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  1. Inaktiver User

    die aknenormin-therapie (isotretinoin)

    hi,

    hat jemand von euch schon persönliche erfahrungen mit dieser therapie sammeln können und mag diese hier mit mir teilen?

    ich habe mir das begleitheft durchgelesen, und mir ist beim lesen der möglichen nebenwirkungen angst und bange geworden. vorallem der umstand weil ich psychopharmaka nehmen muss (aufgrund einer vorerkrankung) ...

    ich bin 38 jahre alt und hatte schon als jugendliche und junge erwachsene schlimme akne. es ist nie ganz weggegangen ... doch seit einigen monaten sieht meine haut (vorallem im gesicht) schlimm aus.

    mein neuer hautarzt hat mir, nachdem er gehört hat, was mir die vorhergehenden hautärzte schon alles verschrieben haben, diese therapie vorgeschlagen und mir bedenkzeit von 4 wochen eingeräumt.

    er stellt übrigens die diagnose: acne conglobata.

    jetzt möchte ich gerne von anderen betroffenen lesen, wie deren erfahrung mit dieser therapie aussehen ...
    hat euer hautarzt die vorgeschriebenen schwangerschafttests selbst gemacht, oder seid ihr dafür extra zum gynäkologen eures vertrauens gegangen?
    und was für nebenwirkungen hattet ihr zu leiden? unterschiede frau-mann?

    ich bin auf eure rückmeldungen gespannt.

  2. User Info Menu

    AW: die aknenormin-therapie (isotretinoin)

    Hallo Rose,
    da sich noch niemand gemeldet hat, möchte ich ein paar Infos geben. 2 Söhne haben das Medikament genommen, jeweil 6 Monate die Normaldosis und nach einigen Monaten Pause nochmals 4 Monate die halbe dosis,danach ausgeschlichen. Danach war die Haut meist in Ordnung.
    Sie brauchten zwar keinen Schwangerschaftstest, aber es wurde jeden Monat eine Blutkontrolle gemacht. Es gab aber nie Probleme, außer trockenen Lippen-und da half Labello.Ich hatte zunächst auch wegen der grusligen Patienten-Info Bedenken.Aber die Firmen sichern sich halt ab.Letztlich waren alle zufrieden mit derEinnahme und dem ergebnis.

    PS: für dich als Frau käme doch auch eine spezielle "Pille" in Frage-hast du das schon probiert?
    Gute Besserung Daphnia

  3. Inaktiver User

    smirk AW: die aknenormin-therapie (isotretinoin)

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    hi,

    hat jemand von euch schon persönliche erfahrungen mit dieser therapie sammeln können und mag diese hier mit mir teilen?
    Gerne.

    ich habe mir das begleitheft durchgelesen, und mir ist beim lesen der möglichen nebenwirkungen angst und bange geworden. vorallem der umstand weil ich psychopharmaka nehmen muss (aufgrund einer vorerkrankung) ...

    ich bin 38 jahre alt und hatte schon als jugendliche und junge erwachsene schlimme akne. es ist nie ganz weggegangen ... doch seit einigen monaten sieht meine haut (vorallem im gesicht) schlimm aus.

    mein neuer hautarzt hat mir, nachdem er gehört hat, was mir die vorhergehenden hautärzte schon alles verschrieben haben, diese therapie vorgeschlagen und mir bedenkzeit von 4 wochen eingeräumt.

    er stellt übrigens die diagnose: acne conglobata.
    Ich war 32 Jahre alt und mein Gesicht war nie frei von großen, geröteten und druckempfindlichen Pickeln. Aber es waren in der Regel nicht mehr als 1-3 Stück und die Narbenbildung hielt sich glücklicherweise in Grenzen. In dieser Hinsicht war der Leidensdruck nicht so riesig, dass ich eine Isotretinointherapie in Erwägung gezogen hätte. (Erstaunlicherweise erschrecke ich heute, wenn ich die Fotos von damals sehe.)

    Meine ganz große Baustelle waren Rücken und Decollete. Die Bescherung zog sich vom Hintern bis hoch in den Nacken, über die Brust bis auf die Schultern und über die Oberarme bis hin zu den Ellebogen. Ich bin 20 Jahre lang so gut wie nie schwimmen gegangen. Ärmellose Sommerkleider? Unmöglich. Knappe Tops? Ausgeschlossen. Ausschnitt? Bäh.

