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  1. Administrator

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    Und wie geht es Ihrem Kopf?

    Liebe Userinnen, liebe User,

    Gesundheit beginnt im Kopf. Doch der spielt nicht immer mit. Schwindel, Migräne oder Depressionen können die Folge sein.
    Wie geht es Ihrem Kopf? Hier können Sie Ihre Erfahrungen austauschen!

    Ihre Redaktion Brigitte.de

    Der Strang bezieht sich auf die große BRIGITTE-Serie:
    "Die neue Medizin für Frauen" - Teil 1: Der Kopf in der BRIGITTE (Heft 23/2006).
    Das BRIGITTE Community-Team ist Ihr Ansprechpartner bei Fragen, Wünschen oder Problemen rund um die Community. Schreiben Sie uns gerne eine PN oder eine E-Mail.

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    AW: Und wie geht es Ihrem Kopf?

    Hallo an alle!

    Seit etwa zwei Jahren ist mein Kopf DAS Thema in meinem Leben. Denn vor zwei Jahren wurde durch Zufall ein Prolaktinom bei mir diagnostiziert, ein gutartiger Tumor der Hypophyse. Seitdem bestimmt dieser Tumor mein Leben, auch wenn ich das eigentlich nicht zulassen wollte.
    Der Tumor produziert enorme Mengen an Prolaktin, was dazu führt, dass ich so keinen normalen Zyklus habe und auch keine Kinder bekommen könnte - bei dem Versuch schwanger zu werden wurde er auch entdeckt.
    Gegen das hohe Prolaktin bekomme ich Medikamente, die den Tumor auch einschrumpfen können, eine OP ist bei einer solchen Art von Tumor erst der "letzte Ausweg". Leider vertrage ich die Medikamente nicht, brauche die fünffache Dosis, um einen annehmbaren Prolaktinspiegel zu erreichen. Dazu kommen die Nebenwirkungen: Schwindel und Depressionen, die bei diesen Medikamenten oft auftreten.

    Ich will nicht länger zulassen, dass dieser Tumor mein Leben bestimmt, deshalb habe ich um eine OP gebeten, welche auch der Neurochirurg für die beste Lösung hält. Mit diesen Depressionen und Stimmungsschwankungen und der ungewollten Kinderlosigkeit will ich mich nicht mehr abfinden.

    Am 15. Dezember habe ich nun meinen Termin zur OP und das Warten darauf ist an manchen Tagen die Hölle. Was die OP selber betrifft habe ich mich mit einigen Betroffenen ausgetauscht, die mich beruhigen konnten. Glücklicherweise wird durch die Nase operiert. Auch zu meinem Neurochirurg habe ich vollstes Vetrauen.

    Anfang nächsten Jahres werde ich dreißig und ich hoffe so sehr, dass ich dann mein "neues" Leben feiern kann.

    Herzliche Grüße
    bonchauvi

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    AW: Und wie geht es Ihrem Kopf?

    Hallo,bonchauvi!
    Ich finde es sehr mutig und richtig, dass Du Dich zu dieser OP entschlossen hast und wünsche Dir sehr,dass sich Dein Leben danach wieder zum Besseren wendet.Ich hatte vor 6 Jahren einen Tumor auf dem Hörnerv, der sich durch schwere Drehschwindelanfälle ,die bis zu 4 Stunden dauerten,bemerkbar machte-außerdem hatte ich auf dem linken Ohr durch den ständigen Druck auf den Hörnerv schon 30% meines Gehörs eingebüßt.Die OP ist nicht ohne Risiko,da sie ja im Kleinhirnbrückenwinkel vorgenommen wird, aber ich wollte diese schrecklichen Anfälle nicht mehr.Ich musste zwar ein halbes Jahr auf die OP warten , hatte aber einen erstklassigen Operateur.Allerdings ertaubte ich auf dem Ohr komplett und habe auch einen gestörten Gleichgewichtssinn- das wird aber immer besser, weil das andere Ohr das übernimmt.Der Körper ist doch ein Wunderwerk und ich bin froh, dass man das operieren konnte(der Tumor war nur 5mm und man kann ihn nur in der Kernspin sehen.)Also wünsche ich Dir gute Nerven für die Wartezeit ,Gelassenheit vor der OP-das Vertrauen in den Arzt hast Du ja -und Geduld für die Zeit danach.Herzliche Grüße!Hamuschete

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    AW: Und wie geht es Ihrem Kopf?

