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  1. Avatar von BlueVelvet06
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    AW: Wie von Physiotherapeutin verabschieden?

    Ich hab zwei Physiotherapeuten im Freundeskreis und weiß, dass die wirklich wenig verdienen. Wenn sie mich behandeln, geb ich regelmäßig so alle zwei Wochen ein Minischeinchen als Anerkennung und beide nehmen das von mir und von anderen auch sehr gerne. In diesem Verhältnis gibts aber auch keine Compliance Richtlinie. Ich weiß, Geld war hier nicht gefragt, aber ich gebe das trotzdem mal zu bedenken.

    Übrigens hab ich auch neulich die Petition unterschrieben, die für bessere Bezahlung von Physiotherapeuten. Was ein guter Therapeut kann und leistet, ist oft mit Geld nicht aufzuwiegen, aber das ist kein Grund für so eine mistige Bezahlung. Erzieher verdienen ja mittlerweile auch ganz ordentlich, also bitte, wenn’s geht, dann vielleicht die Petition anschauen.
    Ich würde ja gern ein paar Kilos verlieren.
    Aber ich verliere niemals, ich bin ein Gewinnertyp!

  2. Inaktiver User

    AW: Wie von Physiotherapeutin verabschieden?

    Zitat Zitat von BlueVelvet06 Beitrag anzeigen
    Ich hab zwei Physiotherapeuten im Freundeskreis und weiß, dass die wirklich wenig verdienen. Wenn sie mich behandeln, geb ich regelmäßig so alle zwei Wochen ein Minischeinchen als Anerkennung und beide nehmen das von mir und von anderen auch sehr gerne. In diesem Verhältnis gibts aber auch keine Compliance Richtlinie. Ich weiß, Geld war hier nicht gefragt, aber ich gebe das trotzdem mal zu bedenken.

    Übrigens hab ich auch neulich die Petition unterschrieben, die für bessere Bezahlung von Physiotherapeuten. Was ein guter Therapeut kann und leistet, ist oft mit Geld nicht aufzuwiegen, aber das ist kein Grund für so eine mistige Bezahlung. Erzieher verdienen ja mittlerweile auch ganz ordentlich, also bitte, wenn’s geht, dann vielleicht die Petition anschauen.
    Ausnahmsweise Vollzitat...

    Danke dafür!
    Wahre Worte.


    Zum Thema Trinkgeld:
    Wir nehmen es dankend an, es wird unter allen in der Praxis arbeitenden Mitarbeitern gerecht aufgeteilt und ist ein freudig erwartetes Schmankerl.
    Ich z.B. werde mir damit meine Ausflüge und das Essen im anstehenden Urlaub finanzieren.

  3. Avatar von Monkele
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    AW: Wie von Physiotherapeutin verabschieden?

    In meiner Praxis steht ein Sparschein, wo für alle gesammelt wird und dann gehen sie davon zusammen essen oder machen ein kleines Fest. Mittwochs kocht die Mama vom Praxisbesitzer für die Angestellten.
    Glück entsteht oft durch Aufmerksamkeit in kleinen Dingen,
    Unglück oft durch Vernachlässigung kleiner Dinge.”

    Wilhelm Busch

  4. Avatar von Renate-Alice
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    AW: Wie von Physiotherapeutin verabschieden?

    Ich habe auf Grund plötzlicher Schulterschmerzen einen nahegelegenen Orthopäden aufgesucht, der mir nach Untersuchung und Röntgen
    20 Behandlungen bei einer Physiotherapeutin verschrieben hat. Da er drei in seiner Ordi beschäftigt, habe ich jene gewählt, die mir terminlich am besten zugesagt hat. Das ist nun gut und gern 6 Jahre her. Zuerst ging ich regelmäßig einmal die Woche, dann alle 14 Tage, jetzt nur mehr unregelmäßig, genieße aber nicht nur die wohltuende Behandlung, sondern die Bewegungsübungen, die sie mir rät und zeigt und besonders eben auch die hier geschildert soziale Komponente.
    Bei uns in Ö. zahlt die Versicherung ein Drittel der Behandlungskosten und da ich seither schmerzfrei bin, werde ich das weiter machen.
    Würde das denn bei euch nicht gehen?
    Vorbeugen ist doch stets besser als Heilen?
    Ich stelle mich stets zu Weihnachten mit einem kleinen Geschenk ein, irgendwie erfährt man doch beim Plaudern, was Freude bereitet.
    Bei einem eventuellen Abschied würde ich Gutscheine verschenken , Geld finde ich da nicht so gut!

