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  1. Registriert seit
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    Frage Schilddrüsen-Entfernung - Erfahrungsberichte?

    Liebe Bri-Damen,

    mir (w, Ende 30) steht diesen Herbst die Komplett-Entfernung meiner Schilddrüse bevor. Sie ist stark verknotet und dadurch vergrößert (überwiegend kalte Knoten, also potentielle Karzinom-Gefahr), dazu kommt noch ein Hashimoto, salopp gesagt: das Ding ist auf. Die Entfernung wurde mir nach eingehenden Untersuchungen (Blutwerte, Sonographie, Szintigramm) von zwei unabhängigen Fachärzten dringend angeraten und inzwischen steht der OP-Termin auch fest.

    Meine Frage: danach werde ich ja wohl diese Tabletten nehmen müssen, die die Schilddrüsenhormone substituieren. Gibt es hier Frauen, die eine solche OP hinter sich haben? Mögt Ihr mir von Euren Erfahrungen berichten? Ich weiß, dass die Einstellung auf die richtige Hormondosis einige Zeit dauern kann und dass das bei manchen Frauen nicht so easy läuft, wie man sich das wünschen würde. Andererseits schreiben in den Schilddrüsen-Foren (dort versuchte ich bislang an Infos zu kommen) offenbar meist nur die Frauen bzw. Menschen, bei denen es wirklich nicht einfach war, so kam es mir jedenfalls bislang vor. Dort las ich fast nur von Leuten, die nach der OP z.B. extrem viel an Gewicht zugenommen haben oder andere Beschwerden hatten, die sie offenbar lange sehr einschränkten. Das wäre für mich alles nicht so toll, da ich jobbedingt eigentlich nach spätestens 3 Wochen wieder richtig fit sein müsste. Und so langsam frage ich mich ein bisschen, ob es überhaupt noch jemanden gibt, der nach der OP bzw. durch die Tabletteneinstellung gar keine Schwierigkeiten hatte, sondern nach einer "normal" langen Rekonvaleszenz wieder richtig fit war.

    Mag jemand von Euch hierzu ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern?

    Herzlichst,
    amonia

  2. Avatar von spiri47
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    AW: Schilddrüsen-Entfernung - Erfahrungsberichte?

    liebe amonia



    2003 wurde mir die schilddrüse entfernt - autonomes adenom - und ich muss sagen, ich hatte sehr viel angst vor dieser op. aus diesem grund habe ich die op sehr lange aufgeschoben, leider.
    die op verlief sehr gut und meine befürchtungen haben sich nicht bestätigt. 2-3 tage ist das schlucken und essen etwas sehr langwierig aber es lässt sich alles gut ertragen.
    ich war ca. 5 tage im krankenhaus und noch ca. 3 wochen krankgeschrieben. tabletten habe ich sofort bekommen und sie auch gut vertragen.
    das einzige kleine problem war eine gewichtszunahme, da ich schon mal schwankungen in unter und überfunktion habe. aber dieses problem habe ich letztendlich auch gelöst. suche dir einen guten arzt der sich mit der problematik der schilddrüse auskennt, am besten einen endokrinologen.
    ich habe es nie bereut diese op gemacht zu haben.
    ich wünsche dir alles gute
    liebe grüsse spiri


    ich habe keine angst vor dem tod. ich möchte nur nicht dabei sein, wenn es passiert.

    woody allen

    wer morgens zerknittert aufwacht, hat tagsüber viele entfaltungsmöglichkeiten.

    unbekannt


  3. Registriert seit
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    AW: Schilddrüsen-Entfernung - Erfahrungsberichte?

    liebe spiri, danke für deinen bericht! das macht mir jetzt wirklich mut, dass es dir offenbar recht schnell wieder ganz gut ging (3 wochen auszeit rechne ich auch, so alles in allem, mehr soll es dann aber nicht werden). wegen der potentiellen gewichtsschwankungen habe ich mir vorgenommen, streng zu mir zu sein. also soll heißen, ich will in der zeit, die ich dann daheim bin, nicht anfangen sinnlos süßes und überhaupt zu viel zu futtern, während ich mich von der op erhole und so, damit ich mir da garnicht erst etwas übles angewöhne. aber das mit über- und unterfunktion liegt auch an der tabletteneinstellen, was?

    wie ist es mit sport, wie lange muss ich damit wohl pausieren? ich mache regelmäßig yoga, das ist jetzt ja nicht sooo anstrengend, aber mit frischer narbe am hals vermutlich ja auch nicht so das wahre. das werden mir aber die ärzte sicher auch sagen, sicher ist das auch bei jedem anders. ich lebe zum glück in einer großstadt, da gibt es ein gutes schilddrüsenzentrum, mit dem meine hausärztin zusammen arbeitet, insofern fühle ich mich was das anbelangt eigentlich wirklich in guten händen.