    Hallo bonchauvi,

    ich habe gerade eine solche OP hinter mir. Bei mir wurde vor einem Monat zufällig ein Hypophysenmakroadenom mit 12 mm Durchmesser entdeckt. Das drückte bereits auf den Sehnerv, war aber kein Prolaktinom, so dass eine medikamentöse Behandlung nicht möglich war. Ich habe mich für die OP entschieden, da ich mit einer ständigen Ungewissheit, ob es wächst, nicht hätte leben können.

    Die OP durch die Nase habe ich soweit gut überstanden, allerdings habe ich jetzt, nach der OP, noch einige hormonelle Probleme. Vor 2 Wochen wurde ich operiert, nun bin ich noch zu Hause und muss jegliche Anstrengung, die Druck im Kopf ausüben könnte, vermeiden. Ansonsten geht es mir aber bereits wieder ziemlich gut.

    Zur Zeit bin ich auch in endokrinologischer Behandlung, nun wird geklärt, ob und welche Hormonsubstitution für mich sinnvoll ist. Da mich die Ereignisse innerhalb dieser kurzen Zeit ja ziemlich überrollt haben, hatte ich noch nicht wirklich Gelegenheit, mich mit meinem Kopf auseinanderzusetzen. Das hole ich gerade nach.

    Da man mir "von außen" nichts mehr ansieht, ich sowieso ein Mensch bin, der seine Schwächen gut versteckt, denken die meisten bereits, "ach, das war ja alles gar nicht so schlimm". Leider wird dabei die psychische Komponente vergessen, denn für mich IST es schlimm gewesen. Und die Nachwirkungen spüre ich ja noch ganz deutlich. Die letzten Fäden sind ja auch noch nicht raus (Naht unter der Oberlippe) und meine körperliche Leistungsfähigkeit lässt sehr zu wünschen übrig. Ich habe vorher nicht gewusst und mir sicher auch nicht klar gemacht, wie langwierig das alles ist und welche Auswirkungen es haben kann. Mein Wasserhaushalt ist z.B. ziemlich durcheinander und ich muss aufpassen, dass ich nicht dehydriere. Es wird noch einige Zeit dauern, bis ich komplett eingestellt bin.

    Trotzdem bin ich froh, dass ich die OP gemacht habe. Denn nur so kann ich sicher sein, dass mein Sehnerv unbeschädigt bleibt, der Tumor entfernt ist und sich hoffentlich bald alles wieder normalisiert.

    In diesem Sinne wünsche ich Dir noch viel Glück für die OP und alles alles Gute!

    Miracle
    Das Leben passiert jetzt!

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    AW: Und wie geht es Ihrem Kopf?

    Ich will jetzt nicht auf die beiden vorhergehenden Beiträge antworten, nur mal etwas zu meinem Kopf sagen.
    Um es kurz und bündig zu sagen: Ich glaube ich bin coffeinabhängig. Wenn bei mir eine gewisse Zeit vergangen ist, so etwa 15 Stunden und ich habe keinen Kaffee getrunken, droht mir der Kopf zu platzen. Ehe ich das mitbekommen habe, dass das der Kaffee ist, da sind Jahre vergangen. Ich glaubte immer, ich habe Migräne. Jetzt paß ich die ganzen Jahre auf, dass ich ja immer meinen Kaffee trinke. Das geht eigentlich auch immer ganz gut. Aber vor ein paar Jahren mußte ich einmal plötzlich ins Krankenhaus mit furchtbaren Bauchschmerzen. Es war eine akute Bauchspeicheldrüsenentzündung. Am nächsten Tag bekam ich plötzlich so einen Anfalll im Krankenhaus, ich zitterte am ganzen Körper und hatte wahnsinnige Kopfschmerzen. Da gab mir ein Pfleger, ohne einen Arzt zu fragen, noch solche Kreislauftropfen auf den Mund, da wurde es noch viel schlimmer. Ich weiß jetzt gar nicht mehr, wie wir das wieder in den Griff bekommen haben. Ich habe nur mal gemerkt, dass der Pfleger einmal in mein Nachtschränkchen guckte. Sicher haben die Ärzte geglaubt, ich sei Alkoholiker. Ich trinke aber fast keinen Alkohol. Ich soll irgendwann einmal meine Galle entfernen lassen. Ich habe da so eine große Angst davor. Denn da bekomme ich doch auch eine gewisse Zeit keinen Bohnenkaffee. Ich schiebe das jetzt so vor mir her. Aber das Kaffeetrinken abgewöhnen will ich nicht, und das ist sicher auch ganz schwer. So viel mal zu dem Thema "Wie geht es Deinen Kopf".
    Ich will gut sein, aber nicht perfekt

  6. User Info Menu

    AW: Und wie geht es Ihrem Kopf?

