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  1. gesperrt

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    Alters- und krankheitsbedingt von PKV zurück in die GKV?

    Hallo ihr Lieben,

    Vor ca. 14 Jahren bin ich in die Private Krankenversicherung gewechselt, weil mir die Leistungen damals besser erschienen und ich durch meinen finanziellen Status dazu in der Lage war. Ich bin derzeit bei der Signal Iduna versichert und zahle nach vielen Jahren Mitgliedschaft nun schon mehr als das Doppelte von dem Eingangssatz - und mit 41 bin ich irgendwie noch nicht alt! Hinzu kommt eine Tochter, die ebenfalls privat versichert werden muss. Da bei mir auch noch vor einigen Wochen Rheuma und Hashimoto diagnostiziert wurden und ich mir große Sorgen darüber mache, wie sich das in Zukunft auf meine Private Krankenversicherung auswirkt, würde ich eigentlich lieber wieder zur Sicherheit in die gesetzliche Krankenkasse zurückwechseln. Habe ich trotz meiner Erkrankung und Alter Chancen, dass sie mich wieder aufnimmt?

    Mich würden vor allem Meinungen von Leuten interessieren, die ähnliches durchgemacht haben und daher aus Erfahrung sprechen. Schon mal allen vielen Dank für eure Beiträge.

    Grüße
    Ann_Mi

  2. Inaktiver User

    AW: Alters- und krankheitsbedingt von PKV zurück in die GKV?

    Liebe Ann Mi

    erstmal grundsätzliches Gemaule von mir: es ist wahrlich nicht neu, daß die Beiträge zur PKV nur in jungen Jahren lockvogelartig günstig sind. Das wußte man auch schon vor 14 Jahren - das wußte man selbst vor 40 Jahren schon ....

    Und das jedes Kind extra kostet wußte man - und das Krankheiten (also Risikofaktoren) den Beitrag teuer machen auch.

    Und nun, wo es an den Geldbeutel geht - da wäre die Solidargemeinschaft, aus der man sich verabschiedet hat (weil ja sooooo teuer) auf einmal wieder recht.....

    Das voraus - und dazu steh ich auch. Ich persönlich finds Sozial-Schmarotzen. Der Versichertengemeinschaft, der Du mit hohem Einkommen nicht positiv beistehen wolltest möchtest Du nun Deine Kosten aufbürden. "Gewinne privatisieren - Kosten sozialisieren" .....

    Die Hürden für eine Rückkehr sind hoch - denn genau solches Verhalten ist nicht vorgesehen:
    "Im jungen Alter rein in die private Krankenversicherung und im "gehobenen" Alter raus aus der PKV ist vom Gesetzgeber nicht gewollt und daher auch nur in Ausnahmefällen möglich. Sonst könnte theoretisch (und auch praktisch) jeder in jungen Jahren aus der gesetzlichen Krankenkasse in die Private Krankenversicherung wechseln und wenn es dann im gesetzen Alter anfängt "hier und da" etwas weh tun zu tun, erfolgt die Rückkehr in die gesetzliche Krankenkasse (GKV)."

    Mit diesem Fall haben wir es wohl bei Dir zu tun.

    Wer mindestens 55 Jahre alt ist und in den fünf Jahren vor Eintritt der Versicherungspflicht nicht gesetzlich versichert war, hat überhaupt keine Chance.

    Das trifft ja bei Dir nicht zu.

    Grundvoraussetzung: Das Einkommen muss für mindestens ein Jahr unterhalb der Versicherungspflichtgrenze der GKV liegen:

    Arbeitnehmer, die am 31. Dezember 2002 und darüber hinaus auch im Jahr 2004 privat krankenversichert waren, weil ihr regelmäßiges Jahresarbeitsentgelt über 41.850 € lag, werden ab 1. Januar 2005 kranken- und pflegeversicherungspflichtig, wenn ihr regelmäßiges Jahresarbeitsentgelt im Jahr 2005 47.300 € nicht übersteigt.

    Liegt Dein sozialversicherungspflichtiges Jahresgehalt über 47.300 €, gibt es keine Rückkehr für Dich, wenn Du nicht für mindestens 1 Jahr unter diesem Betrag liegst.