  4. Avatar von playlady
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    AW: Schilddrüsen-Entfernung - Erfahrungsberichte?

    hallo,

    ich kann auch nur gutes berichten. nach einer schiddrüsenop habe ichkeine probleme bekommen. auch bei mir war die schilddrüse stark vergrößert und mit vielen knoten durchzogen. bei mir war aber die narbe wie eine schwulst und da hatte ich große probleme mit. ich lief immer mit einem schal herum. das hat ca.1 halbes jahr gedauert bis das weg gegangen ist, aber dann war es alles gut.nimm dir die angst vor der op, es ist nicht sooo schlimm und nach einigen tagen geht es auch mit dem essen besser. ich wünsche dir alles gute.


    playlady

  5. Avatar von rosemary_
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    AW: Schilddrüsen-Entfernung - Erfahrungsberichte?

    Ich kann mich spiri nur anschließen. Alles problemlos verlaufen, obwohl ich große Angst vor der OP hatte.
    Kinder erfordern ein dickes Fell - aber ein ganz weiches!

  6. Avatar von gajane
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    AW: Schilddrüsen-Entfernung - Erfahrungsberichte?

    Soll ich Dir wirklich antworten? Wird Dir vermutlich nicht so gefallen.
    Meine OP war vor dreieinhalb Jahren. Bei der OP wurden meine Nebenschilddrüsen so stark beschädigt, daß mein Knochenstoffwechsel nicht mehr funktioniert. Ich hatte mich vorher sorgfältig nach dem besten Chirurgen erkundigt, tja auch den Besten passiert sowas. Zusätzlich zum Thyroxin muß ich also Vitamin D und Calcium in hoher Dosis nehmen.
    10 kg plus hat mir das ganze auch noch beschert und da nützt es gar nichts sich einzubremsen, der Stoffwechsel wird vollkommen über den Haufen geworfen.
    Die immer noch wulstige Narbe lasse ich mir im Herbst korrigieren.
    Subjektiv geht es mir ohne SD besser, ich hatte eine Überfunktion mit Knotenbildung.
    Ich empfehle Dir dringend Dich zu erkundigen, ob man die "Flügelspitzen" der SD, an denen ja die Nebenschilddrüsen sitzen, erhalten kann. Vielleicht geht das und Du minimierst das Risiko dieser Komplikation.
    Ich habe kürzlich auch noch eine Frau kennengelernt die nach der OP schlagartig in die Wechseljahre gekommen ist.
    Manchmal frage ich mich, ob ich mich zu blauäugig auf diese OP eingelassen habe, ob ich nicht doch lieber hätte warten sollen. Allerdings waren die Schlafstörungen und das Herzrasen davor sehr zermürbend.

    Ich wünsche Dir alles Gute!


    Denn im Tau kleiner Dinge findet das Herz seinen Morgen und wird erfrischt.
    Khalil Gibran
    Eine Frau ohne Bauch ist wie ein Himmel ohne Sterne!
    orientalisches Sprichwort

  7. Inaktiver User

    AW: Schilddrüsen-Entfernung - Erfahrungsberichte?

    Hallo Amonia,

    bei mir ist zwar nur die Hälfte weg, was sicherlich einen Unterschied macht aber ich möchte Dir dennoch sagen das es bei mir völlig problemlos verlief. 5 Tage KH und krank geschrieben war ich so 2-3 Wochen. Ich weiß es nicht mehr genau, da ca. 15 Jahre her. Thyroxin Einstellung kein Problem. Die Narbe es wunderbar verheilt (wurde geklammert) und ist heute nur mehr ein dünner kleiner Strich den man kaum sieht.
    Wegen Sport lass Dich vom Arzt beraten.

    Alles Gute

    Sesam

  8. Avatar von PeggySue
    Registriert seit
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    AW: Schilddrüsen-Entfernung - Erfahrungsberichte?

    Meine Schilddrüsen-OP liegt schon 19 Jahre zurück aber ich kann mich gut daran erinnern weil es meine erste OP war und ich eine schreckliche Angst davor hatte. Weil bei mir das wuchernde Gewebe stark kopfwärts gewachsen war musste bei der OP der Kopf extrem nach hinten gedrückt werden, ich konnte dann in den ersten Tagen nach der OP meinen Kopf beim Autofahren kaum halten wenn gebremst oder stark Gas gegeben wurde. Über den Hals spannte sich lange eine dicke harte Wurst, ich bekam zeitweise leichte Depressionen und es dauerte lange bis ich richtig "eingestellt" war (inzwischen Euthyrox 200). Seit ca einem halben Jahr nach der OP geht es mir prima, weil ich mich brav an die ärztlichen Anweisungen hielt verheilte die Narbe wunderbar, man sieht sie überhaupt nicht!
    Meine Stimmbänder habe ich damals schon abends auf dem Krankenhausflur getestet indem ich leise Tonleitern gesungen habe und war glücklich, dass trotz der schlimmen Verwachsungen bei der OP nichts beschädigt wurde. Das war nämlich meine größte Angst weil ich zwei Frauen kannte bei denen es nicht so glücklich verlaufen war.
    Mein Hausarzt hatte mir zwar prophezeiht, dass ich weniger Gewichtsprobleme haben würde wenn ich erst einmal richtig eingestellt wäre, (.....da werden die Pfunde nur so purzeln!) aber dem war leider nicht so.
    Dass kalte Knoten wirklich bösartig werden können musste meine Nachbarin leidvoll erfahren. Bei ihr kam die OP leider zu spät.
    Meine Meinung steht fest, bitte verwirren Sie mich nicht mit Tatsachen.

