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  1. Registriert seit
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    Meniskusverschleiß

    Hallo alle zusammen,
    im letzten Frühjahr bin ich gestürzt und hatte einen dicken Bluterguss am Knie, der sich im Lauf der Zeit bis in den Fuß zog, so dass ich irgendwann dann doch zum Arzt gegangen bin. Aufgrund des erheblichen Blutergusses wurde ich zum MRT geschickt mit Verdacht auf eine Tibiakopffraktur, was sich aber nicht bestätigte. Allerdings wies das MRT einen verschlissenen/durch den Sturz angerissenen Meniskus auf. Sorry, wenn ich mich eventuell nicht ganz korrekt ausdrücke, komme nicht aus dem medizinischen Bereich.
    Der Sturz ist mittlerweile ca. 8 Monate her und ich habe immer noch leichte Beschwerden. Keine starken Schmerzen und das Knie ist auch voll beweglich, aber ständig ein leichtes Taubheitsgefühl und bei stärkerer Belastung wird es schon unangenehm. Ich bin 53, ziemlich unsportlich, leicht übergewichtig.
    Im Netz lese ich immer wieder von konservativen Behandlungsmethoden, Schonung, Kühlung, evtl Antibiotika. Meine Ärztin meinte, eine OP wäre möglich, aber nicht unbedingt nötig.
    Nun muss ich auch dazu sagen, dass ich nach dem MRT so erleichtert war, dass ich mich um die genaue Diagnose gar nicht weiter geschert habe. Bin ohnehin keine große Arztgängerin und nicht sonderlich wehleidig.
    Da ich zwischenzeitlich aufgrund einer Wirbelsäulenblockade Massagen bekommen habe, habe ich die Gelegenheit genutzt, und eine Ultraschallbehandlung fürs Knie bekommen. Ich kann aber nicht behaupten, dass es viel gebracht hat - war auch nur 3x, dann hatte ich keine Zeit mehr.
    Nun frage ich mal hier in die Runde:
    Welche Möglichkeiten gibt es, eine OP zu umgehen. Soll ich einfach mit dem leicht lädierten Knie leben oder birgt das zu große Risiken ?
    Was kann ich selber tun, um meine Beschwerden zu verbessern ?
    Bin für alle Tipps dankbar :)


  2. Registriert seit
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    AW: Meniskusverschleiß

    Die Behandlung kommt auf die Diagnose an. Du machst leider sehr spärliche Angaben dazu, wahrscheinlich weil du dich selbst damit noch gar nicht auseinandergesetzt hast?

    Ein (ein-)gerissener Meniskus birgt immer die Gefahr, dass die aufgefaserten Strukturen den umliegenden Knorpel beschädigen. Das bedeutet Arthrose...nicht gut!

    Es gibt aber auch Stellen des Risses, da ist diese Gefahr nicht sonderlich groß. Kommt also auf die Diagnose an.

    Was hast du denn genau für Beschwerden? Und wann?

  3. Moderation
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    AW: Meniskusverschleiß

    Ich würde versuchen, mir Physio verschreiben zu lassen. Eine Kombi aus manueller Therapie (wenn's wehtut und man Sorge drum hat, bewegt man sich oft komisch, die Muskeln und das Bindegewebe leiden und machen es schlimmer: Da hilft fachkundiges Kneten) und geeigeneten Kräftigungsübungen (die man dann auch eisern durchziehen sollte, vielleicht lebenslang -- ich hab das früher mal nicht gemacht und hatte 14 Jahr unnötigen Ärger).

    Eventuell wäre auch eine Stütze/Orthese/Bandage brauchbar, die du trägst wenn es sich besonders instabil anfühlt oder du etwas besonders belastendes machst. Verschreibt meist der Orthopäde.

    Eine gute Körperkoordination und Balance zu entwicklen verhindert, daß man es durch unnötige Unfälle (vom Kantstein fallen...) schlimmer macht.

    Beim Kühlen habe ich schon damit gute Erfahrungen gemacht, das Gelenk nachts nicht unter der Bettdecke zu haben, und mich nicht unnötig warm anzuziehen. (Ist natürlich unangenehm, wenn was kalt ist, aber es ist schlimmer, wenn es wehtut.) Vorteil, es ist überhaupt kein Aufwand.

    Eine OP an einem Gelenk ist immer ein Risiko. Das macht man, wenn alles andere versagt hat und das Leben durch die Schädigung spürbar eingeschränkt ist.

    Bei Entzündungen sind Entzündungshemmer oft besser als Antibiotika. Sprich da ggf. mit deinem Hausarzt über eine angemessene Dosierung.

