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  1. Inaktiver User

    AW: Harnsäure - Gicht? / Welchem Arzt traue ich?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Vincha wird keine Zeit verlieren, da sie eine Ernährungsumstellung jetzt schon anstrebt und auf die Arzttermine wird sie sowieso noch warten müssen.
    Außerdem gehts nicht um eine Diät sondern einer Umstellung der Ernährung, damit der Körper sich wieder wohl fühlt.

    @ bittersweet

    Du bist anscheinend sehr von deiner jahrelangen intensiven Immunsuppression überzeugt. Die Nebenwirkungen für den Körper sind immens und sehr bedenklich, auch wenn du momentan noch nichts davon bemerkst - das solltest du nicht unterschätzen.

    Es könnte nämlich auch sein, dass sich man / frau mit diesen Medikamenten mehr kaputt macht als es dir dienlich sein könnte. Hast du das schon mal in Betracht gezogen?

    Ich habe auch eine rheumatische Autoimmunkrankheit.
    Ich habe mich dafür entschieden keine Medikamente mehr einzunehmen; ich habe meine Ernährung umgestellt und das hat eine Wende in mein Leben gebracht.

    So hat jeder seine eigenen Erfahrungen gemacht bittersweet - das solltest du schon akzeptieren und nicht nur denken, dass dein Weg der Schlaueste ist, nur weil du in der Uni-Klinik in Behandlung bist
    Ich mußte lächeln als ich den Beitrag gelesen habe. Ich habe überhaupt kein Problem mit Akzeptanz, wenn andere andere Wege gehen wollen.

    Es gibt über 400 rheumatische Erkrankungen und zusätzlich verlaufen diese Erkrankungen in sehr unterschiedlichen Ausprägungen. Da gibt es keinen Königsweg.

    Das die Medikamente mehr kaputt machen können, als Nutzen bringen, ist Fakt und das ignoriere ich sicher nicht.

    Den Weg über Ernährungsumstellung bin ich auch lange Zeit gegangen, ich habe mich eingehend damit befasst, aber bei mir war dieser Weg erfolglos. Wäre ich nur diesen Weg gegangen, wären meine Fähigkeiten am Leben teilzunehmen derart reduziert, dass das für mich nicht mehr lebenswert wäre.

    Ich bin nicht überzeugt von meiner Immunsuppressionsstrategie, aber es ist derzeit der Weg, der mir am meisten bringt. Vielleicht ist das auch eine Frage der Einstellung. Ich will jetzt leben mit ausreichender Lebensqualität. Ich nehme sogar bewußt in Kauf, dass mein Leben evtl. etwas kürzer ist als ohne die medikamentöse Therapie. Solch eine Entscheidung fällt man sicher nicht leichtfertig. Ich will JETZT die für mich maximal erreichbare Lebensqualität haben.

    Außerdem differenziere ich, auch wenn ich eine Immunsuppression zulasse. Ich weiß nicht, ob ich mich dazu entschließen könnte, Biologicas zu nehmen. Ich meine hier z.B. die tnf alpha Blocker, die zwar sehr wirkungsvoll sein können, aber auch ein erhöhtes Krebsrisiko mit sich führen.

    Mir ist einfach wichtig, dass viele Denkanstösse einfließen, damit die betroffene Person letztendlich den für sie richtigen Weg findet.

    Die kleine Spitze mit der Uniklinik belächele ich auch mal. Habe ich irgendwo geschrieben, dass nur Unikliniken Rheuma vernünftig diagnostizieren und behandeln können?

    Ich werde nunmal dort ärztlich versorgt, das ist die Realität und dann schreibe ich das auch ohne irgendwelche Hintergedanken.

    Abgesehen davon ist es heute durchaus nicht mehr so, dass in solchen Einrichtungen nur schulmedizinische Aspekte berücksichtigt werden. Ich habe viele Anregungen bekommen, auch andere Wege auszutesten.

    Leider ist es Realität, dass viele Menschen unnötig leiden, weil es viele Ärzte gibt, die viel zu schnell bestimmte Diagnosen ad acta legen, eben weil nicht alles dem Lehrbuch entspricht und wirklich plausibel ist. Zudem gibt es leider auch viel zuviele Menschen, die sich ganz schnell abspeisen lassen, weil sie einem Arzt nicht widersprechen wollen oder können.