    Personen, die sich von der gesetzlichen Versicherungspflicht befreien lassen, ist - wie dargelegt - die Rückkehr in die gesetzliche Versicherung versperrt. Die Befreiung kann nicht widerrufen werden und damit ist eine spätere Rückkehr in die gesetzliche Krankenkasse auch für die Zukunft ausgeschlossen.

    Hast Du ggf. das gemacht, sieht es nicht gut aus.

    So - ich hoffe, dies hilft Dir.

    Antje

  3. User Info Menu

    AW: Alters- und krankheitsbedingt von PKV zurück in die GKV?

    Ehrlich? Ich sehe das genau wie Antje 3. Du bekommst jetzt Panik, weil Du älter wirst und chronische
    Krankheiten bekommen hast.

    Die einzige Möglichkeit, die ich sehe wäre Arbeitslosigkeit (sofern Du in einem Angestelltenverhältnis bist ). Dein ALG müsst dann unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze liegen, dann könnte das evtl. übers Arbeitsamt noch etwas werden.

    Ich bin selber "Besserverdienerin" habe mich aber niemals aus der GKV verabschiedet. Ich habe mir zwei private Zusatzversicherungen gegönnt, einmal für Krankenhausaufenthalt mit Chefarzt und Einzelzimmer und dann noch eine Zahnzusatzversicherung beim selben Versicherer.

    Warum ich immer noch in der GKV bin? Weil ich mich informiert hatte und weiß, dass in der PKV die Beiträge für viele spätestens mit Renteneintritt nur schwer noch finanzierbar sind.

    Und zweitens, wer mehr verdient, kann auch mehr dazu beitragen, dass das Sozialsystem funktioniert.

    Die Zusatzversicherung fürs Krankenhaus hab ich hauptsächlich des Einzelzimmers wegen abgeschlossen und die werden meist vom Chefarzt belegt.
    Die Zahnzusatzversicherung weil ich auch Kronen, Wurzelbehandlung und Implantate wenn´s nötig ist aus gutem Material haben möchte.

    Was ich bei diesem Thema immer nicht verstehe, ist das was Antje schreibt. Warum hast Du Dich nicht vor dem Wechsel in die PKV schlau gemacht?

    Und warum sollte jetzt die Solidargemeinschaft der GKV, die Dir vorher nicht gut genug war, für Dich zahlen?

  4. Moderation

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    AW: Alters- und krankheitsbedingt von PKV zurück in die GKV?

    Bist du selbständig oder angestellt ?

    Eine "Flucht" in die Arbeitlosigkeit wird dir nicht helfen, weil du anschließend keinen Anspruch darauf hast, dass die GKV dich wieder aufnimmt.
    Als Angestellt kannst du unter der Bemessungsgrenze verdienen, dann bist du automatisch wieder in der GKV, aber um dauerhaft in dieser zu bleiben, musst du Fristen erfüllen. Dazu kann dir eine der GKV am besten Auskunft geben.

    Wenn du selbständig bist, gibt es kaum einen Weg zurück in die GKV. Du kannst dich nur in der PKV für einen günstigeren Tarif mit geringere Leistungen und höherer Selbstbeteiligung entscheiden.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    .... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/


    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

  5. Inaktiver User

    AW: Alters- und krankheitsbedingt von PKV zurück in die GKV?

    Zitat Zitat von Ann_Mi Beitrag anzeigen
    Hallo ihr Lieben,

    Vor ca. 14 Jahren bin ich in die Private Krankenversicherung gewechselt, weil mir die Leistungen damals besser erschienen und ich durch meinen finanziellen Status dazu in der Lage war. Ich bin derzeit bei der Signal Iduna versichert und zahle nach vielen Jahren Mitgliedschaft nun schon mehr als das Doppelte von dem Eingangssatz - und mit 41 bin ich irgendwie noch nicht alt!
    Ich frag mich immer - was meinen eigentlich die Privatversicherten, wie die günstigen Eingangstarife bei "teurerer" Leistung zustandekommen? Ärzte dürfen ein vielfaches privat abrechnen.
    Wenn die Beiträge immer niedriger wären - aber die Leistungen immer toll - dann würde ja die große Solidarkasse GKV was grundlegend falsch machen.

    Daß da irgendein Haken an der sache ist, wird doch wirklich nicht erst seit 2 Wochen offensiv diskutiert....

