Vorweg: bitte keine Hinweise in der Art "Du bist total uebersaeuert, mach doch erstmal eine Basenkur/Detox/nimm Zukerkuegelchen". Danke.
Seit ein paar Jahren werde ich alle paar Monate mit Atemlosigkeit wach, immer nach einer sehr anstrengenden Cardioeinheit. Anfangs ging diese Atemlosigkeit mit einem Brochospasmus einher der mit Asthmaspray behandelbar ist, seit 15 Monaten nicht mehr. Diese Anfaelle mit Spasmus dauerten immer rund 6 Wochen, die ohne rund 2-3. Also im Grunde hatte ich 2 Sorten Atemlosigkeit auf einmal. Ein Grund wurde nie gefunden.
Vor 3.5 Wochen war es mal wieder soweit. Ich wache in der Nacht auf und bin ausser Atem. Bei dieser Atemlosigkeit habe ich das Verlangen endlos lange auszuatmen. Sobald ich einatme ist die Atemnot wieder da, sobald ich ausatme weg. Wenn ich hyperventiliere geht es mir danach ein paar Minuten lang gut. Wenn ich am Abend vorher Sport getrieben habe ist es schlimmer.
Ich habe dieses Mal festgestellt dass diese naechtlichen Anfaelle weniger schlimm sind wenn ich taeglich Calzium nehme, und sie verschwinden nach rund 60-90 Minuten wenn ich direkt nach dem Aufwachen Calciumpulver in Wasser geloesst einnehme. Ansonsten bleibt die Atemlosigkeit bis in den naechsten Tag bestehen und verschwindet um Mittag oder Nachmittag.
Fuer mich bedeutet dass das irgendwas in meinem Koerper, vermutlich mein Blut, irgendwie etwas weniger alkalisch wird und der Koerper den noetigen pH wieder herzustellen versucht durch CO2-Entgasung. Wenn man lange taucht hat man auch erstmal danach den Zwang auszuatmen und nicht einzuatmen weil etwas aufgestautes CO2 schlechter ist als zuwenig Sauerstoff. Atemnot beim Einatmen und Erleichterung beim Ausatmen haengt damit zusammen. Calzium ist ja alkalisch und duerfte letztendlich helfen den pH zu regulieren. (keine Ahnung ob das Sinn macht. Dieses ist zwar mein Arbeitsthema im Moment, aber bei Gesteinsformung und -umwandlung und nicht beim Menschen)
Tja.. bin natuerlich mal wieder beim Arzt gewesen. Bluttest scheinbar ok ausser niedrigem Magnesium (ich nehme Mg ein!), aber den kompletten Bluttest werde ich mir demnaechst abholen. Beim ersten Anfall waren Ca, Mg, K, Na zu niedrig, uebrigens alle alkalisch. Ich wollte dieses Mal einen Bluttest haben zu dem Zeitpunkt wo die Atemnot auftritt, oder in der Nacht kurz davor. Aber scheinbar ist das nicht moeglich. Tja.. somit bleibt alles beim alten: niemand kann sagen was los ist, und Aezte scheinen zu denken dass ich ja ueberlebe. Somit kann es kein Problem sein. Toll. Mal abgesehen davon dass ich jede Nacht wach liege bis die Atemnot wieder weg ist.
Habt ihr noch moegliche Ansaetze fuer mich mit denen ich meine Aerzte bombardieren kann? Ich habe langsam genug.
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 48
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28.04.2017, 14:07
Moeglicherweise leichte Azidose. Nur warum?
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28.04.2017, 14:26
AW: Moeglicherweise leichte Azidose. Nur warum?
*Daß* Atemnot auftritt und durch Hyperventilation behoben werden kann, ist ja ein Fakt und ein wichtiger Datenpunkt.
Dann kann der Weg zum Lungenarzt (und vielleicht ins Schlaflabor) gehen, oder zum Internisten. Bestenfalls hast du Atemprobleme, die die Übersäuerung verursachen (Asthma? Schlafapnoe?) Die meisten internistischen Erklärungen (außer Hunger) sind unerfreulicher.
Meine unfachfrauliche Vermutung ist, daß das aufgenommene Calcium nur indirekt wirkt (Als Gegenspieler von Kalium?). Man ist ja kein Gestein.
** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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28.04.2017, 14:39
AW: Moeglicherweise leichte Azidose. Nur warum?
