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  1. Registriert seit
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    Schmerzprotokoll, aber wie?

    Hallo,

    ich mach mal einen neuen Strang auf, denn ich bräuchte mal euer Schwarmwissen.

    Seit Wochen, wenn nicht seit Monaten, fühle ich mich oft matt, müde, erschlagen. Oft tut mir einfach nur mein Körper weh, hauptsächlich die Beine (Außenseite Oberschenkel, Hüftgegend), aber auch manchmal die Oberarme. Ich kann das ganz schwer beschreiben, es ist manchmal ein Brennen, ein Druck. Hab dann auch irgendwie ein Schweregefühl, als hätte ich Blei in den Gliedern. Oder als hätte ich einen Bleimantel um. Ich weiß, das klingt alles sehr diffus und unspezifisch.

    Diese Art von Beschwerden sind nicht dauernd da, mal ist es phasenweise besser oder sogar ganz weg, dann ist es tageweise wieder schlimmer.
    Nur mal als Beispiel: Vorgestern hatte ich einen normalen, stresslosen Bürotag bis 16 Uhr, die Nacht hatte ich ca. 7 Std. geschlafen. Nach der Arbeit war ich total platt, ich hab noch schnell was zu essen fabriziert und dann bin ich nicht mehr hochgekommen. Schon alleine der Versuch, im Liegen die Beine etwas anzustellen, hat mich enorme Kraft gekostet. Bin dann noch vor 21 h ins Bett gegangen.

    Hab das auch schon bei den letzten beiden Hausarztbesuchen angesprochen. Ein kompletter Gesundheitscheck hat nix ergeben. Blutwerte alle okay, kein Hinweis auf irgendwas rheumatisches. Vorsorglich hat er mich aber trotzdem zum Rheumatologen überwiesen, nur zur Sicherheit. Da hab ich im November zwei Termine.

    Jetzt hab ich mir überlegt, bis dahin so eine Art Tagegebuch zu führen, wann welche Schmerzen auftreten, wie lange sie bleiben, wie stark usw.
    Was meint ihr, soll ich daneben noch Ernährungs- und Bewegungsprotokoll führen, um evtl. ein Muster erkennen zu können? Wäre vllt. gar nicht so dumm, oder?

    Hier bräuchte ich Tipps, wie ich das am besten umsetzen kann. Hat jmd. damit Erfahrung? Wie genau sollte sowas dann protokolliert werden. Reicht es, einfach nur aufzulisten, was gegessen wurde, also nur das Lebensmittel oder auch die genaue Menge, Kalorien etc pp. Das fände ich sehr aufwändig.

    Was würdet ihr mir raten?

    Danke schonmal für`s Lesen
    ~Wer nicht vom Weg abkommt, bleibt auf der Strecke~


    ~Die reinste Form von Wahnsinn ist es, alles beim Alten zu lassen und trotzdem zu hoffen, dass sich etwas ändert ~

    ~Wenn du etwas willst, was du noch nie hattest, musst du etwas tun, was du noch nie getan hast~

    ~Alle sagten, das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht und hat es einfach gemacht ~


    ~Ich habe zwar keine Lösung, bewundere aber das Problem~


  2. Registriert seit
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    AW: Schmerzprotokoll, aber wie?

    Ich würde da den Hausarzt zu befragen. Vielleicht gibts ja auch Vordrucke für sowas. Wäre das vielleicht auch was für einen Neurologen Deine Beschwerden?

  3. Moderation Avatar von katelbach
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    AW: Schmerzprotokoll, aber wie?

    Ernährungstagebuch habe ich mal geführt, allerdings, um einer Unverträglichkeit auf die Spur zu kommen und nachher, um mein Gewicht aufzubauen und zu halten. Deswehen war es in meinem Fall mit genauen Angaben zu Energie und Nährstoffen. In der ersten Tagen aufwendig, dann läuft es so nebenbei mit.

    Ein Schmerztagebuch ist recht easy. Normalerweise wird Schmerz anhand einer visuellen Analogskala gemessen: 0 keine Schmerzen - 10 stärkster vorstellbarer Schmerz. Es gibt auch ganz einfache Skalen mit Smileys. Daneben kann man Besonderheiten notieren. Rheumatologen arbeiten auch mit diesen Skalen.

    Gugel "Schmerztagebuch", "Schmerzskala", "Pain Scale". Wahrscheinlich gibt es welche zu kaufen, Firmen, die Schmerztherapeutika herstellen, geben sie an Patienten ab (Downloadbereich), Ärzte haben sowas auch oft für die Patienten und ich vermute, man kann sich auch Bögen ausdrucken.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


    Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
    sonst normale Userin

  4. VIP Avatar von xanidae
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    AW: Schmerzprotokoll, aber wie?

    Willst du wissen wann oder mit welcher Intensität oder wo oder alles zusammen?

    Dann wäre es noch gut kontextbezogene Daten zu bekommen, z. B. Schlafdauer, Wetter, was du gegessen hast, Stresslevel und Bewegung.

