Hallo Leute, Seit Ende Juli habe ich ein kribbeln in armen, rücken und manchmal auf in den Unterschenkeln.Meine arme fühlen sich auch kraftlos an, sind es aber definitiv nicht. Ich kann selbst mein komplettes Körpergewicht Stämmen. In kurzer Zeit vorm kribbeln und kurz danach, habe ich beim bücken manchmal einen Stich gespürt und bin kurz nicht mehr nach oben gekommen und das mit 26 Jahren :) . Sonst geht es mir gut, bis auf meinen Bauch der sich manchmal aufbläht wie sonst was, obwohl ich echt sehr schlank bin. Bei mir wurden bereits Antikörper die auf MS hindeuten getestet per Lumbalpunktion, dieser war negativ. Was es wohl dann zu 95% ausschließt. Ich wollte noch ein MRT vom Kopf machen lassen. Bekomme dafür aber von meinem Hausarzt keine Überweisung, weil er der Meinung ist ich hätte mit Sicherheit kein MS. Ein MRT ohne Kontrastmittel von der Halswirbelsäule hatte ich im August. Da war alles ok, bis auf eine Fehlhaltung des Halses. Beim Orthopäden war ich auch schon, ohne Ergebnis. Jetzt habe ich einen Termin beim Neurologen, allerdings befürchte ich dass er mir auch nicht weiterhelfen kann... Ich habe außerdem immernoch Angst vor MS.
Zudem noch einen sehr stressigen Alltag, der sich erst Juli 2017 bessern wird.
Ich hatte Krebs im Jahre 1992 und die Option dass es Spätfolgen der chemo sind bestehen auch, aber doch eher unwahrscheinlich...
Ach ich weis garnicht was ich mir von dem Thread erhoffe. Hat jemand eine Idee zu welchem Arzt abgesehen vom Neurologen ich gehend sollte?
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Thema: Angst vor MS
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23.10.2016, 09:41
Angst vor MS
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23.10.2016, 11:11
AW: Angst vor MS
Es gibt viele mögliche Ursache für Gefühlsstörungen. Auch Medikamentennebenwirkungen und die Psyche gehören dazu. Wenn man Panik verspürt, dann ist es nicht so einfach, herunterzukommen, trotzdem empfehle ich dir, mal durchzuschnaufen und herunterzukommen zu versuchen. MS konnte ja mit einer hohen Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden. Warte mal ab, was der Neurologe findet oder auch nicht findet.
Du solltest noch etwas anderes beachten: Dich hat mit dem Krebs einmal so ein fettes, fieses Ding erwischt. Das kann ein traumatisches Erlebnis sein, dass verarbeitet werden will. Wenn du jetzt Panik vor einem möglichen nächsten fiesen Ding entwickelst, dann kann das ein Symptom einer posttraumatischen Belastungsstörung sein.
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23.10.2016, 11:20
AW: Angst vor MS
Nach deiner schweren Erkrankung kann ich nachvollziehen, dass dich diese Situation jetzt sehr verunsichert. Es ist doch aber toll, dass man mittlerweile mit fast 100%-iger Wahrscheinlichkeit MS ausschließen kann. Freu dich doch mal darüber

Das Kribbeln könnte eventuell eine Verengung im Spinalkanal sein. Deshalb ist es gut, dass du jetzt einen Neurologen aufsuchst. Wenn aber auch er keinerlei physischen Ursachen bei dir findet, dann denke bitte auch, so wie Quirin schon schrieb, an die Möglichkeit dass diese "seltsamen" Beschwerden auch psychischer Natur sein könnten. Psychische Ängste, wenn sie stark und intensiv ausgeprägt sind, können tatsächlich irgendwann auch zu körperlichen Beschwerden führen.Wer immer nur tut was er schon kann,
bleibt schlussendlich das, was er schon ist.
Henry Ford
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23.10.2016, 12:39
AW: Angst vor MS
Danke für deine Antwort! Das mit dem Krebs stimmt schon, aber ich habe von dem Krebsdasein ja nicht viel mitbekommen. Da ich zu dem Zeitpunkt 1-2 Jahre alt war. Normalerweise bin ich auch eher der entspannte Typ. Aber da ich dieses kribbeln eben permanent spüre,belastet mich das schon. Zudem in so vielen MS Foren geschrieben wird, dass einige doch MS haben trotz negativem liquorbefund :/
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23.10.2016, 12:48Inaktiver User
AW: Angst vor MS
ich verstehe Dich, weil ich auch schon in ähnlicher Situation war....

