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    Erfahrungen mit 5-Hydrotryptophan

    Hallo!

    Ich lese seit Tagen immer mal wieder von der Nahrungsergänzung 5-Hydrotryptophan. Das ist eine Vorstufe zum Serotonin und wirkt angeblich gut gegen Depressionen.

    Kennt das jemand bzw. hat das schon jemand genommen und kann mir Erfahrungswerte mitteilen?

    Lb. Grüße

  2. VIP

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    AW: Erfahrungen mit 5-Hydrotryptophan

    Ganz ehrlich, ich denke mit einer ausgewogenen Ernährung fährt man besser.
    Tryptophan ist in vielen Lebensmitteln enthalten z.B.
    Sojaprotein 1120 mg
    Brauerhefe 700 mg
    Kürbis 578 mg
    Sojabohnen 525 mg
    Parmesan 482 mg
    Käse allgemein 300-500 mg
    Rind, Huhn, Pute, Schwein 400 mg
    Krabben 330 mg
    Thunfisch (Dose) 300 mg
    Vollei 210 mg
    je 100g

    Der Tagesbedarf liegt, glaube ich bei 250 mg
    Sportler benötigen etwas mehr und bei Depressionen würde ich das eng mit dem behandelnden Arzt absprechen.
    Hier gibts zu Nahrungsergänzungsmitteln eine gute Fernsehsendung.
    Grüßlis
    mkr

    ________________________________

  3. Inaktiver User

    AW: Erfahrungen mit 5-Hydrotryptophan

    Zitat Zitat von Isira Beitrag anzeigen
    Hallo!

    Ich lese seit Tagen immer mal wieder von der Nahrungsergänzung 5-Hydrotryptophan. Das ist eine Vorstufe zum Serotonin und wirkt angeblich gut gegen Depressionen.

    Kennt das jemand bzw. hat das schon jemand genommen und kann mir Erfahrungswerte mitteilen?

    Lb. Grüße

    Die Aussage ist so richtig aber es gibt ein paar Bedinungen.

    In bestimmten Fällen von Depressionen stellt 5HTP ein sehr gutes Mittel dar.

    Man muss aber vorher abklären um welche Art von Depression es sich handelt und was wirklich fehlt.
    Bei Gehirnchemie und eingreifen in diese sollte vorher unbedingt ein aussagekräftiges Hormonlabor gemacht worden sein um gezielt therapieren zu können und den Verlauf zu kontrollieren.
    Experimente würde ich unterlassen auch mit 5HTP.
    Vor allem wenn bereits auch andere Antidepressiva eingenommen werden.
    Unter Umständen könnte die Depression auch durch eine Schilddrüsenfehlfunktion ausgelöst und unterhalten worden sein, dann stellt das die Ursache dar und man muß da anders therapieren.

    Durch Ernährung nimmt man auch 5HTP auf wie MKR bereits richtig angemerkt hat nur gibt es dabei einen kleinen aber wesentlichen Unterschied in der therapeutischen Verordnung und Anwendung.

    Treffen an der Bluthirnschranke mehrere Aminosäureverbindungen gleichzeitig an so wird das Serotonin weniger bis gar nicht gut aufgenommen. Bei einem manifesten Serotoninmangel reicht dann die "normale" Ernährung so nicht mehr aus von gesunden sprechen wir hier ja nicht. Außerdem ist es meist so, daß gerade depressive Menschen sich auch wenig um die Nahrung an sich kümmern, schlicht weil die Kraft dazu fehlt.

    Kurzzusammenfassung:
    5HTP eignet sich sehr gut wenn man weiß was man tut, wann man es tut und wo die Grenzen dafür sind.
    Erfahrungswerte anderer Benutzer sind nicht aussagekräftig weil man nicht weiß ob die selben Voraussetzungen auch bei sich selbst gegeben sind.

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    AW: Erfahrungen mit 5-Hydrotryptophan

    @Stecher

    Wenn ich das so lese, müsste doch eigentlich bei jeder Depri erst mal ALLES abgeklärt werden... Ich frage mich, warum dann sofort AD besser gesagt SSRI verordnet wird ohne irgendwelche weiteren Untersuchungen... Find ich auch nicht richtig. Mich hat es nur als Alternative interessiert, da ich einiges über diese Serotoninvorstufe gelesen habe! AD nehme ich (noch) nicht. Habe Cipralex daheim und soll es bis zur Reha (Antrag ist ja erst seit letzte Woche weg) nehmen. ICh kann mich jedoch an diese "Dinger" nicht ran bringen... . Ein Bekannter von mir hatte aufgrund einer mittelschweren Depri AD etc genommen und war bis zur Reha wieder so fit, dass er nach einer Woche abgebrochen hat, weil er nicht wusste, was er dort noch soll...

