Hallo miteinander
Nun muss ich mein 2. Knie auch machenlassen, d.h. ich bekomme eine Knieprothese. Das rechte habe ich vor bald 4 Jahren operiert und war nach 2 Wochen Klinikaufenthalt noch 3 Wochen in die Reha.
Nun stellt sich für mich die Frage, ob ich dasselbe nun auch machen muss. Meine Physiotherapeutin wird recht sauer, wenn ich sage, dass ich nicht in die Reha möchte. - Der Grund: Je 2mal täglich ca. eine halbe Stunde Therapie und sonst sitze ich herum, oder mache ganz kurze Spaziergänge, denn grössere sind ja noch nicht möglich. Der Tag geht fast nicht vorbei und ich bin schon wieder "fremdbestimmt".
Ich habe mir nun überlegt, dass ich nach dem Spital nach Hause gehe (wohne nur 10 Min. zu Fuss von dort) und dann 3mal die Woche in die Therapie, denn mehr zahlt die Krankenkasse ambulant nicht. Zu Hause habe ich ein Heimvelo, mit dem ich mich auch langsam steigern kann.
Mein Arzt hat sich nicht gross geäussert und nur aufgeschrieben und genickt.
Wer von Euch hat das auch schon so wieder gut hinbekommen ohne Reha? Ich war in meinem Leben sicher zusammengezählt 1 Jahr oder mehr im Spital. Ich habe einfach genug. Zu Hause erhole ich mich besser, denke ich. Ich bewege mich mehr, habe mehr von meinem Sozialleben. Die Leute können kommen und bleiben und da mein Mann pensioniert ist, denke ich dass dies kein Problem darstellt. - Wenn da nicht meine Physiotherapeutin wäre......... Sie besteht auf Reha.
Was meint Ihr? Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht' Es wäre schön, wenn Ihr mir die Vor-resp. Nachteile erzählen würdet, die Ihr erlebt habt dabei.
Liebe Grüsse
Jsabella
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Thema: Knie-OP - Reha?
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03.01.2013, 23:00
Knie-OP - Reha?
Was mich nicht umbringt, macht mich stark!
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03.01.2013, 23:19Inaktiver User
AW: Knie-OP - Reha?
Hallo Isabella,
ich würde dir auf jeden Fall eine Reha empfehlen. Mein Vater hat zwei künstliche Knie in einem Abstand von zwei Jahren bekommen.
Der Umgang mit der Prothese muss gelernt werden. Für ihn war der sichere Gang und das Treppensteigen wieder zu lernen. Und zuhause mit einem normal hohen Bett hätte er gar nicht aufstehen können. Auch das Duschen etc. ist am Anfang nicht ohne. Auf der Reha ist halt alles darauf eingestellt.
Höre auf deine Physio.
Und viel Glück
Nudel
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03.01.2013, 23:22Inaktiver User
AW: Knie-OP - Reha?
Hallo jsabella,
mit Deiner Erkrankung habe ich keine Erfahrung. Was mir aber sehr aufstößt ist das Verhalten Deiner Physiotherapeutin.
Ich finde ihre Reaktion eine Anmaßung, Fachkompentenz hin oder her.
Mach das was Du für Dich für richtig hälst. Falls sie das nicht akzeptiert, such Dir jemand anderen zur Behandlung.
Alles Gute!
Sesam
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03.01.2013, 23:37Inaktiver User
AW: Knie-OP - Reha?
du schreibst: deine psysiotherapeutin?
mit andern worten: du kennst sie schon eine weile. sie kennt dein knie. evtl kennt sie auch die geschichte mit der ersten knieprothese.
wenn du operiert bist- wirst du dann auch wieder zu ihr gehen?
ich halte sie an dem punkt für die fachfrau was sinn bzw. unsinn einer reha betrifft.
und ja, sie kann dich auch als patientin ablehnen wenn sie das gefühl bekommt: dass das was sie an leistung erbringen könnte- eh nichts bringt weil patient nicht genügend mitmacht. sprich: eine medizinische reha, die ja ihren sinn hat- nicht durchführt.
sie- und nicht dein arzt hätte dann mit den "folgen" zu hantieren wenn es nicht zu einer gescheiten anpassung des gelenks ans gangbild kommt.
reha nach knie-prothese ist etwas mehr als "nur spazierengehen". zumindest in deutschland.Geändert von Inaktiver User (04.01.2013 um 00:01 Uhr) Grund: grmpf-mattik
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04.01.2013, 01:41
AW: Knie-OP - Reha?
