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    Darmentzündung - aber keine Diagnose seit 3 Monaten

    Hallo ihr Lieben,

    ich habe hier schon öfter Rat und Zuspruch erhalten, vielleicht hab ich diesmal auch Glück, obwohl ich seit April eher vom Pech verfolgt bin.

    Ich habe mir vor drei Monaten im Urlaub eine heftige Darmentzündung eingefangen, keine Ahnung womit.
    Jedenfalls hatte ich urplötzlich hohes Fieber, Schüttelfrost und sehr hohe Entzündungswerte, dann auch heftigen Durchfall.

    Zuhause ging es mir nach wie vor sehr schlecht, sodass ich in die Notaufnahme musste (war Samstag) - leider habe ich von einer unsterilen Infusionsnadel dort eine Wundrose und Thrombophlebitis bekommen. Da musste erst das behandelt werden mit Antibiotika und Blutverdünner - sodass ich letztendlich mit einer nur unbehandelten Darmentzündung entlassen wurde.

    Weil ich mich sehr schwach fühlte, dachte ich, ich versuche es mal mit TCM - durch eine Nadel im Nerv im Fußknöchel brach an der Stelle eine Gürtelrose aus

    Nach zwei Monaten waren Fuß und Arm einigermaßen ok, ging es im Darm heftig los - der Stuhlgang, na, ich erspar euch die Details.

    Trotz hoher Entzündungswerte wurde bei der Spiegelung nichts gefunden, außer einer alten Entzündung durch einen Infekt. Es wurde aber kein Erreger gefunden.

    Das ist nun auch schon vier Wochen her. Was soll ich sagen, ich gehe am Stock, habe 9 kg Gewicht verloren in der Zeit, mein Körper nimmt die Nährstoffe nicht auf und ich habe brennende/stechende Schmerzen links oben und rechts unten im Bauch.

    Schnell schiebt man mich auf die Psychoschiene (bin aber schon in Therapie) - bin verzweifelt, manchmal denke ich schon so verrückte Sachen, wenn man Krebs finden würde, hätte ich wenigstens eine Diagnose! Warum findet man nichts, obwohl ich so Schmerzen habe?

    Ich wollte schon ins Tropeninstitut. Oder in eine Klinik, obwohl ich nun auch noch eine Phobie gegen Kliniken und vor allem Nadeln entwickelt habe. Bin ratlos und langsam auch mutlos.

    Sorry für den langen Text.

    Grüße,
    blue

  2. VIP

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    AW: Darmentzündung - aber keine Diagnose seit 3 Monaten

    Tropeninstitut ist gar nicht blöd. Würde ich machen.
    Clostridium difficile ist ausgeschlossen? Parasiten (Einzeller, Würmer)? Manchmal braucht´s mehrere Stuhlproben.

    Ich war fast 30 (aber seit Kindheit/Jugend schwer geplagt, entsetzlich mager, hatte Vitaminmängel etc. und immer Bauchschmerzen und Durchfälle) als meine chronische Entzündung des Dickdarms eine Ursache erhielt. Eine Störung im Kohlenhydrat-Transport.

    Auch ein Crohn oder eine Colitis ulcerosa werden oft nicht bei der ersten Spiegelung entdeckt. Vielleicht gehst Du mal zu einem Gastroenterologen mit entsprechendem Schwerpunkt.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


    Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
    sonst normale Userin

  3. Moderation

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    AW: Darmentzündung - aber keine Diagnose seit 3 Monaten

    Giardiasis fällt mir noch ein - aber insgesamt gehört das zu einem Gastroenterologen.
    that was the river - this is the sea


    Moderation in den Foren "Kindergesundheit", "Persönlichkeit" und im "Corona"-Forum

  4. gesperrt

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    AW: Darmentzündung - aber keine Diagnose seit 3 Monaten

    wo warst du denn im urlaub ?
    denn das waere wichtig um eingrenzen zu koennen, was du dir eingefangen haben koenntest
    die gabe der antibiotika haben natuerlich auch nicht gerade zu einer regeneration des darms gefuehrt

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    AW: Darmentzündung - aber keine Diagnose seit 3 Monaten

    Danke für eure Antworten - es tut gut, wenn einfach schon jemand mal zuhört.

