "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **


  6. Registriert seit
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    AW: Wie wird man gesundheitlich wieder stabiler?

    Vielen Dank erst einmal für eure Anregungen.

    Den einen Erreger trage ich mit mir rum, wie die meisten Menschen hierzulande (Varizella-Zoster-Virus = Erreger von Windpocken und Gürtelrose). Sowie das Immunsystem schwächelt, kann es ausbrechen und tut es leider jetzt auch gern. Es gibt eine Impfung dagegen, aber dazu muss man mal infektionsfrei sein. Die Gürtelrose therapiere ich immer aus. Noch habe ich wohl Glück, dass es nicht mit Schmerzen verbunden ist, das kann wohl ziemlich unangenehm sein. Alle Ausbrüche folgten unmittelbar, wirklich über Nacht, auf mich belastende Nachrichten/Ereignisse.

    Das andere dazwischen sind Erkrankungen der Atemwege (einfacher Schnupfen und Husten oder auch fiebriger Infekt oder Bronchitits, mal so, mal so). Bei einem der Atemwegsinfekte waren auch mal Antibiotika notwendig, weil das Fieber so hartnäckig war, die habe ich natürlich bis zum Ende genommen. Wenn mich die einfacheren Schnupfen zu sehr geplagt haben, bin ich deswegen auch schon mal zu Hause geblieben, weil ich das Gefühl hatte, das Wegstecken ist jetzt mal nicht angesagt. Es gab zu den Zeiten, als es mich erwischte, keine Erkältungswellen um mich rum, ich war da teilweise die Einzige weit und breit.

    Ich kriege die einzelnen Attacken auch immer relativ schnell in den Griff, nur die wirklich beschwerdefreien Zeiten dazwischen sind so kurz.

    Ansonsten ist es keineswegs so, dass ich immerzu zu Gange bin. So dolle finde ich mein Pensum oft gar nicht, ich habe direkt zu Hause ja niemanden, der noch versorgt werden muss (der Ehemann ist schon groß und selbstständig). Weil mir meine angeschlagene Gesundheit ja auffällt, habe ich auch häufiger mal kurze Arbeitstage eingelegt. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob das überhaupt was bringt. Die fehlenden Zeiten müssen natürlich entweder durch längere Arbeitszeiten an anderen Tagen wieder reingeholt werden oder durch Verdichtung der Arbeit (manchmal war ich dann nach einem sieben Stunden-Arbeitstag schon genauso durch wie nach neun Stunden) .

    Die zusätzliche Familiensorge hält sich zeitlich in Grenzen, meist reicht ein Abend in der Woche und ein paar Stunden am Wochenende plus mehr oder weniger tägliche Telefonate. Das ist auch so wenig, weil ich eben so oft krank war/bin und mich dann fernhalte, um das nicht an den Haushalt der alten Eltern weitertragen wollte/sollte. Die Gesamtsituation hat sich dort aber jetzt auch ohnehin völlig überraschend grundsätzlich verändert. Nach einer nochmal schwierigen Übergangszeit wird es vielleicht insgesamt überschaubarer.
    Wenn der Kern des Problems diese Belastung war, gibt in einigen Wochen Aussicht auf Besserung.

  7. Avatar von overknee
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    AW: Wie wird man gesundheitlich wieder stabiler?

    Ich bin ja im Laufe des Lebens ein Verfechter der Theorie geworden, dass der Körper unsere Psyche spiegelt.
    Nicht immer, aber oft.
    In meiner Ternnungsphase hatte ich eine Kelhkopfentzündung, ich wollte nicht mehr reden (denke Ich), danach eine Lundenentzündung, habe mir alles aus der Seele gehustet.

    Vielleicht sagt Dir Dein Körper: Ich kann nicht mehr, mach langsam?
    Ja, aber wie? Ich weiß, nach dem Urlaub bin ich nach 2 Tagen fix und foxi, weil mich das Liegengebliebene umhaut.