  5. Avatar von Horus
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    AW: Wie von Physiotherapeutin verabschieden?

    Und, Schnitzelpizza, sofern es finanziell drin liegt - überleg dir doch, ob du nicht sporadisch als Selbstzahler einen Termin bei ihr vereinbarst.
    DAS ist sicherlich eine sehr eindeutige Anerkennung der Arbeit der Therapeutin.

    Achtung, Lesen gefährdet die Dummheit!
    _____________________________________

    Mut ist nicht das Gegenteil von Angst. Sondern die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als die eigene Angst.

  6. Inaktiver User

    AW: Wie von Physiotherapeutin verabschieden?

    Zitat Zitat von BlueVelvet06 Beitrag anzeigen
    Übrigens hab ich auch neulich die Petition unterschrieben, die für bessere Bezahlung von Physiotherapeuten. Was ein guter Therapeut kann und leistet, ist oft mit Geld nicht aufzuwiegen, aber das ist kein Grund für so eine mistige Bezahlung.
    # ohne meinen Physiotherapeuten Ja, die habe ich auch unterschrieben.

    Zitat Zitat von Monkele Beitrag anzeigen
    In meiner Praxis steht ein Sparschein, wo für alle gesammelt wird und dann gehen sie davon zusammen essen oder machen ein kleines Fest.
    Das Sparschwein steht dort auch. Das werde ich auch füttern. So dick wie es geht, nicht dick genug. Aber was wäre schon dick genug.

    Zitat Zitat von Renate-Alice Beitrag anzeigen
    Vorbeugen ist doch stets besser als Heilen?
    Hahahahahaha. (Sorry)

    Ja, stimmt. Vorbeugen ist stets besser als Heilen. Zumal ich von "geheilt" weit weg bin und immer noch relativ eingeschränkt bin im täglichen Leben (ich habe die eine oder andere Sache mitgenommen unterwegs und hänge dem regulären Heilungsverlauf lockere 10/12 Wochen hinterher... ich war statt nach 6 Wochen z.B. erst nach vier Monaten wieder arbeiten, pünktlich 5 Wochen nach der letzten Nach-OP, die endlich Erfolg gebracht hat). Aber ich bin wieder arbeitsfähig (bin in der Wiedereingliederung die quasi mit Ende der Physio dann auch enden wird), meinem Orthopäden reicht das. Eine Grundlage für eine weitere Verordnung außerhalb des Regelfalls (und der sind 30 Termine laut Heilmittelkatalog - das ist schon EX3, also "prognostisch längerer Behandlungsbedarf") sieht man nicht (man ist mit dem Heilungsverlauf der letzten acht Wochen extrem zufrieden und ist ganz offensichtlich der Meinung, das reicht so?). Ich sag da mal lieber nichts zu.
    (Oder doch. Warum geht es mir wohl aktuell so gut? Wenn nicht wegen der Physio? Wo um alles in der Welt ist der Sinn, sie jetzt abzubrechen/auszusetzen auf halbem Weg? Was soll das bringen? Was ist das mir als Patient gegenüber für ein Zeichen? Außer "Ihre Gesundheit ist uns nicht wichtig genug"?)

