Hallo zusammen,
ich suche hier ein paar erfahrene Opilinen (?) :)
Kurz zu mir: Vor 1,5 Jahren hatte ich Panikattacken und habe mich nur in meinen vier Wänden oder beim Spazieren wohl gefühlt. Habe daraufhin 10 Monate Citalopram genommen und eine Psychoanalyse gestartet. Cita habe ich dieses Jahr im März abgesetzt, zum einen ging es mir besser, zum anderen habe ich zugenommen.
Seit 2-3 Monaten geht es wieder bergab. Zudem gab es deswegen Stress mit meinem Freund und wir standen kurz vor der Trennung. Mittlerweile habe ich gemerkt, dass die Therapieform nun doch nichts für mich ist und mir wahrscheinlich zum größten Teil nur Cita wieder geholfen habe.
Jetzt ist es wieder so, dass ich vor allem morgens den Tag wie einen grooooßen Berg sehe und nicht in die Hufe komme. Vor allem der Arbeitstag macht mir Kummer. Ich mag meinen Job und habe super Kollegen, mir fehlt nur die Überwindung hinzugehen und 8 Stunden dort zu bleiben. Habe wieder vermehrt Schwindel, Kopfweh, Übelkeit, Herzstolpern usw. Aber es sind keine Panikattacken wie damals, so schlimm geht es mir nicht.
Dennoch bin ich wieder an einem Punkt, an dem ich etwas nehmen möchte. Mein Arzt hat mir jetzt Opipramol verschrieben, da es auch schwächer ist und die NW nicht zu stark sind. Nächste Woche habe ich ein Erstgespräch bei einem anderen Therapeuten und hoffe, dass er mir sympathisch ist und mir hilft.
Nun zum eigentlichen... Ich möchte jetzt nicht wie damals 3 Wochen Zuhause bleiben bis die NW weg sind. Ich überlege, ob ich nun mit 25 oder 50 einsteigen soll. Wenn ich es Abends nehme, wann soll ich es nehmen? Nicht dass ich morgens noch so müde bin. Ich würde gerne so gut es geht den Alltag fortsetzen.
Vielen Dank schon mal fürs Lesen und hoffentlich Antworten![]()
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Thema: Opipramol - die xte
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23.09.2014, 13:58
Opipramol - die xte
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24.09.2014, 22:12
AW: Opipramol - die xte
Meine Freundin nimmt Opipramol und auch meine Nachbarin.
Beide schlafen damit besser und sind nicht mehr so ängstlich, bzw. durch wirklich schreckliche Schicksale in der Familie belastet und um den Schlaf gebracht. Beide nehmen täglich 100 mg, abends vor dem Schlafengehen.
Sie sagen, dass das Aufstehen morgens etwas schwerer fällt, aber das ist eigentlich alles.
Meiner Meinung nach - als Außenstehende - hilft ihnen dieser chemische "Regenmantel" dass alles ein bisschen an ihnen abperlt und sie nicht völlig zusammenklappen vor Schlafmangel und Sorgen.
Da ist die Müdigkeit 30 min. nach dem Aufstehen das weitaus kleinere Übel.
Wenn man weiß, dass die Müdigkeit bald weg geht, steht man halt trotzdem auf.. es gibt ja auch Kaffee!
Alles Gute!
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04.10.2014, 12:00Inaktiver User
AW: Opipramol - die xte
Ich kann aus meiner Sicht von Opipramol positives berichten. Habe über mehrere Jahre eine Dosierung von 50 - 0 - 100 mg eingenommen.
Im Beitrag über mir steht, dass der chemische Regenmantel dafür sorgt, dass alles an einem ein bisschen abperlt und man nicht völlig zusammenklappt vor Schlafmangel und Sorgen. Das kann ich uneingeschränkt bestätigen. Man fühlt sich nicht mehr so angreifbar. Allerdings wirkt dieser positive effekt auch nur begrenz. Wenn eine gewisse Grenze überschritten wird, kann auch Opipramol einen Zusammenbruch nicht mehr verhindern.