    Mit 50 dauern viele Sachen echt ewig, bis sie abheilen, und der Materialverschleiß wird spürbar .
    ** Moderatorin in Sparforum, Freundschaftsforum, und "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **
    Geändert von wildwusel (23.10.2018 um 11:05 Uhr) Grund: Mehr Absätze

  4. Avatar von Simpleness2
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    AW: Meniskusverschleiß

    Zitat Zitat von Caramac Beitrag anzeigen
    Welche Möglichkeiten gibt es, eine OP zu umgehen. Soll ich einfach mit dem leicht lädierten Knie leben oder birgt das zu große Risiken ?
    Was kann ich selber tun, um meine Beschwerden zu verbessern ?
    Bin für alle Tipps dankbar :)
    Ja - lebe damit. Deine Ärztin hält eine OP auch für unnötig.
    Ich hatte einen mehrfach eingerissenen Meniskus, ließ mich operieren, weil ich seinerzeit kaum laufen konnte. Die Schmerzen waren zwar nach der OP nach einigen Monaten weg aber das Knie war nach wie vor nicht mehr belastbar.
    Spätfolge der OP nach ca. 8 Jahren - Arthrose Grad 4. Die OP hat dies begünstigt und wie ich im nachhinein gelesen scheint das als Folge einer Meniskus-OP die Regel zu sein. Bei jüngeren Menschen mag das anders sein.

    Auch wenn Du ein Sportmuffel bist - mach Übungen für Dein Knie. Lass Dir welche von Deiner Physiotherapeutin zeigen, kaufe Bücher, mach Strechübungen und arbeite mit einer Faszienrolle.
    Mir wurden seinerzeit leider keine Alternativen aufgezeigt.

  5. Avatar von schafwolle
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    AW: Meniskusverschleiß

    Zitat Zitat von Caramac Beitrag anzeigen
    Soll ich einfach mit dem leicht lädierten Knie leben oder birgt das zu große Risiken ?
    Ich schließe mich @Simpleness an … und würde Dir ebenfalls von einer
    OP abraten.

    Vor vielen Jahren hatte ich einen Sportunfall (blöder Sturz, über eine
    Wurzel beim Laufen im Wald-Fitnessparcours gestolpert) mit der Folge eines
    eingerissenen Meniskus. Ich hatte Schmerzen, und der Orthopäde riet mir
    eindeutig zur OP, aber dagegen hat sich alle gesträubt in mir.

    Im Laufe der Monate wurden die Schmerzen immer weniger, ohne, dass ich
    mich geschont hätte. Allerdings habe ich lange eine Kniebandage beim Laufen
    getragen, das fühlte sich stabilisierend an und war es wohl auch.


  6. Registriert seit
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    AW: Meniskusverschleiß

    Zitat Zitat von Simpleness2 Beitrag anzeigen
    Spätfolge der OP nach ca. 8 Jahren - Arthrose Grad 4. Die OP hat dies begünstigt und wie ich im nachhinein gelesen scheint das als Folge einer Meniskus-OP die Regel zu sein.
    Das ist ziemlicher Mumpitz, sorry.
    Bei einer "normalen" Meniskus OP wird der eingerissene Teil geglättet, damit er nicht die umliegenden Strukturen beschädigen kann.
    In seltenen Fällen wird der Meniskus genäht, das kommt aber auf die Lage des Risses und das Alters der Patientin an.
    Es gibt auch Meniskus Implantate, aber auch diese OP ist für Menschen in fortgeschrittenem Altern nicht vorgesehen, soviel ich weiß.

    Der Meniskus erfüllt eine sehr, sehr wichtige Aufgabe im Knie. Wenn er fehlt oder beschädigt ist, dann kann er diese Pufferfunktion nicht mehr ausführen und es kommt langfristig in der Regel zu Arthrose.

    In der Regel haben alle Menschen ab einem gewissen Alter Schäden in den Kniegelenken - manche mehr, andere weniger. Sehr wichtig ist es den Halteapparat, die Muskeln etc. zu trainieren, damit sie dem Knie Stabilität geben.

    Ich finde es fahrlässig, hier Empfehlungen für oder gegen OPs auszusprechen, wenn ich ehrlich bin.
    Eine 2. Meinung von einem Knie-Spezialisten erscheint mir da sinnvoller zu sein.

  7. Avatar von Horus
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    AW: Meniskusverschleiß

    1. zu einem guten (!) Facharzt gehen
    2. Dir diesmal die Diagnose genau anhören und merken
    3. Alle Therapiemöglichkeiten mit dem Arzt durchsprechen, Für und Wider sorgfältig bewerten
    4. Physio verschreiben lassen (und zwar auf jeden Fall, egal ob Op ja oder nein)
    5. Physioübungen langfristig, regelmässig und konsequent ausführen. Ja, jahrelang.
    6. gezielter Muskelaufbau rund um beide (!) Knie (wie: frag die Physio), regelmässig, konsequent und jahrelang.

    Und was soll der Humbug mit Antibiotika? Was sollen die gegen Kniebeschwerden durch eine lange zurückliegende Meniskusverletzung bringen?

    Achtung, Lesen gefährdet die Dummheit!
    _____________________________________

    Mut ist nicht das Gegenteil von Angst. Sondern die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als die eigene Angst.


  8. Registriert seit
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    AW: Meniskusverschleiß

    Danke für eure Einschätzungen.
    Meine Beschwerden sind nicht gravierend. Beim MRT wurde Verschleiß diagnostiziert. Ich werde es mit Physio versuchen.

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