Denke ich auch. Mir war das schon anfangs irgendwie bewusst, aber wenn man so uebermuedet ist vergisst man schonmal was. Ich weiss noch wie ich beim ersten Mal im Krankenhaus lag und in der Nacht die Schwester rief weil ich endlos lange ausatmen wollte und nicht einatmen. Sie lachte es weg und sagte dass es sowas nicht gaebe.

Joar, bei Lungenfachaerzten war ich schon genug. Waehrend einem Anfall mit Bronchienspasmus waren die Meinungen sehr unterschiedlich von "eventuell Asthma" bis "sieht nicht nach Asthma aus". Ohne Anfall war die Diagnose ganz klar: kein Asthma.Dann kann der Weg zum Lungenarzt (und vielleicht ins Schlaflabor) gehen, oder zum Internisten. Bestenfalls hast du Atemprobleme, die die Übersäuerung verursachen (Asthma? Schlafapnoe?) Die meisten internistischen Erklärungen (außer Hunger) sind unerfreulicher.
Meine unfachfrauliche Vermutung ist, daß das aufgenommene Calcium nur indirekt wirkt (Als Gegenspieler von Kalium?). Man ist ja kein Gestein.
Schlaflabor waehre eine Moeglichkeit. Allerdings vermute ich mal dass eine eventuelle Schlafapnoe ziemlich lange sein muesste um stundenlang, bis in den naechsten Nachmittag Probleme zu verursachen. Und jemand der neben mir schlaeft und bei den leistesten Geraeuschen aufwacht duerfte dabei auch nicht durchschlafen denke ich. *gruebelt* Beim ersten Mal war Kalium jedenfalls ebenfalls niedrig... aber ebenfalls Sodiumbicarbonate (was ist das in Deutsch?). Nur hat kein Arzt was damit getan.
Bluttests fuer Nieren, Diabetes, Leber waren jedenfalls immer perfekt, und nicht mal ansatzweise nahe an einem Grenzwert. Da Sport der Ausloeser zu sein scheint frage ich mich ob Laktatsaeure eine Rolle spielen koennte. Allerdings treibe ich nicht so intensiv Sport dass das ueberhaupt ein Problem sein sollte, und sicher nicht ueber mehrere Wochen.Geändert von Carolly (28.04.2017 um 14:55 Uhr)
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29.04.2017, 15:43
AW: Moeglicherweise leichte Azidose. Nur warum?
Dein Herz wurde auch kontrolliert?
Grüßlis
mkr
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29.04.2017, 16:14
AW: Moeglicherweise leichte Azidose. Nur warum?
Jup, mehrmals, alles ok. Wie gesagt, Leberprofil, Blutzucker einschl. Tolleranztest und Nierenprofil sind auch ok. Ich weiss natuerlich nicht ob es weitere Tests gibt die gemacht werden sollten. Blutzucker waehrend der Atemnot nachts ok.
Das einzige was mir spontan einfaellt waehre irgendein Zusammenhang mit Laktose, aber meine Workouts sind nicht so schwer dass dieses ueberhaupt eine Rolle spielen sollte.
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29.04.2017, 20:09Inaktiver User
AW: Moeglicherweise leichte Azidose. Nur warum?
Tritt dieses Ereignis nach jeder anstrengenden Cardio-Einheit auf oder nur gelegentlich?
Falls jedesmal, würde ich als erste Maßnahme die Cardio-Einheit entschärfen, denn sie scheint - auch wenn der konkrete Grund aktuell nicht bekannt ist - Deinem Organismus nicht gut zu tun.
Wie geht es Dir, wenn Du in solchen Situationen nachts in ein Kissen atmest? Wird es dann besser oder schlechter? Besserung könnte darauf hindeuten, dass Du zuvor im Schlaf hyperventiliert hast.
Sowas ließe sich bestimmt in einem Schlaflabor herausfinden.
Für Hyperventilation gibt es verschiedene Ursachen, physische und psychische, es können auch relativ banale Dinge wie eine verspannte Brustkorb-/Bauchmuskulatur oder eine ungünstige Schlafposition schuld sein.
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29.04.2017, 21:28
AW: Moeglicherweise leichte Azidose. Nur warum?
Es tritt alle paar Monate auf und haelt 2-3 Wochen an. Und was alle diese Male gemein haben ist dass solch eine neue Episode immer nach einer Cardioeinheit auftritt, nie nach Krafttraining, nie nach keinem Sport. Allerdings habe ich viel mehr Cardioeinheiten wo ueberhaupt nichts passiert. Ich habe von September bis April kaum Sport getrieben weil ich ewig erkaeltet war. Und waehrend dieser Zeit hatte ich ueberhaupt keine Probleme. Und entschaerfen... 4km mit 8min/km laufen.. da kann man kaum noch was entschaerfen.