    Liebe Hamuschete,
    liebe Miracle!

    Vielen Dank für erst mal dür die Mut machenden Worte. Ihr werdet ja sicher, was das Warten auf die OP für ein ständiges psychisches Auf und Ab bedeutet.

    Miracle, wo hast du dich denn operieren lassen? Mir ist auch bekannt, dass es Zeit braucht, bis man nach wieder belastungsfähig ist. Ich vermute mal, dass bei dir durch die Größe des Tumors die Hypophyse eingedrückt war und sich erholen muss. Ich hoffe nicht, dass sie bei der OP beschädigt wurde, was natürlich auch sein kann. Mein Tumor ist 7mm groß, also noch mikro. Ich habe auch ziemliche Angst vor den Folgen der OP, weil ich selbständig bin und dazu noch im Sportbereich. Mein Neurochirurg sicherte mir zu, ich könne drei Wochen nach der OP wieder arbeiten, das mag ich noch nicht so ganz glauben. ICh habe mir den Termin extra so legen lassen, dass ich mich über die Weihnachtsferien erholen kann. WIe lange musstest du im Krankenhaus bleiben?
    Ich werde übrigens im UKE Hamburg operiert, die sind absolute Spezialisten auf dem Gebiet und haben eine sehr gute Erfolgsquote, wie auch eine weitere Klinik in Erlangen. Da lassen sich Betroffene aus ganz Deutschland operieren.

    Ich wünsche dir weiterhin das Allerbeste für deine Genesung! Falls du die Site nicht kennst: www.glandula-online.de beschäftigt sich intensiv mit dem Thema Hypophyse, dort gibt es auch ein tolles Forum zum Austausch!

    Nicht den Mut verlieren! So lang ist deine OP noch nicht her, dasind die Nachwirkungen noch normal, auch der Diabetes I. Fühl dich umarmt...

    Liebe Grüße
    bonchauvi

  7. Inaktiver User

    AW: Und wie geht es Ihrem Kopf?

    @ bonchauvi,
    dein Posting berürt mich, ich kann aber dazu nichts Substantielles sagen. Gute Besserung wünsch ich dir!

    Zitat Zitat von Sielenna
    Ich glaube ich bin coffeinabhängig. Wenn bei mir eine gewisse Zeit vergangen ist, so etwa 15 Stunden und ich habe keinen Kaffee getrunken, droht mir der Kopf zu platzen. Ehe ich das mitbekommen habe, dass das der Kaffee ist, da sind Jahre vergangen. Ich glaubte immer, ich habe Migräne. Jetzt paß ich die ganzen Jahre auf, dass ich ja immer meinen Kaffee trinke. Das geht eigentlich auch immer ganz gut. Aber vor ein paar Jahren mußte ich einmal plötzlich ins Krankenhaus mit furchtbaren Bauchschmerzen. Es war eine akute Bauchspeicheldrüsenentzündung. Am nächsten Tag bekam ich plötzlich so einen Anfalll im Krankenhaus, ich zitterte am ganzen Körper und hatte wahnsinnige Kopfschmerzen. Da gab mir ein Pfleger, ohne einen Arzt zu fragen, noch solche Kreislauftropfen auf den Mund, da wurde es noch viel schlimmer. Ich weiß jetzt gar nicht mehr, wie wir das wieder in den Griff bekommen haben. Ich habe nur mal gemerkt, dass der Pfleger einmal in mein Nachtschränkchen guckte. Sicher haben die Ärzte geglaubt, ich sei Alkoholiker. Ich trinke aber fast keinen Alkohol. Ich soll irgendwann einmal meine Galle entfernen lassen. Ich habe da so eine große Angst davor. Denn da bekomme ich doch auch eine gewisse Zeit keinen Bohnenkaffee. Ich schiebe das jetzt so vor mir her. Aber das Kaffeetrinken abgewöhnen will ich nicht, und das ist sicher auch ganz schwer. So viel mal zu dem Thema "Wie geht es Deinen Kopf".
    m.E. bewirkt Kaffee eine körperliche Abhängigkeit, aber keine psychische. Wieviel Kaffee trinkst du denn so und wäre es nicht möglich den Konsum wenn auch nicht einzustellen, doch zu reduzieren? Zumindest mal von dem normalen Kaffe runterkommen, auch die sogenannten milden Sorten taugen nichts, besser wäre Espressokaffee, der greift den Magen nicht so an.

