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  1. Avatar von Jedimeisterin
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    Nehmen wir zuviele Medikamente zu uns?

    Liebe Forengemeinde,

    manchmal frage ich mich, nehmen wir nicht zuviele Medikamente zu uns? Wie komme ich jetzt darauf?

    Schaut doch hier mal bitte rein: Medikamente: Jeder funfte Bundesburger nimmt regelmassig funf oder mehr Arzneimittel ein. | Berliner Zeitung
    "Eine grüne Pille, eine gelbe, eine kleine runde Tablette, eine Kapsel und einige Tropfen - das ist Alltag bei vielen Menschen in Deutschland. Jeder fünfte Bundesbürger nimmt fünf oder mehr Medikamente gleichzeitig ein. Das ergibt sich aus dem neusten Arzneimittel-Report der Barmer Krankenkasse, der am Donnerstag vorgestellt wurde.
    Grund für das Verschreiben vieler Medikamente: Bundesweit leiden rund 5,4 Millionen Menschen an drei chronischen Erkrankungen, bei 23,3 Millionen Menschen sind es sogar fünf oder mehr. Zwei Drittel der Barmer-Versicherten mit einer Polypharmazie wurden im Jahr 2016 durch drei oder mehr Ãrzte medikamentös behandelt."


    Mein Schwager nimmt weit mehr als 10 Tabletten am Tag. Er hat COPD, Herzprobleme, Asthma und einiges mehr. Aber wenn er die nicht nehmen würde, dann wäre er wohl nicht mehr unter uns. Ich selber nehme Bluthochdrucktabletten und das langt mir ehrlich gesagt. Meinem Mann könnte es auch zu einer regelmäßigen Medikamenteneinnahme kommen wegen Gicht und eventuell Zucker im Blut kommen. Soll sich aber entsprechend ernähren lt. Ärzte. Also wenig Zucker, purinarme Nahrung. Zusätzlich nimmt er jetzt Schüssler Salze. Im Januar erneute Kontrolle. Dann sehen wir weiter.

    Wie seht Ihr das? Nehmen wir Zuviel Medikamente?

    LG Jedimeisterin

  2. Inaktiver User

    AW: Nehmen wir zuviele Medikamente zu uns?

    Zitat Zitat von Jedimeisterin Beitrag anzeigen
    Wie seht Ihr das? Nehmen wir Zuviel Medikamente?
    Wenn es um verschreibungspflichtige Medikamente geht sicher nicht. Ich muss lebenslang zwei Medikamente einnehmen.
    Ein Problem sehe ich eher bei den nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten und bei Nahrungsergänzungsmitteln.

  3. Avatar von Horus
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    AW: Nehmen wir zuviele Medikamente zu uns?

    Es kann ja jeder entscheiden, ob er verschriebene, vom Arzt als notwendig bezeichnete Medikamente weiter einnimmt - oder absetzt und dann halt mit den Konsequenzen lebt (oder je nach dem nicht mehr lebt)

    Wobei es bei gewissen Leiden für viele Menschen offenbar weniger anstrengend ist, Medikamente einzuwerfen, statt den Lebensstil zu ändern, was vielfach nachhaltiger wäre.

    Achtung, Lesen gefährdet die Dummheit!
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    Mut ist nicht das Gegenteil von Angst. Sondern die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als die eigene Angst.

  4. Avatar von Syriana
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    AW: Nehmen wir zuviele Medikamente zu uns?

    Zitat Zitat von Jedimeisterin Beitrag anzeigen
    Wie seht Ihr das? Nehmen wir Zuviel Medikamente?
    Naja, was heißt „wir“? Ich zB nehme keinerlei Medikamente und bin zum Glück gesund.

    Die interessantere Frage wäre für mich: Leben viele Menschen so, (Ernährung, Bewegung, Rauchen, Trinken, Stressmanagement, etc.) das sie zwangsläufig früher oder später als Folge Medikamente nehmen müssen?

    Nehmen viele Menschen nicht lieber eine Pille anstatt an ihrer Lebebsweise etwas konsequent zu verändern?

    Und nein, ich meine nicht Menschen, die aufgrund von Genetik, Unfällen etc. ein Medikament nehmen müssen.