Ich habe in beiden Knien TEPs, innerhalb von einem Jahr und nach jeder OP war ich je 4 Wochen in der Reha. Und ganz ehrlich... ich würde es immer wieder machen. Ich würde das nicht ambulant machen wollen. Irgendwie gehört einem das Bein nicht so ganz, wenn man aus der Klinik kommt. Es geht ja darum auch das Knie zu stabilisieren und nicht nur das Gelenk sondern auch die Bänder, Sehnen und Muskeln wieder aufzubauen. Tu Dir selbst den Gefallen und verzichte nicht auf die Reha.
Normale Menschen machen mir Angst!!! 
**Ich bin nicht dick - das ist erotische Nutzfläche!**
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07.01.2013, 21:17
AW: Knie-OP - Reha?
Zuerst gehe ich, da ich ganz in der Nähe vom Spital wohne, ins Spital zur Therapie, da ich dann kein Tram oder Bus benutzen muss.
Ich versuchte nochmals mit meinem Arzt zu reden, aber der ist im Urlaub. Seufz. Ich werde es nächste Woche nochmals versuchen.
Vielen Dank für Eure Gedanken. - Eigentlich, so vom Kopf her, ist es vermutlich schon besser in eine Klinik zu gehen für die Reha. Nur mein Bauch will nicht so recht. Bin aber noch am abwägen und vielleicht weiss ich nach dem Gespräch mit dem Arzt mehr.
@ brighid Klar ist es keinen "Spaziergang", aber für die ca. 1 Std. pro Tag doch sehr aufwändig. Und wieder Spital. Ich habe eigentlich soooo genug davon. War auch schon ein paar Monate am Stück im Spital, daher graut mir halt davor.
Da ich ja schon eine Prothese im rechten Knie habe und damals vor 3 Jahren in der Reha war, habe ich doch schon eine Erfahrung damit gemacht. Leider habe ich immer noch Probleme damit und der Arzt meint, damit müsse ich leben. Es sei halt ein Fremdkörper da und nicht mehr dasselbe.
Was mich nicht umbringt, macht mich stark!
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08.01.2013, 08:08Inaktiver User
AW: Knie-OP - Reha?
so wie du schreibst- hast du nach der op in der reha am tag max. 1 stunde therapie?
kenne ich so nicht. die fälle die ich kenne, mit knie oder hüft-tep-------------- in der reha- die haben ganztags zwischen 8 uhr morgens und mittags 16 uhr anwendungen, therapie, aktiv wie passiv, entspannungsübungen bis .....................
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08.01.2013, 08:37
AW: Knie-OP - Reha?
Meine Mutter bekam ein neues Knie im April vor 2 Jahren. Sie machte danach eine ambulante Tages-Reha. Sie wurde von daheim um 9 Uhr abgeholt und ca. 16 Uhr wieder zuhause abgesetzt. 5 Tage die Woche. Ohne Reha wäre sie nie im Leben wieder vernünftig ans Laufen gekommen.
Dauer: 3 Wochen und noch eine Woche.
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09.01.2013, 17:09
AW: Knie-OP - Reha?
Also beim letzten Knie war das so. Als es mir besser ging, konnte ich jederzeit in den Turnsaal und aufs Fahrrad steigen. Daneben kleinere Spaziergänge. Daher denke ich, das könnte ich von zu Hause aus auch machen. Ein Heimfahrrad habe ich.
Im Spital musste ich 2mal pro Tag mein Bein auf eine Beugemaschine legen (weiss nicht, wie das Ding heisst). Als ich einen gewissen Beugegrad erzielt habe, konnte ich das Spital verlassen.
Was mich nicht umbringt, macht mich stark!
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09.01.2013, 17:12
AW: Knie-OP - Reha?
So eine Tagesklinik kenne ich nur für ältere Menschen, die nicht alleine zu Hause bleiben können, da sie keine Betreuung haben.
Ich habe nach der Reha noch ein paar Wochen 2mal Physiotherapie erhalten. Richtig gehen konnte ich sehr lange nicht. Höchstens 20 Min. und dann hatte ich Schmerzen und war k.o. - Es kann ja dieses mal anders sein? Ich gebe die Hoffnung nicht auf
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Was mich nicht umbringt, macht mich stark!


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