    Gruß

    ischi

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    AW: Und wie geht es Ihrem Kopf?

    Hallo bonchauvi,

    ich habe mich in Braunschweig operieren lassen (meine Heimatstadt). Die Neurochirurgie dort hat einen sehr guten Ruf und ich denke mal, die Jungs haben ihren Job auch ganz gut gemacht. Allerdings bin ich zur weiteren Behandlung jetzt im Endokrinologie-Zentrum Hannover, das sind auch Spezialisten auf diesem Gebiet. Da muss ich in nächster Zeit also noch öfter hin.

    Ich war 10 Tage im Krankenhaus, davon 2 Tage auf Intensivstation, weil ich bei der OP so viel Blut verloren habe und meine Werte danach nicht so toll waren. Das lag aber nicht an der OP oder dem Tumor, sondern einfach an meinem Blut. Der Tumor hatte den Hypophysenstamm bereits zur Seite gedrückt und den Sehnerv angehoben. Ob sie durch die OP beschädigt wurde, wird sich in den nächsten Wochen ja zeigen.

    Danke für den Hinweis auf "Glandula", bin ich auch bereits drauf gestoßen. Ich bin jetzt insgesamt die 3. Woche außer Gefecht und nächste noch komplett krankgeschrieben. Höchstwahrscheinlich werde ich aber auch noch eine weitere Woche brauchen, um halbwegs wieder arbeitsfähig zu sein - und ich hab nen Bürojob! Meine Neurochirurgen haben gesagt, dass 6 - 8 Wochen nach der OP körperliche Belastung, Bücken, schweres Heben und alles, was Druck im Kopf verursachen kann wie Niesen oder Husten vermieden werden sollte, damit die Wunde im Kopf verheilen kann. Also, ich glaube kaum, dass Du nach 3 Wochen wieder im Sportbereich wirst arbeiten dürfen...

    Ganz liebe Grüße
    Miracle
    Das Leben passiert jetzt!

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    AW: Und wie geht es Ihrem Kopf?

    Liebe Miracle,

    lass den Kopf nicht hängen, es ist wirklich ganz normal, dass du noch nicht wieder ganz auf dem Damm bist! ICh bin immer wieder überrascht, wie unterschiedlich der Verlauf bei Hypophysenadenomen ist und wie verschieden die Prognosen bei OP. Da scheint es wirklich auf jeden halben Milimeter anzukommen und auf die genaue Lage des Tumors. Und auch auf den Operateur. Mein Neurochirurg sagte, ich sei ein "mittelkomplizierter" Fall, hat das aber nicht weiter ausgeführt. Ich soll fünf bis sieben Tage im Krankenhaus bleiben und Intensivstation wird nicht nötig sein, wenn die OP gut verläuft. Er sicherte mir zu, dass ich Weihnachten auf jeden Fall zu Hause sei. Das ist ja schon mal beruhigend.
    Ich habe schon zu einigen Patienten Kontakt aufgenommen, die auch in HH operiert wurden und konnte doch einen gleichförmigen Ablauf feststellen. Insofern weiß ich, was ungefähr auf mich zukommt und das nimmt mir schon ein wenig die Angst.
    Ich werde begleitend auch im Endokrinologikum betreut. Für deine Nachuntersuchungen drücke ich dir ganz fest die Daumen. Mir hat man schon gleich gesagt, dass der Tumor vermutlich nur zu 90-95% entfernt werden kann. Aber kann muss ich immerhin weniger Tabletten nehmen und kann vielleicht Kinder bekommen bevor er eventuell wieder zu wachsen beginnt.
    Also, gib dir und deinem Körper noch ein wenig Zeit...es wird alles gut werden!

    Viele liebe Grüße
    bonchauvi

  10. User Info Menu

    AW: Und wie geht es Ihrem Kopf?

    Nachtrag:

    Miracle, mir ist noch etwas eingefallen:

    Wurde bei dir Muskelgewebe aus dem Bein entnommen?

    Wie soll man verhindern, dass man niest?

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