    Habe schon 4x den Hausarzt gewechselt - es ist wie am Murmeltiertag, Blut abgenommen, Blutbild in Ordnung - psychisch.
    Bin nun bei der Fünften und nächste Woche beim zweiten Gastro (ich poste also nicht nur hier, keine Sorge).

    Beim Gastroenterologen war ich ja auch schon, angeblich ist der sogar CED zertifiziert - aber auch hier ist in der Spiegelung und Stuhlprobe nichts rausgekommen.

    Habe sogar schon für viel Geld selbst auf Bakterien und Parasiten testen lassen, auch Clostridien und Gardien - aber halt immer nur eine Probe (mehr kann ich mir nicht leisten). Beim Arzt genauso, immer liest man von drei Proben, es wird immer nur eine untersucht und tschüss, bin halt nur auf Kasse.

    Es ist so schwierig, sich immer wieder selbst aufzubauen und ich recherchiere wie verrückt, was es sein könnte. Vom Arzt kommt ja nichts.

    Neulich bat ich um einen Vitamincheck wegen etwaiger Mangelzustände. Antwort war: Aber wir haben doch letzte Woche Blut abgenommen, warum haben Sie das letzte Woche nicht gesagt?
    Ja hallo, wer ist denn hier der Arzt, hab ja vom Gewichtsverlust erzählt, hätte sie ja auch mal vorschlagen können, zahlen muss ich es ja eh selbst, ganz toll.

    Ich kann auch nicht arbeiten, das Krankengeld reicht nicht, muss an die Ersparnisse. Klar bin ich dann psychisch down und mach mir Sorgen. Viele Leute erzählen, sie hätten beim Heilpraktiker Hilfe gefunden - was bekomme ich: Gürtelrose.
    Sorry, wenn ich so negativ bin, aber ich habe auch immer weniger Kraft für Dinge, die mir Spaß machen.

    Jedenfalls danke für den Hinweis, dass man Dinge nicht gleich bei der ersten Spiegelung entdeckt - bei mir heißt es immer, sie haben ja ihre Spiegelung gehabt, da ist nichts. Aber ich hatte einen Calprotectionwert selbst bestimmen lassen (bin durchs Internet draufgekommen) - war bei 280, das ist kein Reizdarm.

    @Katelbach: Wieder etwas gelernt, ich wusste nicht, dass es so etwas wie Kohlehydrat-Störung gibt. Wie wurde deine Krankheit im Endeffekt entdeckt? In der Klinik beim Gastro?

  6. Inaktiver User

    AW: Darmentzündung - aber keine Diagnose seit 3 Monaten

    bitte WO warst Du im Urlaub?

    ich hab mir mal die Amöben-Ruhr eingefangen- das war übelst. (trotz Beachtung aller VOrsichtsmaßnahmen...)

    Hast mein vollstes MItgefühl!

  7. User Info Menu

    AW: Darmentzündung - aber keine Diagnose seit 3 Monaten

    Hallo blue_inside,

    vorweg, ich bin kein Mediziner, versuche nur, auf meine Weise rundum zu denken, deshalb berichtigt mich bitte, falls nötig:

    Plötzlich im Urlaub spricht ja wirklich für Parasiten/Keime u.ä., was man sich nur dort eingefangen haben kann. Deshalb ist die Frage, wo im Urlaub, schon wesentlich, und der Hinweis auf`s Tropeninstitut auch.

    Dann wird Dein im Urlaub lädierter Darm durch die Antibiose im KH mächtig einen drauf gekriegt haben. Ich vermute, ein Aufbau danach war durch die Urlaubs-Sache gar nicht möglich. Ich denke also, Du wirst kaum in der Lage sein, Deine gewohnte Nahrung zu verdauen, und vielleicht sind durch die Läsionen in der Darmflora Unverträglichkeiten entstanden, die Du vorher nicht hattest.

