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    AW: sog. "Absetzsyndrom" bei Trevilor / Venlafaxin

    Du Arme es gibt schon ignorante Ärzte die noch nie was vom absetzsyndrom gehört haben, und dann wird eben einfach eine weitere Depression diagnostiziert... Citalopram wird dir helfen, aber dann hast Du das Gleiche vom Absetzen des Citalopram, allerdings weniger heftig als mit Venlafaxin.

    Ich hatte das auch mal, es war der pure Horror. Habe dann von Venlafxin auf Citalopram gewechselt, das lässt sich nämlich leichter absetzen und dann mit Citalopram ausgeschlichen. Zm Schluss kannst Du Citalopram Tropfen nehmen, dann kannst Du noch feiner runterdosieren. Oder hochdosiertes Johanniskraut, Laif, das hat ganz milde Wirkungen und hilft auch beim Ausschleichen. aber Vorsicht in der Sonne, es kann durch Johanniskraut eine Hautentzündung in der Sonne geben.


    Wie geht es Dir denn jetzt? Ist alles vorbei?
    Nilou!

  2. Inaktiver User

    AW: sog. "Absetzsyndrom" bei Trevilor / Venlafaxin

    Hallo und danke der Nachfrage,

    tja, ich weiß es noch nicht. Ich habe das Citalopram noch nicht eingenommen, mir widerstrebt es derzeit zutiefst.
    Ich habe nichts gegen ADs an sich, aber ich wollte nicht einfach das nächste "draufkloppen".

    Mir geht es besser, viel besser, mit der Schwitzerei. Das hat sich echt normalisiert.
    Ansonsten bleibt jetzt schon über Tage so ein "mulmiges Gefühl" - als hätte ich was vergessen, oder es passiert was Schlimmes, so in der Art fühlt es sich an. Ätzend. Sowas kannte ich früher nur mal so zeitwiese und sehr kurz - jetzt habe ich das ständig.

    Mir ist allerdings auch viel weniger schwindelig, ich kann wieder klarer sehen, mein Schlaf ist ENDLICH mal wieder alptraumfrei und nicht so bleiern.

    Leichte bis mittlere Schmerzen habe ich wie immer, vor allem der Rücken. Die Fibromyalgieschmerzen sind im Moment für micht zu identifizieren, mir tut auf Grund des Rheumas auch sonst alles weh. Trotz Schmerzmedikation - so, wie es jetzt ist, ist da aber Standard für mich.

    Was soll ich sagen? ich warte einfach mal ab, aber allein das lässt mich irgendwie unruhig werden - ich habe keinerlei "heitere gelassenheit", die mit Trevilor schon mal vorhanden war.

    Ich fühle mich allerdings auch nicht depressiv oder noch so schlecht wie am Anfang des Absetzens.
    Und Kaffee mag ich Knall auf Fall nicht mehr trinken. Ekelt mich geradezu. Ich bin auf Earl Grey umgestiegen.

    Lieben Gruß,
    alassia

  3. Inaktiver User

    AW: sog. "Absetzsyndrom" bei Trevilor / Venlafaxin

    Hallo sunny,

    jetzt hätte ich dich ja fast überlesen.
    Das mit dem Tryptophan und HTP habe ich schon mal gelesen. Danke, dass du mich daran erinnert hast. Das wäre ja doch noch eine Option.

    Na, mal schauen, was mein Gefühlsleben noch so vorhat - ich bin ja, wie ich schon schrieb, durchaus nicht abgeneigt, mich auch medikamentös dabei zu unterstützen, mich gut und besser zu fühlen.

    Mein Problem ist, dass ich so eine Cholerikerin sein kann. Heute, im hohen Alter von fast 50 ist es weniger das Ausrasten als vielmehr die Gereiztheit, das Genervtsein vom täglichen normalen Leben, das mich echt belastst. Das kostet mich so irre viel Kraft, so, als hätte ich da null Stressresistenz. Selbst Kleinigkeiten KÖNNEN mich aus der Bahn werfen, das finde ich extrem ätzend, weil es einfach sinnlos und kraftraubend ist.