    Ja, ich kann wieder sitzen (zumindest 45 Minuten am Stück, bevor ich eine Runde um den Block muss... danke Arbeitgeber, dass du das so mitmachst) und - für meine Verhältnisse - wieder relativ lange Strecken gehen und es ist in den letzten vier Wochen wirklich signifikant besser geworden, ich kann sogar wieder Treppen steigen... aber ich bin halt jetzt da, wo ich im März hätte sein sollen. Wäre alles lt. Regelfall verlaufen, hätte ich mit dem Beginn der Wiedereingliederung (also mit Gesundheitsstand von jetzt oder hoffentlich besser ohne die Verzögerung im Heilungsverlauf) erst 10/12 Termine (2x Woche über 5/6 Wochen) von 30 gehabt und könnte noch wochenlang zur Physio tapern und wirklich an "Wiederherstellung" arbeiten, statt nur an "Besserung".

    Meine Physio sagt, ich schaffe das. Werde ich wohl auch. Wir haben wirklich, wirklich viel geschafft in den letzten Wochen. Unglaublich viel. Aber ich muss halt auch noch 30+ Jahre arbeiten und habe vor, noch 40/50 Jahre zu leben. Mir wäre "Wiederherstellung" unter kompetenter physiotherapeutischer Betreuung wirklich lieber gewesen, als da jetzt alleine mit rumzumuckeln. Wir schaffen im Moment noch viel Beweglichkeit, indem wir mit 5/10 Minuten Massage zum Lösen der Verspannungen/Verhärtungen beginnen, bevor wir richtig mit dem Arbeiten anfangen. Das kann ich alleine nicht.

    (Uuuuund... wenn meine Physio hier mitlesen sollte, dann weiß sie spätestens jetzt wer ich bin es lebe die nicht vorhandene Anonymität im Internetz... dann weiß sie jetzt offiziell, dass ich sie toller finde als geschnitten Brot... oder Schokoeis)

    Zitat Zitat von Horus Beitrag anzeigen
    Und, Schnitzelpizza, sofern es finanziell drin liegt - überleg dir doch, ob du nicht sporadisch als Selbstzahler einen Termin bei ihr vereinbarst. DAS ist sicherlich eine sehr eindeutige Anerkennung der Arbeit der Therapeutin.
    Geht nicht.
    Ich werde Selbstzahlertermine bei einer anderen Physiotherapeutin wahrnehmen, die therapeutisch sehr ähnlich arbeitet, zu der ich aber nicht den emotionalen Draht habe. Und zweimal wöchentlich wird halt finanziell dann doch eng. Ich kann meinen Nebenjob im Moment noch nicht machen (Einzelhandel, viel Stehen) und die 400 Euro im Monat fehlen schon. Die können wir kompensieren, aber nicht nochmal 200 Euro für Physio raushauen. Ganz ohne hätte ich viel zu viel Angst, dass ich in drei Monaten wieder zur Nach-OP in der Klinik liege (was für die KK wohl auch nicht billiger wäre... aber hey, es lebe der Heilmittelkatalog und das Praxisbudget).

    Ich kann sie ja schlecht fragen, ob sie nebenbei nicht vielleicht auch schwarz arbeitet. Hat mir gestern eine Freundin vorgeschlagen, da bin ich aber ehrlich raus. Und ich denke mir auch nicht, wie eine Kollegin vorschlug, andere Zipperlein aus, damit ich weitere Verordnungen bekomme und wir trotzdem am Grundproblem arbeiten können. Das bin nicht ich. Für mich und meine Gesundheit einstehen, schön und gut, aber da ist meine Grenze.

    Ich schaff das. Sie hat mir so viele Werkzeuge an die Hand gegeben, dass ich das hinbekomme. Das muss nur aus meinem Kopf in mein Bauch und mein Herz. Und ich muss verdammt nochmal irgendwann mal aufhören zu heulen und meine Energie ins Üben stecken statt ins Schluchtzen (wobei ich beim Heulen entspanne und das durchaus auch hilft). Raus aus der Komfortzone und rüber über die Angst. Wie Treppe runter. Augen auf, ausatmen und durch.

  7. Avatar von Monkele
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    AW: Wie von Physiotherapeutin verabschieden?