    Nicht umsonst werden viele Rheumaerkrankungen erst viel zu spät erkannt, was den Erfolg von Therapien, egal ob Schulmedizin oder alternative, deutlich reduziert.
    Geändert von Inaktiver User (04.10.2014 um 13:19 Uhr)

  2. User Info Menu

    AW: Harnsäure - Gicht? / Welchem Arzt traue ich?

    Ihr Lieben,

    bitte streitet Euch nicht.

    Alle Eure Beiträge haben mich zum Nachdenken angeregt bzw. ich konnte Tipps umsetzen.

    Ich werde mir am Montag meine Überweisung für das MRT auf den Arm ausweiten lassen. Mal sehen, wie das meinem Orthopäden schmeckt. Wenn nicht, hole ich es vom Hausarzt.

    Dann werde ich, um sicher gehen zu können, mir eine Überweisung zum Rheumatologen geben lassen.

    Den Termin für eine weitere Nadelstecherei in meinem Arm werde ich am kommenden Freitag nicht wahrnehmen. Ich traue diesem Orthopäden keinen Meter mehr.

    Derzeit nehme ich alle zwei Stunden Traumeel als Tablette, plus Traumeel zum Einschmieren, plus von der Apothekerin Wobezym-Tabletten, die auch die Entzündung stillen sollen.

    Heute habe ich eine ständig laufende Nase plus Durchfallerscheinungen, welche aber von der Apothekerin vorhergesagt wurden. Also reduziere ich die Dosis Wobezym.

    Der Apothekerin schilderte ich meinen Fall und sie meint, dass ich auf den Hausarzt hören soll, da der Orthopäde sich mit Gicht nicht so gut auskennen kann, wie der Hausarzt.

    In einem Ärztebewertungsportal habe ich gelesen, dass einem Patienten ebenfalls Gicht von meinem Orthopäden diagnostiziert wurde und es letztendlich eine klare Fehldiagnose war.

    Desweiteren habe ich mich eingehend über Mayr-Schondiät und purinarme Kost informiert und werde nun sehr ernährungsbewusst abspecken. Am Wochenende lese ich mich noch hinsichtlich Übersäuerung, basische Mittel, etc. ein.

    In drei Wochen lasse ich wieder Blut abnehmen und hoffe, dass ich bis dahin meine Werte runterbringen konnte und gleichzeitig dieser Schmerz sowohl im Ellenbogen als auch im Becken-/Leistenbereich auf der rechten Seite aufhört.

    Vielleicht kann ich so der Gicht entkommen.

    Euch allen wünsche ich ein schönes Wochenende!
    Geändert von Vincha (04.10.2014 um 13:30 Uhr)

  3. Inaktiver User

    AW: Harnsäure - Gicht? / Welchem Arzt traue ich?

    bitte streitet Euch nicht.
    Ne, als Streit hab ich das nicht betrachtet.

    Wollte nur meine Meinung kundtun und habs wahrscheinlich bisschen falsch verstanden was bittersweat schrieb.
    Für mich ist es nämlich so rüber gekommen, als seien nur Medikamente nützlich.

    Ich habe eben die Erfahrung gemacht, dass eine Ernährungsumstelle sooooo sehr viel mehr Wohlbefinden bringt und sehr, sehr nützlich ist. Letstalk schreibt ja auch immer von ihren positiven Erfahrungen. Die Erfolge machen sich nach einer Woche bereits bemerkbar.
    Wichtig ist weitgehendst tierisches wegzulassen.

    Ich esse deswegen auch nicht nur Rohkost, viel Gemüse eben, Obst nur morgens auf leeren Magen, Kartoffeln, Hirse und viele Kräuter.... milchsauer vergorene Säfte manchmal... und alles was halt an Tipps noch nachzulesen ist für eine basische Ernährung.

    Trotzdem gönne ich mir mal beim Grillen ein Steak oder ein Eis oder Kuchen, aber ich übertreib das nicht mehr, das sind die Besonderheiten für mich.