    Das war mit Trevilor anders und auch wirklich klasse, nur da hat mich dann das übermäßige Schwitzen (und es WAR übermäßig) völlig fertig gemacht. ich saß manchmal nur noch heulend da, weil ich nichts mehr tun konn te, weil ich schon beim normalen Tischdekcne schweißgebadet war - geschweige denn bei Sachen wie Putzen oder sowas. Das ging über Stunden, weil ich kräftemäßig manchmal nicht mehr konnte. So als flösse mit dem Schweiß meine gesamte Kraft aus mir.

    Das kann es ja wohl auch nicht sein. Ich kam schwitzend sogar aus der Dusche.

    Und dann noch die Gewichtszunahme. ASch, ich bin froh, das Zeug los zu sein.

    Lieben Gruß,
    alassia

  4. Inaktiver User

    AW: sog. "Absetzsyndrom" bei Trevilor / Venlafaxin

    Hallo alassia ,
    ich habe Venla 5 Jahre genommen (75 er),
    ich habe 3 Monate ausgeschlichen,es war viel zu schnell !!!!
    Seit 10 Monaten habe ich Probleme , und nicht zu knapp.
    Ich hatte diese Sache total unterschätzt .
    Die Leute vom ADFD Forum haben Ahnung von der Materie.
    Mache Dich da mal schlau,wenn Du möchtest.
    Wie geht es Dir....?

    Viele Grüße
    rubbelkrepp

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    AW: sog. "Absetzsyndrom" bei Trevilor / Venlafaxin

    Ich lese mit, weil meine Schwiemu das auch nimmt.

    3 Monate ausschleichen-das liest sich "erstmal" superlang!! Und soll zu kurz sein-weia.

    Aber bei ihr sind mehr Kügelchen -fast 100-in der Kapsel!!
    Es wird Zeit für eine neue Signatur

  6. Inaktiver User

    AW: sog. "Absetzsyndrom" bei Trevilor / Venlafaxin

    Hallo twix ,
    ja 3 Monate waren zu kurz,der Psychiater ,der mir Venla verschrieb
    meinte sogar ,die könnte ich einfach weglassen und mein Hausarzt war
    der gleichen Meinung OT :
    "Da hat er völlig recht,die "Absetzsymptome" dauern
    zwei Wochen,ignorieren Sie das einfach !"
    Die meisten Ärzte haben keine Ahnung von diesen bösen Entzügen,
    das ist dann eine "Rückkehr der Krankheit",bloß ,dass ich solche Symtome NIE
    hatte ! Venla ist ein hochpotentes Mittel,macht das Ausschleichen langsam,
    aber wirklich langsam !!!!Meine ursprünglichen Probleme (leichte Angststörung)
    war ein Witz im Vergleich hierzu,ich habe während Venla 17 kg zugenommen...

    rubbelkrepp

  7. Inaktiver User

    AW: sog. "Absetzsyndrom" bei Trevilor / Venlafaxin

    Hallo Rubbelkrepp und Twix,

    oh Mann - 3 Monate sind zu kurz...ich habe es in insgesamt 60 Tagen abgesetzt, weil ich die Nase einfach getsrichen voll hatte. Das Ausschleichen an sich war aber gar kein Problem - die ganzen Schwierigkeiten fingen erst richtig ca. 3 Tage nach dem allerletzten Kügelchen aus der Retardkapsel an. Solange dachte ich noch "prima, läuft ja wie geschmiert".

    Es kann ja sein, dass ich die Heftigkeit dieser o.g. Schwierigkeiten und der Absetzsymptome mildern hätte können, wen ich geduldiger gewesen wäre, aber nun ist es eh zu spät - ich bin seit 3 Wochen "clean" und so ganz langsam spüre ich, so seit 1, 2 Tagen, dass ich mich wieder besser fühle. Vor allem schlafe ich wieder besser und auch nicht erst um 4 Uhr morgens ein.

