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  1. Registriert seit
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    Spätfolgen bzw. was bleibt nach einem Burnout

    Ich hatte vor 7 Jahren Psychosomatische Beschwerden und ein Jahr später kam die generalisierte Angststörung und dann eine schwere Depression. Lange Klinikaufenthalte, Reha,Therapie, Antidepressivum usw.

    Jetzt viele Jahre später geht es mir endlich wieded gut. Therapie ist beendet. Angst im Normalbereich. Depression gut im Griff. Minimum an AD ist mir geblieben.

    Ich bin oft sehr münde und manche Tage sind sehr zäh. Dann gehts mir wieder prima. Alles läuft gut.
    Körperlich hab ich manchmal Ohrensausen.und Schwindel.

    Belastbar fühle ich sehr gut. Seit einem halben Jahr.

    Ich lebe gesund und schlafe viel.

    Wie geht es euch mit einer ähnlichen Geschichte nach Jahren.

  2. Avatar von twix25
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    AW: Spätfolgen bzw. was bleibt nach einem Burnout

    Liebe Zaubermaus,

    bei mir ist´s auch lange her

    Übrig geblieben ist, dass ich mich oftmals nicht gut damit abfinden kann, nicht mehr so tatkräftig und energiegeladen zu sein

    Oft sprinte ich los und dann ......zack, nach 50 Metern bin ich völlig überfordert

    Und das mit Projekten, die ich mir selber ausgesucht hab

    Desweiteren ist es mir oft (immer noch) unangenehm, das kundt zu tun.

    Ich wirke ja erstmal schwungvoll und dann sagen zu müssen, Xy ist mir grad zuviel...

    Obwohl ich offen mit der Erkrankung umgehe, haben die Menschen ein anderes Bild von mir

    Körperlich äussert es sich durch Schlafstörungen, Druck und Herzrasen
    ************************************************** **************************************

    Ich so : "Och bitte" - Mein Leben so : "Nö!"

    Ich wieder: "Och bitte"

    Mein Leben so : "Naaaa guut"

  3. Avatar von kuhliebe
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    AW: Spätfolgen bzw. was bleibt nach einem Burnout

    Bei mir ist es jetzt fast 10 Jahre her. Drei Jahre ging fast nix. Lange Klinikaufenthalt.

    Heute schaff ich manchmal meine Haushaltspflichten nicht. Aber da reg ich mich nicht mehr auf. Da geht es mir wie Twix ran an das Projekt und dann ist die Luft raus.

    Morgentief macht mir öfters zu schaffen. Dann komm ich in die Gänge gegen Mittag. Das hat mich geärgert jetzt nicht mehr.

    Meine Blutdruck ist hoch. Meine Schilddrüse hat ne Unterfunktion in der Zeit entwickelt. Ob das damit zusammenhängt oder die Wechseljahre weiss ich nicht.

    Ich finde dein Thema interessant. Wie es Betroffenen geht nach Jahren, da erfährt man wenig.

  4. Moderation
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    AW: Spätfolgen bzw. was bleibt nach einem Burnout

    Nach einer Studie von 2006 ("Burnout and Risk of Type 2 Diabetes: A Prospective Study of Apparently
    Healthy Employed Persons") ist Burnout ein wesentlicher Risikofaktor für Diabetes Typ 2.
    ** Moderatorin in Sparforum, Freundschaftsforum, und "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  5. Avatar von twix25
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    AW: Spätfolgen bzw. was bleibt nach einem Burnout

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Risikofaktor für Diabetes Typ 2.
    och nöö, Wusel
    ************************************************** **************************************

    Ich so : "Och bitte" - Mein Leben so : "Nö!"

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  6. Moderation
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    AW: Spätfolgen bzw. was bleibt nach einem Burnout

    Zitat Zitat von twix25 Beitrag anzeigen
    och nöö, Wusel
    Mutter Natur ist eine fiese Möpp.

    Es ist erst mal nur eine Studie, und laut der ist ein Risikofaktor, keine sichere Sache. Aber ein Hinweis, denke ich, einen Burnout ernst zu nehmen auch wenn er vorbei ist (wenn einen Kopf und Körper nicht ohnehin dazu zwingen) und auf sich zu achten, weil der Metabolismus eben durch den Dauerstreß Schaden genommen haben kann.
    ** Moderatorin in Sparforum, Freundschaftsforum, und "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **


  7. Registriert seit
    07.01.2017
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    AW: Spätfolgen bzw. was bleibt nach einem Burnout

    Danke für die ehrlichen Antworten.
    Boah Zucker Diabetes brauch ich echt nicht noch auch. Wobei in meiner Familie noch nie einer Diabetiker war bzw. ist. Also wenn ich das mal bekomme würde ich in die Studie passen.


  8. Registriert seit
    21.09.2014
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    AW: Spätfolgen bzw. was bleibt nach einem Burnout

    Bei mir ist es jetzt 6 Jahre her, kein klassischer Burnout sondern eine schwere Depression, Klinik, Medikamente.
    Die Psychiaterin meinte ich sollte diese Medikamente besser mal den Rest meines Lebens nehmen, das wollte ich aber nicht und habe nach 1 Jahr ausgeschlichen.

    Meistens geht es mir gut, ich fühle mich "normal" in dem Sinn das es eine Schwankung in einem für mich akzeptablen Bereich gibt, das Gefühl der Leere und Stumpfheit war für mich das schlimmste.
    Im Winter hab ich zu kämpfen, ich habe mir so eine Lichttherapielampe gekauft, ich habe den Eindruck es hilft.

    Manchmal habe ich schlechte Tage, dann ziehe ich mich zurück. Ist besser so, es geht ja auch wieder vorüber.
    Ich habe immer noch Angst vor Zurückweisung wenn ich nicht "funktioniere", bin da auch schon angegangen worden deswegen, das verdaue ich nur schwer auch wenn ich weiß dass ich da einfach bei der falschen Person Offenheit gezeigt habe. Andere haben ja Verständnis und nehmen mich an wie ich bin.

    Ich habe kürzlich ein schönes Buch gelesen "Kintsugi" von Pascal Akira, es vergleicht die alte japanische Kunst der Reparatur mit dem Heilungsprozess von Menschen nach einer Krise.
    Die reparierte Teeschale ist danach wieder ganz, und sie ist etwas besonderes denn kein Ding und auch kein Mensch zerbricht auf die gleiche Weise - und wird dann hoffentlich wieder ganz, wenn auch mit Bruchlinien, die bei der alten Technik übrigens hübsch vergoldet werden.
    Think before you print.


  9. Registriert seit
    06.09.2018
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    AW: Spätfolgen bzw. was bleibt nach einem Burnout

    ich hatte vor 2 Jahren auch eine schwere Depression (Klinikaufenthalt, Medikamente). Nachdem ich dann in meinem Leben neue Prioritaeten gesetzt habe und einiges geandert habe geht es mir wieder gut. Keinerlei Medikamente mehr - doch ! Da ich jetzt eine Schilddruesenunterfunktion habe muss ich Schilddruesenhormon einnehmen.
    Manchmal habe ich noch schlechte Tage aber die werden weniger. Bin jedoch weniger belastbar als noch vor der Depression .. denke dass bleibt immer so. Je weniger Stress, je besser..

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