Ich habe keine chronische psychiatrische Erkrankung, mein Leben ist aber durch eine chronische organische Erkrankung geprägt, die einem viel Kraft abzieht, bzw. vor allem die Medikamente sind kraftraubend. Normalerweise bin ich sehr belastbar, aber wegen der begrenzten Kraftreserven war ich nicht flexibel genug, den Alltag in all seinen kleinen und großen Problemstellungen zu meistern. Daraus resultierten dann Symptome wie Schlafstörungen, Unruhe, leichte störende Ängste, körperliche Symptome, die aber definitiv keine organische Ursache hatten. Mein Körper wollte mich damit zu mehr Ruhe zwingen.
Opipramol hat mir eine gewisse Entlastung gebracht, die von mir genannten Symptome wurden erheblich reduziert. Letztendlich kann ich aber aus der jetzigen Perspektive nur sagen, dass Opipramol trotzdem nur eine Krücke war. Opipramol war notwendig, um meine Arbeitsfähigkeit länger aufrecht zu erhalten.
Aufgrund einer Änderung in meinem Leben, ich arbeite derzeit nicht mehr, nehme ich kein Opipramol mehr und sehe jetzt, dass ich doch in einigen Bereichen sehr eingeschränkt war. Es ist schwer zu beschreiben, zeitweise abgestumpft, keinen Fokus mehr für die Bedürfnisse anderer, was letztendlich dann auch zu Problemen geführt hat.
Trotz dieser Erfahrungen sage ich, dass die Opipramolphase notwendig war.
Zur Dosierung:
Ich habe selbst 2 1/2 Jahre in der Psychiatrie gearbeitet und kann deshalb sagen, das seine Dosierung von 50 mg moderat ist und meist als Anfangsdosis eingesetzt wird. Es gibt auch Menschen, die mit 25 mg eine Wirkung verspüren, dass ist aber oft nicht so und in der Regel muß aufdosiert werden.
Wenn das Opipramol dir beim einschlafen hilft, würde ich es am Anfang testweise 2 Std. vor dem Einschlafen einnehmen. Aber bei "richtigen" Schlafstörungen hilft Opipramol nicht. Es bringt ggf. nur eine Entlastung in Form von einer gewissen Ruhigstellung. Der Kopf ist dann eher bereit, Schlaf zu akzeptieren, weil er nicht mehr so aktiv ist.
Müdigkeit: Mich hat Opipramol nicht müde gemacht. Ich war ruhiger und gelassener. Allerdings kann ich das auch nicht genau beurteilen, weil ich etliche andere Medikamente nehmen muß, wo Müdigkeit eine häufige Nebenwirkung ist.
Ich habe ohne Opipramol überhaupt kein Problem mehr mit Müdigkeit, allerdings ist durch den Entschluß, nicht arbeiten zu gehen, auch eine erhebliche Entlastung eingetreten. Ich kann es also nicht wirklich beurteilen.
Aktuell habe ich eine völlig neue extreme Problemsituation. Aber trotzdem nehme ich kein Opipramol, weil ich mich nicht reduzieren möchte. Zudem kann ich mit Schlafproblemen auch besser umgehen, denn es klingelt nicht täglich der Wecker und ich muß mich zu nichts zwingen.
Letztendlich sind solche Medikamente nur Hilfestellungen, die zeitlich begrenzt eingesetzt werden sollten. Wirklich etwas ändern kann man nur, wenn man die Lebensbedingungen anpasst.
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04.10.2014, 12:13
AW: Opipramol - die xte
Danke für deinen Bericht!
Ich nehme seit knapp zwei Wochen 50mg und mir gehts gut damit.
Schlafen kann ich eigentlich immer gut :) Ich habe nur morgens immer das Problem, dass ich vor der Arbeit unruhig bin und es für mich wie eine Hürde erscheint in das Gebäude zu gehen.
Meine Arbeitszeit habe ich etwas reduziert, ich denke das wird mir gut tun. Denn sonst, am Wochenende und in meiner Freizeit geht es mir doch ganz gut.