    LG

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    AW: Erfahrungen mit 5-Hydrotryptophan

    Hallo Isira,

    ja, das frage ich mich auch- es werden fast automatisch ADs verordnet und dabei bleibt es dann.
    Sogar Fachärzte machen da keine Ausnahme. Paßt das erste AD nicht, kommt eben das nächste auf der Liste dran, läßt das AD, das man bisher genommen hat, an Wirksamkeit nach, wird eben höher dosiert oder auch ein anderes verordnet. So habe ich es erlebt.......
    Es ist für den ARzt wohl das Einfachste, zum Rezeptblock zu greifen.
    5-HTP habe ich mir dann selber verordnet- konnte allerdings keinerlei Wirkung feststellen.
    Ich kann Deine Skepsis allzu gut verstehen!

    Liebe Grüße!
    Faulheit ist der Hang zur Ruhe ohne vorhergehende Arbeit.
    - Immanuel Kant

    Gott hat einen harten linken Haken.....
    ....aus: "Ein Haus am See" von Peter Fox

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    AW: Erfahrungen mit 5-Hydrotryptophan

    Hi Cloud!!!

    Schön, von Dir hier zu lesen!!!

    Kannst Du mir noch näheres zu Deinen Erfahrungen mit 5htp erzählen? (gerne auch per PN)

    Wie hoch dosiert hast Du es, wo hattest Du es her, wie lange hast Du es genommen, hattest Du anfängliche Nebenwirkungen etc etc etc...???

    Natürlich ist mir auch nicht ganz wohl dabei, es einfach so zu nehmen aber noch weniger mag ich an das AD ran!

    Habe Opipramol, was ich einige Wochen abends immer genommen habe mit Einverständnis der Neurologin abgesetzt, da es zwar wunderbar für den Schlaf war aber ansonsten nichts gebracht hat - hatte allerdings auch null Nebenwirkungen zum Glück!

    Zur Zeit nehme ich Bonasanit plus für PMS (Mikronährstoffe), MAgnesium, BachBlüten und Schüssler Nr. 5 so 2-3 mal tägl. !Also nur pflanzl. bzw. homöopathisch!

    GLG

  7. Inaktiver User

    AW: Erfahrungen mit 5-Hydrotryptophan

    Zitat Zitat von Isira Beitrag anzeigen
    @Stecher

    Wenn ich das so lese, müsste doch eigentlich bei jeder Depri erst mal ALLES abgeklärt werden... Ich frage mich, warum dann sofort AD besser gesagt SSRI verordnet wird ohne irgendwelche weiteren Untersuchungen... Find ich auch nicht richtig. Mich hat es nur als Alternative interessiert, da ich einiges über diese Serotoninvorstufe gelesen habe! AD nehme ich (noch) nicht. Habe Cipralex daheim und soll es bis zur Reha (Antrag ist ja erst seit letzte Woche weg) nehmen. ICh kann mich jedoch an diese "Dinger" nicht ran bringen... . Ein Bekannter von mir hatte aufgrund einer mittelschweren Depri AD etc genommen und war bis zur Reha wieder so fit, dass er nach einer Woche abgebrochen hat, weil er nicht wusste, was er dort noch soll...

    LG
    Na ja auch von Antibiotikas weiß man daß man diese gezielt und evtl. erst nach einer Bakterienbestimmung einsetzen sollte. Gemacht wird aber meist eine Pauschalverordnung.
    Warum sollte es bei AD anders sein?

    Es gibt halt einen Unterschied ob ich nur das Symptom bekämpfen will oder ob ich daran interessiert bin die Ursache rauszufinden.

    Es ist auch leichter jemanden ein AD einzuschmeissen so nach dem Motto, wenns nicht besser wird dann bekommen sie ein anderes als gezielt Labor zu machen, Darm zu kontrollieren (was hilft das beste 5HTP der Welt wenn der Darm gar nicht in der Lage ist dieses aufzunehmen?).
    Das ist teilweise wie Detektivarbeit und kann sich länger hinziehen - zahlt keiner, Patient kommt öfter - ergo Schnellverschreibung.

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