    Es gibt eine analoge flexible Tagebuchtechnik, die heißt Bullet Journal. Da gibt es 10.000 Videos bei YouTube. Für dich besonders interessant könnten die Stichworte „Bullet Journal + Habit Tracker“ sein. Klick

    Ich weiß genau wie es aussehen könnte, bin aber schlecht im Beschreiben.

    "We're here for a reason. I believe a bit of the reason is to throw little torches out to lead people through the dark."- Whoopi Goldberg


  5. Registriert seit
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    AW: Schmerzprotokoll, aber wie?

    Danke für die Tipps.

    Diese üblichen Vordrucke halte ich für mich nicht sonderlich geeignet, weil sie zu kurz gefasst sind. Die Schmerzen sind so verschieden bei mir, ich weiß manchmal gar nicht, wie ich sie korrekt beschreiben kann. Neben den o.g. Beschwerden würde ich dann auch andere Begleitbeschwerden mit aufschreiben wollen, weil ich gefühlt immer irgendwas habe.
    Kaum ist die Erkältung ausgestanden, tun mir tagelang die Beine weh, dann kommt Herpes, dann ist wieder was mit dem Rücken oder es kommt wieder eine Phase mit viel Kopfschmerzen und Müdigkeit.

    Bin auch ehrlich gesagt am Überlegen, mal einen Heilpraktiker o.ä. aufzusuchen, tue mich aber noch schwer damit, weil ich da noch nie war. Aber die Arztbesuche in den letzten Monaten haben mich auch nicht wirklich weitergebracht. Wenn was untersucht wird, wird nix gefunden. Eigentlich scheint von den Werten alles i.O. zu sein.
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  6. Avatar von Monkele
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    AW: Schmerzprotokoll, aber wie?

    Warst du auch schon mal bei einem Venenarzt? Stichwort Lymph / Lipödem?

    Ein guter Heilpraktiker kann ein Segen sein, weil er sich deutlich mehr Zeit nimmt und andere Zusammenhänge sieht.
    Wen der Himmel liebt, dem schickt er einen Freund.


  7. Registriert seit
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    AW: Schmerzprotokoll, aber wie?

    @xanidae, so in der Art hab ich mir das auch gedacht, scheitere aber bis jetzt in der Umsetzung.

    Vielleicht tüftel ich damit mal ein bisschen rum. Ernährungstagebuch müsste ich dann separat führen, um dann später schauen zu können, ob an den Tagen, an denen die Beschwerden schlimmer waren, sich ein Muster erkennen lässt, z.B. viel Fleischkonsum oder Zucker oder oder.
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  8. Registriert seit
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    AW: Schmerzprotokoll, aber wie?

    Zitat Zitat von Monkele Beitrag anzeigen
    Warst du auch schon mal bei einem Venenarzt? Stichwort Lymph / Lipödem?
    Nein, daran hab ich bis jetzt nicht gedacht. Aber müsste man das nicht sehen? Da bin ich noch gar nicht drauf gekommen?

    Mein Verdacht geht ja eher in Richtung Fibromyalgie, zumal zwei Cousinen und eine Tante mütterlicherseits die Diagnose haben. Aber erzähl das mal einem Schulmediziner.
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  9. Avatar von Sariana
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    AW: Schmerzprotokoll, aber wie?

    Einen Kalender im A5-Format nehmen, möglichst einen mit zwei Seiten für eine Woche.

    Um deine Schhmerzen zu "lokalisieren", ein Schmerzmännchen malen.
    Also ein größeres Strichmännchen und mit Buntstiften die Schmerzregion einzeichnen mit Seitenbemerkung wie du den Schmerz empfunden hast (pochend, ziehend, dumpf usw.), wie lange der andauerte. Ggf. wodurch er wegging bzw. was dir gut tat und was gar nicht (Wärme, Kälte, Salbe, Quarkwickel etc. pp.) notieren.
    Liebe ist nicht weil ... sondern trotz und obwohl.
    (Gabriele Krone-Schmalz)

  10. Avatar von schafwolle
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    AW: Schmerzprotokoll, aber wie?

    Zitat Zitat von Blueberry82 Beitrag anzeigen
    ... z.B. viel Fleischkonsum oder Zucker oder oder.
    Du könntest versuchen, über einen gewissen Zeitraum zB Fleisch und
    Zucker bzw. zuckerhältige Produkte zu meiden. Stichwort Übersäuerung.

    Oft bewirkt eine Ernährungsumstellung gerade bei unspezifischen Symptomen
    recht viel.


    Zitat Zitat von Blueberry82 Beitrag anzeigen
    Mein Verdacht geht ja eher in Richtung Fibromyalgie, zumal zwei Cousinen und eine Tante mütterlicherseits die Diagnose haben. Aber erzähl das mal einem Schulmediziner.
    Wenn das Dein konkreter Verdacht ist, dann würde ich einen Rheumatologen
    aufsuchen, vorzugsweise einen, der sich auf Fibromyalgie spezialisiert hat.

    Was das Schmerzprotokoll betrifft, kenne ich aus persönlicher Erfahrung
    eigentlich nur die "Skala von 1 - 10", an der sich auch Ärzte im Krankenhaus
    orientieren.

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