Das seltsame ist ja dass es besser wird wenn ich hyperventiliere. Klar, dabei wird CO2 abgebaut. CO2 baut sich bei Hypoventilieren auf, aber man kann den Atem nicht so lange anhalten dass man stundenlang danach, und in allen kommenden Naechten diese Probleme hat wuerde ich mal behaupten. Und dazu kommt noch dass ich es bei solch einem Anfall nicht schaffe so stark zu hyperventilieren dass die Finger kribbeln.
Ich weiss ebenfalls dass mein Puls nichts seltsames anstellt bevor ich atemlos wach werde. Ich habe ein paarmal mit meinem Pulssensor zum Laufen geschlafen. Keine Tachikardie, nicht das Gegenteil, werde nicht mit Schrecken wach. Einfach nur normales aufwachen mitten in der Nacht.
Was mir hoechstens noch einfaellt: schon als Kleinkind hasste ich allen Sport, Ostereiersuchen und Verstecken spielen weil ich nicht mit den anderen Kindern mithalten konnte. Entweder waren meine Muskeln schwaecher oder ich war zu schnell ausser Atem. Aber ein Grund wurde nie gefunden, allerdings auch nie ernsthaft gesucht. Also ja, geaendert hat sich das nie wirklich. Nur in den letzten Jahren habe ich nicht aufgegeben und kleine Fortschritte gemacht. Sport findet fuer mich nur in meiner eigenen Liga statt.Geändert von Carolly (29.04.2017 um 21:35 Uhr)
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29.04.2017, 21:42Inaktiver User
AW: Moeglicherweise leichte Azidose. Nur warum?
Ich würde an Deiner Stelle diese Art Training sein lassen. 2-3 Wochen Beschwerden ist ein lange Zeit. Ist es das wirklich wert? Zumal sich ja keine Ursache finden, sich das Problem nicht lösen lässt.
Warum dann den Körper zu etwas zwingen was ihm offensichtlich, zumindest phasenweise, nicht bekommt?
Heute noch?Was mir hoechstens noch einfaellt: schon als Kleinkind hasste ich allen Sport
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29.04.2017, 21:56
AW: Moeglicherweise leichte Azidose. Nur warum?
Tja... weil es mir spass macht? Und laufen hilft gegen depressive Phasen, hilft beim Nachdenken und Loesen von komplizierten Problemen, oder nur einem Raetsel. Und es macht mir einfach spass. Abgesehen davon bin ich extrem unfit wenn ich keinen Sport treibe. Kann ja nicht sein dass ich mit.. sagen wir mal 50 keine Treppe mehr hochkomme.
Siehe oben.Heute noch?
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29.04.2017, 22:07Inaktiver User
AW: Moeglicherweise leichte Azidose. Nur warum?
Gäbe es da nicht eine alternative Sportart? Oder Du läufst einfach etwas weniger.
Ich habe eine Freundin die aus ähnlichen Gründen wie Du jeden Tag läuft. Derzeit hat sie eine Sehnenentzündung, darf nicht laufen. Sie hat jetzt Angst in ein Loch zu fallen, wenn sie diesen Ausgleich nicht mehr hat.
Mein Gedanke bei ihr war - vielleicht sagt hier der Körper - hey, stop setz Dich mal mit dem was eigentlich da ist auf andere Weise auseinander, schau hin, höre hin, spüre hin und lauf nicht ständig davon.
Vielleicht hat Deine Symptomatik gar nichts mit Deinem Sport zu tun, sondern eher damit, dass nachts das Unterbewusstsein arbeitet, Ängste auftauchen die Dir die Luft nehmen?
Irgendein Ungleichgewicht lässt sich im Körper immer finden, wenn man danach sucht. Aber ob das immer wirklich ursächlich ist?
Also ich bin über 50. Schon immer Sportmuffel gewesen und komme dennoch alle Treppen hoch.Abgesehen davon bin ich extrem unfit wenn ich keinen Sport treibe. Kann ja nicht sein dass ich mit.. sagen wir mal 50 keine Treppe mehr hochkomme.
Geändert von Inaktiver User (29.04.2017 um 22:31 Uhr) Grund: Ergänzt


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