    Aber dass meine ursprüngliche Verfassung im Vergleich zum Absetzsyndrom ein Spaziergang in lauer Luft waren, das würde ich auch so sagen. Das Absetzen ist echt eine Art "eigener Krankheit" und das darf man auf keinen Fall unterschätzen. Ich hatte von ärztlicher Seite da keine Unterstützung - die fragten nur alle, warum ich das Trevilor überhaupt absetzen wolle. Ein einziger äußerte sich ominös, indem er sagte, ok - Sie haben ja dafür alle Zeit der Welt. Tja.

    Nun ist es "vorbei" und alles, was jetzt noch kommt, das kommt eben. Ich bin noch dazu mitten in den verd....Wechseljahren, uch so ein Thema, das bei Ärzten wenig "Anklang" findet, wie mir scheint. Also zumindest aus psychischer Sicht. Ehrlich, wenn ich kurz vor meiner Periode bin, dann kann ich schon mal kurz vorm Durchdrehen sein - in Form von Heulattacken aus dem Nichts, Reizbarkeit bis hin zu Unflätigkeitsäußerungen, Unfähigkeit, anderen nur eine Minute zuzuhören, Wutanfällen.....wenn ich das an mir wahrnehme, kann es aber derzeit noch bis zu 2 Wochen dauern, bis meine Periode dann wirklich einsetzt, da sie nicht mehr regelmäßig ist.
    Tja, und wenn sie da ist, fühle ich mich wie ausgetauscht. Sehr extrem, aber ich mache das nun schon länger mit und hoffe, dass ich bald damit durch bin.

    Twix, wieso sind denn da so viele Kügelchen in der Retardkapsel deiner Schwiemu? Und will sie es auch absetzen? Vielleicht kannst du ihr dann ja ein bißchen durchhelfen, weißt ja jetzt einiges.

    Und wenn wirklich soviele Kügelchen drin sind, ist es mit dem langsamer Aussdchleichen besser zu bewerkstelligen - immer nur jede Woche ein Kügelchen weniger oder so - das sollte dann doch recht lange dauern.

    Lieben Gruß erstmnal und danke eurer Nachfragen,
    bis bald,
    alassia (NICHT mehr am Schwitzen wie Niagara - das ist aber sowas von geil....)

  8. User Info Menu

    AW: sog. "Absetzsyndrom" bei Trevilor / Venlafaxin

    Hallo Alassia, das freut mich, dass deine Schweissausbrüche vorbei sind und du die Finger von dem Citalopram gelassen hast.
    Ich habe nämlich vor einiger Zeit diese Citalopram verordnet bekommen und die sind der Horror. Habe auf diese Tabletten hin nur noch getropft und bin erst depressiv drauf geworden, oder zumindest fast. Ich war damals ziemlich fertig, weil ich nach einem Schlaganfall und danach Scheidung finanziell mittellos zurückblieb. Die Perpektivlosigkeit (an der sich allerdings auch niemehr etwas ändern wird in meinem Leben) hat mich damals völlig fertig gemacht, konnte nicht mehr richtig schlafen, wachte schreiend aus Alpträumen auf (kann man in einer Mietwohnung nicht bringen, mein Nachbar hat sogar mal nachts geklingelt, um mir zu helfen) grübelte ständig und war auch sonst sehr nah am Wasser gebaut.
    Als man mich dann vom Jobcenter in eine Maßnahme mit lauter psychisch sehr, sehr kranken Menschen (dagegen war ich noch fast gut beinander) schickte, von denen übrigens fast alle Citalopram schluckten und schwitzten wie die Schwxxxe, war bei mir die Kraft zu Ende. Aber das muss eine "Mode"-Tablette sein. Fast jeder bekommt sie aufgeschrieben.
    Ich bekam dann prompt auch Citalopram und dachte vom ersten Tag an ich hätte die "fliegende Hitze", vom Alter her hätte es gepasst. Konnte meine Kleidung täglich mehrmals auswringen, furchtbar.
    Aber als ich diese Tabletten nach knapp zwei Wochen Horror wieder absetzte, waren die Schweißausbrüche gleich wieder weg.
    Bin dann wieder zum Psychiater/Neurologen (bin wegen des Schlaganfalls sowieso dort in Mitbehandlung) und bekam Mirtazapin. Derselbe Mist und dabei wollte ich doch nur mal schlafen können! Der Arzt hat mich dann krank geschrieben und ich bekam Opipramol (das ist der jetzige Name von Insidon) und seither nehme ich jeden Abend eine Minidosis von 25 mg nur zum Schlafen und das passt. Ich habe keine Alpträume und kann einigermassen schlafen.
    Wollte sie mal absetzen, aber da fing ich dann wieder an jeden Abend stundenlang über mein verkorkstes Leben zu Grübeln und das brauche ich nicht, so habe ich sie wieder genommen.
    Ich werde auch dabei bleiben, solange sie mein Arzt mir verordnet.
    Geändert von Linda14 (19.07.2013 um 17:52 Uhr)
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  9. Inaktiver User