    Enkelkinder sind die Entschädigung dafür, dass wir alt werden.

    Rolling-"IT'S ONLY ROCK 'N ROLL BUT I LIKE IT"-Stones




  9. Registriert seit
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    AW: Schilddrüsen-Entfernung - Erfahrungsberichte?

    Ihr Lieben, danke für eure Berichte ! Ich war wegen Urlaubs einige Zeit nicht online und konnte daher jetzt erst alles lesen. Das klingt ja überwiegend doch nicht soo schlimm, was ich so lese. Außer bei dir gajane, dass du so Nöte hattest tut mir leid für dich, danke für den Hinweis, ich werde das mit diesen Flügelspitzen (Nebenschilddrüsen, ja?) bei der Vor-OP-Untersuchung auf jeden Fall ansprechen.

    Die Narbe selbst macht mir nicht so viel Sorgen, ich trage gerne Rollkragenpullover und Halstücher und da die OP erst im Herbst ansteht, habe ich dann keine Schwierigkeiten sie zu verstecken, bis die Haut wieder richtig heile ist. Ich glaube, meine größte Sorge ist, dass ich durch die Tabletten erst in eine Unterfunktion rutsche. Sowohl die Gewichtszunahme als auch Müdigkeit/Depressionen und ähnliche Auswirkungen machen mir echt Angst. Neben der Kraft, die mich mein Job unter normalen Umständen schon kostet, ist es auch ganz banal: Ich habe sowas von keine Lust, mir komplett neue Klamotten kaufen zu müssen, nur weil mein Stoffwechsel monatelang tillt. Aber was soll ich sagen, Schilddrüsenkrebs wäre die schlechtere Alternative (PeggySue, das klingt als sei es bei deiner Nachbarin schlecht ausgegangen... das tut mir sehr leid ).

    Ich habe neulich von Hormonyoga gehört, das kannte ich noch garnicht (mache bislang nur das gängige Poweryoga mithilfe von U. Karvens und ähnlicher DVDs sowie im Yogastudio) und ich werde mich bis zur OP damit mal beschäftigen. Wenn es womöglich auch nicht explizit hilft, schadet es doch jedenfalls sicher nicht.
    Geändert von amonia (06.08.2012 um 19:03 Uhr)


  10. Registriert seit
    18.04.2012
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    AW: Schilddrüsen-Entfernung - Erfahrungsberichte?

    Hallo amonia,

    meine OP ist schon über 20 Jahre her. Kalter Knoten...an gesunder Schilddrüse. Ich hab es damals schweren Herzens machen lassen, ob es nun richtig oder falsch war...schwer zu sagen. Seit dem habe ich eine Unterfunktion, weil über die Hälfte der SD raus musste und ich jetzt mein Leben lang Tiroxin nehmen muss. Ist glaube ich das, was die meisten mit Unterfunktion bekommen. Was bleibt einem anderes übrig als den Aussagen der Ärzte zu vertrauen?! Ist immer eine schwierige Situation, da ja ein an sich gesundes Organ entfernt bzw. beschädigt wird.

    Die OP selber habe ich nicht als schlimm empfunden, nur der Heilungsprozess des relativ kleinen Schnittes an der Kehle war ein Desaster, ist von innen vernäht worden mit so einem selbstauflösenden Faden. Der hat sich aber leider nicht so aufgelöst wie er sollte ( angeblich ein neues Produkt ), sich entzündet und musste dann über Wochen Stück für Stück mit der Pinzette....die Narbe ist daher unschön eingefallen.

    Nebenwirkungen vom Tiroxin habe ich keine gravierenden gehabt, zumindest keine die mir bewusst sind. Ein wenig Hauttrockenheit, weiß aber nicht ob es wirklich damit zusammenhängt. Kann natürlich auch andere Ursachen haben. Keine Gewichtzunahme. Ich war aber schon immer eher schlank und habe nie Gewichtprobleme gehabt. Ich wünsche dir alles Gute für deine OP.

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