    80 - achtzig Prozent aller deutschen Männer und 60 Prozent der Frauen - so las ich die Tage - sind übergewichtig. Das zB hat Folgen, die zumeist vermeidbar wären.
    ECSTACY
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  5. Avatar von Carolly
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    AW: Nehmen wir zuviele Medikamente zu uns?

    Mir gefaellt das 'wir' nicht. Wenn man Medikamente braucht und die Lebensweise veraendern nichts bringen wuerde dann kann man nichts tun. Man kann nicht einfach glutenfrei essen und braucht auf einmal keine Schilddruesenhormone mehr, um mal ein Beispiel zu nennen.

    Allerdings habe ich das Gefuehl dass Aerzte oft keine gute Uebersicht haben ueber die Medikamente welche ein Patient einnimmt. Neben- und Wechselwirkungen koennen da schonmal auftreten, oder bestimmte Medikamente 'doppelt' verschieben werden. Dafuer muesste es eine anstaendige Loesung geben, und Aerzte welche die noetige Kenntnis haben und die Zeit zu schauen was noetig ist, was mit was zusammengeht und was nicht.


  6. Registriert seit
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    AW: Nehmen wir zuviele Medikamente zu uns?

    Gerade bei alten Menschen ist das oft ein Problem. Da verschreibt ein Arzt dieses, der Facharzt jenes, im Krankenhaus noch was dazu...

    Da kann man froh sein, wenn man einen vernünftigen Hausarzt hat, der als Lotse fungiert und zum Facharzt schickt, dabei gleich eine Auflistung aller Medikamente mitgibt oder hinfaxt...

  7. Moderation
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    AW: Nehmen wir zuviele Medikamente zu uns?

    Es kommt ja auch oft eines zum anderen.

    Da kriegt man Medikamente für den Blutdruck oder das Herz, und dann welche, um den Magen vor den Nebenwirkungen zu schützen, und was gegen die Depression, die die Nebenwirkung des Blutdruckmedikaments ist, und etwas gegen die Zuckungen, die man von den Antidepressiva kriegt...

    Andererseits sind heute einige Sachen behandelbar (aber nicht heilbar) unter denen man früher mehr oder weniger still gelitten hätte, oder jung gestorben wäre. Ich bin schon ein bißchen baff, wenn ich darüber nachdenke, daß in meinem gleichaltrigen Freundeskreis außer mir nur eine Person ist, die nicht regelmäßig Medikamente nimmt.

    Aber ist das neu? Wenn in "Pünktchen und Anton" Pünktchens Familie vorgestellt wird, heißt es, daß ihr Vater, der "Herr Direktor" vor, während und nach jedem Essen irgend welche Tabletten nimmt. Und der war höchstwahrscheinlich unter fünfzig und noch im 19. Jahrhundert geboren. In dem Buch ist das allerdings ein Zeichen dafür, daß im Haushalt was nicht ganz richtig läuft... aber dennoch, wenn es zu der Zeit komplett absurd gewesen wäre, hätte Kästner es nicht verwendet.

    Experten für "geht das überhaupt so zusammen?" sind eher Apotheker als Ärzte: Pharmazie ist eine eigene Wissenschaft.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  8. VIP Avatar von katelbach
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    AW: Nehmen wir zuviele Medikamente zu uns?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Experten für "geht das überhaupt so zusammen?" sind eher Apotheker als Ärzte: Pharmazie ist eine eigene Wissenschaft.
    Pharmakologie ist das richtige Fach - und das ist - wäre - klar in der Medizin angesiedelt.
    Patienten können oft keine klaren Angaben dazu machen, was sie alles einnehmen, und es gibt keinen Hausarzt, bei dem die Informationen zusammenlaufen. Ein Kommunikationsproblem.

    Des Weiteren denken im Gegensatz zu uns Veterinären viele nicht in Wirkstoffen sondern in Brand names, das sind heute oft moderne Fantasienamen,, die nicht erkennen lassen, welcher Wirkstoff dahintersteckt.

    In der den Ärzten zugänglichen Fachinformation stehen zwar die Wirkstoffgruppen, mit denen es Unverträglichkeiten oder Interaktionen wie Abschwächung oder Verstärkung der Wirkung des Medikaments geben könnte (meist abhängig von Verstoffwechslung über komplexe Enzymsysteme), aber die Kenntnisse werden nicht so klar vermittelt.

