Seit mehr als einem Jahr habe ich eine Venenthrombose. Ein halbes Jahr lang Medikament zur Blutverdünnung eingenommen, das ist jetzt angeblich nicht mehr notwendig. Ich soll aber weiterhin an dem betroffenen Bein einen Stützstrumpf Kompressionsklasse 2 tragen, was ich auch brav mache. Nun habe ich zum Geburtstag einen Gutschein für ein Wellness-Wochenende mit Sauna bekommen. Darf ich überhaupt in die Sauna? Gerade jetzt ist unser Dorf-Doc natürlich in Urlaub, so dass ich deshalb die Frage erst einmal hier stelle. Hat jemand Erfahrung damit und kann mir Tipps geben? Ich sach schon ma "Danke"![]()
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Antworten
Ergebnis 1 bis 5 von 5
Thema: Venenthrombose und Sauna
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02.08.2015, 20:35
Venenthrombose und Sauna
Freundschaft ist, wenn dich einer für gutes Schwimmen lobt, nachdem du beim Segeln gekentert bist. (Werner Schneyder)
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02.08.2015, 20:56
AW: Venenthrombose und Sauna
Ich hatte eine tiefe Beinvenenthrombose, genau wie Du halbes Jahr Blutverdünner, in meinem Fall Marcumar.
Danach hat der Venenarzt mit seinem sehr hoch auflösenden Ultraschall festgestellt, dass keine Reste des Thrombus/der Thromben mehr sichtbar sind.
Zum Kompressionsstrumpf hat er mir zwingend nur noch in manchen Situationen geraten (viel stehen, viel sitzen, lange Autofahrten, Flüge sowieso), nachdem ich ihn in dem halben Jahr tagsüber permanent getragen hatte.
Ansonsten Bewegung, Bewegung.
Sauna ist per se ziemlich gut für die Venen wegen der Abwechslung zwischen sehr heiß und sehr kalt, das trainiert die Venen.
Wenn bei Dir auf dem Ultraschall der Thrombus oder die Thromben vollkommen weg sind, kannst nach meinem Wissen Deinen Venen mit Sauna langfristig eigentlich nur Gutes tun.
(Bin kein Mediziner - Laienaussage!)
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03.08.2015, 08:37
AW: Venenthrombose und Sauna
Vielen Dank für deine Hinweise. Ja - mit der Bewegung ist das so eine Sache. Als freiberufliche "Schreibtischtäterin" mit eng terminierten Aufträgen fällt es mir schwer, die empfohlenen täglichen 30 Min. Sport und/oder Walking zu realisieren. Mein Thrombus sitzt in der Kniekehle, und ist dort offenbar so "verbacken", dass er sich nicht aufgelöst hat. Deshalb auch der Rat, permanent den Kompressionsstrumpf zu tragen. Mein Blutverdünner war Xarelto, den nehme ich inzwischen aber nicht mehr ein.
Freundschaft ist, wenn dich einer für gutes Schwimmen lobt, nachdem du beim Segeln gekentert bist. (Werner Schneyder)
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03.08.2015, 09:59Inaktiver User
AW: Venenthrombose und Sauna
Das Saunaverbot gilt in der akuten Phase der Thrombose, also wenn ein Thrombus vorhanden ist.
Löst sich ein Thrombus nicht auf, wächst das Gebiet langsam mit Gewebe zu. Es bleibt also nicht ewig ein Thrombus der sich lösen kann. Da an der Stelle das Gefäß dann verschlossen ist, bilden sich Umgehungsvenen.
Den Rat Kompressionsstrümpfe zu tragen würde ich beherzigen, vor allem, wenn man Schreibtischtäter ist, denn es kann sich jeder Zeit an anderer Stelle ein Trhrombus bilden, wenn die Veranlagung dazu da ist. Es geht hierbei aber nicht um das Verhindern des Ablösens eines alten Thrombus. Da kann sich nichts mehr ablösen, weil das Gefäß mit Gewebe zugesetzt ist.
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03.08.2015, 13:10
AW: Venenthrombose und Sauna
Vielen Dank für die Infos. An den Kompressionsstrumpf habe ich mich inzwischen gewöhnt und trage ihn "von Bettkante zu Bettkante". Morgens wird er auf der Bettkante angezogen, abends ebendort wieder ausgezogen. Ohne ihn fühlt sich mein Bein irgendwie nackt
an
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