    Und dann stelle ich noch die Frage, wie war Dein Darmzustand vor der Reise? Alter Infekt? Was war das? Hast Du ansonsten Allergien/Unverträglichkeiten/Autoimmun-Geschichten? Wie hast Du Dich ernährt? Hast Du vorher irgendwelche Medikamente dauerhaft genommen… Wurde mal eine Candida-Infektion festgestellt… Hattest Du vorher eine Infekthäufigkeit… War alles um den Stuhlgang herum vorher – zumindest gefühlt – alles in Ordnung? (Musst Du ja nicht öffentlich beantworten.)

    Ich will damit sagen, vielleicht hast Du im übertragenen Sinne – hier sagt man so - „Läuse und Zecken“. Deshalb wäre es nach meinem Verständnis vielleicht hilfreich, einen guten Ernährungsmediziner hinzuzuziehen (denke an sowas wie die Ernährungs-Docs) und alle, die Dich behandeln, v.a. unter Einbezug des Ernährungsmediziners, zu vernetzen. Damit der eine nicht nur nach den „Läusen“ forscht und sie behandelt, und der andere nicht nur die „Zecken“. Um im Bild zu bleiben, der erhaltenswerte Mensch darunter nicht an den ganzen Maßnahmen kaputtgeht.
    Viele Grüße vom Limonadenbaum

    "Lass Dich nicht unterkriegen, sei frech und wild und wunderbar!"
    - Astrid Lindgren -

  8. VIP

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    AW: Darmentzündung - aber keine Diagnose seit 3 Monaten

    Zitat Zitat von blue_inside Beitrag anzeigen
    @Katelbach: Wieder etwas gelernt, ich wusste nicht, dass es so etwas wie Kohlehydrat-Störung gibt. Wie wurde deine Krankheit im Endeffekt entdeckt? In der Klinik beim Gastro?
    Nein, beim Chirugen. Das ist eine längere Geschichte.
    Ich hatte schon als rappeldürrer und oft kranker Teenager linksseitige Bauchschmerzen, Krämpfe und oft blutige Durchfälle. Man hat mich auf Tbc untersucht, mich verdächtigt Junkie zu sein etc. mir Aufbauspritzen verpasst etc. Ich bin Jahrgang 1957, Magersucht/Bulimie war damals noch nicht wirklich ein Thema.

    Mit 20 nach dem Abitur wurde ich zum ersten Mal bezüglich des Darms untersucht: damals noch starre Endoskopie (bis ins Sigma) und Kontrastmittel-Röntgen. Ergebnis: masssive Entzündung im Dickdarm (soweit man reinschauen konnte) und Schleimhautblutung bei Berührung mit dem Endoskop.

    Es gab dann immer wieder Phasen, in denen es mir etwas besser ging, was vermutlich mit den Essgewohnheiten zusammenhing. 5 oder 6 Jahre später, nach dem Staatsexamen, ging es mir dann wirklich elend - in der Lernphase haben wir uns in der Lerngruppe hauptsächlich von Cola, Nusshörnchen etc. ernährt.

    Meine damalige Hausärztin schickte mich letztendlich zur Endoskopie. Ein glücklicher Zufall! Dieser Arzt, ein Chirurg (!) befragte mich erst gezielt und kreuzte ein seitenlanges Formular an und sagte mir sofort, dass er eine Störung im Monosaccharidtransport vermutete: dies aufgrund meiner Angaben und weil er sich an einen Patienten desselben Namens erinnerte, der quasi identische Probleme hatte: mein ca. 5 Jahre davor gestorbener Vater (wir waren im ganzen Bundesland die einzigen mit diesem Namen, ich sah ihm auch sehr ähnlich. Er sprach zuhause jedoch nicht über seine Beschwerden, jedenfalls nicht mit mir).

    Es folgten dann noch eine Endoskopie, Laboruntersuchungen (die Disaccharidasen wie Lactase, Maltase, Isomaltase ... waren normal aktiv) und ein funktioneller Test (D-Xylose-Absorptionstest). Anschließend wurde ich auf eine geringe Gesamt-KH gesetzt. Als diagnostische Therapie. Insgesamt 80 g pro Tag - ich hatte Angst, ich müsse verhungern!
    Nach wenigen Wochen war ich sozusagen wundergeheilt, nahm ein bisschen zu, Juckreiz und supertrockene Haut wurden besser, der Kreislauf auch.