Dass es nur eine Krücke ist, weiß ich. Ich habe auch noch einen neuen Therapeuten kontaktiert und weiß, dass ich da was ändern muss. Letztendlich sind das alles nur kleine Taten, die aber zusammen bewirken, dass es mir besser gehen wird.
Zunächst möchte ich auch auf 50mg bleiben. Kann ja immer noch erhöhen, wenn es mir nicht reicht.
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13.04.2015, 12:06
AW: Opipramol - die xte
Hallo Leute ,ich weiß nicht ob jemand das liest aber ich schreib jetzt einfach was dazu. Ich nehme seid einer Woche abends 50mg und habe bis jetzt keine Nebenwirkung und keine Wirkung. Mein Problem ist die Angst mit Menschen ob es Freunde oder Verwandte sind ,ob es eine Feier ist oder das zusammen sitzen.ich bekomme immer Panik und muss dann aufs Klo und mein Hals brennt ,dann will ich schnell wieder weg. Ich bin verzweifelt weil ich Spaß haben will und nicht Angst ! Ich hoffe auf die gute Wirkung von opi und meine Therapie in 8 Monaten .bis dahin wirken die hoffe ich . L g
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14.04.2015, 10:10
AW: Opipramol - die xte
Hallo,
vorweg wünsche ich allen Beteiligten ganz viel Mut und Kraft!
Fühlt Euch bitte nicht persönlich angegriffen, aber in meinen Augen ist, wenn man selbst nicht stark genug ist, den inneren Schweinehund regelmäßig zu überwinden, eine Verhaltenstherapie unter Anleitung die einzig sinnvolle Methode, auf Dauer im Leben wieder zurecht zu kommen. Im Zweifel mit Unterstützung einiger Pflanzenwirkstoffe wie Melisse, Baldrian oder Lavendel.
Nur in wenigen Ausnahmefällen wie bspw. ein Todesfall in der Familie, kann ich verstehen, dass man in der ersten Zeit auch pharmazeutische Hilfe in Anspruch nimmt.
Man sollte sich nicht darauf verlassen, schwierige Situationen immer nur mit Hilfe von Tabletten lösen zu können. Gerne verschreiben die Ärzte nach einer Weile immer stärkere Medikamente (Psychopharmaka, Neuroleptika, ...) und man kann mit einem Mal diesen Teufelskreis nicht mehr so einfach durchbrechen!
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14.04.2015, 11:11
AW: Opipramol - die xte
Hallo!
Das stimmt so nicht. Klar sollte man nicht nur Tabletten nehmen und sein Leben weiterhin so leben wie immer. Man muss lange und hart an sich arbeiten.
Aber es gibt eben Menschen, bei denen reichen pflanzliche Mittel nicht. Was du da beschrieben hast sind auch vor allem beruhigende Mittel, es gibt aber viele AD die eine antriebssteigernde Wirkung haben. Es ist auch nicht so, dass man immer stärkere Mittel braucht und nie davon los kommt. Ich habe immer die kleinste Dosis genommen und musste nie steigern.
Manchmal ist man nicht stark genug den ersten Schritt zu machen und an sich zu arbeiten.
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14.04.2015, 12:10
AW: Opipramol - die xte
Moin Leute, Also diese pflanzlichen Sachen bringen rein garnichts,wenn sie helfen würden währen sie nicht frei verkäuflich. Ich leide seid ca 4 Jahren darunter,und hatte schon starke Medikamente ,will aber mich nicht damit zudröhnen und leichte Medikamente jetzt genommen die Opipramol.nun kann ich nicht viel zu der Wirkung sagen weil ich sie nicht lange nehme (12tage). Meine Therapie beginnt erst in paar Monaten. Ich weiß was du mit dem Teufels Kreis meinst,ich will da auch raus aber ich bin nicht stark genug gegen meine Ängste zu kämpfen.ich war früher sehr Lebens froh und war total anders als jetzt.es hat sich viel verändert in mein Leben denke deswegen die Angst. Lg und danke für eure Meinung und Kommentare .


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