    AW: sog. "Absetzsyndrom" bei Trevilor / Venlafaxin

    Hallo alassia,
    schön,dass es Dir besser geht.
    Halt uns mal auf dem laufenden!
    Gruß
    rubbelkrepp

  10. Inaktiver User

    AW: sog. "Absetzsyndrom" bei Trevilor / Venlafaxin

    Hallo ihr zwei,

    schön, euch zu lesen.
    Liebe Linda - ich kann dich sehr gut verstehen. Es gibt so Zeiten im Leben, da ist man einfach nur fertig und sollte einem dieser Zustand erleichtert werden können, dann nur her damit.
    Aber man sieht, dass es eben auch den Effekt gibt, dass der Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben wird.

    Ich bin alledings auch sehr betroffen darüber, dass du schreibst, dass du einen Schlaganfall hattest - das ist ja uU noch schlimmer oder genauso schlimm wie eine Scheidung. Und dann beides zusammen....
    Ich weiß von diesen Maßnahmen, in die man dich gesteckt hat, auch einiges - meine Freundin ist mitten drin in einer und was ich davon höre, klingt für mich nicht unbedingt gesundheitsfördernd. Auch sie hat dort große Schwierigkeiten, von denen sie vorher noch nicht mal etwas ahnte....

    Dass du das alles mitgemacht hast.....ich möchte dir mein Mitgefühl ausdrücken. Ist denn zumindest DIESER Horror vorbei?

    Das mit der mangelnden Perspektive kenne ich ebenfalls sehr gut - was das angeht, möchte ich nur hier nicht unbedingt öffentlich schreiben, das ginge einfach zu weit. So kann ich dir nur sagen, dass ich zumindest glaube, dich verstehen zu können.

    Man muß sich unbedingt etwas suchen, was einem Freude macht. Ist nicht immer ganz einfach, aber das MUSS sein, davon bin ich überzeugt. "Was nährt dich wirklich?", fragte mich mal eine Therapeutin und dies ist meine Leitfrage in solchen Zeiten geworden. Sie schärft mir den Blick für schöne Dinge.

    Und gut, dass du nochmal berichtet hast, dass von Citalopram da alle am Schwitzen waren - DAS ist ja lt. Ärzten eine "kleine, tolerierbare Nebenwirkung". Naja...bei mir nicht. Ich dachte auch erst, es käme von den Wechseljahren. Ja, Pustekuchen. Ich schwitze eh schon viel, aber SOVIEL wie mit Trevilor eben nicht.

    Scheixxxe, ist das Leben manchmal blöd - kann man doch wohl so sagen. Aber...siehe oben....

    Liebe Grüße an dich und echt alles Gute!

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