Ich (35) bin am 1. Februar in eine neue Wohnung gezogen. Im Großen und Ganzen gefällt es mir sehr gut. Die Wohnung ist schön, die Lage angenehm ruhig und die Nachbarn sehr nett. Das Problem ist, dass ich seit meinem Einzug an Schlafstörungen leide. D. h. ich wache fast jede Nacht gegen 2-3 Uhr auf, muss fast jedes Mal aufs Klo und kann danach ewig nicht mehr einschlafen. Am Wochenende stört es mich weniger, aber unter der Woche klingelt mein Wecker schon um 4:30 Uhr.
Bis zu meinem Umzug habe ich so gut wie jede Nacht 6-7 Stunden durchgeschlafen und war am nächsten Tag topfit. Ich musste nur alle paar Monate wegen Toilettengang nachts aufstehen. Jetzt bin ich froh, wenn ich überhaupt mal eine Nacht durchschlafen kann. Das war in den letzten beiden Monaten vielleicht 2-3x der Fall. Früher bin ich nach dem Toilettengang schnell wieder eingeschlafen, jetzt geht das nicht mehr. Ich frage mich ob das vielleicht an der neuen Wohnung liegt. Ich habe nämlich ganz spezielle Vorlieben, wenn es ums Schlafen geht und brauche eine Raumtemperatur von ca. 20 °C, um mich wohl zu fühlen. In der alten Wohnung ging das problemlos. In dem Haus, in dem ich jetzt lebe, haben wir eine Zentralheizung und die schaltet sich zwischendurch gerne mal für mehrere Stunden aus. Sprich: Die Raumtemperatur kühlt sich auf ca. 17 Grad ab, und dann bekomme ich ewig kein Auge zu. Ich habe schon öfters versucht, bei solchen Temperaturen zu schlafen, aber ich schaffe es leider nicht. Das liegt nicht am fehlenden Willen, es geht einfach nicht.
Nur an der Wohnung kann es aber nicht liegen. An manchen Tagen wie z. B. gestern trinke ich nach 18 Uhr überhaupt nichts mehr und muss dann trotzdem in der Nacht (letzte Nacht um 1:50 Uhr) auf Toilette. Warum? Mich nervt das total, wenn mein Schlaf unterbrochen wird und ich dann ewig nicht mehr einschlafen kann.
Neulich war ich beim Arzt. Er hat mir Johanniskraut verschrieben, hilft aber leider nicht wirklich. Beruflichen Stress oder sonstige großen Sorgen habe ich auch nicht.
Was kann das nur sein?
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 60
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30.03.2016, 08:13
Schlafstörungen - liegt es an mir oder an der Wohnung?
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30.03.2016, 08:39Inaktiver User
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30.03.2016, 09:11
AW: Schlafstörungen - liegt es an mir oder an der Wohnung?
Die Situation nervt mich zwar, aber ich beschäftige mich sicher nicht jede Nacht stundenlang mit dem Thema.
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30.03.2016, 09:16Inaktiver User
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30.03.2016, 09:29
AW: Schlafstörungen - liegt es an mir oder an der Wohnung?
Ihr glaubt also, dass es möglich ist, aus privaten Gründen sowohl regelmäßig nachts auf Toilette zu müssen (obwohl das jahrelang nur selten der Fall war), als auch hinterher stundenlang nicht mehr einschlafen zu können? Mein Arzt hatte diese Vermutung auch und mir genau deshalb das Mittel mit Johanniskraut verschrieben, welches mir aber kaum hilft. Ich möchte ungern chemische Hilfsmittel nehmen und endlich wieder ein normales Schlafverhalten entwickeln *seufz*.
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30.03.2016, 09:41Inaktiver User
AW: Schlafstörungen - liegt es an mir oder an der Wohnung?
Die Blase kann auch trainiert werden. Google mal danach, vielleicht hilft das.
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30.03.2016, 09:44
AW: Schlafstörungen - liegt es an mir oder an der Wohnung?
Stell Dein Bett um, es liegt vielleicht direkt über einer Wasserader... Kein Witz, dass kann es wirklich sein!
Ach ja und warme Kuschelsocken tragen, kalte Füsse lassen die Blase wach werden...Das Leben macht was es will und ich auch!
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30.03.2016, 09:54Inaktiver User
AW: Schlafstörungen - liegt es an mir oder an der Wohnung?
Viele Menschen müssen nachts auf die Toilette gehen. Das Problem ist auch nicht der einmalige Toilettengang, sondern das nicht wieder einschlafen können. Dadurch nimmst du diesen Vorgang als sehr störend wahr.
Erst einmal solltet du überlegen, warum du nachts zur Toilette gehst. Ist die Blase voll, also eine entsprechende Urinmenge da? Wenn ja, wirst du da nicht viel dran ändern können. Die Blase ist halt nur begrenzt groß und somit das Fassungsvermögen definiert. Bei manchen Menschen arbeiten die Nieren über Nacht stärker. Das hängt auch nicht mit der Trinkmenge abends zusammen, denn der Körper lagert tagsüber mehr Flüssigkeit ein die dann Nachts ausgeschieden wird. stundnelang nichts trinken um weniger Urin zu produzieren ist also ziemlich sinnlos und eher schädlich.
Der Umzug ist jetzt gerade mal 2 Monate her. Um Stress abzubauen braucht man oft deutlich länger. Außerdem reagierst du nicht auf dir bewußten Stress, sondern auf das was im Unterbewußtsein abläuft.
Raumtemperaturen im Schlafzimmer um die 17 Grads sind übrigens ideal. Normalerweise schläft man unter solchen Temperaturen viel besser. Was stört dich daran?
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30.03.2016, 10:35
AW: Schlafstörungen - liegt es an mir oder an der Wohnung?
So viel ich weiß kann Johanniskraut erst nach einer Einnahmezeit von ca. 6 Wochen wirken. So lange nimmst du es aber noch nicht, oder?
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30.03.2016, 10:36
AW: Schlafstörungen - liegt es an mir oder an der Wohnung?
Vielleicht hilft ein Heizkissen im Bett ?
Wenn ich nicht einschlafen kann, nehme ich meinen MP3-Player mit einem maximal langweiligen Hörbuch und ganz leise, dass ich es kaum höre, aber es bindet meine Gedanken - bei mir dauert es dann maximal 10 Minuten, dann bin ich wieder eingeschlafen.
Du könntest auch autogenes Training versuchen.
Musst du dann dringend auf die Toilette ?
Normalerweise regelt ein "Schlaf"hormon, dass man nachts nicht auf die Toilette muss, das Fehlen diese Hormons kann verschiedene Ursachen haben.
Du kannst auch mal unter dem Stichwort Nykturie suchen - vielleicht kommt dir dabei eine Idee.
Musst du auch tagsüber eher häufig auf die Toilette ?Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.
.... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/
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