    Heute wäre das einfacher: man kann die Enzymbestimmungen über Ausatemtests machen und eine genauere Diagnose stellen als 1983 oder 1984. Damals hieß es: Kohlenhydrat-Malabsorption aufgrund einer seltenen schwerwiegenden familiären Störung des Monosaccharidtransports.
    Wahrscheinlich geht es in Richtung Fructose-Glucose-Malabsorption, die man heute gut nachweisen kann.

    2007 wurde dann bei einer der regelmäßigen Koloskopieneine Colitis ulcerosa neu diagnostiziert, bei den Untersuchungen vorher war das histologische Bild anders. Nach Meinung verschiedener Gastroenterologen hat sich diese auf dem Boden der häufigen Entzündung im Darm entwickelt, denn ich sündige esstechnisch schon immer mal zwischendurch. Zudem bin ich von der Seite meiner Mutter autoimmun vorbelastet.

    Wurde tropische Sprue (kein Zusammenhang mit der einheimischen = Zöliakie) schon mal angesprochen? Was sagen die Ärzte zum Calprotectin?

    Ein guter Bekannter hat sich jahrelang rumgequält und erst dann wurde inn einer speziellen Einheit eines Uni-Klinikums ein Morbus Crohn diagnostiziert. Ich weiß nicht, wo Du lebst, aber an den Uniklinika gibt es häufig CED-Ambulanzen.

    Übrigens wäre es auch interessant, ob Du eher vom Dünndarm oder vom Dickdarm ausgehende Durchfälle hast.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


    Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
    sonst normale Userin

  9. User Info Menu

    AW: Darmentzündung - aber keine Diagnose seit 3 Monaten

    Zitat Zitat von ereS Beitrag anzeigen
    wo warst du denn im urlaub ?
    denn das waere wichtig um eingrenzen zu koennen, was du dir eingefangen haben koenntest
    die gabe der antibiotika haben natuerlich auch nicht gerade zu einer regeneration des darms gefuehrt

    In Kroatien - ja ich weiß, kein Tropenland, aber ich war viel draußen, habe beim Ikea ein Softeis gegessen am Tag davor, ich hab auch eine Wasserflasche wiederaufgefüllt, was dann komisch geschmeckt hat, vl. war noch bissl abgestandenes Wasser vom Vortag drin - würde ja alles für Salmonellen sprechen, aber wenn nichts gefunden wird

    Ich habe auch wandernde Knochenschmerzen, jetzt grad oben und unten an den Rippen, an den Beckenknochen - laut meiner Recherche könnte es postinfektiöse Arthritis sein - deswegen wollte ich weiter nach dem Erreger schauen lassen, aber es ist die Suche nach der Nadel im Heuhaufen, wie Lotto spielen und gerade habe ich wenig Glück

    die Antibiotika mussten sein wegen dem Arm, leider, aber klar, hatte im Februar schon Grippe und musste Antibiotika nehmen 2 Wochen, habe da aber 4 Woche Omnibiotic AAD genommen

    Das ist halt die Geschichte: Ich weiß nicht, ob es Antibiotika besser oder schlimmer machen würden ;-(

  10. Inaktiver User

    AW: Darmentzündung - aber keine Diagnose seit 3 Monaten

    Zitat Zitat von blue_inside Beitrag anzeigen

    Ich habe auch wandernde Knochenschmerzen, jetzt grad oben und unten an den Rippen, an den Beckenknochen - laut meiner Recherche könnte es postinfektiöse Arthritis sein - deswegen wollte ich weiter nach dem Erreger schauen lassen, aber es ist die Suche nach der Nadel im Heuhaufen, wie Lotto spielen und gerade habe ich wenig Glück

    (

    oh, da brauchts wirklich "Glück" und einen guten Arzt/Ärzte............
    ich wünsche Dir das von Herzen.......

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