    Eine Möglichkeit wäre der Wechsel in einen anderen Tarif - der Tarif zum Grundschutz (Elementartarif) wäre vielleicht richtig für Dich - wenn Du aber Deine Altersrückstellungen nicht verlieren willst, mußt Du bei Deiner Gesellschaft bleiben!
    "Dieser Tarif soll den Versicherten eine gewisse Grundsicherung bieten, die sich größtenteils an dem Standard der gesetzlichen Regelversorgung orientiert. Da dieser Tarif relativ günstig ist, ist er besonders für diejenigen Privatversicherten geeignet, die über ein relativ geringes Einkommen verfügen."


    Eine weitere Variante könntest Du prüfen - da solltest Du aber sehr genau prüfen:
    Eine europäische Krankenversicherung kann auch für deutsche Kunden interessant sein.
    "seit 28. Dezember 2009 gilt in der EU eine Richtlinie über die gegenseitige Anerkennung von Dienstleistern im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) – und hierzu zählen auch ausländische Krankenversicherer.Seit Kurzem liegen die Dinge noch klarer. Das zuständige Bundesjustizministerium klärte 2011, was hierzulande zur Erfüllung der gesetzlich geforderten Pflicht zum Abschluss einer Krankenversicherung genügt: „Ausreichend ist also, dass das Unternehmen in Deutschland zum Geschäftsbetrieb zugelassen ist.“ Somit darf man sich auch bei ausländischen Gesellschaften versichern, sobald diese Mindeststandards einhalten, wie den Einschluss ambulanter und stationärer Behandlung und maximal 5000 Euro Selbstbehalt pro Jahr."

    Google mal zur Erstinfo nach dem Artikel "Ende der privaten Kassen?: Rechnen lohnt sich" aus dem Focus.

    Das dürfte aber einer intensiven Beschäftigung mit der Materie bedürfen.

    Zitat Zitat von Ann_Mi Beitrag anzeigen
    Hinzu kommt eine Tochter, die ebenfalls privat versichert werden muss.
    Jetzt stellt sich natürlich noch die Frage, wie alt Deine Tochter ist - ob die nämlich so ohne weiteres ggf. auch in die GKV könnte - wie ist denn der Vater versichert? Es kann durchaus sein, daß sie in der Privaten bleiben muß!
    Denn dem vor Jahrzehnten gern genommenen Modell "Papa macht die fette Kohle, Mama ist auf Minimalst-Versicherungspflichtig angemeldet und die Kinderschar läuft beitragsfrei bei Mama mit" - das geht nicht mehr!

    Zitat Zitat von Ann_Mi Beitrag anzeigen
    Da bei mir auch noch vor einigen Wochen Rheuma und Hashimoto diagnostiziert wurden und ich mir große Sorgen darüber mache, wie sich das in Zukunft auf meine Private Krankenversicherung auswirkt, würde ich eigentlich lieber wieder zur Sicherheit in die gesetzliche Krankenkasse zurückwechseln.
    Ich staune auch, daß jetzt die Leistungen der Gesetzlichen auf einmal als ausreichend angesehen werden....

    Zitat Zitat von Ann_Mi Beitrag anzeigen
    Habe ich trotz meiner Erkrankung und Alter Chancen, dass sie mich wieder aufnimmt?

    Mich würden vor allem Meinungen von Leuten interessieren, die ähnliches durchgemacht haben und daher aus Erfahrung sprechen. Schon mal allen vielen Dank für eure Beiträge.
    Im Gegensatz zur PKV gibts zumindest bei den Gesetzlichen keine Gesundheitsprüfungen.... wenn Du die Anforderungen erfüllst für eine Rückkehr, hast Du die Wahl, welche Du nimmst.

    Ach ja - und "Durchgemacht" hast Du nichts - Du hast Dir einfach die Rosinen rausgepickt und hoffst, daß das weiter so geht.

    Antje
    Geändert von Inaktiver User (22.08.2013 um 22:47 Uhr)

  6. gesperrt

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    AW: Alters- und krankheitsbedingt von PKV zurück in die GKV?