trotzdem:
jetzt ist der Befund/die Diagnose negativ-
also freu Dich Deines Lebens, genieße es, richte Deine Augenmerk auf die schönen Dinge des Lebens, denn jetzt ist Zeit dazu...
was noch alles passieren wird, weiß niemand, aber sich Sorgen zu machen über etwas, das gar nicht da ist, halte ich nicht für zielführend....
ich habe gelernt, das Kribbeln etc zu ignorieren bzw. es wahrzunehmen und trotzdem so zu tun, als wäre es nicht da...
ich lernte, es mit der Zeit kaum wahrzunehmen, weil es mich vom Leben abhält...
finde ich eine gute Strategie...
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23.10.2016, 12:53Inaktiver User
AW: Angst vor MS
Ich habe eigentlich nicht viel zu dem Thema beizutragen, aber ich habe schon sehr häufig gelesen, dass es nach Krebsbehandlungen im Kindesalter zu neurologischen Spätfolgen kommen kann.
Das Kribbeln, das Du beschreibst, scheint gar nicht untypisch zu sein.
Vielleicht kannst Du mal Kontakt zu einem (Kinder-)Onkologen oder zu anderen Betroffenen suchen und Dich erkundigen, ob Deine Beschwerden nicht doch Spätfolgen der Chemo oder Bestrahlung sein könnten.
Das würde wahrscheinlich bedeuten, dass Du die Beschwerden nicht gänzlich loswerden kannst. Aber andererseits wäre die Angst vor MS damit vom Tisch.
Alles Gute.
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23.10.2016, 12:57
AW: Angst vor MS
Bitte lies nicht so viel in irgendwelchen Foren. Der Morbus Google ist heute eine der am häufigsten die Lebensqualität beeinträchtigenden Krankheiten.
Die Fehlstellung der HWS hingegen ist ein guter Ansatzpunkt: Sie kann dazu führen, dass die Bandscheiben langfristig auf das Halsmark drücken und je nach Höhe zu typischen neurologischen Ausfällen führen. Zum Beispiel das "Ameisenlaufen" unter dem Schulterblatt oder zwischen Schulterblatt und Brustwirbelsäule, Ausfälle im Bereich der Arme und Hände sind auch häufig, je nach Sitz. [Die Nerven, die aus den Halsmarksegmenten kommen, mischen sich quasi und versorgen die Bereiche Schultergürtel und Arme/Hände.]
Wenn die Kompression recht hoch sitzt, können auch mal die Beine betroffen sein.
Fehlstellungen können auch mal zu einer schlechteren Blutversorgung der Gehirns führen und Schwindel, Gleichgewichtsstörungen etc. auslösen. Sogar Hörstürze werden damit in Verbindung gebracht.
Ich würde Dir auch vorschlagen, zum Neurologen zu gehen. Der ist der richtige Ansprechpartner - auch für MS übrigens - und er kann auch wegen Deiner Beschwerden ohne Probleme weitere Untersuchungen von Kopf und Hals veranlassen.
Alles Gute!
Thank you for observing all safety precautions.
(aus Dark Star von John Carpenter)
Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
sonst normale Userin
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23.10.2016, 13:18
AW: Angst vor MS
Schwere Erkrankungen unter zwei Jahren sind prädestiniert zur Auslösung von psychischen Erkrankungen.
Jedoch erstmal schauen, was der Neurologe rausfindet.
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23.10.2016, 13:19Inaktiver User
AW: Angst vor MS
Damit hast Du ja nicht unrecht, katelbach, aber ich für meinen Teil leide an einer sehr häufigen chronischen Erkrankung und war meinem Arzt mit der Diagnose ungefähr 2 Jahre voraus. Irgendwann bin ich ohne Termin in die Sprechstunde marschiert und habe ihn ultimativ aufgefordert, endlich die erforderlichen Maßnahmen einzuleiten.
Die Diagnose konnte bestätigt werden und mit den körperlichen Folgen muss ich jetzt zurechtkommen.
Der Mensch hätte mir bis an mein oder sein seliges Ende mit ganz leiser, sanfter Stimme geraten, Zuckerkügelchen ohne pharmakologisch wirksame Bestandteile zu lutschen.
Ich würde es eher so formulieren: Dr. Google ist ein guter Arzt, aber man muss verdammt vorsichtig sein, ihn nicht misszuverstehen. Sonst kann es wirklich passieren, dass er einen krank macht.
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23.10.2016, 14:09
AW: Angst vor MS
Vielen Dank euch allen, ich freue mich dass ihr mich versteht. Psychische Erkrankungen schließe ich allerdings komplett aus..das trifft meiner Meinung nach so garnicht auf mich zu. Jedoch habe ich mich ein wenig eingelesen und gesehen dass eine Chemotherapie im Kindesalter viele Spätfolgen mit sich bringt, der Arzt meinte aber eher unwahrscheinlich aber durchaus möglich. Sowas würde sich aber kaum feststellen lassen oder :/?


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