    Ich liebe Fisch und davon gibts halt jetzt dafür wesentlich mehr, der ist nämlich erlaubt ;-)

    Karla

  4. Inaktiver User

    AW: Harnsäure - Gicht? / Welchem Arzt traue ich?

    Ja Karla, ich habe wirklich sensationell gute Erfahrungen gemacht mit der Ernährungsumstellung. Noch im Frühjahr diesen Jahres hatte ich ständig Schmerzen in ganz vielen Gelenken, jede Bewegung war eine Qual und mein Orthopäde riet mir nur, Ibus zu schlucken, solange mein Magen das mitmachen würde. Wenn es gar nicht mehr ginge, müsste man mir halt neue Gelenke einsetzen. Da bei mir sehr viele Gelenke von Arthrose betroffen sind, konnte ich mir ausrechnen, dass ich die nächsten Jahre wohl gar nicht mehr aus dem Krankenhaus heraus gekommen wär.

    Ich suchte also nach Alternativen und wurde fündig und habe sofort ohne Zögern meine Ernährung radikal umgestellt. Die Besserung trat schon nach wenigen Tagen ein und das ermutigte mich weiterzumachen. Man muss wissen, was man wann essen kann und was auf jeden Fall gemieden werden muss und dann klappt das. Ich habe seitdem keine einzige Schmerztablette mehr gebraucht und bin (bis auf ein paar kleine Ausnahmen, an denen ich doch etwas anderes gegessen habe) völlig schmerzfrei und könnte wieder Bäume ausreißen

    Wen es interessiert, der kann in unserem Strang mehr darüber lesen: Arthrose - Ernährungsumstellung und ist herzlich eingeladen dort mitzuschreiben.

    Besagter Strang fängt etwas aus dem Zusammenhang gerissen an, weil er aus einem anderen Strang ausgegliedert wurde. Aber man kommt schon rein. Weiterer Astausch natürlich gerne auch per PN

  5. Inaktiver User

    AW: Harnsäure - Gicht? / Welchem Arzt traue ich?

    Ich habe den Dialog hier auch nicht als Streit empfunden.
    Ärzte können falsch liegen mit ihren Aussagen. Eine Ernährungsumstellung kann helfen, hilft aber oft auch nicht. Im Falle der erhöhten Harnsäure ist eine Ernährungsumstellung schon Pflicht, um wirklich konstruktiv dagegen vorzugehen. Mir ist wichtig, dass du am Ball bleibst und zügig an einer Klärung arbeitest, denn für jede Erkrankung ist die zügige Erkennung mit nachfolgender Behandlung vorteilhaft. Zudem geht einfach viel zuviel Lebensqualität verloren, wenn Jahre bis zur Diagnose vergehen.

    Manches muß man auch selbst austesten um Erfahrungen zu sammeln.

    Hast du mal versucht, die Problematik an deinem Ellenbogen mit Kühlung zu mildern? Mir hilft das. Ich hatte dieses Entzündungsproblem lange Zeit im Bereich der Achillessehnen beiderseits. Irgendwann entschloß ich mich den Bereich zu kühlen und es war erfolgreich. Die Beschwerden nahmen deutlich ab und nach ca. 3 Monaten was der Spuk dann plötzlich vorbei. Wobei ich nicht beurteilen kann, ob das evtl. nur Zufall war.

  6. User Info Menu

    AW: Harnsäure - Gicht? / Welchem Arzt traue ich?

    Ich denke auch, jeder ist individuell, jeder muss seinen eigenen Weg finden.

    Mein Mann hat Gicht (es begann mit einem äußerst schmerzhaften Anfall, seine Füße waren betroffen); es wurde dann der erhöhte Harnsäuespiegel festgestellt. Ich versuchte es mit streng purinarmer Kost, kein Fleisch, kein Bier, das ganze Programm. Es brachte nichts. Bei ihm scheint es eine genetische Veranlagung zu sein. Er nimmt jetzt das Medikament.
    Seitdem ist Ruhe. Er ist sowieso unter (ich sage mal, engmaschiger) ärztlicher Beobachtung und alles ist gut.

    Grüße!
    Margali
    Moderatorin im Forum

    Trennung und Scheidung,
    Kredite, Schulden und Privatinsolvenz,
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    Reine Familiensache

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