    Ich hatte im Frühjahr einen neuen Yogakurs angefangen, bei einer Trainerin, die in Indien gelernt hatte. Da war sehr viel mit Entspannung, nicht so wie sonst mit Anstrengung. Zuerst wollte ich sofort wieder abhauen, war mir zu ruhig, zu wenig Power.
    Aber dann dachte ich mir: nimm es an, das hat Dir das Schicksal geschickt .
    Und ja, es tut mir gut. Zurück aufs Wesentliche.

    Ich sehe bei Dir nicht, wo Du selbst ansetzen willst. Sei mir nicht böse, klingt nach jammern ohne zuzuhören, was hier kommt.


  8. Registriert seit
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    AW: Wie wird man gesundheitlich wieder stabiler?

    Ich wünsche es dir!
    Kann mir vorstellen, dass wenn man so dauernd was hat, dann fürchtet man sich schon immer vor dem nächsten - auch wenn man grad mal gesund ist....

    Gürtelrose. Das ist schon eine Hausnummer. Die Herpes-Familie ist nicht zu unterschätzen.
    Ich kenne einige Menschen, die diesen Ausbruchs-Kreislauf auch kennen. Mein Mann hatte im Winter heuer so eine Phase.
    Ob sie vorbei ist, ist noch offen...
    Er hat auch immer (wegen jedem Sch. Lippen-Herpes). Im Februar klagte er dann lange über so komische Rückenschmerzen. Ich habe auch erst nicht geschnallt, was da im Gange ist.
    Da bedauere ich dich!

    Meiner Ansicht nach (auch und gerade aus eigenem Erleben mit Neurodermitis-Schüben) hängt da viel am Immunsystem und das hängt an der seel. Verfassung und umgekehrt. Man hat nie die Energie gleichzeitig und lange alle Schutzschilde hoch zufahren und zu halten. Irgendwo bröckelt es immer.

    Hast du jemanden Vertrautes um zu reden? Also auch mal um zu jammern oder um Verzweiflung/Überforderung raus zu lassen?
    Das wäre vielleicht auch ein Ventil. Beste Freundin/Friseur/Pfarrer/Telefonseelsorge
    Im Ernst, mal ein paar Gespräch mit einem Profi denkbar?
    Hat den Charm, dass du den Profi nicht schonen/beruhigen müsstest und auch nicht nach spätestens 30min fragen "und bei dir, wie läuft es bei euch so?"

    Alleine rauszulassen, was einem Angst macht und den Schlaf kostet kann sehr sehr erleichtern.

  9. Avatar von Simpleness2
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    AW: Wie wird man gesundheitlich wieder stabiler?

    Zitat Zitat von Lea1958 Beitrag anzeigen
    Wenn der Kern des Problems diese Belastung war, gibt in einigen Wochen Aussicht auf Besserung.
    Na dann...


  10. Registriert seit
    11.09.2012
    Beiträge
    947

    AW: Wie wird man gesundheitlich wieder stabiler?

    Hallo Lea,

    Gedankenkarussel, verminderte Konzentration, gehäufte Infekte, nicht abschalten können, könnten Symptome einer Depression sein. Dauerhafter Stress, lang anhaltende Belastung, können einen in eine chronische Erschöpfung rutschen lassen.
    Wenn man dann noch das Gefühl hat, dass man die Kollegen nicht allein lassen kann und „alles doch nicht so schlimm ist und nur eine Phase und sich bestimmt anpassen kann“, können das typische Gedankengänge für einen pflichtbewussten Menschen sein, der sich im Burnout befindet.

    Hast Du Dich mal belesen, was dauerhafter Stress mit der Gesundheit macht? Die biochemischen Abläufe sind „faszinierend“. Stressabbau durch Sport ist super. Aber bei Dauerstress, wenn mensch aus dem Gleichgewicht geraten ist, reicht dieser nicht mehr.

    Vielleicht guckst Du mal, ob es an Deinem Wohnort eine Institutsambulanz Psychosomatik o. ä. gibt. Dort gibts relativ schnell Termine und es gibt gute und vor allem schnelle Diagnosemöglichkeiten (Fragebögen ehrlich beantworten).
    Es wäre eine Möglichkeit, um zu schauen, wenn Du gesundheitlich nicht stabiler wirst.

    Alles Gute für Dich, Pumpernickel

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