    Danke erstmal für alle Beiträge und als Reaktion auf die persönlichen Bemerkungen: Natürlich habt ihr Recht. Nach der Uni fand ich es charmant, weniger zu bezahlen, habe mir keine Gedanken gemacht und den Vertrag abgeschlossen. Das würde ich aber nie wieder machen, man darf ja auch lernen. Dass ich blute, mag in eurem Sinne sein, nur leider nicht in meinem... Im Ernst: Dass ich mit 55 oder so relativ viel zahle, das ist ok. Aber ich zahle mit 41 schon mehr als in der gesetzlichen. Das funktioniert einfach nicht. Wie gesagt, aus heutiger Sicht bin ich dafür, dieses gesamte System mit der PKV abzuschaffen, alles Kappes. Glaubt es oder nicht. Mir geht das Gediddel mit dem Einreichen der Rechnungen und Überwachen der Zahlungen auf den Geist.

    Ich habe eben gerade mit einem (befreundeten) auf solche Fälle spezialisierten Anwalt telefoniert und er meinte, es gäbe wohl ein paar Möglichkeiten im gesetzlichen Graubereich unter Einbeziehung "hilfsbereiter Menschen" in der GKV und "Unterstützung" seitens des Arbeitgebers, die es ermöglichen würden, wieder zurück in die GKV zu kommen. Mehr erfahre ich kommende Woche, wenn ich meinen richtigen Termin in seiner Kanzlei habe, aber er meinte, die Chancen würden ganz gut stehen, er hätte es bisher bei den meisten seiner Klienten geschafft sie wieder in die GKV zu schleusen. Ich bin gespannt.

    Grüße
    Annelie

  7. Inaktiver User

    AW: Alters- und krankheitsbedingt von PKV zurück in die GKV?

    nein, wir sind nicht an links zu deinem befreundeten spezialisten-anwalt interessiert.

  8. gesperrt

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    AW: Alters- und krankheitsbedingt von PKV zurück in die GKV?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    nein, wir sind nicht an links zu deinem befreundeten spezialisten-anwalt interessiert.
    Hmm? Was lies dich denken, dass ich dir Links von Anwälten zukommen ließe? O_O

  9. gesperrt

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    AW: Alters- und krankheitsbedingt von PKV zurück in die GKV?

    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen
    Bist du selbständig oder angestellt ?
    Angestellt, 65k Brutto Jahresverdienst.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Eine Möglichkeit wäre der Wechsel in einen anderen Tarif - der Tarif zum Grundschutz (Elementartarif) wäre vielleicht richtig für Dich - wenn Du aber Deine Altersrückstellungen nicht verlieren willst, mußt Du bei Deiner Gesellschaft bleiben!
    "Dieser Tarif soll den Versicherten eine gewisse Grundsicherung bieten, die sich größtenteils an dem Standard der gesetzlichen Regelversorgung orientiert. Da dieser Tarif relativ günstig ist, ist er besonders für diejenigen Privatversicherten geeignet, die über ein relativ geringes Einkommen verfügen."
    Diese "Grundtarife" bieten noch wesentlich weniger Leistungen als in der GKV. Das kommt nicht in Frage.


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Jetzt stellt sich natürlich noch die Frage, wie alt Deine Tochter ist - ob die nämlich so ohne weiteres ggf. auch in die GKV könnte -
    die Tochter ist 14, wird jetzt 15...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    wie ist denn der Vater versichert?
    Der Vater (geschieden) ist Beamter und per "Heilfürsorge" versichert.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich staune auch, daß jetzt die Leistungen der Gesetzlichen auf einmal als ausreichend angesehen werden....
    Das P/L-Verhältnis hat sich leicht verschoben ;D

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Im Gegensatz zur PKV gibts zumindest bei den Gesetzlichen keine Gesundheitsprüfungen.... wenn Du die Anforderungen erfüllst für eine Rückkehr, hast Du die Wahl, welche Du nimmst.

    Ach ja - und "Durchgemacht" hast Du nichts - Du hast Dir einfach die Rosinen rausgepickt und hoffst, daß das weiter so geht.
    Soviel Hass und negative Energie, die mir da entgegen schlägt...

  10. User Info Menu

    AW: Alters- und krankheitsbedingt von PKV zurück in die GKV?

    Besonders negativ kann es für Dich werden, wenn Dein ominöser Anwaltsfreund da etwas "im Graubereich" für Dich klarmacht.

    Du bist hoffentlich schlau genug, zu wissen, dass etwaige Tricksereien mit Krankenversicherern dazu führen können, dass Du am Ende völlig ohne Krankenversicherungsschutz dastehst.

    Dann nimm lieber den Basistarif Deiner Privatversicherung, das machen immer mehr Privatversicherte.

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