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    Angstpatient und notwendiger Gang zum Proktologen

    Liebe Forenmitglieder,

    ich wende mich an Euch und hoffe auf gute Tipps und/oder Erfahrungen.

    Es geht um folgendes: ein mir sehr nahestehendes Familienmitglied leidet seit nunmehr 3 Jahren unter offensichtlich heftigsten Schmerzen im Bereich des Anus, Enddarms und auch (nicht immer) während des Stuhlgangs.

    Die Schmerzen beeinträchtigen ihn nicht nur körperlich, sondern wirken sich mittlerweile auch auf seine Psyche aus: er ist still, in sich gekehrt und fast depressiv geworden.

    Er vertraut sich mir mit seinen Leiden an, ich weiß also, wie es ihm geht. Aber....

    ....seine Angst, zum Arzt zu gehen, ist größer als sein Wunsch, die Ursache seiner Schmerzen heraus zu finden und bestenfalls von den Schmerzen befreit zu werden.

    Ich habe ihn vor einigen Jahren zu Beginn seiner Beschwerden zu einer Facharztpraxis begleitet und im Wartezimmer auf ihn gewartet: nach nicht mal 10 Minuten stand er wieder vor mir. Der Arzt habe ihn kurz mit den Fingern rektal untersucht, gemeint, da sei nichts und habe ihn dann mit runter gelassener Hose stehen lassen - er müsse zum nächsten Patienten...

    Für einen Menschen, der sowieso nur nach langer Überwindung zum Arzt geht, ein echtes Trauma....

    Seitdem hat er mit dem Thema "Arztbesuch " komplett gebrochen.

    Nun sind die Beschwerden aber so massiv geworden, dass ich ihn "ins Gebet genommen" habe. Es muss etwas geschehen.

    Ich denke, ideal bzw. ein absolutes Muss wäre ein Proktologe, der zum einen auf Angstpatienten spezialisiert ist und der sich über den GKV- üblichen Zeitschlüssel hinaus die Zeit nimmt, um sich dem Patienten, seiner Krankengeschichte zu nähern.

    Langer Rede kurzer Sinn: kennt jemand von Euch einen Proktologen, welcher auf Angstpatienten spezialisiert ist? Hat jemand hierzu eine Idee und bestenfalls schon Erfahrungen?

    Ideal wäre eine Praxis im Rhein-Main Gebiet, aber das ist letztlich egal, solange es ein Arzt wäre, der den Patienten in seiner Not und mit seinen Ängsten so annimmt und ernst nimmt.

    Zweitrangig ist auch, ob es es ein Kassenarzt/ -ärztin oder eine privatärztliche Praxis wäre.

    Ich danke Euch 1000 Mal.

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    AW: Angstpatient und notwendiger Gang zum Proktologen

    Guten Abend,
    mit schlimmsten Schmerzen bin ich bisher schon 2 X in Wiesbaden in der Proktologischen Ambulanz der DKD (deutsche Klinik für Diagnostik).gewesen. Einmal war es eine Analvenenvenenthrombose auf die sich ein Pilz noch dazu gesetzt hatte; ein zweites Mal hatte ich eine Analfissur.
    Jedes Mal wurde mir direkt vor Ort bereits geholfen; mit den richtigen Medikamenten war ich nach drei Tagen wieder fit. Die Schwestern dort sind super lieb und sensibel; die Ärzte sachlich, fachlich kompetent.
    Ich kann nur empfehlen dringend den Besuch anzugehen - auch zwischen den Jahren.
    Es ist halb so schlimm.

    Viel Glück und gute Besserung


    .

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    AW: Angstpatient und notwendiger Gang zum Proktologen

    Guten Abend Pippilotta,

    hab vielen Dank für diese wichtige Information und Deinen Erfahrungsbericht.

    Eine Frage (oder eigentlich sind es 2): kann man in der Klinik ohne Überweisung des Hausarztes vorstellig werden? Muss man einen Termin vereinbaren oder ähnelt es vom Ablauf her eher einer "Notfallambulanz", die ohne Terminvereinbarungen arbeitet?

    Lieben Dank
    Wiesenblume

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    AW: Angstpatient und notwendiger Gang zum Proktologen

    Oh, noch eine Folgefrage: meinst Du die "DKD Helios Klinik" in Wiesbaden? Und Du hattest Dich mit Deinen Erkrankungen im Fachbereich "Chirurgie mit koloproktologischem Schwerpunkt" vorgestellt?

    Ich hatte gerade die Homepage der Klinik nach der von Dir erwähnten Ambulanz durchforstet und war mir jetzt nicht sicher, ob ich die korrekten Fachbereiche gefunden hatte, von denen Du berichtet hattest.

    Danke Dir, Pippilotta

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