    Unser Gesundheitssystem honoriert die Zeiten nicht, die notwendig wären, in Interaktionsdatenbanken zu recherchieren oder die FI zu studieren oder - das gibt es teils auch von der Pharmaindustrie - die Produktseiten im Internet (Produktinformation mit Interaktioenen, Therapie- und Nebenwirungsmanagement) anzuschauen.

    Außerdem meinen viele Patienten, dass sie zu den verordneten Medikamenten alles mögliche an frei verkäuflichem Viatmingedöns und Nahrungsergnzungen nehmen können. Damit gibt es viele Interaktionen, z. B. schwächen Johanniskrautpräparate die Wirkung mancher Krebs- oder HIV-Medikamente. Oft reicht schon Grapefruitsaft, um die Wirkung so zu verändern, dass eine Dosisanpassung nötig wäre oder ein sinnvoller zeitlicher Abstand eingehalten werden müsste.

    Meiner Meinung nach müsste neben besserer Information eine aktuelle Verordnungsliste auf der elektronischen Gesundheitskarte für jeden behandelnden Arzt abzurufen sein. Und die Recherchezeiten müssten vergütet werden.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


    Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
    sonst normale Userin

  9. VIP Avatar von katelbach
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    AW: Nehmen wir zuviele Medikamente zu uns?

    Zitat Zitat von Horus Beitrag anzeigen
    Es kann ja jeder entscheiden, ob er verschriebene, vom Arzt als notwendig bezeichnete Medikamente weiter einnimmt - oder absetzt und dann halt mit den Konsequenzen lebt (oder je nach dem nicht mehr lebt)
    ... wobei das eigenmächtige Absetzen oder Nichteinnehmen von verordneten Medikamenten das Gesundheitssystem mehrfach belastet. Dann lieber das Rezept gleich nicht einlösen ...
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


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    sonst normale Userin

  10. Avatar von chaos99
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    AW: Nehmen wir zuviele Medikamente zu uns?

    Zitat Zitat von Syriana Beitrag anzeigen
    Naja, was heißt „wir“? Ich zB nehme keinerlei Medikamente und bin zum Glück gesund.

    Die interessantere Frage wäre für mich: Leben viele Menschen so, (Ernährung, Bewegung, Rauchen, Trinken, Stressmanagement, etc.) das sie zwangsläufig früher oder später als Folge Medikamente nehmen müssen?

    Nehmen viele Menschen nicht lieber eine Pille anstatt an ihrer Lebebsweise etwas konsequent zu verändern?

    Und nein, ich meine nicht Menschen, die aufgrund von Genetik, Unfällen etc. ein Medikament nehmen müssen.

    80 - achtzig Prozent aller deutschen Männer und 60 Prozent der Frauen - so las ich die Tage - sind übergewichtig. Das zB hat Folgen, die zumeist vermeidbar wären.

    Du spielst auf den Spiegelartikel an, der als Basis eine Umfrage der AOK unter 5000 Mitgliedern hat.

    AOK-Familienstudie 2018: In jeder dritten Familie spielt korperliche Aktivitat keine Rolle (02.07.18) | Pressemitteilung | Presse | AOK-Bundesverband

    Gründe, warum Leute krank werden, sind auch zu vielfältig.
    Das reicht von Menschen, die aufgrund ihrer Sagrotansucht ihr Immunsystem von Kindheit an nicht richtig entwickeln, bis zu Leuten, die wirklich krank zur Arbeit gehen und Ihre Infektionen verschleppen, nicht zum Doc gehen,.. die sich dann chronisch einnisten, über Stress erdulden und sehr viel mehr.
    Von Leberschäden, Hormonstörungen, Schädigung der Bauchspeicheldrüse und der Schilddrüse, etc, der Leute, die sich mit "gesunden" Zusatzstoffen vollpumpen (die Dosis macht das Gift...) ganz zu schweigen.
    ...oder die, die den Doc bei Untersuchungen anlügen, was Ernährung, Lebensverhalten und Einnahme von Stoffen jeglicher Form betrifft.
    Geändert von chaos99 (14.12.2018 um 06:15 Uhr)

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