    Eine hochdosierte Pille hat mir tatsächlich vorübergehend geholfen. Aber hochdosierte Pillen sind auch nicht nebenwirklungsfrei und ich wollte keine Dauermedikation bis in die Wechseljahre.

    jetzt möchte ich gerne von anderen betroffenen lesen, wie deren erfahrung mit dieser therapie aussehen ...
    Ich habe ungefähr ein dreiviertel Jahr lang Isotretinoin in niedriger Dosierung eingenommen. Der Effekt war bombig. Die Akne hat sich innerhalb weniger Wochen zurückgebildet. (Allerdings dauert es ewig, bis die vorhandenen Unreinheiten vollständig abgeheilt sind. Unter Isotretinoin verschlechtert sich die Wundheilung, deswegen sind die Rötungen extrem lange sichtbar.)

    Bis auf leichte Lippentrockenheit sind die gefürchteten Nebenwirkungen zunächst ausgeblieben. Jetzt trage ich leichte Sommerkleider und Trägertops. Ein ganz neues Lebensgefühl.

    Allerdings sind mir gegen Ende der Therapie plötzlich vermehrt die Haare ausgegangen. Ich habe das Zeug dann eigenmächtig abgesetzt. Der Haarausfall hat sich anschließend nicht abgeschwächt, eher im Gegenteil. Jetzt liegt die Therapie ein Jahr zurück und es nimmt kein Ende. Nach jeder Haarwäsche liegt ein dickes Knäul im Abfluss, nach dem Kämmen sieht das Bad aus wie ein Hundefriseursalon. Ich kann nur hoffen, dass sich das irgendwann wieder normalisiert.

    Da ich zwischenzeitlich ein anderes Medikament einnehmen musste, das in seltenen Fällen ebenfalls Haarausfall auslösen kann, kann ich nicht mit Sicherheit sagen, ob mein Problem nun ausschließlich auf die Aknetherapie zurückzuführen ist. Aber Isotretinoin kann definitiv Haarausfall auslösen und in manchen Fällen bleibt der Haarausfall leider bestehen. Es ist ein hochpotentes und hochwirksames Medikament, aber leider können die Nebenwirkungen eben auch dramatisch sein.

    Ich hatte übrigens in der Vergangenheit eine schwere depressive Episode und hatte aus diesem Grund große Bedenken gegen Isotretinoin. In dieser Hinsicht ist aber alles bestens verlaufen.

    hat euer hautarzt die vorgeschriebenen schwangerschafttests selbst gemacht, oder seid ihr dafür extra zum gynäkologen eures vertrauens gegangen?
    Keine Ahnung, wie das üblicherweise gehandhabt wird. Ich hatte in dieser Zeit keine Sexualkontakte.
    ich bin auf eure rückmeldungen gespannt.
    Mein Fazit: Eine ausgewachsene Akne Conglobata ist ganz sicher ein triftiger Grund, eine Isotretinoinbehandlung in Erwägung zu ziehen.

    Isotretinoin ist der einzige Wirkstoff, der bei Erwachsenenakne tatsächlich einen dauerhaften Effekt hat. Hochdosierte Pillen sind bei Frauen zwar häufig sehr wirksam, aber nach dem Absetzen ist das Hautbild oft noch deutlich schlimmer als zuvor. Und das Risiko von Thrombosen und Embolien ist ja auch nicht zu unterschätzen. Viele Hautärzte verschreiben Antibiotika gegen Akne. Eigentlich ist diese Verschreibungspraxis völlig verrückt. Die Entzündungen klingen unter der Behandlung zwar ab, aber nach dem Absetzen ist innerhalb von wenigen Wochen alles beim Alten. Teilweise werden die Antibiotika dann über Monate oder sogar Jahre hinweg verschrieben. Das kann zu massiven Leberschäden führen.

    Die wohlmeinenden Hinweise "keine Milch", "kein Schweinefleisch" etc. kann man ebenfalls in die Tonne treten. Es ist nicht ganz ausgeschlossen, dass sich das Hautbild durch gute Ernährung geringfügig verbessern kann. Aber eine ausgewachsene Akne kriegt man durch Gemüse nicht in den Griff.

    Aber enthusiastisch zuraten kann ich Dir eben auch nicht. Wenn ich die Haarbüschel im Abfluss sehe, dann wird mir deutlich, dass dieses Medikament doch einiges mit dem Körper anstellt.

    Es ist eben eine Gratwanderung.

    Lass uns wissen, wie Du Dich entschieden hast und wie sich die Therapie gegebenenfalls auswirkt.

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