    Schnitzelpizza, war es nach der letzten Operation eigentlich nie ein Thema, dass du in eine Anschlussheilbehandlung gehst? Vielleicht könntest du ja auch jetzt noch einen Antrag auf eine Reha (über die Rentenversicherung, nicht die Krankenversicherung!) stellen, wenn dein Heilungsverlauf so extrem verzögert ist und in Anbetracht dessen, dass du noch sehr viele Jahre deines Lebens arbeiten gehen musst?

    Die Petition habe ich auch unterschrieben. Oft bewirken Physiotherapeuten deutich mehr, als jeder Arzt.

    Dieser Artikel veranlasste mich übrigens zum ersten Leserbrief meines Lebens ... Wer's glaubt, wird seelig!
    Glück entsteht oft durch Aufmerksamkeit in kleinen Dingen,
    Unglück oft durch Vernachlässigung kleiner Dinge.”

    Wilhelm Busch

  8. Inaktiver User

    AW: Wie von Physiotherapeutin verabschieden?

    Zitat Zitat von Monkele Beitrag anzeigen
    Schnitzelpizza, war es nach der letzten Operation eigentlich nie ein Thema, dass du in eine Anschlussheilbehandlung gehst?
    Es war vor der OP ganz kurz Thema (eine Woche ambulante Reha im Anschluss), der Operateur hat es beim Vorgespräch angesprochen. Dann war das Ergebnis so gut, dass wir glaub ich alle irgendwie drüber weg sind und der Entlassbrief nur "intensive Physiotherapie (2x Woche)" vorsah.

    Ich muss gestehen, ich will jetzt eigentlich auch nicht mehr in Reha. Arbeiten tut mir psychisch extrem gut, was mir körperlich gut tut, und ich freue mich, dass ich im August endlich aus dem Krankengeld wieder raus bin. Ich brauche auch eigentlich immer extrem lange, um mich auf Menschen einzulassen... deswegen hat es mich ja so überrumpelt, dass meine Physio direkt drin war und sich so festgesetzt hat, vom ersten Termin an (mal abgesehen von nem kurzen Durchhänger mittendrin, in der Woche waren wir glaub ich beide nicht so gut drauf), das hat von den anderen keine geschafft... bei einer Woche habe ich vermutlich erst genug Vertrauen gefasst, um mich drauf einzulassen, wenn die Woche um ist. Ich glaube nicht, dass mich irgendwer, dem ich nicht so vertraue, die Treppe runter bekommen hätte. Ich würde heute noch vor der obersten Stufe stehen.

    Den Artikel habe ich auch letztens irgendwann gelesen. Wer's glaubt, wird seelig trifft es. Aber schön wär's.
    "eigenverantwortlich über die Auswahl und die Dauer der Therapie sowie die Häufigkeit der Behandlungseinheiten bestimmen" - dann hätte ich KG-Gerät bekommen, meine Physio war eigentlich ganz wild drauf, weil ich kein BG-Fall bin, bekomme ich aber keine. Wir haben dann ein bisschen unter der Hand gemacht (einmal Einführung, dann durfte ich nach der MT/KG immer noch alleine in den Trainingsraum, weil ich versprochen habe, mich nicht umzubringen), weil's mir echt gut getan hat. Dann würden wir auch weitermachen, bis ich wirklich soweit bin *seufz* Und so wie es im Moment läuft, reden wir echt von... keine Ahnung, sechs Wochen? Acht? Im Zweifel von den zehn, die ich unterwegs verloren habe.

    Wenn die Hormone nicht verrückt spielen denke ich sogar manchmal, dass sie Recht hat, dass ich das alleine weiter hinbekomme. Mir ist halt nur echt flau im Magen bei dem Gedanken. Ich bin mir sicher, dass ich den ist-Zustand halten kann und einiges wird sicher durch mehr Bewegung, besseres (wiedergefundenes) Körpergefühl und den allgemeinen fortschreitenden Heilungsprozess etc. "von selbst" kommen. Mir graut es nur vor dem Rest.

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